Die meiste Lebenszeit stiehlt die Deutsche Bahn einem, indem sie den grundsätzlichen Service (Transport von A nach B) verweigert oder verzögert, erst gestern las ich auf Tiktok den Leidensbericht einer jungen Frau, die von Amsterdam nach Berlin fahren wollte, die Zugfahrt aber ohne Angaben von Gründen nach 16 Stunden in Hannover abgebrochen wurde, ohne weiteren Anschluss. Ein anderer Fahrgast war in Eschweiler (Rhld.) gestrandet, auf dem Weg zu einem Konzert nach London, welches wohl verpasst wurde. (Das war allerdings ein Zug namens Eurostar, könnte also sein, dass die DB dafür nicht oder zumindest nur indirekt verantwortlich ist, man weiß es nicht.)
Ich selbst hatte hier vor einigen Tagen auch eine kleine Leidensgeschichte online gestellt, und da hatte ich eine Kleinigkeit weggelassen, weil mir – im Gegensatz zur Bahn – immer am Tempo (in meinem Fall: einer Geschichte) etwas liegt, nämlich die, dass die Bahn-App praktisch nicht mehr zu benutzen war, weil die Bahn auf die durchaus verantwortungsvolle Idee gekommen ist, die Kundenkonten mit Hilfe der Zwei-Faktor-Authentifizierung zu schützen. Auf der Rückfahrt von Frankreich drang ich aus irgendwelchen Gründen dann doch noch ohne zusätzliche Abfrage durch und konnte ein Ticket kaufen, als der Zugbegleiter es jedoch einsehen wollte, kam die Mitteilung, dass mir ein sechsstelliger Zugangscode zur Verifizierung zugesandt worden sei, und zwar an den hinterlegten und funktionierenden Mailaccount. Dort kam aber keine Mail an, sodass es der Gnade des Zugbegleiters zu verdanken war, kein „erhöhtes Beförderungsentgelt“ entrichten zu müssen.
Nun wollte ich gerade die Dienste der Deutschen Bahn ein weiteres Mal nutzen, ging auf die Website, aufs Kundenkonto – und erlitt erneut Schiffbruch. Es wird schon wieder eine Mail angekündigt, die einfach nicht kommt. (Und, ja, ich habe im Spam-Ordner nachgeschaut.) Sie wird offenbar nicht versandt, oder vielleicht woandershin, man weiß auch das nicht. So wird einem natürlich auch Lebenszeit gestohlen, aber der Frust, sich an einem desolaten Webinterface abzumühen, ist womöglich noch eine Wohltat gegenüber der Möglichkeit, am Ende tatsächlich eine Fahrtkarte kaufen und eine scheiternde Reise antreten zu müssen, sodass hier vermutlich sogar noch Dankbarkeit über so viel vorausschauende Verweigerung angebracht ist.


@rd: ihr sechsstelliger Zugangscode ist vermutlich bei der Samstagabendziehung der Lotterie 6 aus 49 gelandet. Vermutlich sind Sie schon Millionär und wissen dies noch nicht.😉
Ich fühle mit und bin gespannt auf die Fortsetzung.
Moin,
Man müsste ein Buch über die ganzen Bahn Geschichten schreiben. 😄
@MK warum die Bahn? Weil es praktisch ist. Mann fährt mit der Bahn mitm Fahrrad zum Punkt.A , mit dem Fahrrad eine schöne Tour zum Punkt.B und dann wieder nach Hause mit der Bahn. Das ist der Traum 😃 wenn’s klappt.
Auch Mal was erlebt.
Wollt mitm Kollegen ne Alpen Überquerung über die Via Claudia Augusta von Füssen nach Lago die Garda machen.
Start Homburg-Saar->Mannheim -> Augsburg -> Füssen.
Tickets ICE mit Fahrradplatz Reservierung. Monate davor gekauft. Alles gut geplant und perfekt getimed mit Übernachtung Buchung usw.
Dann kam es. Nachts vor dem Start eine SMS mit Warnung Zug Ausfall nach MA. wegen Technischer Störung. Kollege um 3 angerufen und ihm für ein Zug davor zum HBf. zu bestellen.
Endlich im Zug nach MA. mit den Räder, wir lachen noch ☺️.
Im Ludwigshafen hällt der Zug an ohne Ansage, ohne nix und bleibt einfach stehen. Nach 15Min. ich raus zur Lokführerin, „was’n Los“, die: „kA am MA.-HBf. ein Defekt am Stellwerk Zug kann nicht weiter“. 😤 „Wie lange , keine Ahnung“
Wir, ab auf die Räder von LU nach MA nur 15min Radweg geht schnell. Lachend noch, bedauern wir die anderen Fahrgäste die uns neidisch angucken. Eine Familie mit Räder und Kinder folgende.
In MA-HBf angekommen, zum Gleis 5 lachend und Glücklich weil wir den Anschlusszug nicht verpasst haben.
Nach 10min. Ansage. unser ICE hat Verspätung und kommt auf Gleis.8 , Naja, keine Problem Räder auf der Schulter (mit Gepäck für eine Woche) den die Aufzüge sind am stäksten Knotenpunkt Mannheim defekt oder überfüllt, zum Gl.8.
Dort nach weiteren 5min Ansage Stellwerk defekt Zug kommt am Gl.2.
Ab zum 2er aber jetzt nicht mehr lachend. Mulmiges Gefühl macht sich breit.
Um nach weiteren 10min.die Ansage zu hören das die Oberleitung defekt wäre wegen ein Vogelschwarm.
Man Stelle sich vor, solch ein wichtiger Knoten wie Mannheim ist tot, wegen Vögel 🤣 wir brauchen keine Terroristen, wir haben die Vögel😅.
Es werden Busse bereitgestellt um nach Heidelberg.HBf und transportiert zu werden….aber ohne Fahrräder, dafür ist kein Platz.
Ich schon am überlegen alles abzublasen, die Übernachtungen zu stornieren, sprechen uns die jetzt Bus-Fahrgäste neidisch an , warum wir nicht mit den Räder nach Heidelberg fahren , es wäre so ein schöner Weg entlang der Neckar… und nur 30-45min..😐
Keine ander Wahl, also wieder ab auf die Räder zum HBf Hdbg.
Mittlerweile schon die Sonne auf, wir verschwitzt nehmen einfach den nächst möglichen ICE Rtg. München.
Wegen Ausfalls ist es erlaubt.
Zum Glück hatte ich mir die Tickets mit Fahrradreservierung auf Papier ausgedruckt.
Im Zug, Kontrolle: „Wohin?“, wir „Augsburg-Füssen“, sie „falscher ICE“, ich die ganze Story runtergerattert, sie “ ah ja, das stimmt“ naja „aber die Räder müssen raus!“ Wir „Was , wie !?!“, „Ja für die Räder braucht man im ICE Reservierung, wir können wegen des Ausfalls bleiben aber die Räder müssen raus“ 😱 wir „nö, machen was ihr wollt, wir stellen unsere Räder nicht raus, kommt mit den Polizei uns egal. Bahn ist schuld.“
Sie ruft den Chef, nach Telefonate mit Zentrale Berlin, haben sie uns doch drin gelassen/“geduldet“. Aber wenn ein anderen Gast mir Reservierung kommt müssten wir Platz machen. Kein Problem denn es gab auch andere Zug Ausfälle so das die Gäste ihre Verbindung verpassten und wir bleiben könnten. Lachhaft!!!
In Augsburg endlich ausgestiegen, in der Bimmelbahn nach Füssen, …. ha, da denkt ihr Ende gut alles Gut, 😆 wenn ich nicht lache.
Nach 20min. Ansage: „wegen vorausfahrenden Zug kommen wir in Füssen mit Verspätung an“.
😆 .
Zum Schluss kamen wir aber in Füssen an und ihr könnt euch nicht vorstellen wie erleichtert wir waren dass ab jetzt wir nicht von der DB abhängig waren sondern nur von unser eigen Kraft.
Trotzdem war die VIAugusta eine Traum Tour mit unglaublich schöne Passagen.
…..
Das ist aber nicht das Ende, alles muß auch noch zurück, nach Hause… das ist aber eine andere Geschichte 😄
Ich hab es bei mir gerade mal geprüft. Mail kommt bei mir an.
Versuch dich Mal per Browser anzumelden und nicht per App.
Wenn das nicht geht, gibt es eine Service Hotline für MFA Probleme.
https://www.bahn.de/faq/keinen-zugriff-mehr-auf-handy-und-2-fa-aktiviert–neues-passwort-anfordern
Am besten MFA nicht per E-Mail sondern per Authenticator App registrieren. Google Authenticator, Microsoft Authenticator, Apple,….. gibt viele Unterschiedliche.
Wünsche dir viel Erfolg.
@Andreas Es gibt eine funktionierende Mailadresse und die Bahn schreibt in dem automatisch aufpoppenden Fenster, dass dorthin eine Mail versandt wurde (die aber nie ankommt) – wo genau liegt mein Fehler?
MFA ist wichtig. Da braucht man sich nicht wundern wenn die Daten kompromittiert werden. Natürlich sollte es funktionieren.
Einloggen geht nicht mehr mit dem alten Username? Dann sollte man ab und zu auch seine Mails checken, wurde lang genug von der DB angekündigt, dass dies abgeschafft wird.
Wenn man das übersehen hat kann man immer noch sein Passwort mit der hinterlegten Mailadresse zurücksetzen.
Wenn es die nicht mehr gibt, dann kann man den Leuten auch nicht mehr helfen. Man sollte seine Online Zugänge auch pflegen und verwalten.
Das kann man wirklich nicht auf die DB schieben.
Der Hinweis war wohl überflüssig. Selber ergeht es mir mittlerweile so, dass ich öfter mal herkömmliche SMS übersehe, weil so viel Anderes aufplöppt und ich über die normale SMS kaum noch etwas mache. Dann „finde“ ich nach Tagen plötzlich eine SMS.
Es ist merkwürdig, dass die Deutsche Bahn den Code laut Website über Authentificator oder TAN per SMS anbietet, aber nicht per E-Mail-Benachrichtigung.
Aber langsam wundert einen ja nichts mehr…
Nein.
Warum wird denn immer noch die Bahn benutzt, bei all den Katastrophen, die hier immer wieder beschrieben werden. Ich verweigere die Nutzung der Bahn schon seit einigen Jahren und verzichte lieber auf eine Aktion, als dass ich mich der Bahn ausliefere, wehrlos und hilflos, wie man ja hier immer wieder liest. Alles Gute und gute Fahrt, wenn die Bahn doch mal irgendwann fährt…
Vielleicht wurde eine TAN per SMS geschickt…
https://www.bahn.de/faq/wie-aktiviere-ich-die-2-faktor-authentifizierung
Leider musste ich letzte Woche ebenfalls den DB-Navigator neu installieren.
Grund:
Die Deutsche Telekom hatte mir vor Jahresfrist ein Smartphone verkauft, bei dem der Rückfall auf 4G/LTE nicht so richtig funktionierte, wenn das 5G-Netz mal wieder nicht das Beste war, obwohl es die Deutsche Telekom genau so bewirbt. Und der dritte Versuch zur Nachbesserung ging erst nach mehr als zehn Wochen (und Auffahren dicker Geschütze) mit einem Ersatz durch das Smartphone-Nachfolgemodell weiter.
Konsequenz (außer zehn Wochen ohne Deutschlandticket, mobil.nrw und Eezy):
Mein schöner, schon weit mehr als zehn Jahre alte DB-Navigator-Username wurde bei der Neuregistrierung nicht mehr angenommen. Alle alten Daten waren dahin. Ich musste mich mit einer Klartext-Emailadresse anmelden (was ich nicht unbedingt bevorzuge), ein neues, längeres, jedoch nicht unbedingt sicheres Passwort vergeben und für die Registrierung eine Zweifaktorauthorisierung vornehmen. Den gleichen Nervkram musste ich gleich danach noch einmal für die Wiedereinrichtung der monatlichen Abbuchungserlaubnis für die EUR 58.- für das Deutschlandticket vornehmen, jedoch mit zusätzlicher Übermittlung meiner Bankdaten an irgendeine Verifizierungsapp (was ich sehr ungern tue) samt zusätzlicher Bestätigung mit einer TAN, die ich mit einem QR-Scanner generieren musste. Hinzu kamen noch weitere digitale Erschwernisse, die ich hier nicht weiter thematisieren möchte, die ebenfalls ser nervend waren, aber durchaus vermeidbar wären.
Kurzum: Die spinnen, diese unbedachten, überavangardistischen Digitalisierer!!!
Schon mal was von paypal gehört ? Ohne einloggen in das Kundenkonto mit paypal bezahlen.
Jetzt fällt mir aber gerade ein, dass die Deutsche Bahn das Ticket mit QR Code auch als Anhang einer E-Mail geschickt hatte. Über so was bin ich immer froh.
Habe nochmal in meiner App nachgesehen. Die 2-FA wird optional angeboten und es gibt einen Button dazu, den ich jetzt mal lieber nicht drücke. Es ist ja öfter so eingerichtet, dass man dann nicht mehr da rauskommt ohne die Einrichtung von 2-FA.
Ich habe allerdings keine Kontodaten hinterlegt.
Vielleicht hilft es, die Bahn-App neu zu installieren, aber darauf hat man ja auch wenig Lust, und wenn es dann noch nicht mal weiter hilft…
Der Mann, der zum Konzert wollte, befand sich wahrscheinlich in einem RE-„Zubringer“ zum Eurostar, der ihn dann von Köln oder Aachen durch den Tunnel nach London gefahren hätte. Hätte. Es ist doch bemerkenswert, dass schöne Pläne regelmäßig an der Deutschen Bahn scheitern. Hier in Eschweiler.
Man kann an so Dingen wie der 2-Faktor-Authentifizierung wirklich verzweifeln. Bislang ging es bei mir mit der App noch ohne jede Authentifizierung. Jetzt frage ich mich, wann die DB mich überraschten wird. Als in Emmerich letztens die vier Polizist/innen auf dem Bahnsteig auftauchten, wusste ich, dass der ICE von Arnheim Richtung Köln halten würde. In Null Komma Nix hatte ich mit der App und PayPal eine entsprechende Fahrkarte (ab Arnheim) gekauft und zwei Minuten später fuhr der weiße Zug ein. Bevor ein Zugbegleiter ausstieg, um den Bahnsteig zu kontrollieren, war ich schon im ICE verschwunden. Klar, ich war ja schon in Arnheim eingestiegen… Wenn mich die 2-FA-Geschichte da erwischt hätte, wäre ich immerhin schon fast in Oberhausen gewesen. Aber wer will da schon aussteigen.
Es ist einfach nicht gut, wenn man auf die Kulanz von Bahnangestellten angewiesen ist, da, wo man sie eigentlich nicht braucht.
Analog scheint es auch schwierig zu sein. Dieses Mal der VRR: Beim Betreten des Klever Kundenbüros grüsse ich mit der allgemein gebräuchlichen Floskel „Guten Morgen“. Keine Reaktion. Statt dessen drei Mitarbeiterinnen hinter dem Besuchstresen – aber noch im Frontoffice – mit (anscheinend) dem Teamleiter in einem Gespräch über irgendwelche Buchungsvorgänge. Ich werde keines Blickes gewürdigt und mir wird der Eindruck des Störenfriedes vermittelt.
Erst nach einigen Minuten dreht sich eine Mitarbeiterin zu mir herum und erledigt meinen Kundenwunsch (konnte wegen Zuständigkeit der RRB nicht geklärt werden), während die drei anderen Personen weiterhin lautstark nach einer Lösung ihres Problems suchen.
Ob mein Abschiedsgruß erwidert wurde, vermag ich nicht zu sagen, da ich schnell den Raum verließ, um nicht weiter zu stören.