C’est bon!

rd | 02. Januar 2020, 19:36 | 20 Kommentare
Bon-Pflicht im Reality-Check
Die Katastrophe ist ausgeblieben: Ein Schnelltest in der Klever Innenstadt ergab, dass selbst bei Kleinsteinkäufen (1/2 Gassenhauer, 500 g Schwarzbrot, 4 Spitzbrötchen, 5,30 € inkl. 0,35 € MwSt.) der Kassenzettel auf Anfrage anstandslos ausgehändigt wird. Reffeling nehmen wir jetzt mal als pars pro toto (Einzelbeispiel fürs Ganze). Kann es sein, dass die Diskussion etwas an der Wirklichkeit vorbei geführt wurde?


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20 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 20. Niederrheinstier

    Mmuuuh, mmuuuh, doppelt gemmuuuht hallt besser, mmuuuh!
    Oder im Original: Doppelt gemoppelt kommt besser – oder so, mmuuuuh.
    Daher sind mir Geschäfte, die Bonbons ausgeben, viel lieber also solche, bei denen es nur einfache Bons gibt, mmuuuuh!

     
  2. 19. Joseph Johann

    Welch eine Blamage für die Regierung. Im Zeitalter der Digitaltechnik per Gesetz Papierverschwendung vorzuschreiben. Welcher Weltfremde hat das angestoßen? Das ist auch ein Fall, wie er in den mittlerweile übersetzten Parlamenten vorkommt. Da sitzen Leute, mit Steuermitteln hochbezahlt, die mit Gewalt ein Thema suchen, mit dem sie Aufmerksamkeit erreichen. Es wird höchste Zeit, die Wahlgesetzgebung zu reformieren, damit das Aufblähen der Parlamente endet.
    Heute in der RP: Zum neuen SPD-Vorstand “Denn sie überlegen noch, was sie tun” Besser wäre: “Denn sie wissen nicht, was sie tun!” Oder der andere Bericht: “Sprachlicher Umweltschmutz” Da kann man nur feststellen, der Schwachsinn treibt Blüten.

     
  3. 18. jean baptiste

    @17. Andre Gerritzen
    wenn die einen erst einmal auf dem Kieker haben, wird nicht nur die Kassnnachschau “wahrscheinlicher”,
    sondern können Sie auch mit einer Sonderprüfung der ganzen Buchhaltung rechnen.
    Und das wird dann nicht lustig, weil, egal ob die was finden, oder nicht, sind die sehr schnell mit einer “grosszügigen” Schätzung zur Stelle.
    Alles schon beim früheren Arbeitgeber miterlebt.

     
  4. 17. Andre Gerritzen

    Anscheinend gibt es keine Strafen wenn man sich nicht dran hält…..
    Nur eine Kassennachschau durch das Finanzamt wird wahrscheinlicher!

    https://de.wikipedia.org/wiki/Ziviler_Ungehorsam

     
  5. 16. Steve Bay

    Vielleicht sollte man, in das lohnende Geschäft mit Kassenrollen, und was auch gebraucht wird: Die Farbkartuschen, wenn keine Thermorollen benutzt werden, oder ?? 🙂 Monatlich, gesicherte Einkünfte 🙂

    Wer die Ironie darin sieht, darf sie behalten. Den etwaigen Bon auch 🙂

     
  6. 15. Ge.Org

    Gestern, Hauptbahnhof Duisburg, “Backwerk”, Kaffee im eigenen, mitgebrachten Becher zu 90 Cent bezahlt. Wie immer viel Betrieb. Vom separaten Drucker der Kasse führte ein scheinbar endloses Band von angeschnittenen Bons die Theke runter in einen ca. 60x 60x 60cm großen Karton. Es war Nachmittag und lt. Kassiererin ist dies schon der 4. Karton an dem Tag voller Bon-Müll.

    “Der Drucker bzw. die Kasse ist von der Zentrale so eingestellt worden, dass die nun stetig druckt und gefühlt kann ich hier jede halbe Stunde die Kassenrolle neu einsetzen”, so die Kassiererin.

     
  7. 14. Chewgum

    @10 Der Laie Bäckereiverkäuferinnen, die für recht kleines Geld ordentlich arbeiten müssen, erscheinen mir immer sehr integer. Schwarzgeld generieren wohl eher andere.

    @jb Es können gerne weitere Steuerprobleme gelöst werden. Nur zu. Je größer die Fische, um so besser.

     
  8. 13. rd

    Wir scannen die Deckel mit dem Handy ein und machen dann mit Instagram „elektronischer Bon“ drauf!

     
  9. 12. nl

    Bekomme ich dann ab sofort für jedes Bolten-Alt einen Bon oder kann zunächst weiter ein Deckel gemacht werden und ich bekomme nach dem Genuss von weiteren Bieren und sonstigen Getränken nach Bezahlung des Deckels einen Bon?
    Wie sieht das aus mit dem Bierausschank auf der Dorfkirmes und/oder im Klever Karnevalszelt?
    Bon beim Kauf von Getränkemarken?

     
  10. 11. rd

    @Der Laie Haben die längst.

     
  11. 10. Der Laie

    Was ist mit dem Gemüsehändler auf dem Wochenmarkt, dem Bauern der seine Kartoffeln und Milch ab Hof verkauft,muss der sich jetzt auch eine elektronische Kasse zulegen.
    Die vielzahl der Bäckereien sind Verkaufsstellen,da können die Chefs per Internet die Umsätze der einzelnen Kassen abrufen,da können die Mitarbeiter vor Ort kein Schwarzgeld generieren.
    Auch den Finanzämtern liegen Schlüsselzahlen vor, welcher Anteil vom Umsatz bzw. von den eingekauften Rohstoffen als Ausschuss gewertet werden kann.
    Was ist mit den Wirten, die ihre Getränke nur zum gewissen Anteil beim Großhändler kaufen und den Rest im LEH einkaufen.
    Wer seine tatsächlichen Umsätze verschleiern will, wird einen Weg finden,dies auch zu tun.
    Wie sorglos man mit Steuergeldern umgeht, zeigen gerade das Verkehrs- und Verteidigungsministerium,das spornt natürlich zur Steuerehrlichkeit an.

     
  12. 9. jean baptiste

    @7. Chewgum
    113 MRD durch Cum – Ex Geschäfte, https://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/cum-ex-deals102.html
    https://www.wiwo.de/finanzen/steuern-recht/steuerbetrug-deutschland-entgingen-durch-cum-ex-deals-milliarden/23201284.html
    100 MRD durch Auslands-Steuerbetrug https://www.boeckler.de/41281_41291.htm
    und dann reden wir noch gar nicht von den Unsummen, die durch “legale” Gewinnverschiebung über Steueroasen verloren gehen.
    Damit will ich auf keinen Fall dem von Ihnen angesprochenen Umsatzsteuerbetrug das Wort reden, aber unsere Gesellschaftssysteme sind kränklich korrumpiert von Lobbystrukturen, die es aufzulösen gilt.
    Finanzierte sich früher ein Staat durch Steuern auf Arbeit und Gewinne, fallen in beiden Ebenen ein Grossteil weg, weil die durch Automatisierte Arbeit (Roboter) eingesparte Arbeit ebenso unbesteuert bleibt, wie durch Handelsabkommen befreite Erträge aus zwischenstaatlichem Handel.
    Wenn auf Alles Steuern nach gerechtem Proporz gezahlt würde, sähe die Welt ein Stück besser aus.

     
  13. 8. Escorial grün

    @ Chewgum
    Die Italiener und ihre Bonpflicht.
    Nr 1 was Steuerbetrug angeht, aber wir holen bestimmt mit großen Schritten auf.

     
  14. 7. Chewgum

    Durch Steuerbetrug in Handel und Gastronomie gehen der Gesellschaft jedes Jahr zehn Milliarden Euro verloren. 10.000.000.000 Euro. Jetzt kann man noch ausrechnen, wie viel an der Kasse vorbei umgesetzt werden muss, um auf diesen Betrag an entgangener Umsatzsteuer zu kommen.

    Viele Ausnahmen sind nicht vermittelbar. In vielen EU-Ländern ist Bonpflicht völlig normal, sogar in Italien. Es geht auch nicht darum, ob Kunden den Bon brauchen oder nicht.

    “Zwischenrechnungen” können in der Kasse storniert werden, wenn der Kunde keinen Bewirtungsbeleg verlangt. Wenn bar bezahlt wird, ist nichts mehr nachvollziehbar.

    Bei zwei kleinen Einkäufen in zwei Klever Bäckereien gab’s heute keinen Bon per se.

     
  15. 6. jean baptiste

    @5. Andre Gerritzen
    Dass diese Art von Anträgen generell abgelehnt werden macht Sinn.
    Wenn man schon nicht jedem Mitarbeiter der Kämmerei in der Stadtverwaltung Kleve vertrauen kann , https://www.nrz.de/staedte/kleve-und-umland/grosser-betrug-in-der-klever-kaemmerei-id7900919.html
    macht es bei Ehrenamtlichen erst recht Sinn, eine Registrierkasse mit Bon zu verwenden, nicht so sehr, weil ich Ehrenamtlichen misstraue, sondern vielmehr, um auch zum Schutz der Mitarbeiter jegliche Unklarheiten zu vermeiden.
    Übrigens, für´s Kindertheater, die anderen Theater wie XOX,Mini-Art, Cinque u.s.w. gibt´s eine einfache Lösung:
    Ich bin kein Steuerberater, aber numerierte Eintrittskarten verkaufen, gleiches gilt auch für den beschränkten Getränkeverkauf, Karte oder Bon separat zu verkaufen, sollte das Problem eigentlich lösen.

     
  16. 5. Andre Gerritzen

    Es gibt auf jeden Fall auf Antrag die Möglichkeit sich von der Bonpflicht befreien zu lassen.

    “Bei einem Verkauf von Waren an eine Vielzahl von nicht bekannten Personen kann auf Antrag und mit Zustimmung der zuständigen Behörde aus Zumutbarkeitsgründen von einer Belegausgabepflicht abgesehen werden.”
    Also ein Ausweg für Bäckerein oder Metzgerein und es liegt im Ermessen des Sachbearbeiters!

    Im Jugend- & Kulturzentrum Radhaus haben wir den Antrag auch gestellt, da dort alle an der Theke ehrenamtlich arbeiten und wir nur 2 Tage die Woche geöffnet haben. Wir müssten für 500€ einen Drucker und Papier kaufen um überhaupt Bons drucken zu können. Nervig aber keine Katastrophe.
    Der Antrag wurde abgelehnt und es hörte sich so an als würde diese Anträge generell abgelehnt werden. Die Politik hat ein Schlupfloch eingebaut aber die Verwaltung hält es zu.

    Aber was ist jetzt mit z.B. dem Theater im Fluss, dem Cinque, dem XOX-Theater und mini-Art die bei ihren Aufführungen ja auch ein paar Getränke verkaufen um ein paar Euro neben bei zu machen?
    Die haben wahrscheinlich keine aktuelle Registrierkassen für 5000€, die dann auf jeden Fall Pflicht sind.
    Was ist dann mit den 5€ Eintritt fürs Kindertheater. Muss dann da am Eingang auch eine Kasse stehen um einen Bon zu drucken?
    Wenigstens bei solchen Fällen sollte die Ausnahme gelten ansonsten kann das wirklich Existenzgefährdend werden. Entweder brät einem das Finanzamt eins über oder die Anschaffungskosten für die Kassen brechen einem das Genick.

    Das der Bäcker einem jetzt einen Bon geben muss ist einfach nur nervig.

    P.S. Mir fällt gerade ein Spruch aus dem Bundestag in den 80er ein.
    Es war die Zeit als Festgestellt wurde das Amalgam in Zahnfüllung schädlich sein kann und der der Austausch aller Füllung in Deutschland 800 Mio DM kosten würde.
    Spruch eines SPDler an die FDP: “Wenn Sie ihre Wähler dazu bringen wurden 1 Jahr lang auf Steuerhinterziehung zu verzichten, konnten wir das Bezahlen.”
    Für mich einer des besten Sätze die ich je im Bundestag gehört habe. 😉

     
  17. 4. Chewgum

    Finde die Belegausgabepflicht sehr praxisnah. Endlich keine Zwischenrechnungen, Proforma-Rechnungen, Formularrechnungen etc. mehr. Man kann es nur für alle oder keinen machen, Ausnahmen inbegriffen. Die Steuerverluste sind zu hoch, um nichts zu machen. Bei jedem Angestellten wird per se bis auf die zweite Stelle hinterm Komma abgerechnet.

     
  18. 3. jean baptiste

    @2. Steve Bay “Muss’ nicht nach der neuen Kassenverordnung”
    Das Gesetz datiert schon aus 2016. Nur haben alle gepennt und geht die Übergangsfrist jetzt zuende.
    Übrigens halte auch ich nichts von diesem Wahnsinn, da es bestimmt genügend andere Wege gibt, um schwarz Kasse zu machen.
    Für meine Begriffe würde es reichen, wie es ja auch bei den Waagen ist, dass der Kunde den Kassiervorgang auf dem Display mitverfolgen kann.
    Aber die Krux ist ja, dass unsere verehrten Abgeordneten mehr als je zuvor, nicht mehr aus der Praxis kommen, sondern gleich vom Abi her über ein -Logie , oder -SophieStudium in die Politik rollen .
    Wenn die SPD das mit der Registrierkasse wirklich meinen würde, sollte sie erst einmal damit anfangen, die Bonpflicht für die Drogenhändler im Görlitzer Park durchzudrücken.

     
  19. 2. Steve Bay

    Muss’ nicht nach der neuen Kassenverordnung, der Handel, den Kassenbon unaufgefordert ausgeben, oder zumindest fragen, ob der Bon gewünscht wird, und nicht der Kunde ? Oder hab’ ich da was falsch verstanden ?

     
  20. 1. Chewgum

    Auf Anfrage? So ist das nicht gedacht.