Der irre Einbrecher läuft und läuft und läuft nachts durch die Stadt und zertrümmert weiter munter Fensterscheiben von Geschäften, um sich dann mit ein paar lausigen Euro aus dem Staub zu machen…
Der neueste Fall: der Jalloh Afro Shop an der Hagschen Straße. Vor ein paar Wochen war schon der arabische Supermarkt etwas weiter stadteinwärts dran gewesen, nun also ein weiteres Ladenlokal in der Oberstadt. Das Interessante an diesem Delikt, das nunmehr 17. in einer Serie von Einbrüchen, die sich seit drei Wochen in Kleve ereignen: Es gibt eine genaue Videoaufzeichnung des Überfall, die der Ladeninhaber Salieu Jalloh auf Facebook online gestellt hat. (Anmerkung: Private Fahndungsaufrufe auf Facebook oder in anderen sozialen Netzwerken sind zwar verboten, aber da der Täter ohnehin nicht zu erkennen ist, handelt es sich bei dem Posting eher um die Dokumentation eines weiteren Einbruchs.)
18 Sekunden!
Zu sehen ist also, wie ein mit einem dunklen Hoodie, einer Baseball-Cap mit hellem Schirm, roten Handschuhen und weißen Sneakern bekleideter, eher kleiner Mann eine der Schaufensterscheiben des Geschäfts einwirft (mit einem Stein), durch die Lücke ins das Innere des Ladens klettert, dort die Kasse aufreißt, Bargeld entnimmt, noch in einen Schrank schaut und wieder aus dem Geschäft herausklettert. Die Dauer der gesamten Aktion, die in der Nacht von Freitag auf Samstag gegen 2:11 Uhr stattfand: 18 Sekunden! Diese Zeitspanne ist natürlich, selbst wenn eine Streife sofort alarmiert wird und schon in der Nähe des Tatorts sein sollte, nicht ansatzweise zu schaffen – der Anruf zur Polizei selbst ist ja schon in 18 Sekunden nicht zu erledigen.
Interessanterweise begnügte der Täter sich diesmal nur mit einigen Zwei-Euro-Münzen (von denen er die meisten bei der Flucht aus dem Fenster offenbar auch noch verlor). Einige in der Kasse liegende Scheine sah er nicht, weil sie durch einen weißen Kassenzettel abgedeckt waren. Und er schaute noch in den Schrank links von der Kasse, offenbar, weil er wusste, dass dort mitunter auch etwas Geld aufbewahrt wird. Diesmal aber nicht. Das Geschäft selbst ist alarmgesichert. Nach zwei Minuten wäre automatisch die Polizei verständigt worden – doch da war Täter schon eine Minute und 42 Sekunden über alle Berge.
Hinweise an die Polizei wie gehabt unter Tel. 02821 – 5040.


Umherstreifende Polizisten in Zivil helfen wohl auch nicht. Wahrscheinlich müssten sie sich vorher im Sprint üben. Und selbst dann… der große Vorteil des Täters ist seine unvorhersehbare agile Mobilität. Drogenabhängig ist er wohl doch eher nicht. Eher positiv verstärkt durch die Ergebnisse. Und er hofft anscheinend auf einen größeren Ertrag.
Den Fluchtweg durch verschiedene Videokameras im öffentlichen Raum dokumentieren, um dem Täter auf die Spur zu kommen?
Und temporär kein Bargeld mehr nachts in den
Läden?
Polizei abschaffen??? Geht’s noch?? Ich bin oft genug im Gericht und bekomme in den Prozessen mit, was die Polizei leistet. Als Gastwirt musste ich auch das eine oder andere Mal die Polizei rufen – jedesmal kamen kompetente, zuverlässige und deutlich stressresistente Beamten und halfen. Und wie nun genau soll die Polizei einen 18-Sekunden-Einbruch aufklären? Selbst mit einer Streife, die alle fünf Minuten alle infrage kommenden Straßen abklappern, hätte der Täter viereinhalb nicht überwachte Minuten. Warum der Verweis auf angebliche Inkompetenz? Weißt du genau, was die Polizei macht? Unter Umständen ist es ja auch schlau, nicht jede Aktivität öffentlich bekannt zu geben.
„Hinweise an die Polzei….“
Über was denn nun – Backrezepte, Kaffee-Ideen oder Was?
Mal ehrlich – WAS leistet denn die Polizei jenseits von „Hinweisen“?
17 Taten in 3 Wochen – und außer Hilferufen einer angeblichen Ordnungsbehörde ist Nichts zu bemerken!
„Polizei“ abschaffen; wirkungslos, überfinanziert und total überflüssig!
Alleiniges Betteln um Hinweise, Zeugen und scheinbarer Untätigkeit bis Inkompetenz – kann auch günstiger in Medien wie RP, NRZ oder Kleveblog dargestellt werden.
Statt dessen das gesparte Geld für eine „Polizei“ dann lieber für soziale Zwecke wie Suppenküche, günstigen Wohnraum, Bildung etc. ausgeben!