Boulderhalle Kliff: Der Expertentest – 👍

Marek Daute | 27. Juli 2020, 12:35 | 1 Kommentar
Abhängen von leicht bis schwer – die bunten Wände der Boulderhalle Kliff
Wer danach noch einen Tischtennisschläger halten kann…

Seit nunmehr zwei Wochen öffnen sich die Schiebetüren der Kliff Boulderhalle am Rande des Klever Industriegebiets. Bouldern (englisch boulder = Felsblock), das seinen Ursprung in den USA hatte und sich besonderer Beliebtheit bei den Studierenden erfreut, fordert eine gesunde Mischung aus Geschick, Balance und Kraft. Aber auch Familien, die einfach mal zusammen abhängen wollen, können die Familienhierarchie anhand der verschiedenfarbig gekennzeichneten Schwierigkeitsstufen neu ausbouldowern. Welche Möglichkeiten aber bietet die neue Anlage in Kleve?

Wer sich entschließt, ein paar Stunden in der Kletterhalle zu verbringen, dem sei geraten, Sportkleidung anzuziehen (Kletterschuhe zum Ausleihen kosten drei Euro), die Fingernägel frisch geschnitten zu haben, sich auf Muskelkater gefasst zu machen und nicht das Gespräch mit anderen Kletterfreudigen zu scheuen. Gerade der Austausch mit erfahrenen Boulderern ist für Neulinge in der Regel erkenntnisreich und verhindert zukünftige Abstürze.

Die Boulderetikette ist zwar nicht in Stein gemeißelt, doch auf die Frage, an welcher Route man gerade hängt, sollte nicht mit „bunt“ geantwortet werden – jeweils eine gleichfarbig markierte Ansammlung von Haltepunkten steht für eine Route, die es zu befolgen gilt. Doch die zwei Betreiber Alexander Schmitz und Philip Becker stehen stets mit Rat und Tat zur Seite und klettern im Notfall auch händchenhaltend mit dir zusammen ans Ziel. Sehr netter Service! Um eine Route erfolgreich zu beenden, sollte am letzten „Stein“ (markiert durch einen roten Streifen) eine kontrolliert stabile Position ca. drei Sekunden gehalten werden. Die Parcours in den verschiedenen Schwierigkeitsstufen sind gut konstruiert, werden allerdings von Zeit zu Zeit umgebaut, damit die künstlichen Felshänge auch Stammgästen noch neue Herausforderungen bieten.

Wenn dann nach der zweiten Runde Klettern endgültig alle Glieder erschöpft sind und die Finger an manchen Stellen schon aufreißen, liefert die gesunde Auswahl an Erfrischungsgetränken einen wohlverdienten Ausklang in den Liegestühlen außerhalb der Halle. Um den müden Muskeln Entspannung zu gönnen, stehen auf der oberen Etage diverse Sitzgelegenheiten, aber auch eine Tischtennisplatte und eine (noch überschaubare) Auswahl an Sportequipment zur freien Verfügung.

Fazit: Die Klettermöglichkeiten in der neuen Halle sind mindestens so gut wie in Nimwegen, die Preise sind absolut fair. Kliff ist eine Bereicherung für alle Klever, die lernen wollen, abzuhängen und dabei nicht abzustürzen – was einem im Leben ja immer helfen kann.

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  1. 1. Leuk

    Sehr nicer Bericht. Danke: jetzt weiĂź ich, was ich am Wochenende machen werde.