Arbeitsgericht urteilt gegen spielsüchtigen Aldi-Filialleiter

rd | 26. November 2014, 01:56 | 12 Kommentare

Vor einigen Wochen berichtete ich für die NRZ über den Fall des spielsüchtigen Filialleiters von Aldi in Kellen, der 260.000 Euro aus der Kasse entnommen hatte, um auf Sportergebnisse zu wetten. Jetzt urteilte das Arbeitsgerichte Wesel an seinem Klever Gerichtsstand, dass der Mann dem Unternehmen das Geld zurückzahlen muss. Weitere Infos hier:

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/kleve/spielsuechtiger-aldi-filialleiter-hat-260-290-euro-veruntreut-aid-1.4694630

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12 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 12. B.R.

    Ein Trollo weniger, davon geht kleveblog auch nicht pleite.

     
  2. 11. David Foster Wallace

    @flachlandbiker
    danke für den Tipp zu dem Buch. Das ist in der Tat eine Schrift, die jeder lesen sollte. Habe auch sofort 12 bestellt, um sie Weihnachten denen zu schenken, die mir etwas bedeuten.

    Und schade, dass Sie sich verabschieden, Konfuzius a. D. Ihnen alles Gute!

     
  3. 10. G.M.

    @8 Max.H. Blank
    Schade! !
    Muss ( ) man sich nun mit den Spaziergänger Auslassungen begnügen.

     
  4. 9. otto

    In alten Weisheitslehren findet man oft den Hinweis -in der unaussprechlichen Feinheit des Denkens ohne
    Denken, seine Aufmerksamkeit nach innen zu wenden-.

     
  5. 8. Konfuzius a. D. (passt)

    Ich werde nach diesem Kommentar nicht mehr in diesem Blog oder an anderer Stelle (Kurier) schreiben oder lesen, denn dafür habe ich keine Zeit mehr. Man muss leider die Dinge selbst vor Ort in die Hand nehmen, denn ansonsten kommt nichts. Ich bin froh Menschen gefunden zu haben die das auch so sehen und (mit)wirken wollen, Geht doch! Kleve aber wird es nicht, weshalb das hier insgesamt keinen Sinn mehr für mich macht. Schade eigentlich.

    Suchen Sie derweil weiter in sich herum, otto. Viel Erfolg dem Blog und eine schöne Adventszeit. Bye!

    M.H. Blank

    .

     
  6. 7. otto

    @1, @ 5,

    wir haben von der modernen Gesellschaft profitiert, damit meine ich unser Ein- und Auskommen erarbeitet
    und für das Alter wenn möglich vorgesorgt.

    Es ist nicht allzu schwer, nach einem wundervollen Segeltag über die Nachteile unserer Profitgesellschaft zu
    philosophieren, erst recht nicht, vor den Küsten der Antike.

    In diesem Falle Stephane Hessel zu zitieren, dem kann ich nicht ganz zustimmen, grundsätzlich teile ich jedoch
    viele seine Ansichten.

    Wir können diese Gesellschaft mit ihren Machtstrukturen nicht ändern, nur uns selbst können wir ändern und
    das ist schon schwer genug.

    Sieht man nicht nur nach außen, sondern auch nach innen, entdeckt man solche Süchte und ist in der
    Lage, gezielt Hilfe zu suchen und auch zu finden. Dem Betroffenen, bzw. dem Kranken und seiner Familie
    wäre viel Leid erspart geblieben.

    Lidl hat sachlich weitere Dinge auf >auf den Punkt< gebracht.

     
  7. 6. Konfuzius a. D.

    @ flachlandbiker

    Danke das Sie mich daran erinnern! Und zu Ostern dann “Engagiert Euch!”.

    Link: http://www.youtube.com/watch?v=IBOu6RxcLQw

    Vielleicht auch ein gutes Buch für Väter, die es nicht zu mehr bringen als sich anonym und beim Blättchen online zu den Gegebenheiten in einer Schule, in die deren Kinder gehen, äußern konnten.

    @ Fisch

    Ich hatte Ihnen auf Ihre Fragen zu “meiner” Förderinitative angeboten, mich per Email direkt zu kontaktieren. Einige Menschen (seltsamerweise ausgerechnet aus Kleve niemand) machten es. Sie aber taten es nicht, sondern stellten weiter anonym Fragen und brachten es zu Blödsinn. Die Nato? Spazieren Sie, wie von Ihnen beschrieben, bitte weiter.

    M.H. Blank

     
  8. 5. flachlandbiker

    Lieber Konfuzius a.D,

    bravo.

    Vor einigen Wochen las ich abends ein Essay („Empört Euch“) des 93-jährigen ehemaligen französischen Widerstandskämpfers und UN-Diplomaten Stéphane Hessel. Selten haben mich so wenige Seiten, verfasst von einem beeindruckenden Mann, so sehr aufgewühlt.

    Ich werde dieses kleine Büchlein zu Weihnachten auch jungen Menschen, die mir etwas bedeuten, schenken:

    „Der größte Feind ist die Gleichgültigkeit“

     
  9. 4. lidl

    Ich will keinen in Schutz nehmen, aber wie schafft es ein Aldi-Filialleiter mehr als eine viertel Million zu veruntreuen? Jeder Artikel, der bei Aldi gekauft wird, geht über die Scannerkasse und wird erfaßt. Am Ende jeden Tages kann die schlaue Aldi-EDV doch Kasseninhalt+Kartenzahlungen mit den erfaßten Einnahmen abgleichen. Wie schafft man es MONATE lang Bargeld in diesen Mengen (260.000€ in 6 Monaten ~ 45.000 je Monat ~ 10.000€ je Woche ~ 1.600€ am Tag) aus den Kassen zu entnehmen bevor es auffällt. Wer so etwas möglich macht bzw. nicht grundsätzlich unmöglich macht, sollte ganz still sein, seine Sicherheitskontrollen ändern und sich bei dem Übeltäter auch noch bedanken. Der letzte Halbsatz war natürlich nicht ganz ernst gemeint, denn Strafe muss sein. Aber man sollte Menschen nicht „vernichten“, insbesonders wenn man selber zu der Tat Gelegenheit geboten hat und um Welten größer ist. Wirtschaftlich wird dieser Diebstahl Aldi bestimmt nicht ins Wanken bringen.

     
  10. 3. Herbert Jöken

    zu Konfuziusa.d.
    Bei allem Verständnis, Spielsucht ist eine Krankheit, das wissen wir alle. Aber, der Mann hat über eine viertel Million Euro veruntreut!!! Sicherlich braucht er Hilfe.
    Wäre dochmal interessant zu wissen, hätte er ihr Vermögen veruntreut, würden sie dann auch so „locker“ darüber hinweg sehen? Zukunft und Würde hin oder her.

     
  11. 2. Fisch

    @1. Konfuzius a.D.

    Ich habe nur den Zeitungsbericht gelesen, und würde daraus vorsichtig schliessen, dass diese Angelegenheit nicht eben so einfach abgehandelt werden kann.

    Es gibt Gesetze und jede/r weiß, dass Veruntreuung eine Straftat ist.
    Es würde sehr viele Nachahmer geben, was dann im Endeffekt nur zu Katastrophen führen würde.

    Es ist sehr schade und verhängnisvoll, dass das soziale Umfeld diese Situation nicht erkannt hat, um früh genug Hilfestellung zu geben.

    Aber ich bin jeden Tag dankbar, dass ich hier im Gebiet lebe und nicht zum Beispiel, juristisch gesehen, in Ferguson.

     
  12. 1. Konfuzius a. D.

    Von einer modernen Gesellschaft hätte ich erwartet das man alle Anstrengungen unternimmt um dem Mann dabei zu helfen, wieder ein normales Leben führen zu können. Ihn nach Behandlung in Arbeit zu bringen wäre selbstverständlich. Vom Lohn zu nehmen, denn Strafe muss sein, auch!

    Doch es gibt diese moderne Gesellschaft einfach nicht. “All die” Juristen machen, zum Teil ganz klar im Auftrag des Geldes, nur ihren Job? Eine arme Gesellschaft. Leider kann ich nicht all jenen helfen, denen dieses gesellschaftliche Unrecht jede Würde und Zukunft nimmt und die Masse hat bestimmt kein Problem mit einem solchen Urteil. Es ist das Zertifikat einer armen Gesellschaft, in der jeder sich selbst der Nächste ist und man vielleicht erst böse aufwacht, wenn es die eigene Frau, der eigene Mann oder die eigenen Kinder sind, denen auf diese oder ähnliche Art genommen wird.

    Da wünsche ich eine frohe, scheinheilige Adventszeit! Speziell an die Jugend: Fallt bloss nicht auf. Atemlos!

    M.H. Blank