Jetzt offiziell: Landrat W. Spreen, Mr. (knapp) 2 Prozent

rd | 14. Dezember 2012, 10:43 | 33 Kommentare

Die Bescherung in eigener Sache war versteckt unter Tagesordnungspunkt 4 „Mitteilungen“ im nichtöffentlichen Teil der 18. Sitzung des Kreistags. Darin gab der Kreis bekannt, nunmehr stolzer Besitzer von knapp 2 Prozent der Flughafen Niederrhein GmbH zu sein. Dieser Anteil wurde verrechnet mit ausstehenden Zinszahlungen in Höhe von 1,3 Millionen Euro.

Nun aber kommst du, lieber Leser, und darfst mit Hilfe des klassischen Dreisatzes die folgende Frage beantworten: Wie viel ist nach Einschätzung des Kreises Kleve der Flughafen Niederrhein insgesamt wert? Hier selbst rechnen – oder hier bequem lesen (und staunen):

Klare Sache, ein Millionenspiel

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33 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 33. B.R.

    Bei dem Desaster am Flughafen, wird dem Landrat wohl nichts anderes übrig bleiben, als die altbekannte Märchenstunde abzuhalten:
    Jobwunder, demnächst schwarze zahlen…

    Oder man sagt gar nichts mehr dazu, und wartet die Pensionierung ab.

     
  2. 32. B.R.

    Ich gehe da aber nicht hin; ich arbeite in einem Unternehmen des Kreises.

     
  3. 31. ralf.daute

    @B.R. Er soll die Methode und die angesetzten Werte benennen – und dann findet sich sicherlich rasch jemand, der einfach in ein Amtsgebäude an der Ringstraße in Kleve geht und sagt: …

     
  4. 30. B.R.

    Zum jetztigen Zeitpunkt gibt es keine Privatperson oder eine Bank, die so lebensmüde wäre, auch nur einen einzigen Cent in dieses Projekt zu stecken.

    Aus solchen einfachen strategischen Betrachtungen, kann man schon ableiten, dass der Wert des Flughafens negativ ist, höchstens gleich null.

    Insofern handelt es sich bei dem Ankauf der anteile um eine offene Subvention von mindestens 1,3 Millionen Euro.

    Na gut, wenn der Landrat versprochen hat, was dazu zu sagen, habe ich es überlesen.

    Aber was soll er denn dazu sagen?
    Das ganze ist doch zu offensichtlich.

    Der Flughafen ist zunächst als Frachtflughafen geplant worden.
    Als sich das nicht realisieren ließ, hat man über Nacht gesagt “Dann machen wir halt einen Passagierflughafen draus”.

    Seitdem findet m.W. keine Planung mehr statt, es wird einfach nur an diesem Prestige-Projekt festgehalten.

    Das Traurige ist ja auch, dass man mit den ganzen Möglichkeiten an versteckten Subventionen noch nicht mal annähernd an eine schwarze Null kommt.

     
  5. 29. ralf.daute

    @B.R. Trotzdem würde kleveblog gerne wissen, welche der vielen möglichen trivialen Ansätze denn nun angewandt wurde. Im Kreistag versprach der Landrat noch, die Öffentlichkeit darüber zu informieren, aber aus diesen hehren Vorsätzen ist wohl nichts geworden!

     
  6. 28. B.R.

    Selbst Wirtschaftsprüfungsgesellschaften benutzen bei der Bewertung kommunaler Beteiligungen einen relativ trivialen, partiellen Ansatz;
    nichts genaues weiss man nicht und Prognosen sind unsicher, besonders wenn sie die Zukunft betreffen:
    – Abschätzung der zukünftigen Gewinne
    der Investition
    – Abschätzung eines Mischkalkulationszinssatzes für die Alternative von derzeit etwa ca. 5%
    – Berücksichtigung des höheren Risikos der Investition gegenüber der Alternative durch einen Abschlag bei den prognostizierten Gewinnen oder durch eine Erhöhung des Kalkulationszinssatzes.

    Demnach müßte der Flughafen demnächst jährlich einen Gewinn von 3,25 Millionen erwirtschaften (5% von 65 Millionen), wenn die 2% Anteile einen Wert von 1,3 Millionen haben sollen ;
    und das ohne Berücksichtigung eines höheren Risikos der Investition gegenüber der Alternative.

    Selbst mit der Möglichkeit versteckter Subventionen, wie dem Ansatz marktunüblicher Verrechnungspreise, ist der Kreis offensichtlich nicht in der Lage beim Flughafen auch nur annähernd ein ausgeglichenes Ergebnis zu bilanzieren.
    Gemessen an einer Rendite von 5% für die alternative Verwendung des eingesetzten Kapitals, kann man sich leicht ausmalen, welche Kapitalvernichtung am Flughafen stattfindet.

     
  7. 27. B.R.

    Der Wert ergibt sich als zukünftiger Nutzen, gemessen an der (besten) Alternative.

    Solange man nicht die Kosten bzw. Erträge kennt, die aus einer alternativen Verwendung des eingesetzen Kapitals stammen, kann man natürlich auch keinen Wert berechnen.

    Als Alternative zur weiteren Nutzung des Flughafens steht ja wohl nur die Aufgabe des Flugbetriebes zur Verfügung;
    und eine eventuelle andere (gewerbliche ) Nutzung.

    Da der Flughafen aber offensichtlich seit Bestehen alternativlos ist, kann man auch keinen Wert für die anteile berechnen.

     
  8. 26. Meiner Einer

    da öffnet man nur kurz sein Internet und schon ist auf der Startseite ein Zahler für die Kredite des Flughafens gefunden:

    http://reisen.t-online.de/gebuehren-ryanair-schummelte-offenbar-beim-gewicht/id_61395450/index

    Und dabei brauchen wir nur 34 Mio Euro….

     
  9. 25. Andreas

    Bezahlt denn FN auch das, was “Ottonormalverbraucher” zu zahlen verpflichtet ist?
    Der Möchtegern-Flughafen ist ja in “Privatbesitz”, wird aber wohl auch privilegiert, denn welcher Privatmann darf schon eine eigene Kläranlage betreiben?
    Davon abgesehen:
    Hier bei uns zahlen wir auch für andere Dinge, also Grundsteuer oder meinetwegen Himmelswasser und dessen “Beseitigung”.
    Auf dem Gelände stehen viele bewohnte Objekte, vom Reihenhaus bis zur Mannschaftsunterkunft … sollte zwar so nie genehmigt werden, wird heute aber so praktiziert.
    Da sind also Mieteinnahmen, Einnahmen aus Verpachtung etc.pp — und die weltbeste Fluglinie.
    Am Ende bleiben aber nur ein paar Euro übrig?
    Die Nebeneinkünfte sind nicht unerheblich, die Personalstruktur der Verwaltung ist nicht schlank, sondern vielmehr bulimisch, Kredite werden nicht bedient und Zinszahlungen nicht geleistet … bitte wo versandet das Geld denn?

     
  10. 24. Der Laie

    @ Georg Dönisch
    Hier ein kleiner Hinweis welchen Tätigkeiten die Vertreter der SPD nachgehen.

    http://www.kreis-kleve.de/C125713400487381/html/75BB70F8BFB6E518C125716500366A95?opendocument&nid1=58366

    Von denen wird sich keiner für den nächsten Kreistag aufstellen lassen,also Rechenschaft ablegen bzw. Regressforderungen wegen grobfahrlässigem Verhalten zum Schaden der Kreis Klever Bürger braucht da keiner befürchten.
    Der Landrat sitzt ebenfalls seine Zeit bis zur Pension aus,
    wer sollte da dann wohl aktiv werden.
    Die Juristen im Kreistag halten die Füße still, heißt es doch den Mist der eigenen Partei nach aussen als Schokolade zu vekaufen.
    Das sind dann die gleichen Wirtschaftfachleute die dafür sorgen,mit Taschenspielertricks bei der Gewerbesteuer, Ausgaben als anrechenbare Gewinnne umzudeuteln, denn hier funktioniert die Prozenttaste des Rechners wieder.

    Wenn diese Typen morgens in den Spiegel schauen, kann es doch nur einen Satz geben, ich kenn dich nicht, aber ich wasch dich trotzdem.

     
  11. 23. Georg Dönisch

    Mal die Frage in die Runde: Gibt es da eigentlich keine Aufsichtsbehörde, die solche Vorgänge prüfen kann/muss/sollte? (also außer der EU).
    Und warum sind die Oppositionsparteien im Kreistag eigentlich nicht schon längst beim Anwalt?
    Oder sitzen die auch im Aufsichts- oder Beirat???

     
  12. 22. Schwarzer Ritter

    Zusätzlich schafft man Pöstchen im Aufsichtsrat X, Beirat Z, und kassiert hier 500 und dort 1000.

    Dieses System erhält sich selbst, erfindet sich ständig neu und breitet sich wie ein Ölteppich immer weiter und weiter aus… mit Schnittchen und Häppchen vom Buffet, ‘nem insolventen Fußballverein und Currywurst im Rohbaustadion, Grundstücks-Planungs-Mauscheleien, 5*-Hotels, Tiefgaragen und deren Oberbauten zur Finanzierung von Rathäusern (und noch ganz anderen Parkhäusern), Lightex, letztendlich gelenkt durch persönliche Eitelkeiten oder vereinfacht:

    “Pommes, Bier und fette Weiber!”, wie der passende Titel des Songs einer ehemals beachtenswerten Jazz-Rock-Gruppe aus Kleve lautete.

    Bald ist übrigens wieder Karneval…

     
  13. 21. Investor

    @JUH
    Das ist aber blöd. Jetzt hast du der Politik einen Teil meines Geschäftsmodelles, mit dem ich aus euern Steuergeldern meinen Profit mache. verraten. Das ein Teil der Politik in Aufsichtsratsfunktionen an dem Profit beteiligt wird, hättest du auch nicht ausplaudern brauchen.

     
  14. 20. Jens-Uwe Habedank

    Wenn der Kies( hier Geld), nun für “Investoren” und “Geschäftsführer” mal ausgeht – da wäre noch der Baaler Kies im Untergrund (des Geländes), welche sich wohl vortrefflich zu Kohle(wiederum Geld…) oder ÖL( auch Geld) machen liesse…
    Ich bin nicht bange, dass für derartige Szenarien nicht wieder so Agello-Konstruktionen (erst recht Geld…) auftreten werden.

     
  15. 19. Jens-Uwe Habedank

    @Investor: Stimmt ja so nicht ganz: “Herr Buurman schafft auch nach Jahren des Wohlwollens seines Finanziers keine positiven Bilanzergebnisse.”
    Die scheint er, zusammen sogar mit L. van Bebber, sehr wohl zu schaffen – bei Agello Dingsbums irgendwas, einem vom Flughafen für Allerlei beauftragtem Unternehmen, zu Lasten des FN und zur Bilanzfreude der Agello-Gesellschafter Buurmann und v. Bebber.
    Traurig daran – zwei ( oder hier sogar drei)scheffeln und die Kreditgeber, also die BürgerInnen des Kreises, schauen in die Röhre…

    Man darf aber auch mal fragen welche Gelder die Kreditentscheider, Kreditverlängerer, Zinsverzichter etc. erhalten – z.B. für ihre Tätigkeiten bei FN-verbundenen Gesellschaften wie der LEE usw. ?!

     
  16. 18. Martin Fingerhut

    @ 14. pd :
    Ja, völlig richtig !
    Nur hatte ich noch keine Zeit, die Passiva zu zerpflücken.
    Dem GeschäftsBericht angehängt ist ein gar lieblich Gesäusel über die rosigen Aussichten auf eine grandiose Zukunft.
    Daraus sind die wirklichen Fakten nur mühsam zu filtern.

    In #11 wollte ich nur RD’s ÜberschlagsRechnung bestätigen :
    Daß BEIM KREIS die Vorstellung herrschen muß, der FN sei PiMalDaumen 60 bis 70 Millionen “wert”.

    Wie in #10. Andreas zu Recht vermutet, stehen die angeblichen “Werte” auf ziemlich tönernen bzw. – passender – sandigen Fundamenten.

    Der “Gewinn” der FN GmbH ist lächerlich im Verhältnis zu den eingesezten Millionen. Wenn sich das nicht schleunigst bessert, wird die ganze Idee eines AirPorts endgültig scheitern. Dann sind viele der unter “Aktiva” aufgeführten “Werte” nutz- und damit wertlos.

    Aus der InsolvenzMasse könnte der Kreis sich dann nur noch aus dem LagerBestand der ÖlTanks bedienen.
    ” Den Rest Öl machen wir zu Kies ! ”

    Oder vielleicht noch das Gelände zum AusKiesen verscherbeln.
    ” Kies ist unsere letzte Ölung ! ”

    Aber gehört das Gelände überhaupt der FN GmbH ?

    Sonst sind 2% FN wirklich nur 2% FN = fonn nix !

     
  17. 17. Andreas

    Okay, das ist arg an den Haaren (und Toupets) herbeigezogen, aber es gibt doch auch den Tatbestand der Begünstigung der Insolvenzverschleppung, oder nicht?
    Spätestens “Schuldnerbegünstigung” ist ein empfindliches Schlagwort … aber ich bin nur Laie.

    Es wäre toll, wenn der Kreis mal öffentlich darlegen würde, unter welchen Bedingungen ein im Kreis ansässiges Unternehmen die gleichen Zuwendungen wie der …´ne, das Wort will mir nicht über die Finger! … ähm, naja, irische Goldtopf (???) erhalten kann.

    Ich bin wirklich kein Freund der EU in ihrer aktuellen Form, aber der Feind meines Feindes ist (zumindest fallbezogen) mein Freund, mindestens aber (zeitweise) nicht mein Feind.
    Es wäre traumhaft, wenn die EU den Laden tot reglementiert und sich eine der Gerechtigkeit verpflichtete Justiz den für diesen unsittlichen Höhenflug verantwortlichen Personen auch bis auf die private Ebene hinab die Flügel empfindlich stutzen würde.

     
  18. 16. pd

    eine insolvenz hätte es wohl geben müssen wenn der kreis bares anstatt anteile gefordert hätte. so gibt es keine insolvenz also auch keine verschleppung.

    warum ein landrat weiterhin millionforderungen stunden kann bzw. in wertlose anteile umtauschen kann, das würde mich interessieren.

    gerade auch weil im anderen thread ja behandelt wird wo die milliönchen eingespart werden. beim h4ler muß natürlich ganz ganz genau hingeschaut werden bevor der seine 3markfuffzig überwiesen bekommt, da gibts ja gesetze, da gibts ja das land als aufsicht..

     
  19. 15. Andreas

    @pd:
    Da wäre dann aber doch Insolvenzverschleppung, oder?

     
  20. 14. pd

    naja, es wäre für uns bürger schön wenn man das so rechnen könnte @Thomas Velten, Martin Fingerhut

    den aktiva stehen in der regel aber passiva gegenüber.

    man kann den wert nicht ermitteln indem man 19mio forderungen “aktiviert” und die 61mio verbindlichkeiten außen vor läßt.

    Die 34.000 “Gewinn” sind sehr süß, das stimmt. vor allem wenn man schaut was denn von Gründung bis 2010 passiert ist:
    28.363.011,61€ Verlust!!!

    Nochmal: VERLUST d. h. das Geld ist weg! Da wurde nicht etwa in eine neue Heizungsanlage investiert die sich dann wieder aufs Anlagevermögen auswirkt sondern das geld ist weg, pfutsch, über den jordan..naja, zumindest in anderen taschen.

    eigentlich möchte man den flughafen nicht geschenkt haben aber das kann der kreis so nicht kommunizieren, siehe den Post von Investor.

    Fakt dürfte sein dass die Fälligstellung der Zinsen den Flughafen dazu gezwungen hätte die Zahlungsunfähigkeit anzumelden. Wie der Weg der jetzt begangen wurde rein rechtlich überhaupt möglich ist erschließt sich mir nicht. da gibts ein unternehmen das theoretisch morgen in die pleite schlittert da abhängig von 1 fluglinie, da gute aussichten ein eu verfahren zu verlieren, da nicht fähig seine Verbindlichkeiten zu bedienen und trotzdem dürfen ein paar fürsten im landrat millionensummen abnicken und 2% von nichts erwerben.

    man kann wirklcih nur noch mit dem kopf schütteln.

    aber vielleicht sieht unsereins das ja alles völlig falsch, weil wenn das alles wirklihc so wäre, dann müßten die zeitungen voll davon sein.

     
  21. 13. Thomas Velten

    Gut gerechnet, Herr Fingerhut!

    Auch der Trabbi-Witz passt!!!

     
  22. 12. Investor

    @Messerjocke
    Natürlich hätte man das Geld, die ursprünglich 28.600.000,00, welche in fünf Jahren durch das Nichtzahlen von Zinsen bis Ende 2010 aufgelaufen waren auf 34.000.000 (bei einem Zinssatz von nachgerechnet also unter 4 %), viel besser in Teilen von 100.000,00 an 340 Existenzgründer verschenken können. Die hätten weitaus mehr Arbeitsplätze geschaffen als Herr Buurman mit seinem ehemaligen Kreisschönsprecher van Bebber
    Wie geht der Kreis Kleve im Namen von Herrn Spreen mit Hartz 4 Empfängern um, welche sich nicht an Absprachen, Verträge und Vorschriften halten?
    Herr Buurman hat sich lachend das Geld in die Tasche gesteckt.
    Er hat dann vertragswidrig bis zum Jahr 2010 keine Zinsen gezahlt.
    Danach hat man vereinbart, dass er ab 2011 per Quartal (normale Bürger zahlen monatlich an die Bank) die Zinsen zahlt, aber auch das tat Herr Buurman nicht.
    Herr Buurman schafft auch nach Jahren des Wohlwollens seines Finanziers keine positiven Bilanzergebnisse.
    Immer wieder sagt sein Sprachrohr van Bebber, dass nur die anderen und die Umstände schuld sind.
    Herr Buurman hält sich strukturell Jahr für Jahr, Quartal für Quartal nicht an Verträge und führt Herrn Spreen und den Kreistag an der Nase herum, welche in geheimen Dringlichkeitssitzungen mit unser aller Millionen an Steuergeldern die Pleite des Flughafens verhindern.
    Meine Eltern haben mich vor solchen Betrügern gewarnt, sowohl vor den großkotzig auftretenden Großunternehmern, welche mit fremden, geliehenen Millionen schmeissen, wie auch deren schleimigen, anbiedernden Handlangern in der Politik. Solche Leute kann man schon an der Nasenspitze erkennen…
    Und sie haben mir beigebracht: Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

    Jede Bank hätte schon längst die Eigentumsverhältnisse des Flughafens neu geregelt.
    Jede Bank hätte Herrn Buurman längst nach Hause geschickt.
    Ich erinnere an die Luftnummer Lightex. Dort ging es ursprünglich um ähnliche Millionenbeträge.

    Die gelähmte Kreistagsmehrheit wird nicht den Schalter umgelegen, da sie nicht schuld sein will an dem Knall, den es dann gibt. Man kann nur hoffen, dass die EU dies schnellstmöglich tut.

    Aber da kommt mir nun auch eine Idee. Herr Spreen, lassen Sie uns gemeinsam Opel retten.
    Lieber Kreistag, lieber Herr Spreen, ich gründe jetzt mit euerm Geld eine neue Automarke. Ich kaufe Opel in Bochum. Ihr finanziert mir den Kauf, eine Bank tut das nämlich nicht.
    Und jetzt finanziert ihr mir auch noch einen schicken Neubau, das tut meine Bank nämlich auch nicht.
    Im Laufe der Jahre stellen wir fest, dass ich gar keine Zinsen zahlen kann, aber das stört euch ja überhaupt nicht. Schliesslich ist doch Herr Spreen der große Retter von Opel.
    Herr Spreen, lieber Kreistag, ihr stundet mir also einfach die Zinsen bis zum Jahr 2018.
    Und die längst fällige Tilgung, achne, so ernst nehmt ihr den Vertrag doch nicht lieber Kreis Kleve, lieber Opelretter Spreen.

    Okay, jetz ab 2018, zahle ich quartalsmäßig die Zinsen!

    Na gut, das hat bis Ende 2020 auch nicht geklappt.
    Aber ab jetzt übertrage ich euch jährlich 2 Prozent meines Geländes und schon im Jahr 2070 sind eure Enkel stolze Besitzer meiner dann 55 Jahre alter Ruine.
    Bis dahin hab ich die Zahlen der Betreibergesllschaft durch hohe Mietzahlungen und Geschäftsführergehälter an mich selbst immer schön rot gehalten, damit bloss keiner drauf kommt, dass ich in die Verlegenheit kommen könnte, auch nur einen Cent freiwillig wieder zurück zu zahlen.
    Ich werde also mit dem von euch so großzügig spendierten Geld durchaus Mieteinkünfte und ein Geschäftsführergehalt für mich schaffen.
    Und die Politik? Die ist durch den Zwang der Umstände an meiner Leine zum Schosshündchen degradiert. Ab und zu dürft ihr mal ein bisschen blaffen und an einen Unkrauthalm vor meinem Zaun pinkeln.
    Und natürlich darf Herr Spreen mit seinem Adjutanten Katzky auch mal stolz auf mienem Gelände seine Pfauenfedern zeigen.
    Aber o wehe ihr droht mir mit ernsten Konsequenzen.
    Dann seid ihr schuld an der Arbeitslosigkeit!

    Da macht ihr doch ganz einfach die nächste geheime Dringlichkeitssitzung für das nächste Milliönchen.

    Ich stoss derweil in Ruhe mit nem Glas Schampus auf eure Dämlichkeit an.
    Schönes Wochenende noch!

     
  23. 11. Martin Fingerhut

    @ 10. Andreas :

    Jau, das frage ich mich auch.

    Der GeschäftsBericht der FN GmbH für 2010 ( der neueste bisher beim BundesAnzeiger verfügbare ) nennt unter Aktiva :

    als Anlagevermögen :
    immaterielle Vermögensgegenstände 4,9 M€
    Sachanlagen 46,7 M€
    Finanzanlagen 1,2 M€
    zusammen 52,9 M€

    und als Umlaufvermögen :
    Vorräte 0,039 M€
    Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 19,4 M€
    Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 0,09 M€
    zusammen 19,6 M€

    Danach stünden bei der FN GmbH rund 72 M€ “Werte” zu Buche.

    Es scheint, als sei im wesentlichen dies als “Wert” der FN GmbH angesetzt worden.

    Allerdings wird üblicher Weise der Wert eines Unternehmens maßgeblich auch vom jährlichen Gewinn bestimmt.
    Und der liegt für 2010 bei mickrigen 0,034 M€ = 34.000€.
    Das ist noch nicht einmal der Wert der in 2010 neu eingelagerten “Vorräte”.
    Das erinnert schon an den Trabbi-Witz :
    ” Wie läßt sich der Wert eines Trabbis verdoppeln ? ”
    ” vollTanken ! ”

    Hat der FlugHafen seinen HeizÖlTank vollGetankt ?

     
  24. 10. Andreas

    Der Wert des Verkehrslandeplatzes wird also irgendwo im Bereich von 64 Millionen €uro angesiedelt?
    Das habe ich jetzt so richtig verstanden?
    Woher stammt dieser Wert?
    Liegen dem Kreis da belastbare Angaben vor, oder ist das so Pi mal Daumen gepeilt?
    Ein Teil der Infrastruktur wurde ja “outgesourced” … wie sagt man zu Deusch? An Fremdfirmen vergeben und zurück gemietet?
    Viele Werte werden wohl auch nur dann Bestand haben, wenn der Verkehrslandeplatz als solcher fungiert. Bei Einstellung des Flugbetriebs, Sperrung oder Entzug der Betriebserlaubnis wären viele Gebäude (und natürlich auch die Piste) relativ wertlos.
    Wurde das berücksichtigt?
    Der kleine Mann mit dem irren Blick, der seine Steuern lieber nur in Irland zahlt (und wohl deswegen auch nur Sklaven-, ähm, sorry, Arbeitsverträge nach irischem Recht abschließt), könnte jederzeit recht spontan beschließen, seine BONGS, äh, Boings, andernorts zu parken.
    Irgendwo schwebt ja auch noch das Damoklesschwert der EU über dem Geschäftsgebaren der lokalen Elite (naja, die Jungs und Mädels mit dem Coregatabslächeln und den immergleichen Phrasen ohne Wert).

    Wie steht es denn um das Verhältnis vom angeblichen Wert des “Flughafens” zu den inzwischen gewährten Krediten?
    Ich bin da echt nicht im Bilde, Entschuldigung.
    Mit wie viel €uronen steht wer beim Kreis in den Miesen?
    Und…was gehört dem Schuldner denn eigentlich? Ich meine damit unter anderem, was ist geliehen, geleast, noch nicht bezahlt …

     
  25. 9. Messerjocke

    Spreen schenkt eintausendzweihundert (1200) Existenzgründern je 25.000 Euro. Niederrhein wird zum Land in dem Milch und Honig fließen.

    Wir sind uns ja einig, dass unser ganzes Geld weg ist und noch viel mehr dazu kommt. Der Spreen und die anderen Mathematiker vom Kreis wissen das natürlich auch. Darum geht es auch gar nicht. Flughäfen sind, vor allem in diesen Rahmenbedingungen, hoch defizitär und man muss dieses Geld (Kredit + Zinsen) als eine ganz banale Ausgabe, z.B. zum Posten Wirtschaftsförderung ansehen.

    Wie viel sind das bis jetzt? Irgend was mit 30.000.000,00 Euro, um gerundet einfacher zu rechnen (ich bin in Mathe nämlich nicht so gut)!?

    So weit so gut. Meine Fragen sind:

    1) Was haben Herr Spreen und seiner Mathematiker für dieses Geld wirklich eingekauft? Worin liegt der Vorteil für uns Bürger am Niederrhein, die den Spass ja letztendlich über Kreisumlage etc. bezahlen? Aus welchem Blickwinkel kann ich die Win-Win-Situation für mich erkennen? Ich bitte um Hilfestellung, Herr Spreen!

    2) Hätte man mit diesem Geld etwas anderes machen können, das für unsere Region effektiver gewesen wäre? Was kann man mit ca. 30.000.000,00 Euro stattdessen tun? Was wäre gewesen, wenn man z.B. an 300 Existenzgründer je 100.000 Euro einfach verschenkt hätte oder meinetwegen an 1200 je 25.000 Euro?

    Oder, wenn man die Bahnlinie reaktiviert hätte, mit einem von mir geschätzten Kreis-Anteil von ca. 6 Mio und dann die restlichen 24 Millionen verschenkt hätte?

     
  26. 8. Gallus

    Ja, Herr Derksen,
    aber i c h wollte keinen Anteil daran haben.

     
  27. 7. Bernd Derksen

    Noch eine Anmerkung:
    Die 2% am Flughafen gehören nicht Spreen, sondern allen Bürgern des Kreises. Daher bin ich auch der Ansicht, dass diese natürlich wissen dürfen, wozu ihr Geld verwendet wird.

     
  28. 6. Bernd Derksen

    Da bin ich doch beruhigt, dass die Angabe doch nicht vor der Öffentlichkeit versteckt wird bzw. werden kann.
    Mehr als 65 Millionen – ein hübsches Sümmchen für ein nicht bzw. sehr eingeschränkt kreditwürdiges Unternehmen.

     
  29. 5. Andreas

    Frei nach Jim Knopf:
    “Ah,jetzt,ja!”

    Danke.

     
  30. 4. ralf.daute

    @Andreas 2% Anteile statt der fälligen Zinsen

     
  31. 3. Messerjocke

    Ralf, Du hast einen Fehler gemacht. Stell mal bitte auf der Webseite

    http://www.zinsen-berechnen.de/dreisatzrechner.php

    das Optionsfeld von “proportional” auf “antiproportional”, dann kommt auch das richtige Ergebnis raus!

     
  32. 2. Der Laie

    Irgendwie haben wir in den Verwaltungen doch reine Rechengenies sitzen.Bei der Vermögensbewertung der Commerzbank konnte das Finazministerium auch schon keinen Taschenrechner bedienen.
    Die neuen Batterien funktionieren wohl nur,wenn es um Säumniszuschläge wegen verspäteter Abgabe bei Otto Normalbürger geht.
    Was passiert eigentlich wenn der Amtsschimmel nichts mehr zu fressen bekommt,geht er ein oder wandert er aus.

     
  33. 1. Andreas

    Rechenfehler?
    Für was genau hat der Kreis diese 2% bekommen?
    Die 2% entsprechen doch nicht etwa der gesamten Kreditsumme nebst Zinsen und Zinseszinsen, Gebühren und weiteren marktüblichen Kosten?