Minoritenklotz: Grüne pochen auf 2009!

rd | 03. August 2012, 15:09 | 35 Kommentare

Nach der kurzen Charmeoffensive durch den möglichen Investor Thomas Riek (Sontowski & Partner), der die Wogen um die Bebauung des Minoritenplatzes zu glätten versuchte, weht nun in Kleve wieder der böige (bayige?) Wind der politischen Realität – in Gestalt einer Pressemitteilung der Klever Grünen, die dem Unterstadtgigantismus mit einem schlichten Hinweis den Wind aus den Segeln nimmt. Die Grünen (Fraktion und Ortsverband) pochen nämlich einfach auf das Ergebnis der Bürgerbefragung 2009! Von einem Bürgerbegehren halten sie (noch?) nicht so viel… Außerdem haben sich die Geschäftsleute der Kavarinerstraße, vertreten durch Heinz Ververs, Sven Verfondern und Susanne Rexing, besorgt an den Bürgermeister gewandt – beide Dokumente hier im Wortlaut:

Grüne: Die Bebauung des Minoritenplatz wird überbewertet

Augenblicklich findet in Kleve etwas statt, dass seinem optimistischen und von den Bürgern/innen mitgetragenen Beginn völlig widerspricht. Die Entwicklung der Stadt Kleve wird auf die Bebauung des Minoritenplatzes beschränkt. So, als habe es die stadtteilbezogenen Workshops zu Beginn dieser Entwicklungsplanung gar nicht gegeben.

Es ist eine Atmosphäre entstanden, in der es scheint, als hinge das Wohl und Wehe der weiteren Entwicklung davon ab, ob der Bräutigam Investor mit der Braut Stadt, insbesondere ihrer Mitgift, denn auch zufrieden ist. Die Auflagen an den Bräutigam sind bekannt: Fassade zur Volksbank hin soll durch Fenster aufgelockert werden, Rückseite zur Hafenstraße hin muss aufgelockert werden, der Nutzungsmix muss im Hinblick auf Qualität überprüft werden und so weiter…

Wir Grüne möchten nicht ein Gebäude, sondern zwei kleinere, wie in der Variante C vorgesehen. Soweit die Eckpunkte der „Verlobung“.

Wenn der Bräutigam diese Bedingungen nicht erfüllen kann, dann kann auch die Hochzeit nicht stattfinden. Wäre auch nicht schlimm, sondern eröffnete neue Möglichkeiten. Doch Kleve besteht nicht nur aus dem Minoritenplatz. Im Moment ist eine Situation entstanden, in welcher diese Diskussion den Prozess der Stadtentwicklung insgesamt lähmt.

Auch halten wir ein erneutes Bürgerbegehren nicht für notwendig, weil die Bür-ger/innen schon ihren Willen dokumentiert haben und zwar mit dem Entscheid für die Variante C. Warum nun also alles von vorn? Außerdem gibt es derzeit dafür keinerlei juristische Grundlagen.

In der Region kennt jeder jeden, wir haben hier kurze Wege, kleine Schranken, eben dieses Misch und Masch, das kollektive Intelligenz hervorbringt. Was die bringen kann, das haben bereits die Workshops gezeigt. Warum sollen nicht Klever Investoren das Gebiet etwa in Richtung XOX-Gelände, Bahnhof oder Baumarkt unter kritischer Beteiligung der Klever Bürger/innen bedarfsgerecht entwickeln?

Das Telekomgebäude steht leer und könnte z.B. für kulturelle Institutionen wie ARToll oder das MiniArt Theater genutzt werden. Oder auch als Start-Off-Basis für unternehmerische Anfänge. Die Schulen und deren Entwicklung könnten wieder unter städteplanerischen Gesichtspunkten betrachtet werden.

Das Bürgerbegehren ist in seinen Beweggründen zunächst nachvollziehbar. Es hat nur den gleichen Gedankenfehler wie die jetzige Debatte. Es stellt die Bebauung des Minoritenplatzes wieder in den Mittelpunkt. Eine Hochzeit, die unter Druck entsteht, kann auch zum Desaster werden!

Kavarinerstraße: “Altstadtcharakter unbedingt bewahren”

Klicke, um auf Minoritenplatz-Brief-Bürgermeister.pdf zuzugreifen

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35 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 35. Gernekleverin

    24.09.2012, Stadthalle Kleve

    Überarbeitung wird für die Öffentlichkeit vorgestellt und mit großer Spannung erwartet.

     
  2. 34. realist

    Hallo,

    ich schließe mich Post 33 an. Da die Geschäftsleute zu Recht über den Verlust der Parkplätze vor dem Koekkoek-Museum klagen, sollte der Minoritenparkplatz in folgender Form erhalten werden: ein zweigeschossiges offenes Parkhaus. Einfach zwei Parkdecks, welches mit Rankgittern aufgelockert wird. Und nicht höher.

    Einen weiteren Einkaufklotz benötigen wir nicht. Wer soll da noch einkaufen gehen? Schon jetzt gibt es genügend Einkaufsmöglichkeiten in Kleve.

    Im Übrigen finde ich es ein demokratisches No go, dass der Bürgerwillen einfach so ignoriert wird, frei nach dem Motto von Adenauer “Was stört mich das Geschwätz von gestern”.

     
  3. 33. Günther

    Warum nicht eine Parklandschaft mit viel Wasser und Seeen statt dieser Betonbunkerlandschaft? Denkt mal darüber nach!Denk mal darüber nach Herr Bürgermeister Brauer. Ihr Ratsmitglieder zeigt mal Rückrad(t)….

     
  4. 32. Michael Bay

    Lieber Peter, die einzigen, die damals richtig gerechnet hatten, und die auch offensichtlich das umfassendste Konzept hatten, das war das Büro aus München/Berlin. Diese Planung war die beste und auch die teuerste. Wie dem auch alles sei. Die Entwicklungsperspektive darf sich nur nicht auf den Minoritenplatz beschränken, sondern wir müssen den Kopf wieder frei bekommen für eine vernünftige Stadtentwicklung. Und: Die Bebauung des Platzes muß nicht sein, wenn sie nicht so ist, wie sie sein soll.

     
  5. 31. Jens-Uwe Habedank

    @ Michael Bay, #26:
    Ich entnehme Ihren Worten erstmal, dass Sie „punkten“ wollen indem Sie dem Kritiker Unsachlichkeit konstatieren – ohne es aber weiter zu explizieren. Unsachlicher Stil…!
    Sie konstatieren weiterhin, dass Gespräche mit ihren Gegenüber nicht möglich seien.
    Lieber StV Hr. Bay, es ist doch nun erst mal leider Usus in Kleve, dass StV’s, wie z.B. Sie selbst, und Teile der Verwaltung eben diejenigen sind, die Fragen nicht beantworten, Einladungen ablehnen (oder gar ignorieren), Auskünfte verweigern, konkrete Fragen mit den schwafeligen Notwendigkeiten des „Großen und Ganzen“ oder „Zukunft“ ausweichend und nur formell beantworten. Meiner Erfahrung nach kam oft genug wg. diesem Verhalten kein Dialog zu Stande; weiterhin hatte man den Eindruck, dass er auch eben gerade nicht zu Stande kommen sollte und ein gewisses elitäres Bewusstsein „da oben“ zur Schau stellte. Da gab’s die Themen „Tweestrom“, „Gesamtschule“, „Untertstadt-Bebauung“ und „Bürgerbeteiligung“. Da, ganz konkret, gab’s eine regelrechte Dialog-Verweigerung von Ihnen, Ihrer Fraktion, Ihren KollegInnen. So, als kleines Beispiel nur mal, warte ich (und mahnte ich) seit September 2011 auf eine Antwort ( der grünen Ratsfraktion) bzgl. „Bürgerbeteiligungsmöglichkeiten in Kleve“ – doch scheint hier wohl Unfähigkeit oder Unwillen vorhanden zu sein ?

    Aber – mit den „Anderen“ kann man nicht sprechen…Das schlägt dem Faß den Boden aus. Durch wieviel Glashäuser sind ihre Steine denn nun geflogen?

    Zur Sache, ohne Ansehen und weiteres Eingehen auf Ihre Person:
    Man kann zu den Dingen um Los 2 und 3 zustimmen, warum auch immer. Es bleibt aber festzuhalten, dass ihre Linie da sehr breiten Spielraum zum Wechsel-dich-Spielchen lässt. Entscheidende Prinzipien der Bürgerbefragung sind verlassen worden; da wird mit „Aktuellen Begebenheiten“ und „Kostenentwicklungen“ argumentiert – wobei die zum Verlassen des Bürgerbefragung-Egebnisses angeführten Umstände doch auch schon vor und während der Befragung bekannt waren. Erst „Hüh“, dann „Hott“ – von daher bin ich persönlich sehr skeptisch, was denn nun ihren Einsatz für das plötzliche Festhalten am Befragungsergebnis anbelangt und welches Ergebnis – man hat es ja nun schon zu oft erlebt – dahinter wirklich gewünscht ist.
    Konkret sollte man die bislang geschehenen Dinge bei VoBa, Rathaus und Rilano eben nicht ausblenden und Absolution erteilen, sondern gerade im Bewusstsein auf die völlig aus dem Ruder geratenen Handlungsweisen von Rat und Verwaltung das Augenmerk auf die ursprüngliche Gesamtkonzeption haben und dem Ganzen mal einem Schlussstrich versetzen. Noch konkreter: Das Ganze vollkommen stoppen, den Mino-Platz erst mal so lassen bevor man aus zwei halben Sachen dann doch kein Ganzes hinkriegt.
    Zum Rathaus, weil ein Center z.B. auch da entstehen könnte, gab es genügend Vorschläge, auch an anderen Orten, in anderen Gebäuden, auch von mir – allein, diese gelangten wohl höchstens in den Papierkorb. Denn es gab, Stichwort Dialog, nicht eine einzige Reaktion von Ratsmitgliedern und/ oder Verwaltung darauf…
    Neben den auch von KlePeter erwähnten Fakten um die Rathausrenovierung, ist es gleichfalls schon „komisch“, dass bewusst und auch auf Hinweisen dazu in der Renovierungskalkulation (Variante C) Zuschläge für die ab Herbst 2009 geltende Energieeinsparverordnung verzichtet wurde. Letztlich wurde gesagt: „ Ach was – wir rechnen erst mal so wie immer. Der Rest ergibt sich…“ „Der Rest“ war dann 100% Kostensteigerung, das Hinbiegen eines mehr oder weniger Neubaus und – derartige „Anpassungen an Änderungen“ machen skeptisch!
    Diese Unterstadtbebauung muss so weit wie möglich gestoppt und neu, unter Berücksichtigung der irreversiblen Fakten, konzipiert werden!

     
  6. 30. peter wanders

    Heute steht ein interessanter Artikel im Wissenschaftsteil der FAZ zur Aufhitzung des Innenstadtklimas durch eine Verdichtung der Bebauung und den Klimawandel.

    Was geschieht hier in Kleve:
    Bisher kann kühle Luft von Norden über den Kirmesplatz, den Minoritenplatz, den Opschlag, usw.frei und durch mehrere Schneisen in die Innenstadt strömen und diese bei Hitzewellen kühlen.
    Mit den Gebäuden des Hotels, der Volksbank und dem Einkaufszentrum werden diese kühlen Luftströme von Norden gebremst und möglicherweise blockiert.

    Für Kleves Innenstadt kann dies bei Hitzewellen eine Erhöhung um mehrere Grad gegenüber dem jetzigen Zustand bedeuten.

    Dies sollte zumindest Grund genug sein, das Einkaufszentrum nicht aus einem, sondern aus zwei Teilen zu bauen.

    Mit Blick auf das Stadtklima wäre es besser, dort mehr Grün- und mehr Wasserflächen anzulegen.

     
  7. 29. KlePeter

    @Michael: Dein Aufruf in Ehren. Ich fühle mich durchaus dem Lager der aktiv denkenden und gestaltenden Mitbürger angehörig.

    Leider bekommt der Bürger von den im Rat vertretenden Parteien keine Antwort, wenn Anfragen in schriftlicher Form erfolgen. Diese Erfahrung habe ich bereits mehrfach bei allen Ratsfraktionen (auch der Bündnis90/Grünen-Fraktion) machen dürfen. Selbst Kommentierungen von Internetbeiträgen werden wegmoderiert, bzw. gar nicht erst frei geschaltet.

    Wäre schön, wenn der Dialog endlich zustande kommt und die Ergebnisse des Meinungsaustausches dann nicht wieder irgend welchen nicht nachvollziehbaren Zwängen zum Opfer fallen.
    Das Dach und Keller des Rathauses erneuert werden müssen, ist keine neue Erkenntnis. Dieser Sachverhalt ist schon weit vor der 2009 durchgeführten Bürgerbefragung bekannt gewesen. Tendenziöse “Zahlenspielereien” lassen sich in vielfältiger Form durchführen.
    Also bitte ehrlich bleiben.

     
  8. 28. Michael Bay

    “Am wichtigsten ist mir aber im Moment deutlich zu machen, das ich entgegen Ihres Eindruckes einen einzigen Umstand für unerlässlich halte. Und zwar das möglichst viele Menschen aus Kleve ihre Vorstellungen an die politischen Vertreter, Verwaltung und Medien senden. Sei es zum Minoritenplatz oder zu etwas anderem. Der Minorittenplatz ist das urbane Herz Kleves, hier konzentriert sich das Interesse für Kleve oder auch nicht.”
    Lieber Herr Knippert, es besteht völlige Übereinstimmung zwischen Ihnen und mir. Auch ich halte es für unbedingt wichtig, dass die Menschen ihre Lebensumwelt aktiv mitgestalten.
    Das ist ein kreativer Prozess, der so manche Couch Kartoffel, die gegen “die da Oben, die sowieso machen, was sie wollen” mosert, wieder in das Lager der aktiv denkenden und gestaltenden Mitbürger bringen würde.
    Einen schönen Sonntag noch

     
  9. 27. Max Knippert

    Hallo Herr Bay,

    erst einmal Danke für Ihre Reaktion auf mich und im Allgemeinen auf diesem Block. Ich würde mir wünschen das weitere und möglichst viele Ihrer Kollegen, über die Parteigrenzen hinweg, dies tun würden. Zumal der Block direkt oder auf Umwegen, von Vielen, gelesen wird!

    Ich möchte kurz auf Ihren Eintrag vom 4.8 eingehen. Ich war eine Woche auf Vlieland und somit Erholt und guter Dinge.

    So wie Sie finde ich nicht nur ‘die’ sondern jegliche Bürgerbeteiligung für unabdingbar und ein Bürgerbegehren ist in der Tat die allerletzte Möglichkeit der Einflussnahme. Hier ist es mir aber wichtig darauf hinzuweisen das der Bürgerentscheid 2009 nur über Rahmenbedingungen zu entscheiden vermog. Die Detailvielfalt lässt sich nicht in drei Buchstaben darstellen. Aber meiner Meinung nach sind es genau die Details die ein Projekt in einen möglichen Erfolg führen können.

    Am wichtigsten ist mir aber im Moment deutlich zu machen, das ich entgegen Ihres Eindruckes einen einzigen Umstand für unerlässlich halte. Und zwar das möglichst viele Menschen aus Kleve ihre Vorstellungen an die politischen Vertreter, Verwaltung und Medien senden. Sei es zum Minoritenplatz oder zu etwas anderem. Der Minorittenplatz ist das urbane Herz Kleves, hier konzentriert sich das Interesse für Kleve oder auch nicht.

    Da dies jedoch, aus den Unterschiedlichsten Gründen, nur vereinzelt vorkommt sollten Sie mich nicht falsch verstehen. Ich kann auch erhlich gesagt nicht verstehen wie überhaupt der Eindruck entstehen kann das ich gegen eine sogenannte Zivilcourage sein könnte. Dies ist meine Triebfeder! Ich habe eine Meinung so wie voraussichtlich 50000 andere hier in Kleve. Nur habe ich den Luxus mir Zeit zu nehmen diese in Wortgabionen zu verteilen. Andere haben den Luxus dafür ein Auskommen zu erhalten (dies ist nicht zu unterschätzen). Und mit Verlaub, es ist mir als Bildhauer zu einer Aufgabe geworden Menschen zu mutivieren aber Politikern ganz allgemein, ist dies eine Pflicht.

    Falls Mitleser, und diese Handreichung wiederholt sich, konstruktiv Gestaltungsvorschläge über Form und Farbe hinweg einbringen möchten sollte dies zeitnah auf den Weg gebracht werden, an die oben wie auch unteren. Ich habe einen Termin mit Thomas Rick von Santowski gemacht, wie gesagt jeder kann sich einbringen ein Anruf genügt, ist nicht kostenlos aber dafür auch nicht umsonst.

    Auf bald, Max.

     
  10. 26. Michael Bay

    An 24&25:
    24: Es ist auffällig, dass Sie sich nie mit einem konkreten Sachverhalt, sondern mit möglichen Beweggründen beschäftigen. Das ist insoweit ärgerlich, weil damit ein weitergehendes, vielfach gegliedertes Gespräch mit Ihnen nicht mehr möglich ist. Sie schreiben am Thema vorbei, auch wenn Sie wichtiges beizutragen haben.
    25: Die Zustimmung zum Bau des VoBa Gebäudes ist tatsächlich besprechenswert. Letztlich ist dieses Gebäude aber nicht so wichtig, als dass damit die Rückbesinnung auf Variante C unmöglich wird. Auch der (teilige) Neubau anstelle der “Renovierung” ist innerhalb der Variante C möglich, weil notwendig. Bei der “Renovierung” wären Dach und Keller des neuen Rathauses nicht zu gebrauchen gewesen. Letztlich lag zwischen den (aktuellen) Kosten Neubau vs Renovierung eine nur so geringe Differenz , dass die Neubau Lösung zu vertreten war.
    Wir haben mit Vertretern/innen der anderen Fraktionen der Aufteilung des Loses 3 auch zugestimmt, da damit die Teilhabe von Interessenten aus der Region gewährleistet war. Die Lose 2 und 3 sollten und sollen weiterhin kleinteilig bebaut werden und nicht mit dem geplanten Gebäude zugestopft werden.
    An Beide: Ich finde es schon witzig, dass 25 diese Argumentation und Begründung Bebauung aufgreift.
    Aus der nichtöffentlichen Sitzung werde ich nicht die Positionen der beiden befürwortenden Fraktionen wiederholen.
    Das ist auch nicht das Thema. Die Frage ist, ob wir eine Antwort darauf finden, wie die Innenstadt weiter zu entwickeln und ob dafür die Bebauung des Minoritenplatzes unbedingt notwendig ist

     
  11. 25. Mandatsträger

    @Jens-Uwe Habedank

    Danke für die Erinnerung. Es ist korrekt. Die Grünen haben dem Neubau anstatt Renovierung des Rathauses zugestimmt (Mehrkosten 6 Millionen €) und die Grünen haben der Aufteilung von Los 3 und dem Teil-Verkauf an die Volksbank zugestimmt. Damit waren wesentliche Teile der Variante C schon verändert worden.

     
  12. 24. Jens-Uwe Habedank

    @Mandatsträger: Die FDP war ja schon immer gegen das Verfahren gegen das Rathausverfahren – weil sie schlimmes befürchtete…
    Die Grünen aber haben, bis vor kurzem, ganz auf Linie der CDU gestanden, gerechtfertigt und verbissen die Mißachtung des Bürgerwillens verteidigt.
    Erst als die SPD den “besseren” Partner abgab und niemand mehr die Grünen brauchte, fiel ihnen wieder die längst entgegengelebte Rolle einer Bürgerwillen-Partei ein…
    Glaubwürdig – ist was anderes…?! Das ist eher Schadensbegrenzung; man will nicht mit der CDU untergehen, aber auch nicht es sich ganz verscherzen, hm…?
    Die Authentizität einer solchen Fraktion/ Partei/ Ortsverbandes ist schlichtweg dahin – und das merkt auch ein Hr. Bay.

     
  13. 23. Basis-Demokrat

    Lese, achaue und ärgere Dich über unsere famosen Gschaftlhuber im Rat:

    http://www.rp-online.de/niederrhein-nord/goch/nachrichten/jeder-leere-laden-aergert-mich-1.2943884

    http://www.plein44.com/

    Kleve, das Dortmund-Dorstfeld des Niederrheins?

    fragt
    Basis Demokrat

     
  14. 22. Mandatsträger

    21. ohmeingott

    An deinem Kommentar ist sicher etwas Wahres dran. Aber die Bürgerbefragung hat am 17.06.2009 auch zu einer eindeutigen Ratsentscheidung geführt:

    http://www.kleve.de/C125739F002F4C92/html/AA730D8C06463FE4C12575CF002EF885?OpenDocument

    “Der Rat der Stadt Kleve fasst mehrheitlich bei 11 Gegenstimmen folgenden Beschluss:
    Der Rat der Stadt Kleve macht sich das Abstimmungsergebnis der Bürgerbefragung zu Eigen. Der Bürgermeister wird beauftragt, alles Notwendige zu veranlassen, um auf der Grundlage eines Investorenverfahrens mit europaweitem Teilnahmewettbewerb baldmöglichst qualifizierte Angebote geeigneter Investoren zur planerischen, bautechnischen, kaufmännischen und betriebswirtschaftlichen Umsetzung der von der Astoc GmbH & CO KG, Köln, Gunnar Ader, Kleve, RMP Stephan Lenzen, Bonn, W&P Immobilienberatung, Frankfurt a.M., vertreten durch Herrn Dipl.-Ing. Peter Berner, Maria-Hilf-Straße 15, 50677 Köln, erarbeiteten Variante C einzuholen. …..

    Bürgermeister Brauer richtet seinen ausdrücklichen Dank an alle Beteiligten und weist noch einmal deutlich darauf hin, dass es bei keinem Bürgerentscheid zuvor eine größere Beteiligung gegeben habe.”

    Bis heute hat uns keine der beiden Parteien, weder SPD noch CDU erklärt, warum sie sich nicht mehr an diesen Ratsbeschluss gebunden fühlen.

    Je länger SPD und CDU keine öffentliche Erklärung zu ihrem Richtungswechsel abgeben, umso klarer wird, dass sie, höflich ausgedrückt, den Bürgerwillen nicht mehr ernst nehmen.

    FDP und Grüne haben umgehend Stellungnahmen veröffentlicht. CDU und SPD bis heute nicht!

     
  15. 21. ohmeingott

    Die Bürgerbefragung von 2009 zur Unterstadtbebauung war doch nur ein Wahlkampfhilfsmittel für die CDU um Theo Brauer, welcher mit diesem Verfahren Demokratie heuchelte…

     
  16. 20. Jens-Uwe Habedank

    Dem Kommentar von obi, # 19, stimme ich voll zu. Auch was die Rolle von M. Bay anbelangt. Er hat es verstanden sich nicht länger hinter Pseudonymen zu verstecken; hier meinen Respekt.
    Auch hat er wohl recht, was die Verwertbarkeit eines Bürgerbegehrtens aktuell anbelangt – allein, es bleibt die Kritik von obi und die Erfahrung mit den Grünen im Rat während der letzten Jahre. Somit auch ein gerechtfertigtes Mißtrauen was die Absicht dieser, neuen, Rolle als “Opposition” anbelangt…

     
  17. 19. Obi

    @Michael Bay

    Ihre offenen Beiträge tragen sicher zu einer notwendigen Versachlichung der Diskussion bei. Ein Bürgerbegehen muss und sollte sich zielgerichtet auf oder gegen eine konkrete Ratsentscheidung richten.

    Wesentlich ist auch Ihre ständige Wiederholung, dass es bereits ein Bürgervotum gibt, dass sich der Rat im Übrigen im Jahre 2009 zu Eigen gemacht hat. Damit ist es auch ein Votum des Rates, an welches sich die SPD und insbesonders die CDU nicht mehr gebunden fühlen. Das ist eine ganz deutliche Faktenlage, die immer wieder betont werden muss.

    Ein Aufruf zur Gelassenheit birgt jedoch die Gefahr, dass die Bürger sich erneut auf die gewählten Volksvertreter verlaßen und entspannt zurücklehnen.

    Nachdem die Bürger nach lobenswerter, intensiver Beteiligung in 2009 nun 3 Jahre lang ausgegrenzt wurden und lediglich unverrückbare Fakten mitgeteilt wurden, ist das Fass jetzt definitiv übergelaufen.

    Kleve bekommt nicht die Unterstadtbebauung, die der Bürger wollte, sondern eine Bebauung, die ein Investor mit Exklusivschutz (ohne Wettbewerb) für seine ausschließlich wirtschaftlichen Belange benötigt.

    Bereits der Verkauf eines Teil-Grundstückes an die Volksbank Kleverland vor einem Jahr war eine Entscheidung gegen den Bürgerwunsch. Dieser Standort am Wasser bietet sich für Wohnen und Gastronomie geradezu an.

    Die Konsequenzen dieser ersten Fehlentscheidung kann man jetzt deutlich erkennen. Einen zweiten noch größeren Fehler kann und muß man jetzt vermeiden.

    Den Minoritenplatz vorerst als Parkplatz zu belassen, ist eine Möglichkeit. Es ist auch denkbar, die Restfläche kleinteiliger aufzuteilen und an mehrere Interessierte zu veräußern. Warten wir doch einfach 3-5 Jahre ab bis alle anderen Bauvorhaben fertiggestellt sind.

    Die von der Verwaltung vielpropagierte Zukunftsfähigkeit Kleves ist nicht von der Bebauung des Monoritenplatzes abhängig. Das sind lediglich leere Parolen, die hilflosen Aktionismus begründen und den Bürger beeindrucken sollen.

    Unterstützen sie als gesamte Fraktion und Partei die Kritiker dieser Fehlplanung und bieten Sie Ihnen durch öffentliche Gespräche, Diskussionen, etc. eine öffentlich wirksame Plattform.

     
  18. 18. Bernd Derksen

    @Jörg Terpoorten
    Ich fügte deshalb 😉 hinzu und ging davon aus, dass manchem ohnehin klar sein dürfte, wer da seine alte Leier wiederholt. 😉

    [Und schrieb irrtümlich Ilke statt Nadja.]

     
  19. 17. Killerplautze

    Die Schlinge zieht sich immer weiter zu:

    http://www.rp-online.de/niederrhein-nord/kleve/nachrichten/minoritenplatz-sorge-der-kaufmannschaft-1.2940585

    “Man muss eine kleinmaßstäbliche Lösung finden, neue Urbanität schaffen, unter anderem durch eine gute Gastronomie”, fordert Manfred Dreis für den Einzelhandelsverband. Er hoffe letztlich auf eine weise Entscheidung im Klever Rat – letztlich müsse die Prämisse gelten: Die Stadt ist der Star.

     
  20. 16. Jörg Terpoorten

    “Nicht hinter Pseudonymen verstecken”, Ilke-Drygalla-Unterstützer, da gehen sie ja mit gutem Beispiel voran!

     
  21. 15. Michael Bay

    Liebe Blogleser/innen, versuchen wir es noch einmal: Die Grünen sind nicht gegen ein Bürgerbegehren. Diesem Begehren fehlt derzeit jedwede Grundlage, da der Rat in der letzten Sitzung keinen Beschluß zum konkreten Bau des Einkaufsklotzes gefasst hat. Er hat den Beschluß gefasst, mit Santowski weiter zu verhandeln. Jetzt schon den Menschen ein Bürgerbegehren vorzuschlagen, ist demnach falsch, weil dieses Begehren keine Grundlage hat. Gleichwohl ist eine umfassende Diskussion in Kleve notwendig, wie der Platz, resp. die Unterstadt weiter entwickelt werden soll. dazu sollte man noch einmal unsere Pressemitteilung lesen.
    Und noch etwas: Auch das Gerede von einer Koalition ist nicht richtig, da es auf kommunaler Ebene gar keine Koalitionen gibt, sondern höchstens Listenverbindungen. Und in dieser Legislaturperiode gibt es eben eine schwarz-grüne und eine rot-gelbe Listenverbindung. Die Linke hat sich selbst demontiert, ist durch die Piraten ersetzt worden. Deren Vertreter hat aber an den letzten Rats- und sonstigen Sitzungen gar nicht mehr teilgenommen.
    Von welchen Neuwahlen die Rede ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Darum geht es auch gar nicht. Wichtig ist in Bezug auf die Planung und Entwicklung der Unterstadt, dass möglichst viele Menschen, die in Kleve leben, ihre Meinung dazu deutlich machen, wie sie sich eben diese Entwicklung vorstellen. Ob sie zum Beispiel, wie die Mehrheit aus CDU und SPD der Meinung sind, das Einkaufszentrum zusätzlicher (unnötiger) Verkaufsfläche ist der Abschluß der Unterstadtplanung. Oder ob sie dieser Meinung nicht sind. Und nochmals: Wir müssen den Platz gar nicht bebauen, wenn wir kein passendes Konzept haben. Stadtentwicklung ist ein ganz vielschichtiger Prozess. Also möchte ich zu Gelassenheit raten, denn die läßt den Kopf frei für gute Ideen.

     
  22. 14. Ilke-Drygalla-Unterstützer

    Meine Anerkennung, dass Herr Bay seine Sicht hier vertritt.

    Ob dies sich auch Ratsvertreter anderer Parteien mal trauen? Und sich nicht nur hinter Pseudonymen verstecken? 😉

     
  23. 13. Jens-Uwe Habedank

    Es wundert mich schon sehr, dass die Klever Grünen 3 Jahre lang jeden Schritt gegen die Umsetzugn von Variante C mitgegangen sind – und nun diese plötzlich als Ergebnis der Bürgerbefragung erkannt haben wollen!
    Beim Rathaus, gleichfalls Variante C, oder Mom-Palast, VoBa-Sperrbezirk gab es für die Grünen ja kein “Argument” was nicht dumm genug war um Variante C zu unterlaufen – Da waren sie aber noch als Mehrheitsbeschaffer gefragt; die SPD hat sie ausgebootet, nun ist man beleidigt/ trotzig?
    Dass die Grünen gegen ein Bürgerbegehren sind, als Partei aus Bürgerrechtlern entstanden, spricht wohl für sich selbst. Wie scheinheiliger schon erwähnte – Reine Machterhaltspielchen…

     
  24. 12. scheinheiliger

    Die Klever Grünen sind Realos.

    Real befinden sie sich in einer schwarz-grünen Koalition. Real wäre diese sofort beendet, wenn sie ein Bürgerbegehren gegen die Intention ihres Koalitionspartner forcieren.

    Ihr Spiel erinnert an Pontius Pilatus.
    Sie überlassen diese eine Entscheidung gerne einer schwarz-roten Koalition.
    Sie tun so, als ob grünes Pochen auf den Bürgerentscheid 2009 ausreicht, die städtebauliche Vergewaltigung (inkl. der Beschädigung der wirtschaftlichen Grundlage einiger Klever Geschäfte) zu verhindern.

    Wenn am Ende Schwarz-Rot den Klotz durchgedrückt hat, waschen die Grünen ihre Hände in Unschuld.

    Michael Bay hat völlig recht, dass auf dem Platz besser nichts passiert, als das jetzt geplante.
    Wenn die Grünen wirklich hinter dieser Aussage stehen, können sie jetzt die Koalition platzen lassen mit der Intention Neuwahlen auf den Weg bringen.
    Darin würde die städtebauliche Zukunft Kleves eine zentrale Rolle spielen. Dabei dürfen die Klever Grünen gerne für Variante C werben.
    Das wäre ein alternativer Weg. Den beschreiten die Klever Grünen aber nicht.

    Denn sie wollen ganz real an der Macht bleiben.
    Dafür schlucken sie mit ablenkenden Erklärungen lieber eine Riesenkröte.

    Den Klever Bürgern wird mit einlullenden grünen Erklärungen ein trojanisches Pferd auf den Platz gestellt. In dessen Bauch kann man bei genauem Hinhören schon jetzt wahrnehmen kann, wie Bürgermeister und Investor sich ins Fäustchen lachen.

     
  25. 11. speedy

    Diese geplante Bebauung hat doch auch Vorteile:

    Zurzeit werden in der Innenstadt so gegen 19:00 Uhr die Bordsteine hochgeklappt und der Mond ….. (ihr wisst schon)

    Das entfällt demnächst.

    Die Große + Hagsche Straße ist auch tagsüber (fast) menschenleer darf wieder von PKW´s befahren werden.

    Und der Mond verschwindet auf Nimmerwiedersehn hinter Stadtmauern, Rilano und Volksbank – Tempel.

    Gute Nacht Kleve.

    Bis neulich.

     
  26. 10. otto

    …….was ist mit kollektiver Intelligenz gemeint? Alle
    gleich uneinsichtig, bzw.beschränkt in ihrer Wahrnehmung ???, oder verwechselt man das mit emotionaler Intelligenz = auch Bereitschaft eine gemeinsame, zufrieden-stellende Lösung zu finden. (siehe Daniel Goleman etc).

     
  27. 9. Zeitzeuge

    Sehr geehrter Herr Bay,

    als Versicherer (“ich kann Sie versichern”) machen Sie kein gute Figur.

    Aber ich finde es beachtlich, dass die Grünen mal so etwas wie eine eigene Meinung vertreten und das auch noch mit Nachdruck (“Es gibt keine Klotzbebauung auf dem Minoritenplatz mit uns Grünen.”). Daran möchte ich Sie gerne messen. Als Theos Echo haben die Grünen mir nämlich lange Zeit gar nicht gefallen.

    Der Menoriten(park)platz ist DAS Sahnestück und man sollte extrem behutsam damit umgehen. Merkantile Interessen sollten hier ganz hinten anstehen. Lebensqualität macht eine Stadt attraktiv und nicht eine Drogeriefiliale in einer übergroßen Kiste. Mir ist der Platz als Parkplatz zehnmal lieber als als verschenkte Chance. Lieber länger denken statt voreilig zu baggern. Von daher ist der Widerstand, der sich langsam regt, sehr zu begrüßen.

    Die Realisierung des Klotzes wäre jedenfalls eine Katastrophe. Hoffentlich begreifen das noch mehr Leute als die Grünen im Rat.

     
  28. 8. Messerjocke

    @Michael Bay, sind die negativen Folgen eines Supergaus (CDU und SPD ziehen ihren “Klotz” durch) für unsere Stadt nicht zu groß, um dies so gelassen zu handhaben?

    Sollte man nicht präventiv alle Werkzeuge zum Einsatz bringen (u.a. Bürgerbefragung mit den Entsprechenden Folgen), oder ist die Wahrscheinlichkeit eines Alleingangs der improvisierten CDU/SPD Koalition eher so gering, dass man sich gelassen zurück lehnen kann?

     
  29. 7. Günther

    Kleinendonk, ist das nicht Thomas Euwens auf dem Bild? Der “Macher” von der Neuen Mitte?

     
  30. 6. Kritischer Leser

    @Kleinendonk:
    So faul?
    Die Ratssitzungen sind öffentlich. Da muss man sich allerdings einmal vom Stammtisch wegbewegen. Das Niveau dürfen sie aber natürlich behalten.

     
  31. 5. Kleinendonk

    Lieber Herr Bay könnte man mal die ganzen Sitzungen im Stadtrat auf Youtube reinsetzen – damit wir “lieben Bürger” alles mal lieber live sehen können, damit wir euer liebes Leben verstehen

    http://www.bilderhoster.net/img.php?id=faynd345.jpg

     
  32. 4. Michael Bay

    Lieber Messerjocke, ich kann Sie versichern. Dieses Komplott im Rat gibt es nicht. Und: Natürlich sind politische Entscheidungen ein demokratischer Prozess. In diesem Diskurs kann es durchaus geschehen, dass unsere guten Grünen Argumente nicht bei der Mehrheit durchdringen.
    Lieber Herr Knippert, wir halten die Bürgerbeteiligung für ein wesentliches Element, deshalb haben wir uns nicht für ein Bürgerbegehren zum gegenwärtigen Zeitpunkt ausgesprochen. Es würde wegen Grundlagenlosigkeit vom Tisch gewischt werden und wäre dann als beteiligungsmittel verloren. das fände ich bedauerlich.
    Wesentliche Forderung der Grünen sind nicht die Fenster in der Fassade, sondern die Variante C, das Ergebnis der Bürgerentscheidung. Es gibt keine Klotzbebauung auf dem Minoritenplatz mit uns Grünen.
    Wichtig ist nur, dass, und da bin ich anderer Meinung als Sie, möglichst viele Menschen, die in Kleve leben, ihre Vorstellungen an die politischen Vertreter, die Verwaltung, an die Medien senden, um deutlich zu machen, wie sie sich den Minoritenplatz vorstellen.
    Einen schönen Tag wünsche ich Ihnen

     
  33. 3. Max Knippert

    Die Architektur muss aufgelockert werden…. Eine wunderbare Worthülse? Die Vorstellung das sich ein Architekt sagen lassen muss was Architektur zu erfüllen hat lässt den Schluss nahe. Das entweder ein Projektentwickler sich als Architekt probiert hat oder das renommierte Büro RKW einen Praktikanten Kleve als Übungsfeld überlassen hat??

    Ich befürworte eine bedarfsgerechte Bebauung mit größtmöglicher Grün und Aufenthaltsfläche. Eine Steinbank am Wasser muss nicht grün sein um zur Niederkunft aufzurufen. Wie gesagt ist ein Bürgerentscheid zweischneidig und das allerletzte Mittel.
    Bevor es dazu kommen könnte/sollte ist noch einiges möglich und zu eben auch zu tun. Von den Grünen wird die kollektive Intelligenz zurecht hervorgehoben aber diese muss sich an einem Ort zeigen um mit größtmöglicher Transparenz dokumentiert werden. Der einigste hier in Kleve der mir bekannt ist macht diese Worte gerade lesbar. Immer noch, und genau das ist das Problem kochen alle ihr eigenes Süppchen. Die FDP, Grünen, CDU, von der SPD habe ich noch gar nichts mitbekommen (kann natürlich auch an mir liegen) der Pirat ist noch nicht mal anwesend. Der KCN ist mit der Kavarienerstrasse auch überkreuz und wenn ich jetzt keinen vergessen habe ist von kollektive Intelligenz eben nichts zu sehen.

    Warum lässt man nicht Santowski weiter basteln, einem Projektentwickler ist es völlig egal ob ein Fensterrahmen grün gestrichen ist oder blau. RKW sollte mann nach Kleve einladen, natürlich ohne Praktikanten, und bevor ein Strich gesetzt wird versuchen Wir die Klever und/oder zugezogenen, Wünsche und Bedürfnisse dieser Stadt zu artikulieren. Wenn es den Klever selbst nicht gelingt, wie soll dann ein Tagesbesucher, sei er nun Projektentwickler Holländer oder beides, dies schaffen?

    Es führt kein Weg an einen runden Tisch vorbei! Wir können hier diese Platform benutzen bis der Strom ausgeht aber es wird sich überhaupt nichts verändern.

    Hier eine kleine gute Nacht Lektüre:

    Gerd Kühn, Deutsches Institut für Urbanistik.
    Titel; Einkaufszentren – alle gleich?

    Klingt zwar nicht sehr erotisch aber denoch ein winziger Ausschnitt.

    1.
    Einkaufszentren dürfen die Maximalgröße nicht überschreiten. Ihr Standort muss mit der Stadt eng verflochten sein. Kein Center darf zum künstlichen Stadtzentrum werden. Ein Center muss das vorhandene Angebot ergänzen, darf es indes keinesfalls duplizieren.
    2.
    Centerarchitektur und Festungsbau schließen sich aus. Förderlich für die stadträumliche Integration sind bauliche Offenheit und Transparenz.
    3. Eine Konstellation privater Gewinner auf der einen und öffentliche/private Verlierer auf der anderen Seite nützt langfristig keine, Beteiligten. Also
    4. Die Rathäuser (Politik und zusätzliche Fachdienststellen), City- und Stadtmarketing, Geschäftsleute und Hausbesitzer, Entwickler und Investoren haben nur gemeinsam eine Chance, den Standort Innenstadt auf gutem Kurs zu halten oder zu bringen.
    5. Ein letzter Blick auf Einkaufszentren und die Städte: Erfolgreiche Center und prosperierende Innenstädte sind keineswegs ein antagonistischer Wiederspruch- aber Erfolge stellen sich nicht von selbst ein und Misserfolge sind nicht auszuschließen.

    Diese Worte sind nicht von mir, aber beim lesen sollten doch so einige Eier aus der Hose fallen.

    Die Grünen schlagen vor in Richtung XOX oder Baumarkt, und vor allem gemeinsam, zu planen. Diese Planungen sind schon fast eingetütet! Dies zeigt ein weiteres Mal das hier alle aneinander vorbei argumentieren. Die die Machen warten zum einen nicht und sind ausschließlich mit Ideen oder Eigeninitiative zu begeistern. Politiker müssen reden aber im besten Falle nur ein einziges Mal.

    Eine Art ARToll und MiniArt soll kommen! Hört sich nach viel Art an aber diese ArTollen Einrichtungen haben sich selbst ihren Platz gesucht erobert und gefunden. Theo Brauer hat vor längerem Dini Thomsen angeboten nach Kleve zu kommen aber erst genau jetzt wäre der richtige Zeitpunkt, da die Gebäude von einem, möglichen Verkauf betroffen sein könnten.
    Sich mit Fremden Federn schmücken ist die eine Sache jedoch helfend und unterstützend sein, lässt auf Augenhöhe leben in die Stadt bringen.

    Man braucht das Rad nicht neu zu erfinden aber eine Luftpumpe sollte man in die Hand zu nehmen bereit sein. In diesem Zusammenhang möchte ich die Kavarienerstrasse und den KCN bitten das Parkplatz Thema nicht derart hervorzuheben. Innenstädte sollten eigentlich Autofrei sein oder werden. Entgegen der schnell ausgesprochen Meinung von Besucherverlust belebt eine derartige Situation und bringt letztlich Mehreinnahmen.
    Hier ist wieder kollektive Intelligenz gefragt. Warum nicht über ein übererdiges Parkhaus nachdenken. Zum Beispiel auf dem Gelände der alten Margarinefabrik und einen kostenlosen Pendlerservice bereit stellen. Zurück müssen die Besucher natürlich laufen man bekommt ja schließlich nicht alles geschenkt!

    Wo ist eigentlich das Telekomgebäude?

     
  34. 2. Messerjocke

    Gedankenfehler? Zuerst eine Frage:

    Die Grünen erwecken den Eindruck, die Geschehnisse kontrollieren zu können. Das ist in der letzten Ratssitzung schon nicht gelungen und wird es m.E. auch zukünftig nicht.

    Da ich bei den Grünen die totale Selbstüberschätzung der eigenen Macht ausschließe, bleibt nur eine geübte Rolle übrig? Trojanisches Pferd?!

    Wollen die Grünen mit diesem Text Watte um alles füllen, ggf. bis Dezember, damit CDU und SPD ohne Bürgerbefragung im Nacken freien Weg haben?

    Taktisch wäre das enorm klug, denn die Weste wäre rein und der Weg frei für den Klotz.

     
  35. 1. Bierkönig

    Vorschlag: alle Rathaus-Ideen auf Null.

    Kleve baut ein neues, hochmodernes Krankenhaus in einer Lage mit guter Verkehrsanbindung und allem was dazugehört.

    Das Rathaus zieht mit allen Büros und all den fleißigen Mitarbeitern zur Albersallee in das dann leerstehende Krankenhaus.

    Das hat doch vor langen Jahren schon mal funktioniert.

    Zu guter Schluss kann dann der Minoritenplatz begrünt werden und heißt künftig Minoritenpark.