Studenten, Hochschule wollen Flüchtlingen in Kleve helfen

Dankes-Plakat an der Sporthalle in Kellen (Foto: Kleve hilft)
Dankes-Plakat an der Sporthalle in Kellen (Foto: Kleve hilft)
Dankes-Plakat an der Sporthalle in Kellen (Foto: Kleve hilft)

Rund 500 Flüchtlinge, also einer pro 100 Einwohner, leben derzeit in Kleve. Nicht eingerechnet sind die jeweils 150 Flüchtlinge in den beiden Sporthallen am Konrad-Adenauer-Gymnasium und am Berufskolleg am Weißen Tor. Sie werden nach der Zeit der Notunterbringung anderen Kommunen zugewiesen. Was aber geschieht mit den Menschen, die hier für längere Zeit bleiben, die vielleicht sogar hier heimisch werden? Die Behörden kümmern sich im Rahmen des Möglichen, Hilfsorganisationen und freiwillige Helfer bemühen sich, den Menschen eine Perspektive aufzubauen.

Von einer Einrichtung aber, die Kleve auf einen Schlag so international wie noch nie in der Geschichte gemacht hat, war bisher nicht viel zu hören. Doch das ändert sich jetzt: Die Hochschule Rhein-Waal engagiert sich ebenfalls für die Menschen, die aufgrund von Kriegen oder Unrecht ihrer Heimat den Rücken gekehrt haben. Vor zwei Wochen traf sich in der Hochschule unter Leitung der Präsidentin Dr. Heide Naderer ein runder Tisch, an dem Beteiligte ihre Ideen vorstellten, wie etwas für die Flüchtlinge getan werden kann. Verschiedene Fäden liefen zusammen:

  • Flüchtlinge, die einen Gasthörerstatus erhalten haben, können die Einrichtungen der Hochschule (wie zum Beispiel die Bibliothek oder Veranstaltungen) nutzen. Eigentlich müsste dafür ein Beitrag entrichtet werden, doch der Senat der Hochschule hat entschieden, dass dieser entfallen kann. Die Idee, Flüchtlingen den Zugang zur Hochschule zu gewähren, geht zurück auf eine Initiative des Journalisten Olaf Plotke, der mit verschiedenen Flüchtlingen in Kontakt gekommen war und deren brachliegende Potenziale kennen gelernt hatte. Angesichts der Tatsache, dass den Flüchtlingen keine Arbeit erlaubt ist, könnte dieses Angebot dazu beitragen, dass einige dieser Menschen ihre Zeit sinnvoll füllen. „Die ursprüngliche Idee war, Akademikern und ehemaligen Studierenden unter den Flüchtlingen die Chance zu eröffnen, ihr Wissen auf dem aktuellen Stand zu halten, ihre Studien und Forschungen fortzusetzen“, erklärt Plotke. „Im Umfeld unserer internationalen Hochschule sind sie dann eben nicht mehr Flüchtlinge, sondern Teil der akademischen Familie, knüpfen neue Kontakte und erfahren, was vielleicht am wichtigsten ist: Anerkennung für das, was sie können und sind.“ Den ersten Flüchtlingen wurde im letzten Sommersemester eine Gasthörerschaft ermöglicht. Mehrere von ihnen freuen sich bereits auf die Fortsetzung. Derzeit sammelt Olaf Plotke zusammen mit dem Studierenden Christoph Sklerenchym funktionstüchtige Laptops, damit die künftigen Gasthörer auch sinnvoll arbeiten können. Wer einen Laptop abzugeben hat, schreibt eine E-Mail an olaf@plotke.de.
  • Studenten der HRW haben die Hochschulgruppe „Refugee Support“ gegründet, die bis auf weiteres als „Bindeglied“ zwischen der Hochschule und den Unterstützungssuchenden/Flüchtlingen in Kleve und Kamp-Lintfort fungieren soll. Deren Mitwirkende sollen den neuen Gasthörern (Studierenden-)Paten vermitteln, die individuell Ansprechperson bleiben und auf individuelle Fragen und Bedürfnisse eingehen können. Die Studierendengruppe hat sich bereits auf Facebook bekannt gemacht und wird den Aufruf zum Engagement von Freiwilligen zur Unterstützung der praktischen Arbeit noch einmal gemeinsam mit dem ASTA verschicken. Sie ist unter der neuen Mailadresse refugeesupport@hsrw.org erreichbar.
  • Die Hochschule konzipiert ein Angebot von Deutschkursen, die Flüchtlinge gemeinsam mit immatrikulierten Studierenden besuchen sollen.
  • Um über die Hochschulgrenzen hinaus auch die Bürger der Städte Kleve und Kamp-Lintfort anzusprechen, plant die Hochschule spezielle Veranstaltungen (Vorlesungen, Diskussionsrunden) zu Ursachen, Situation und Perspektiven im Umgang mit den aus den Krisengebieten fliehenden Personen. Diese sollen möglichst noch in das nächste „Studium Generale“-Programm aufgenommen, oder aber als „Studium Generale Brennpunkt“ zusätzlich organisiert werden.

Grundlegende Informationen zu der aktuellen Situation finden sich auf der Website der Stadt Kleve: Flüchtlinge in Kleve

Nett gemacht ist das folgende Video zu den Ursachen des Flüchtlingsstroms und zu dessen Auswirkungen:

https://www.youtube.com/watch?t=1&v=RvOnXh3NN9w

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23 Kommentare

  1. 22

    Die Denkweisen der Behörden sind manchmal wirklich nicht nachvollziehbar.Da gibt es in Goslar, Osterode oder in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern reichlich Wohnungsleerstand.
    Nein um den Königsteiner Schlüssel zu entsprechen werden erst Notunterkünfte und Massenunterkünfte für viel Geld hergerichtet um dann auf die Suche nach normalen Wohnraum zu gehen.
    Ja die Wohnungen in den o.g. Ländern stehen nicht umsonst leer, es fehlen die benötigten Arbeitsplätze.
    Aber kann man nicht, bis in den Ballungsräumen neue Wohnungen errichtet sind, die Menschen hier vorläufig unterbringen.Damit auf Dauer eine Überfremdung vermieden wird, kann ja ein späterer Umzug in andere Bundesländer vertraglich vereinbart werden.Im übrigen wer eine Daueraufenthaltsgenehmigung in Deutschland hat,darf dann eh seinen Wohnort frei wählen.
    Amerika, Australien und Kanada nehmen nur eine begrenzte Zahl von Einwanderen auf.Die größte Kolonialmacht GB schottet sich vor Flüchtlingen in Calais mit Stacheldraht und Polizeigewalt sowie hohen Strafzahlungsforderungen von LKW Fahrern gegen unerlaubte Flüchtlingseinwanderung ab.
    Da ist es ein falsches Signal das Deutschland den Anschein erweckt,alle Probleme im nahen Osten auf dem Balkan und in Afrika lösen zu können.Wer halb Europa durchquert muss nicht mehr um Leib und Leben bangen,sondern sucht den wirtschaftlichen Vorteil.Es reicht nicht zu sagen wir schaffen das,der muß auch sagen wie,das ehrenamtliche einspringen um das Chaos der zögerlichen Politiker abzumildern kann ja keine Dauerlösung sein.Zur Wahrheit gehört auch zu wissen wann ein Boot überfüllt ist und das es klug wäre ein zweites oder drittes Boot bereitzustellen um auch die anderen wartenden Passagiere mitnehmen zu können.

     
  2. 21

    @19

    Der Text ist natürlich ziemlich drastisch formuliert.

    Aber ich glaube auch, so wie es einen Totalitarismus des Bösen gibt, kann es auch einen Totalitarismus des Guten geben.

    Die ‚Guten‘ sind gerade so mit der Sache identifiziert, dass sie es als persönlichen Angriff betrachten, wenn jemand kritischer ist. Es ist ja für die ‚Guten‘ sehr leicht, sich auf der richtigen Seite zu wähnen.

    Merkels Politik der offenen Tür, auch wenn halbgare Asylgesetzänderungen sie wieder ein bisschen mehr schließen sollen, wird für uns weitreichende Folgen haben.

    Heute morgen in der Zeitung lese ich, dass die alte Zahlstelle des früheren Zollamts Wyler samt Verwaltungstrakt Asylbewerberheim werden soll. Dieses Gebäude kenne ich zufällig sehr gut. Es liegt, wie viele sicher wissen, in der Nähe des früheren Haupt-Grenzübergangs, gegenüber vom Wyler Meer. Es liegt also nicht direkt in Kranenburg, noch nicht mal direkt in Wyler, weit und breit ist kein Laden, nichts. Na ja, ein kleiner Laden für das Allernötigste und ein Tankstellenshop auf der holländischen Seite, kaum Möglichkeiten, mit der Bevölkerung ins Gespräch zu kommen etc.

     
  3. 20

    Bernd Derksen, vielen Dank für diesen Text.

    Ich gehe auf die „60“ zu und habe mich zeitlebens gefragt, wie der Wahnsinn des 3. Reiches zustande kam. Und vor allem, warum „Niemand“ was dagegen unternommen hat.

    Nichts, aber auch wirklich Nichts hat mich in meinem Leben eines Besseren belehrt, wie die innerpolitischen Geschehnisse und „offiziellen“ Mediendarstellungen rund um das Flüchtlingsthema der letzten Wochen. Effektiver hätte der beste „Propagandaminister“ nicht arbeiten können.

    Und wieder unternimmt „Niemand“ was…

     
  4. 19

    @Mut zur Wahrheit
    >Welche Botschaft soll damit transportiert werden?
    Du hast grundsätzlich dafür zu sein, oder du bist ein Nazi.>

    Das scheint auch mir der Kern dessen, was viele Interessierte in Gesellschaft, Politik und Medien aktuell vermitteln bzw. vermitteln möchten. So geht halt Machtpolitik, der jedes Mittel für ihren „Erfolg“ recht ist.

    Damit zielt man aber auf eine unverzichtbare Grundlage der Demokratie: die Meinungsfreiheit. (Und mir soll keiner dieser Polit-Halunken (‚tschuldigung, aber so sehe ich es), sagen, dass er sich dessen nicht bewusst sei.)

    Das weitgehende Verunmöglichen von kontroversen sachlichen Diskursen, aktuell besonders offenkundig beim Thema „Flüchtlinge“, greift das Fundament der Demokratie an. Und somit auch unsere Demokratie an sich. Zumindest wenn man mehr unter ihr versteht als eine inhaltsleere Verkleidung, die dem „effektiven“ Durchsetzen subjektiver Eigeninteressen dienen soll.
    ______
    Ein für mich brillianter politischer Kommentar zur historischen Bedeutung der Regierungschefin (auch wenn ich wie immer Einzelnes anders sehen mag):

    https://ef-magazin.de/2015/09/20/7526-angela-merkel-eine-bilanz

    Ich zitiere hier mal nur das Ende des bemerkenswerten Textes des Focus-Journalisten:

    „Dass sich Deutschland im Ausnahmezustand befindet, in einer ernsthaften Staatskrise, können auch die Jubelperser der Gesinnungspresse kaum mehr kaschieren. Merkel hat diesen Ausnahmezustand, den sie zu managen fingiert, miterzeugt, indem sie EU-Gesetze bricht und das nationale Parlament umgeht, angeblich unter Sachzwängen, die „alternativloses“ Handeln gebieterisch und eilends fordern. Längst regiert sie die Bundesrepublik wie ein postdemokratisches, postparlamentarisches Präsidialregime, (…) , derweil die Medien zu Gunsten ihrer Politik der offenen Tore ein Propagandageschrei anstimmen, das selbst einem DDR-Verwöhnten die Ohren betäubt. Nie in der deutschen Geschichte, die bösen zwölf Jahre ausgenommen, war es zugleich in einem solchen Grade wie heute möglich, Normalmenschen zu diskreditieren, zu beschimpfen, zu beleidigen, kollektiv herabzuwürdigen wie in der späten Ära Merkel, wo jeder, der die unkontrollierte Masseneinwanderung nicht besiegheilbrüllt, als Dunkeldeutscher zum multimedialen Angegröltwerden freigegeben ist, so wie zuvor jeder EU-Skeptiker als Europahasser, jeder Konservative als Dumpfdeutscher diskreditiert wurde, und all das unter der Ägide einer Frau, die selber die DDR erlebt und offenbar wenig oder allzu viel daraus gelernt hat, (…). Wahrscheinlich wird Frau Merkel in die Geschichte der deutschen Kanzler als die zweitgrößte Zerstörerin eingehen – den Einen, Teuflischen wird sie nicht übertrumpfen –; (…) , nimmt sie nun stracks Kurs in Richtung einer allmählichen Auflösung von Staatlichkeit.

    Eines Tages wird ein Verantwortlicher für den längst unausweichlichen, nur durch die einzigartige Tüchtigkeit der gebeutelten deutschen Normalbürger so lange hinausgezögerten Kladderadatsch gesucht werden. Gott schenke Angela Merkel ein langes Leben.“

     
  5. 17

    Die Medien,????????????
    Was wird uns denn ständig erzählt, oder gar gezeigt??
    Es werden uns immer diejenigen gezeigt die z.B. am Bahnhof stehen in die Hände klatschen, mit Luftbalons und Teddybären und singen „Refugees Welcome“. Danach kommen dann immer die Bilder von Neo-Nazis mit Brandbeschleuniger oder ähnlich.
    Die Menschen dazwischen, die Fragen haben, vielleicht Ängsten, kritischer sind, Bedenken haben, die werden nie nie nie gezeigt.
    Welche Botschaft soll damit transportiert werden?
    Du hast grundsätzlich dafür zu sein, oder du bist ein Nazi.

     
  6. 14

    … bewusste Provokation sicher nicht, sondern die pure Dummheit …

    Die Aufnahmelager sind voll, es gibt nicht genug normalen Wohnraum für die Flüchtlinge, gleichzeitig kommen immer mehr … wer sich keine Sorgen macht, guckt noch nicht besonders weit …

     
  7. 12

    … der Originaltitel trifft es noch besser „Women who run with the Wolves. Myths and Stories of the Wild Woman Archetype“

     
  8. 10

    @ 7 Friedrich Foerster,

    die Ansichten in Bezug auf den Klarnamen sind hier so alt wie der Blog. Ich schätze diese Verschlüsselung und habe damit keine Probleme. Ein für alle Male, mein Klarname ist Klaus, Jürgen, Otto Budde und ich bevorzuge Otto.
    Dabei wird es bleiben, mit oder ohne Anführungszeichen und ich möchte ausschließlich mit Otto angesprochen
    werden.

     
  9. 9

    @ 8 Mr. H.,

    das mag vielleicht sein, warum soll man sich denn ducken? Diesen Kindern, die alles verloren haben, nur nicht
    ihre Hoffnung und ihren starken Willen, denen muss man helfen, Aufmerksamkeit schenken und sie fördern
    mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln.

    Ich glaube, dass unsere Jugend sich mitziehen lässt, anstatt Hass zu entwickeln. Da wo sich Hass entwickelt,
    entwickelt sich gleichermaßen der Verstand zurück.

     
  10. 8

    # Friedrich Foerster: Ich wäre vorsichtig bei der Formulierung solcher Beispiele. Selbst wenn die Lehrkräfte entsprechende Lokomotiven erkannt haben: So produziert man vielleicht nur den Hass.

    Christian Heinrich

     
  11. 7

    @ „laloba“ (6.):

    Das hat gar nichts mit Ihnen persönlich zu tun.
    Seit geraumer Zeit schreibe ich alle Namen, die keine Klarnamen sind, in Anführungszeichen.

    😉

    @ „Der Laie“:

    Vielleicht überrascht es Sie, aber ich möchte Ihnen ausdrücklich nicht widersprechen, sondern zustimmen!
    Deshalb werbe ich seit einiger Zeit nicht nur innerhalb meiner eigenen Partei, sondern allgemein dafür,
    dass eine „Willkommens-Kultur für Alle“ überfällig ist.
    Wegen der zur Zeit von so vielen bis hinauf in unsere Staatsspitze so schön beworbenen
    „Willkommens-Kultur für Flüchtlinge“ ist jetzt hoffentlich das berühmt-berüchtigte „Zeitfenster“ offen,
    um damit auch Gehör zu finden.
    Hartz IV mit seinen unzähligen Schikanen ist für mich übrigens Ausdruck des genauen Gegenteils einer
    Willkommens-Kultur.
    Da drängte sich mir von Anfang an, als Hartz IV in die politische Diskussion kam, die Frage auf,
    warum unsere Gesellschaft meinte und anscheinend immer noch meint, ein solches Gesetz,
    das ich eigentlich auch faschistoid nennen möchte, nötig zu haben.
    Jugend-Arbeitslosigkeit und Arbeitslosigkeit allgemein sind aber wohl zu vielschichtig begründet,
    um hier mal eben zu erklären, wie sie gelöst werden könnten.
    Was mich bei fast allen Flüchtlingen, mit denen ich ins Gespräch komme, wirklich stark beeindruckt,
    ist die Entschlossenheit, mit der sie hier vorankommen und sich ein neues Leben aufbauen wollen.
    Als ich vor gut zwei Jahren die Kinder einer afghanischen Flüchtlings-Familie an Klever Schulen anmeldete,
    gab es auch von sehr wohlmeinenden und aufgeschlossenen Lehrkräften Bedenken, dass diese Kinder
    andere bremsen und aufhalten könnten, weil die Sprachkenntnisse noch lückenhaft waren.
    Schon im vergangenen Jahr hieß es dann aber, dass gerade diese Flüchtlings-Kinder zu „Lokomotiven“
    in ihren Klassen geworden sind und andere Kinder mitziehen.

     
  12. 4

    Bei dem Artikel, den ich verlinkt habe, ging es mir mehr um die Info, dass die Integration in den Arbeitsmarkt nicht so einfach sein wird wie es im Video dargestellt wird.

    Die Initiativen der HRW finde ich übrigens sehr gut. Die Anzahl der Flüchtlinge in Kleve macht die Sache einfacher als anderswo.

    Von einer erfolgreichen Integration hängt die Zukunft der Flüchtlinge ab und auch die Deutschlands.

    Es ist gut, optimistisch zu bleiben. Es ist aber auch gut, nichts schön zu reden.

    Ohne das Video wäre ich einfach begeistert gewesen von den Neuigkeiten in Kleve.

     
  13. 3

    @ 2
    Wenn alles doch so problemlos zu lösen ist, warum schafft es die Gesellschaft dann nicht jugendliche Arbeitslose
    z.B. 20 % in Dinslaken und Duisburg oder den Millionen deutschen Arbeitslosen z.B.durch echte bedarfsgerechte
    Qualifizierung einen auskömmlichen Arbeitsplatz zu besorgen.
    Es sind schon Tagträumereien wenn man die vorhandenen Probleme der Gesellschaft nicht in den Griff bekommt,
    aber zuversichtlich ist,neue zusätzliche Herausforderungen meistern zu können.

     
  14. 2

    @ „laloba“:

    In der Tat ist in diesem Sechs-Minuten-Video mit sehr schnell gesprochenem Text einiges vergröbert und vereinfacht.
    Das ist aber auch gar nicht anders möglich, wenn man alle wesentlichen Dinge angemessen ansprechen will.
    Grobe Fehler habe ich nicht entdeckt.

    Zu Ihrem Verweis auf das IFO des Herrn Sinn:
    Die IFO-Leute scheinen es immer noch nicht verkraftet zu haben, dass sich alle ihre düsteren Vorhersagen
    über den Verlust von Hunderttausenden Arbeitsplätzen im Zusammenhang mit dem Einführen des Mindestlohnes
    zu Jahresbeginn überhaupt nicht bewahrheitet haben.
    Jetzt holen sie diesen alten Hut aus der Klamotten-Kiste und fordern „Ausnahmen vom Mindestlohn“
    für die angeblich so schlecht und falsch – gemessen an unseren deutschen Abschlüssen – ausgebildeten Flüchtlinge.
    Wie erbärmlich!
    Die jetzt erforderlichen Kosten für die Flüchtlinge werden sich schon sehr bald mehr als bezahlt machen –
    volkswirtschaftlich betrachtet.
    Sie sind deshalb äußerst sinnvolle Investitionen in Deutschlands Zukunft mit einer ungewöhnlich hohen
    zu erwartenden Rendite – rein wirtschaftlich betrachtet und ganz unabhängig vom humanitären Anspruch.
    Deshalb ist es auch gar nicht so entscheidend, ob die meisten Flüchtlinge schon bei ihrer Ankunft in Deutschland
    unseren Bildungs-Abschlüssen entsprechend ausgebildet sind.
    Wirklich entscheidend ist, ob sie bereit sind, sich hier bilden und ausbilden zu lassen und gegebenenfalls
    erforderliche Abschlüsse nachzuholen.
    Und da bin ich nach sehr vielen Gesprächen mit Flüchtlingen – nicht nur aus Syrien – überaus optimistisch!

     
  15. 1

    Einige Behauptungen in dem Video stimmen aus der deutschen Perspektive nicht … es geht z.B. davon aus, dass Flüchtlinge gleichmäßig in der EU verteilt werden, davon sind die EU-Staaten aber noch weit entfernt … es errechnet auch den europaweiten durchschnittlichen Anteil von Muslimen … das sieht aber in jedem Land (sehr) anders aus …

    Außerdem …
    http://www.welt.de/wirtschaft/article146617495/Fluechtlinge-kosten-zehn-Milliarden-Euro.html