178,27 Megabyte Flächennutzungsplan

rd | 17. Januar 2013, 16:23 | 1 Kommentar

Garantiert jugendfrei: Flächennutzungsplan 2030

Wer sich als Bürger am vergangenen Montag in der Klever Stadthalle an der Diskussion zum Flächennutzungsplan 2030 beteiligte und sich vorher nicht eingehend mit der Materie befasst hatte, sah sich mit dem klassischen Problem des Informationsoverkills konfrontiert. Dies lässt sich sogar in Zahlen fassen: der Downloadbereich auf der (in solchen Dingen meistens vorbildlichen) Internetseite der Stadt bietet sämtliche Daten frei verfügbar an – vorausgesetzt, die Festplatte spielt mit. Hier der Überblick über die verfügbaren Dokumente (inkl. der Links):

kleveblog hat sich alle Dokumente heruntergeladen und gelobt, diese zu studieren, bevor hier wie gewohnt meinungsstark gewisse Positionen vertreten werden. Einstweilen bleibt festzuhalten, dass – entgegen dem Eindruck, der in der Stadthalle vermittelt wurde – es sich bei alldem um Pläne und Vorschläge handelte. Nichts ist in Stein gemeißelt, nichts muss so bleiben.

Beispielsweise stellt sich die Frage, ob die weiter betriebene Ausfransung der Stadt, wie sie etwa am Rande Kellens erfolgen soll, wirklich das Gelbe vom Ei ist. Ein Immobilienmensch erzählte mir unlängst, am liebsten würde er in Kleve nur noch auf Stelzen bauen, weil Penthouse-Wohnungen am besten gingen. Sie sind wohl Ausdruck des demographischen Wandels und der Tatsache, dass es eine zunehmende Zahl von Menschen gibt, die der dörflichen Einfamilienhauseinöde entfliehen wollen. Die vorgestellten Pläne entwickeln die Stadt, soweit ich das verstanden habe, genau in die entgegengesetzte Richtung – noch mehr Einfamilienhäuser. Aber das ist erst einmal eine Momentaufnahme, später mehr.

Einen Kommentar schreiben





Eine Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 1. Hoshimaru

    Ich habe es mal kurz überflogen. Da werden aus der Ruine richtige Pflöcke eingeschlagen. Querspange, Hallenbadabriss, Veräusserung Überbauung städrischer Grundstücke (Lutherschule), vielleicht mal gucken, eine Wiederinbetriebnahme der Bahn nach Nijmegen als Blumenpfluckexpress mit veränderter Linienführung.
    Heinz Sack kann seinen REWE-Markt wenn überhaupt auf der dunklen Seite des Mondes eröffnen und noch nie war Sontowski so wichtig wie heute. Alles drin was das Herz unserer Verwaltungs-Asse begehrt.

    Lustigster Satz: Die Frequenz der Busse ist nach 18Uhr und am Wochenende dürftig. Nicht ganz zwei Sätze weiter heisst es: Der ÖPNV in seiner jetzigen Form reicht für die Anbindung neuer Wohngebiete aus.

    So jetzt fetzt euch mal schön.