Das Studentenstadtdilemma

rd | 08. Mai 2010, 13:57 | 16 Kommentare
To-do-Liste (prädigital)

To-do-Liste (prädigital)

Ich muss gestehen, immer noch etwas fassungslos ungläubig vor den Planzahlen zur Hochschule Rhein-Waal zu stehen, nach denen sich in drei Jahren schon ca. 3000 Studenten auf dem Campusgelände in Life Sciences und Bionik ausbilden lassen. Dem Klever Kulturstaatsminister Bruno Schmitz gebührt nun das Verdienst, heute in der Rheinischen Post darauf hingewiesen zu haben, welche Ursachen mein Imaginationsproblem haben könnte. In der so genannten Zukunftswerkstatt hat er vorgerechnet, dass in Kleve 7000 Menschen im Alter von 18 bis 25 Jahren leben und sogar 11.000, wenn man alle Erwachsenen bis Anfang 30 einrechnet. Schmitz: “Wo sind die, wenn die alle frei haben? Es gibt maximal vier für diese Gruppe interessante Kneipen – das ist zu wenig.” Treffer, versenkt. (Welche vier sind eigentlich gemeint?)

Dann aber wurde der Artikel zunehmend surreal. Erst ging es um ein Sportfreunde-Stiller-Paket für die Studenten, das aber 50.000 Euro koste und somit “zu teuer” sei, bevor eine ganz merkwürdige Textstelle meine Aufmerksamkeit fesselte: “Und Kleves Bürgermeister Theo Brauer wird einen Rasen in Hochschulnähe suchen – ist jedenfalls auf seinem Zettel dick unterstrichen.”

Schön auch der Schluss: “Schwierig ist auch die Lage der Kneipen. Gehe man ins Coffee-House, das um 24 Uhr schließt, könne man den Rest des ‘Abends’ knicken, weil der Fußweg zu weit in die Unterstadt ist und – dort angekommen – die dortigen Kneipen dann auch schließen.” In der Runde wurde dann der Vorschlag geboren, den City-Train länger fahren zu lassen – “vielleicht bis zum Schweizerhaus”.

Fassen wir zusammen: Es gibt nur vier Kneipen, und die liegen auch noch zu weit auseinander und machen zu früh zu. Der City-Train könnte Promillependler durch die Stadt schwappen lassen. Und der Bürgermeister sucht einen Rasen. Studenten, hier könnt ihr was erleben!

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16 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 16. Exil-Klever

    Seitdem Detlef weg ist, gibt’s in Kleve eh keine gescheite Kneipe (Betonung liegt auf gescheit) mehr. Und die Spacken von der Halfpipe hätte ER auch gleich mal richtig sozialisiert. Seine pädagogischen Ansätze hätten jede Super-Nanni erblassen lassen.
    Wie isset eigentlich, dürfen denn die multilingualen Studiosi deutsch inne Kneipen reden? Weil, die dürfen doch nur englisch reden!

     
  2. 15. Studentenfreund

    Arme Studies !

    Herr Schmitz hat recht. Kleve rockt so garnich. Weder was Kneipen angeht noch was das Kulturprogramm angeht. Aber da haben wir ja fähige Leute wie USH im Kleve Marketing, die sich sicher was einfallen lassen. Es muss ja nicht der Rundgang durch die Stadt sein die mit zum Großteil schlechter Covermusik beschallt wird. Risiko- und Einfallslos ! Mit 1 x im Jahr Courage ist es nicht getan. Radhaus…naja.-

    @ Herr Heuvens : Wenn mann studiert muss mann auch mit normalen Menschen zusammentreffen und natürlich auch mit ortsansässigen Frauen um
    a) Die eigene Wohnsituation zu verbessern
    b) Auch in der Fremde ein soziales Umfeld zu haben
    (sonst gibts Amokläufe etc…nicht gut für Kleve)
    c) Sich ggf. nach dem erfolgreich abgeschlossenen Studium hier selbstständig zu machen um Frau, Kind und Theo Brauer + Konsorten zu ernähren

     
  3. 14. Beobachter

    … ihr dürft nicht vergessen, dass so “legendäre” Kneipen wie das “Les Marquis” (ich garantiere nicht für die richtige Schreibweise, außerdem ist und bleibt es das “Treppchen”) und “Route 66” noch gaaaanz lange geöffnet sind, wenn die anderen schon wieder die Reinigungskräfte rein lassen …

     
  4. 13. Dickschaedel

    Können die Skaterbahn wieder hinstellen – da gabs auch GRAS und ALK
    Kneipen gibts doch satt

     
  5. 12. Messerjocke

    Gras oder sogar Grass könnte er meinen.

    Das erste Symbol, ergänzt mit den Buchstaben ‘ER’ steht für LeitER, auf der man hoch aber auch wieder abwärts klettern kann.

    Der Blitz trifft irgend etwas und zeigt abwärts. Die beiden Rechtecke mit dem Kreis dran können chinesische Schriftzeichen sein. Im Zusammenhang mit der Rauchwolke (Gekringel unter den Rechecken) ergibt die Krone mit der Blume (Rose): “Ein gestürzter König erhält vielleicht noch einmal Rosen zum Abschied.”

    Man kann es drehen und wenden wie man will, für mich sind es weitere Anzeichen für einen baldigen Rücktritt (R. Nixon Haltung).

     
  6. 11. Nebelschwade

    Könnte es nicht sein, dass er in Wahrheit Gras gemeint hat???

     
  7. 10. RumsdieKuh4Ever

    Ralf, erkläre doch bitte einmal die To-Do Liste. Einiges habe ich begriffen, aber eben nicht Alles.

    – Die Kreuzchen sind die Fototermine innerhalb 24 Stunden
    – Die Kästchen sind der innovative Bonsai-ICE
    – Der Blitz ist das Symbol für seine Ideen, die er morgens um Vier hat.
    – Die Rose ist das Symbol für die Heuvenschen Lobhudeleien in der RP und KleWo
    – Die Krone ist das, was er in der absolutistischen Version gerne wäre

    Was bedeuten die anderen Zeichen?

     
  8. 9. Erstkommentar

    @Dickschaedel “kenn nur Studenten die noch was dazu verdienen …”
    na WO wohl: In Kneipen…
    Kommt Student, kommt Kneipe in der Student “arbeitet”, sofern er nicht als Taxifahrer besoffenen Student aus Kneipe in die Kaserne zurückfährt.

     
  9. 8. Exil-Klever

    Kommt Student, kommt Kneipe. Vielleicht überreden wir Detlef, doch wieder auf zu machen?

     
  10. 7. Neu

    Fassunglos, lieber Ralf Daute, war ich auch bei der heutigen Lektüre der RP. Aber nicht über die als Zukunftswerkstatt getarnte VoBa-Werbung, sondern über den Artikel “Wie Kranenburg das Kriegsende erlebte”.
    Da schreibt Hans Rühl:
    “Sieben führende Männer sind (…) in Portraitfotos abgebildet. (…) Sie waren die alliierten Befehlshaber, die den Krieg bis in das Herz Deutschlands trugen und die Wehrmacht zur bedingungslosen Kapitulation zwangen.”

    Lieber Hans Rühl, Sie haben Generationen von Hauptschülern in Geschichte unterrichtet. Hoffentlich haben Sie denen etwas genauer erklärt, wer den Krieg wohin getragen hat. Und noch was: schreiben Sie demnächst doch bitte über die Zukunftswerkstatt oder über den Ausbruch des Eiapopeiajokull oder über spektakuläre Orgelkonzerte, da können Sie weniger kaputt machen.
    Und liebe RP Lokalredaktion: Lest Ihr eigentlich Eure eigene Zeitung vorm Druck?
    (sorry, etwas OT – eigentlich wäre es ein eigener Artikel wert…)

     
  11. 6. Dickschaedel

    Wieviel Geld hat man als Student zur Verfügung abzüglich Miete und Nebenkosten? Ich kenn nur Studenten die noch was dazu verdienen müssen oder Sie haben wohlhabende Eltern

     
  12. 5. afrika

    Also wir diskutieren seit Wochen über das Thema. Und es fehlen echte Studentenkneipen. Es fehlt irgendwas wie Detlef. Oder auch eine Kneipe mit schönem Ambiente. Eine in die man sich nachmittags zum lernen ODER zum Bier als Student hinsetzen kann.

     
  13. 4. katersblauemaus

    @ Killerplautze

    Schöne Idee!!! Dann gibt es wenigstens eine vernünftige Verwendung für das Haus.

     
  14. 3. Killerplautze

    @Peter

    Gar keine doofe Idee! Oben drin Studentenappartements, unten die Kneipe.

     
  15. 2. Wim Heuvens

    Zuerst die Kneipen ….. studieren und arbeiten unwichtig.

     
  16. 1. Peter

    Ich hab´s schon immer gewusst: Das Schweizerhaus wird irgendwann doch noch zur Studentenkneipe.