CDU Kellen votet: Palmen 18, Janssen 6 — kein Recall mehr für Janssen?

rd | 06. Dezember 2013, 12:21 | 23 Kommentare

Es sieht so aus, als habe der Fraktionsvorsitzende der CDU im Klever Stadtrat, Udo Janssen, keinen Rückhalt mehr in seiner eigenen Partei — und nach einer für ihn desaströs verlaufenden Sitzung des CDU Ortsverbandes Kellen kündigte er kleveblog-Informationen zufolge an, auch nicht mehr für den CDU-Stadtverband antreten zu wollen. Möchte er damit einer weiteren Wahlschlappe zuvorkommen?

In Kellen ging es zunächst aber einmal mehr darum, wen die Basis sich als Kandidaten für den Kreistag wünscht. Zur Wahl standen das CDU-Urgestein Manfred Palmen und Udo Janssen, irgendwie auch schon ein Urgestein der Klever Christdemokraten, aber — um Bilde zu bleiben — von einer ganz anderen Gesteinsart. Gekommen waren 27 Mitglieder. Drei machten ihren Stimmzettel ungültig. Von den verbliebenen 24 Mitgliedern entschieden sich nur sechs für Udo Janssen, und dreimal so viele, 18, für Manfred Palmen.

kleveblog meint: Es ist verblüffend zu sehen, wie die Basis das aktuell agierende Führungspersonal abstraft (und damit offenbar auch für die Fehlentwicklungen der jüngeren Vergangenheit verantwortlich macht, Stichwort Unterstadt) und den charismatisch auftretenden ehemaligen Stadtdirektor wieder in die erste Reihe befördert.

Einen Kommentar schreiben





23 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 23. HP.lecker

    @22. Wolkenkuckucksheim
    Na, dann habe ich meinen Kenntnisstand hiermit erneut erweitert. Vielen Dank für diese Info, wenngleich sie in der Sache selbst vollkommen nebensächlich ist.

    Jedenfalls gehört er zu dem geringen Teil von Unternehmern, der „legal“ gegen Kostenvorschuss arbeiten darf. Dieses Privileg gilt für viele andere gesetzlich vorleistungspflichtige Unternehmer/-innen und Unternehmen leider nicht.

     
  2. 22. Wolkenkuckucksheim

    @16. H.P.lecker
    Er bietet diese Dienstleistung an und übt sie auch aus. (…)

     
  3. 21. KWB

    Die erfolgreiche Arbeit war auf die Arbeit im Kreistag bezogen, nicht auf das jämmerliche Bild der Stadt CDU die sich gerne für die Kreis(Stadt) CDU hält

     
  4. 20. Rainer Severin

    @19, KWB

    „erfolgreiche Arbeit“

    Die jämmerliche Klinkerstory oder das unsägliche Sontowski-Projekt werden Sie damit ja wohl nicht meinen? Das sind die Meilensteine, die dem Bürger im Moment in den Ohren klingen. Ich habe übrigens kein Problem damit, wenn die CDU Gutes für Kleve tut (oder wer auch immer). Meine Stimme hat jeder, der etwas Sinnvolles für unsere Stadt tut, ich habe da keinerlei Vorbehalte auf Grund der politischen Farbe. Manni Palmen ist sicher ein Kandidat, bei dem sich die Geister scheiden. Dennoch hat er immer wieder sein immenses Fachwissen und klare Positionen gezeigt, auch in Hinsicht auf die Minoritenplatzproblematik. Sein Alter sollte egal sein. Jemand von seinem Kaliber ist halt in der aktuellen Kreis-CDU nicht zu finden, schon gar nicht bei der Jungen Union.

    Das soll nicht heißen, dass ich alles gut finde, was Herr Palmen so in den letzten Jahrzehnten abgeliefert hat, im Gegenteil. Da war auch viel Stillstand und Mist. Aber jemand wie er ist im Grunde eine Chance (leider) für seine Partei, nicht auch noch den letzten Respekt zu verspielen. Ihn hier herunterzureden finde ich nicht fair.

     
  5. 19. Klaus Walter Berg

    Locker bleiben,
    27 Mitglieder bei einer Ortsverbandsversammlung (man beachte Ortsverband nicht Stadtverband) ist eine Anzahl die ein repräsentatives Ergebnis bringen kann. Aber diese Mitglieder haben lediglich für einen Vorschlag votiert, welcher an den CDU Stadtverband geleitet wird. Hier ist es durchaus möglich neue Gesicher im Rennen zu sehen (nein ich persönlich halte von Herrn Schroers genauso wenig wie von Herrn Palmen und Herrn Janssen – fast die gesamte „neue“ Klever JU-Riege ist eher unbrauchbar – Masse statt Klasse -, jede andere Beschreibung die mir einfällt würde als Beleidigung durchgehen). Aber vollkommen egal wie das Ergebnis dort lauten wird, der „Sieger“ ist immer noch nicht aufgestellt! Ich habe volles Vertrauen in die Mitglieder des CDU Kreisverbandes, die im Februar die Kandidaten für den Kreistag nominieren und sicher kein Interesse haben einen egozentrischen Renter (einer hat ja aus Mangel an Stimmen bereits die Segel für diesen Wahlkreis gestrichen) oder einen kurzfristig hochfliegenden, jungen, dynamischen Wenigkönner aufzustellen und damit die vergangene erfolgreiche Arbeit zu stören.

     
  6. 18. Rainer Hermanns

    Hallo, dann kann man ja beruhigten Auges auf Bewegungslosigkeit schauen. Ein tip fuer kreistagsangestellte: nich mehr falsch parken, es könnte in Zukunft Kollegen geben, die unausgelastet sind und euch verpfeifen und euch ein knöllchen verpassen. Der Kreistag ist doch eh schon ein rentnerverein, wieso machen die sich freiwillig noch älter?

     
  7. 17. Peter Wanders

    @klever
    Nicht die CDU hat MP aufgestellt. Er hat sich in einem demokratisch korrekten Verfahren beworben.
    Begeben sie sich doch bitte mal in eine Position außerhalb der CDU und betrachten sie das Ergebnis.
    Palmen steht für Standpunkte und Janssen steht für Standpunkte.
    Die CDU-Basis hat entschieden.
    Gegen die Standpunkte von Udo Janssen.
    Es wurde immer behauptet, dass es eine schweigende Mehrheit für die aktuelle Unterstadt-Entwicklung gibt.
    Es gibt dafür nicht einmal an der CDU-Basis eine Mehrheit.
    Wenn Udo Janssen nun für sich die richtigen Konsequenzen zieht, wäre Kleve sehr geholfen.
    Womit wir beim Thema dieses topic sind, dem Antrag der FDP.
    Wenn er Größe zeigt, hören wir morgen „ich habe verstanden, was die Basis will“.
    Sollte er diesen Sprung über den eigenen Schatten nicht schaffen, so sollte das ein oder andere CDU-Ratsmitglied den Willen der Basis vertreten.

     
  8. 16. H.P.lecker

    @Wolkenkuckucksheim Ich wusste gar nicht, das UJ Steuerberatet ist. Meines Wissen war sein Vater Steuerberater und das zu Zeiten, als UJ noch VW Polo fuhr… 🙂

     
  9. 15. Bernd Derksen

    Da Herr Janssen seine Kandidatur zurückgezogen hat (http://www.rp-online.de/nrw/staedte/kleve/kreistag-janssen-zieht-seine-kandidatur-zurueck-aid-1.3870777), ist BenediCt Schroers‘ späte Kandidatur taktisch geschickt. (Da zum selben Zeitpunkt öffentlich gemacht, dürfte es vom JU-Stadtverband bewusst geplant worden sein.)
    Er wird jetzt alle Stimmen der Palmen-Gegner auf sich vereinigen, ohne sich (wie Kehren und Janssen) vorher auf Ortsverbandsebene schon „erledigt“ zu haben. Ich hoffe, dass er mehr Argumente hat, als dass er jünger ist.

    Er könnte ja z.B. sich hier mal zu Wort melden. Mitlesen dürfte er ja sicher…

     
  10. 14. Bernd Derksen

    @Klever
    Ich überlege ja immer wieder mal, ob Sie das wirklich ernst meinen, was sie an klarer Sicht der Klever Politik äußern. Oder ob es nicht doch eine satirisch gemeinte Karikatur eines nicht nach links und rechts sehenden Klever CDU-Jüngers sein soll. 😉

    >Udo Janssen ist DIE Lichtgestalt der CDU >
    „Lichtgestalten“ halte ich immer für einen Ausdruck der Sehschwäche des Betrachters.

    Zumindest war die Vermittlung des Wirkens der „Lichtgestalt“ nicht gerade erfolgreich.
    Er tut mir schon leid, da er aufgrund seiner Funktion „Prügel“ abbekommt, die andere zumindest mitzuverantworten haben.
    Bei der ersten Sontowsky-Veranstaltung (Stadthalle) fand ich schon bemerkenswert, dass die anderen CDU-Leute (wie auch die Stadtspitze) ihn nur sehr ungenügend unterstützten. Man ließ ihn alleine seinen Kopf hinhalten.
    Ich kenne die CDU in Kleve zu wenig. Aber wer sich aufdrängt es besser als er zu machen, sehe ich bislang nicht.

    @HerMann
    Dass verschiedene Kandidaten sich bemühen, sehe ich als demokratische Normalität.
    Ich kenne den JU-Kandidaten nicht. Aber seine Begründung in der RP, warum er erst bei der Stadtverbandsmitgliederversammlung auftritt, finde ich unbefriedigend. Wie will er denn auf die Schnelle Profil gewinnen, wenn er nicht mal auf Ortsverbandsebene sich präsentieren mag?
    ____

    Insgesamt hoffe ich aus grundsätzlichen politischen Gründen, dass die derzeit zu machenden Erfahrungen mit diversen Gegenkandidaturen „positiv“ ausfallen. Nicht dass, die persönlichen Niederlagen als Zurückstufungen erlebt werden, die Debatten als Verletzungen empfunden werden, usw.
    (Denn dann befürchte ich, dass ich dem CDU-Stadtverbandsvorsitzenden mit seiner früheren Bewertung doch irgendwie recht geben muss. Ich irre mich ja öfter mal.)
    _______________
    Dass politische Gegner, von den sich auch etliche anonym im Kleveblog tummeln dürften, auch bei diesem Thema ihr eigenes parteipolitisches Süppchen versuchen zu kochen, ist klar. Auch deshalb ist es Ausdruck politischer Klugheit bei allen Kandidaten, nach der Wahl zum demokratischen Votum der Mitglieder zu stehen und den gemeinsamen Kandidaten zu unterstützen.

     
  11. 13. Heinz Goertz

    @Willi Heuvens 10.

    Herr Heuvens, es gibt eine Bewegung in die richtige und eine in die falsche Richtung. Die Aussage, dass eine Bewegung an sich gut ist, ist falsch.
    Genau mit diesem Totschlagargument: „Stillstand bedeutet Rückstand/Rückschritt“, wurden und werden die Bedenkenträger der Unterstadtentwicklung, als ewig Gesterige denunziert.
    Das Stillstand, städtebaulich, ein überaus köstliches Ergebnis haben kann, sollten Sie als Kenner Kalkars und des Niederrheins doch wissen!
    Städtebaulicher Stillstand, hätte im Bereich der oberen Spoy, zu einem Publikumsmagnet werden können und dem Einzelhandel mehr Kunden gebracht, als das Spoycenter und die Neue Mitte zusammen.

     
  12. 12. Martin Fingerhut

    @ 6. Klever :
    ### Ohne ihn [ Udo Janssen ] wird die CDU sang und klanglos untergehen. ###
    Es gibt also noch Hoffnung !

     
  13. 11. HerRmann

    Die JU ist wohl auch nicht mit dem Personalpoker einverstanden und schickt einen eigenen Kandidaten ins Rennen:
    http://www.rp-online.de/nrw/staedte/kleve/junge-union-wird-aktiv-schroers-tritt-gegen-palmen-an-aid-1.3867443

     
  14. 10. Willi Heuvens

    @ Heinz Goertz

    Bewegung ist immer gut, Stillstand bedeutet Rückstand …. sagt der Bote Heuvens

     
  15. 9. otto

    Die CDU-Leichtgewichte, fast schon Hasardeure, ergreifen von diesem politischen Schwergewicht die Flucht.

     
  16. 8. Peter Wanders

    Man sollte sich daran erinnern, dass Kleve unter Palmen völlig still stand.
    Eine Baugenehmigung bekam man evtl. erst, wenn ein Anwalt den Kreisdirektor bat, innerhalb der Klever Stadtverwaltung „rechtsstaatliche Zustände herzustellen“.
    Theo Brauer bezeichnete solche Vorgänge als ärgsten Versuch der Rechtsbeugung durch den Verwaltungschef.
    Wenn man Palmens Handlungsschemen gegen Bürger heute wiederholt, muß man sich nicht wundern, wenn man durch die Geschichte eingeholt wird.

     
  17. 7. Wolkenkuckucksheim

    Dann kann Herr Janssen sich zukünftig voll und ganz auf seine Kernkompetenzen 😉 konzentrieren: Steuerberater und Rechtsanwalt.

     
  18. 6. Klever

    Eine Schande für die CDU… Den altvorderen Manfred Palmen aufzustellen ist der größte Fehler den die CDU machen konnte. Udo Janssen ist DIE Lichtgestalt der CDU welche in Kleve den unterschied macht. Ohne ihn wird die CDU sang und klanglos untergehen.

     
  19. 5. Jeckes Moers

    So ist es doch nur das Desaster, welches dem Leben die entscheidenden Wendungen geben kann und es zudem wegen der plötzlichen Kurzweiligkeit spürbar verlängert!

    Gratulation und alles Gute, Herr Janssen!

     
  20. 4. Heinz Goertz

    Herr Heuvens, es kann nur noch besser werden!
    Heißt Bewegung immer positiv nach vorne? Vieles wäre besser nicht „bewegt“ worden, zum Beispiel das Spoycenter, das Spoyufer, …

     
  21. 3. Günter

    27 Mitglieder sind gekommen-peinlich-. Da kommen selbst zur Wahl des neuen Vorstandes beim kleinen Karnickelverein mehr Mitglieder. Wartet erst einmal die Wahl ab.

     
  22. 2. Willi Heuvens

    Abstrafen JA, das stimmt. Aber wird es dadurch besser? Ich denke NEIN! Wer als Stadtdirektor mehr als versagt hat, nichts bewegte…

     
  23. 1. Gallus

    Kann man sagen – Qualität setzt sich durch?