kleveblog History: Der Zweite Weltkrieg (in Kleve und Goch)

rd | 15. April 2014, 12:14 | 8 Kommentare

Kürzlich war zu lesen, dass auf Youtube 80.000 historische Filmaufnahmen der Allgemeinheit zugänglich gemacht worden sind, darunter auch das legendäre Geburtstagsständchen, das Marylin Monroe in einem transparenten Kleid für den US-Präsidenten John F. Kennedy sang. Es gibt aber auch weitaus trostlosere Aufnahmen — zum Beispiel, wenn man den entsprechenden Kanal mit dem Suchbegriff Kleve füttert:

Die Filme zeigen einige Minuten aus den kriegszerstörten Städten Kleve und Goch, beide 1945 entstanden (die Datumsangabe im zweiten Video ist nicht korrekt). Welche überflutete Straße zu Beginn gezeigt wird, wird nicht ersichtlich. Der zweite Straßenzug (ab 1:15 min) könnte die Wasserburger Allee oder der Stille Winkel sein. In Goch ist vor allem der Bahnhof und das zerstörte Stadtzentrum um das Steintor zu erkennen. Hier die Aufnahmen:

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  1. 8. Rainer Karl hermanns

    Hallo, ich kenn solche Lebensläufe auch, von meiner Mutter. Die war im 2.WK ein Teenager zusammen mit ihren drei Schwestern. Die Lebensläufe entschuldigen nicht das verheerende System was da hinter steckte. Was die Mädchen im Alter von 8 – 15 Jahren durchgemacht haben ist unentschuldbar. Und das waren nichtmal Opfer, eine deutsche Bauernfamilie, Vater (mein Opa mütterlich) im 1.WK in Frankreich. Dieses leichtfertige im Umgang mit kriegerischen Auseinandersetzungen geht mir auf den Sack

     
  2. 7. Ge.Org

    Meine Oma, Altweistritz, Kreis Habelschwerdt, Schlesien, für mich stets lebendige und unerschöpfliche Quelle für Geschichte und Geschichten, die diese Tage 95 wird, sagte mir neulich: „Jüngla, du weest gar nich, woas der Mensch aushalta ken“

    (Ja, mein schlesischer Dialekt ist lächerlich!)

    Ich bin immer wieder erstaunt darüber, wie diese Generation damit fertig wurde, solche Schuttberge zu beseitigen und wie daraus das entstehen konnte, was wir nun rund um uns sehen. Einfach sensationell! Die Wunden im Herzen hingegen sind immer noch offen. Ein Leben lang.

     
  3. 6. Thomas Beler

    Krieg am Niederrhein
    D-Day: Am 6. Juni 1944 landen die alliierten Truppen in der Normandie, um das Dritte Reich zu stoppen.
    Binnen zwei Monaten gelingt es ihnen, die deutsche Westfront in Nord-Frankreich zu durchbrechen: Es beginnt der Vormarsch auf die “Siegfried-Linie“, der deutsche Verteidigungswall zwischen Kleve und Grenzach-Wyhlen. Hitlers letzter Sieg bei Arnheim im September ’44 kann die alliierten Luft- und Bodentruppen nicht mehr stoppen. Mit aller Gewalt erreicht die Front im Herbst den Niederrhein …

    Der folgenden Dokumentarfilm von H. Bosch und W. Haas im Auftrag der Kreisverwaltung Kleve, erzählt aus den letzten Monaten des zweiten Weltkriegs und legt anhand eindrucksvoller Archiv-Aufnahmen Zeugnis ab von Bombenhagel, Panzerkorps, Flucht und Kampf vor der eigenen Haustür.

    Teil 1: Frontnähe: http://www.youtube.com/watch?v=pn7LHx6fVSA
    Teil 2: Die Entscheidungsschlacht: http://www.youtube.com/watch?v=b-pV4PxTVqs
    Teil 3: Der Sprung über den Rhein: http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=S4N48Vyj_0A

     
  4. 5. C. Meyer

    Frage eines jetzt weiter entfernt wohnenden Ex-Niederrheiners. Vor einigen Tagen lief im TV eine Sendung über die Süßwarenfirma „Katjes“ in Emmerich. In diesem Film war eine knapp 2-minütige Sequenz mit Luftaufnahmen vom zerstörten Kalkar aus dem März 1945. Kennt jemand diese Quelle???

     
  5. 4. Willi Heuvens

    Als Goch bombardiert und zerstört wurde, war mein Vater (Jahrgang 1923) auf Heimaturlaub und befand sich am Gocher Berg, in der Nähe des heutigen Sandwirtes. Er sagte mir immer, es sei schlimmer gewesen als sein Einsatz auf Kreta und in Nordafrika ….

     
  6. 3. Wolfgang

    @ Markus v. A.: Kranenburg sehe ich auch so!

     
  7. 2. Markus van Appeldorn

    Möglicherweise ist die überflutete Straße gar nicht in Kleve, sondern Kranenburg oder Nütterden. Ab Sekunde 37 könnte Donsbrüggen sein, anschließend Tiergartenstraße, Stiller Winkel und dann mit dem brennenden Haus Wasserburger Allee.

     
  8. 1. C. Zuse

    Am vergangenen Freitag 11.04.2014 23:15 – 00:10 lief auf DMAX Geschichte „Schlacht im Reichswald“. Die folge ist Kostenlos im Onlinetvrecorder verfügbar.

    http://www.onlinetvrecorder.com/v2/index.php?go=download&epg_id=8784963&title=DMAX+Geschichte

    Aus der Beschreibung: „Dokumentation Kanada 2009.. DMAX Geschichte Schlacht im Reichswald. 26. Februar 1945: Kanadisch-britische Panzerverbände greifen die letzte deutsche Verteidigungslinie westlich des Rheins an. An der Westfront beginnt ein erbittertes Panzergefecht. Die Alliierten dringen vor, um eine Brücke südlich von Xanten einzunehmen, doch die zahlenmäßig deutlich unterlegenen Deutschen leisten massiven Widerstand. Der Vorstoß gerät ins Stocken. Innerhalb von 14 Tagen verlieren die Alliierten fast 9000 Soldaten und Hunderte von Panzern. Lieutenant-General Guy Simonds, Befehlshaber des 2. Kanadischen Korps, soll die Offensive weiter vorantreiben und entwirft einen kühnen Plan. Panzerverbände und Infanterie sollen zunächst ein Hochplateau zwischen Kalkar und Uedem einnehmen, um anschließend in Richtung Hochwald vorzurücken. Die Operation Blockbuster beginnt. |CAN 2009“