Corona aktuell: 226 neue Fälle in einer Woche

rd | 25. Oktober 2020, 17:15 | 25 Kommentare
Auf die Idee, dass die Tafel in der Vertikalen nicht ausreichen würde, ist der Chefstatistiker nicht gekommen. Sonst hätte er die x-Achse deutlich tiefer gesetzt

226 neue Corona-Fälle in einer Woche, eine 7-Tage-Inzidenz von deutlich über 70 – keine Entspannung nirgends. Gestern machten die Kneipen erstmals um 23 Uhr zu, was – soweit die persönlichen Beobachtungen des Autors für den Bereich der Innenstadt auch außerhalb des Stadtzentrums zutreffen – bemerkenswert reibungslos funktionierte. +++ Im Amateurfußball wurden am Wochenende zahlreiche Spiele abgesagt, man wundert sich, dass die Saison noch nicht ausgesetzt ist. +++

Hier die aktualisierte Tabelle: Gesamtüberblick Corona Kreis Kleve

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25 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 25. Neu

    @23 MFp
    Mit dem Blick auf Intensivbetten und einer Abkehr von Neuinfektionen als Grundlage nehmen wir Tote in Kauf, die, Herr Fingerhut, mehr als ein paar m² Friedhofsfläche belegen.

    Wir kennen die Kennwerte: Neuinfektionen bekannt, davon ITS-Rate 2-3% der Fälle, Liegezeit ca. 12 Tage (Überlebende 14 Tage, (75%) Sterbende 10 Tage (25%)).

    30.000 Intensivbetten sind weder Maßstab noch Orientierung. Es gilt zu vermeiden, dass sich Menschen infizieren.

     
  2. 24. rd

    @j-b In der 14-Tage-Inzidenz liegt Belgien bei 1448 Fällen je 100k Einwohner, Deutschland bei 156. Ein Unterschied um (fast) den Faktor 10!

     
  3. 23. Martin Fingerhut persönlich

    @ 19. Neu :
    ### Ist es nicht zynisch, [ . . . ] Intensivbetten ###
    Wirklich zynisch wäre :
    ” Solange auf unseren FriedHöfen noch ein paar m² frei sind,
    sollen die Leute sich doch infizieren mit was und so viel sie wollen ! ”

    Den Bezug auf die freien IntensivBetten ( samt Personal ) halte ich für pragmatisch.
    Sowohl die Politiker,
    die irgendWelche Maßnahmen und Richtlinien beschließen, verkünden und öffentlich vertreten müssen,
    wie auch die Richter,
    welche all das überprüfen sollen,
    müssen abwägen,
    was sie verantworten können, wie weit die Freiheiten jedes einzelnen eingeschränkt werden.

    Das GegenStück zu dem zynischen Extrem wäre,
    alle so dick in Watte einzuwickeln,
    daß sie sich noch nicht einmal mehr blaue Flecke holen könnten.
    Doch so ein massiver “WatteWickel” wäre im Grunde eine Fessel,
    denn niemand mehr könnte sich noch wirklich bewegen.

    Vernünftige Regeln können nur zwischen diesen beiden Extremen liegen.
    nur : wo ?
    Die verfügbaren (Intensiv)PflegeKapazitäten können als MaßStab dienen.
    kein zwingedes Maß, aber eine brauchbare Krücke.
    SoLange dieJenigen, die erkranken, versorgt werden können
    und soLange selbst von jenen, welche es sehr schwer erwischt, noch 97% überleben,
    kann nicht allen zugemutet werden, ihre Freiheit massiv einzuschränken.

    Zu der Freiheit, die jeder von uns genießen kann,
    gehört auch, daß alle eine gewisse Unvernunft mancher ertragen müssen.

     
  4. 22. jean-baptiste

    @14. ER “Arzt Hausbesuche ohne Mundschutz machte”
    wenn das jetzt der Fall wäre, ware das ein Fall für den Staatsanwalt (Körperverlzung oder schlimmer)

     
  5. 21. jean-baptiste

    Belgien macht es ja vor.
    gestern: mehr als 12.680 infizierte in 24 Stunden, und 87 Tote über den ganzrn Tag.
    Samstag waen es 17.700 Neuinfektionen an einem Tag.
    Dabei zähl des Land gerade einmal 11,5 Mio Einwwohner.
    Das ist Katastrophe hoch 10.
    Personal im Krankenhaus ist angewiesen, weiterzuarbeiten, auch wenn sie positiv getestet wurden, und sogar mit leichten Symptomen.

     
  6. 20. Chewgum

    @19 Neu

    Die erkennbare Linie der Bettenkapazitäten ist nachvollziehbar und gibt Orientierung. Aber natürlich besser, wir bleiben weit darunter, aber mit Blick auf Wirtschaft, Familien etc. – so lange es möglich ist.

    Aber nicht mit Blick auf Partys, das sehen wohl die meisten wie Sie, auch in der Politik.

     
  7. 19. Neu

    Ist es nicht zynisch, die Anzahl der Intensivbetten (inkl. Pflegepersonal) als Grundlage für Präventionsmaßnahmen zu machen? Mehr freie Betten, mehr freie Parties?

    2%-3% der Infizierten landet auf ITS.
    25% von denen stirbt dort.

     
  8. 18. Chewgum

    @17 Inzidenzwert sinnvoll?

    Inzidenzwert, R-Wert, diese Zahlenspiele machen langsam keinen Sinn mehr. Wenn die Intensivbetten belegt sind, weitere Patienten aber eins bräuchten, ist das Gesundheitssystem am Limit. Die Infektionszahlen steigen gerade auf eine Weise, dass man ausrechnen kann, wann es so weit ist. Stichwort exponentiell. Einfach mal nach Frankreich schauen z.B.

    Die Möglichkeit eines 2-Wochen-Lockdowns, der umfassender ist als im März/April, sollte in Erwägung gezogen werden. Sonst wird Weihnachten sehr ungemütlich.

     
  9. 17. Inzidenzwert sinnvoll?

    Vielleicht sollte man sich nicht ausschließlich an diesem Wert orientieren, sondern noch andere, z.B. die wahren Erkrankungszahlen, hinzuziehen.

    Interessanter Artikel dazu:

    https://www.deutschlandfunk.de/epidemiologe-gerard-krause-erkrankungszahlen-sollten-der.676.de.mhtml?dram:article_id=485544&xtor=AD-251-%5B%5D-%5B%5D-%5B%5D-%5Bdlf-mobil%5D-%5B%5D-%5B%5D

     
  10. 16. Niederrheinerin

    @13 Bobbyperu Wie alt ist ihr Sohn? Ich nehme an, im Grundschulalter. Erklären Sie ihm geduldig die Situation jeden Tag neu, beschäftigen Sie sich noch mehr mit ihm als sonst, wenn möglich. Und vor allem lassen Sie ihn wissen, dass diese Situation bald vorübergeht, machen Sie eine Strichliste, ggf. ein Foto an jedem Tag (“jetzt noch vier, drei … Tage”), lassen Sie sich etwas einfallen, das zu Ihrem Sohn passt. Für Kinder sind Tage viel länger, Zeiträume zu überblicken ist für sie viel schwieriger. Deshalb brauchen sie Ankerpunkte. Nehmen Sie Ängste ernst, aber dramatisieren Sie diese nicht. Alles Gute.

     
  11. 15. Frustrierte

    Kenne jemanden, der seit Freitag in Quarantäne ist nach einem Kontakt zu einer infizierten Person am Montag vor einer Woche. Getestet wird erst morgen! Ergebnis dann am Freitag (?) und erst dann würden ggf. die Kontaktpersonen ermittelt und unter Quarantäne gestellt?! Das Gesundheitsamt in Kleve ist wohl völlig überlastet. Ein Test-Zentrum in Kleve ohne vorherige Terminvergabe etc. wird dringend benötigt!

     
  12. 14. ER

    @9. jean-baptiste Sie haben recht damit, dass man sein Recht auf einen Test in Kleve anscheinend zuweilen vehement einfordern muss. Dennoch bin ich der Meinung, dass der Verzicht auf ein Testzentrum, welches 7 Tage die Woche geöffnet hat und zu welchem man über die Nummer des ärztlichen Notdienstes Zugang hat, ein schwerer Fehler ist. Ich weiß von mindestens einer Hausarztpraxis, wo die Pandemie so wenig ernst genommen wurde, dass Jemand, der mit Symptomen um einen Test gebeten hatte, ganz normal im Wartezimmer warten musste (positiver Test nach vielen Diskussionen ob der Test überhaupt nötig ist) und wo ein Arzt Hausbesuche ohne Mundschutz machte (beide im Mai). Jetzt sollten wir uns solch eine Schlamperei nicht mehr leisten. Dazu kommt, dass Hausärzte nicht verpflichtet sind den Test zu machen was es nicht leichter macht in Kleve an einen Test zu kommen.
    @10. Ehrlich gesagt finde ich es auch nicht nachvollziehbar, dass ein höchstens 48 Stunden alter Test die Quarantäne abkürzen darf Wo ist da die Logik? Wenn ich z.B. 3 Tage im Risikogebiet bin und mich dort nach einem Tag negativ testen lasse brauche ich nicht in Quarantäne obwohl der Test nur das Ansteckungsgeschehen von vor ca. einer Woche abbildet. Ich hoffe, dass das geändert wird. Dafür braucht man nun wirklich keine Tests zu verschwenden. Ihnen möchte ich unter diesen Voraussetzungen in den nächsten 14 Tagen lieber nicht begegnen.

     
  13. 13. Bobbyperu

    Viele Kinder, wie auch mein Junge sind nach dem ersten Schultag nach den Herbstferien schon in Quarantäne und traumatisiert. Superspreader scheinen wohl die jungen Party- Lehrerinnen zu sein, die dann heute mal eben locker Englisch oder so unterrichtet haben! Irgendwas scheint wohl da heute an der Förderschule Kleve schiefgelaufen zu sein!

     
  14. 12. jean-baptiste

    10. Jens-Uwe Habedank ” Corona-Schnelltest bzw. auch am WE einen Corona-Test machen kann ohne Ewigkeiten ( <48h)auf das Ergebnis warten zu müssen"
    So schnell , das wird schwierig, weil für j-u merci keine Sonderbedingungen gelten (das meine ich jetzt nicht blöd, erkläre ich gleich).
    Der Kalle Leisner hat, soweit ich weiss, weder Superschnelltests PCR, noch machen die aus Prinzip keine Ausnahmen bei der Reihenfolge für´s Labor in Krefeld.
    Wenn´s aber Pflege-oder Servicepersonal des KKKL betrifft, lautet das Prinzip: jederzeit.
    Dann hat man innerhalb von 24h ein Ergebnis und kann weiterarbeiten.
    Aber vielleicht kann das Hôpital in Dettwiller weiterhelfen ?
    Salutations nach 67700 Zabern.

     
  15. 11. Guenther Hoffmann

    9 J-b ) Nur mal so ☝🏽 ..empfehle ASS ” Acetylsalicylsäure ” ( ☝🏽 SALIS die Weide ) schon von Germanen und Kelten erfolgreich genutzt .Die Pharmaindustrie Mafia wäre “entäuscht” 💶💶💶 😂 wenn das uralte Mittel gegen das Virus Covid 19 wirklich helfen würde ? 🤔. Experten halten es immer mehr für möglich.🤔

     
  16. 10. Jens-Uwe Habedank

    Mal ne Frage an die Schwarmintelligenz:

    Weiss jemand wo man im Kreis Kleve einen Corona-Schnelltest bzw. auch am WE einen Corona-Test machen kann ohne Ewigkeiten ( <48h)auf das Ergebnis warten zu müssen..?

    Gruss aus Saverne/Bas-Rhin/ Grand Est – F

     
  17. 9. jean-baptiste

    @8. rd “Ein Erfolg war es aber doch.”
    Natürlich, in der Pandemie ist jede Testung en Erfolg.
    War aber nicht das Thema, ER sprach von ” schnell.., unkompliziert.. Testen”
    Das war es nicht und wird es mit den Restriktionen durch die KV wohl auch nicht werden.
    Die riskieren lieber, dass Leute zu spät der Testung zugeführt werden und inzwischen ihr Krönchen an andere Weitergeben, nur um 50 Euro Labor zu sparen.

     
  18. 8. rd

    j-b Ein Erfolg war es aber doch.

     
  19. 7. jean-baptiste

    @5. ER “Im Frühjahr … Kleve… ein Fieberzelt zum schnellen, unkomplizierten Testen eröffnet hatten”

    Hört Ihr Leut´und lasst Euch sagen ….
    Wenn das unkompliziert war, möchte ich nicht selbst erleben müssen, was kompliziert ist.
    Egal,jedenfalls RP , NRZ, Kle-BLog …. hatten damals mit der Story der Niederländerin, die in Kessel wohnt, genügend Stoff zu publizieren.

     
  20. 6. rd

    @ER Die Klinik wartet darauf, dass die Finanzierung gesichert ist. Da müsste die KV sich bewegen, wenn ich das richtig verstanden habe.

     
  21. 5. ER

    Im Frühjahr gehörte Kleve zu den ersten Städten, die ein Fieberzelt zum schnellen, unkomplizierten Testen eröffnet hatten. Das war eine kluge Entscheidung. Warum hat die Fieberambulanz am Klever KH noch immer nicht wieder geöffnet? Liegt das an mangelhafter Unterstützung der KV? Es kann doch nicht sinnvoll sein, dass potentzell Infizierte im Wartezimmer der Hausärzte sitzen und dass man als potenziell Infizierter vom Goodwill und der persönlichen Einstellung des jeweiligen Arztes abhängt ( in meinem persönlichen Umfeld gab es schon Fälle, wo Ärzte trotz Symptomen einen Test abgelehnt haben). Das Testzelt schützt nicht nur die Angestellten und Besucher der Praxen vor einer vermeidbaren Infektion sondern könnte auch außerhalb der Praxiszeiten eine zeitnahe Testung ermöglichen. Das sind doch gute Argumente! Bei den steigenden Zahlen scheint der Bedarf fraglos vorhanden zu sein. Ich frage mich wer da auf der Leitung steht.

     
  22. 4. Guenther Hoffmann

    2.J.J.) ☝🏽..die Wege der Politik sind wunderbar ,🙄 besonders zur Zeit. 😂..🍻

     
  23. 3. jean-baptiste

    @1. HP.Lecker ” Niederländer inzwischen auf deutsche Kliniken zugreifen müssen”
    Es sind erstens nur Journalisten die sowas schreiben, keine Ärzte, zweitens, stimmt das mit den deutschen Kliniken nur halb.
    Die angefragten deutschen Betten beziehen sich auf high intensivecare-Plätze in Unikliniken.
    Ausserdem sind noch so viel Hochintensivpflege- Betten in Deutschland leer, dass sogar die Kliniken sich um NL Patienten bemühen, um ihre Finanzierung aufzubessern.
    Das mit ” Sehr hohe Infektionszahl, geringe Krankenhausaufenthalte und sehr niedrige Sterblichkeit” hat wohl auch damit zu tun, dass COVID19 sich mittlerweile Richtung COVID2 entwickelt, spielt auch die Blutgruppe eine Rolle. https://www.apotheken-umschau.de/Coronavirus/Covid-19-Welche-Rolle-spielt-die-Blutgruppe-559247.html und hat die Sterblichkeitsrate abgenommen

     
  24. 2. Joseph Johann

    Wieso bei der Coronasituation Trödelmarkt am EOC ? Aber kein Martinsgeschehen für die Kinder?

     
  25. 1. HP.Lecker

    Wer hat eine Erklärung für folgendes Phänomen: Im Augenblick steigt die Zahl der mit Covid-19 infizierten Menschen auch in den Niederlanden extrem an. Dies hat zur Folge, dass nun bereits Forderungen laut werden, dass die Niederländer sich aus Kleve fern halten sollen.

    Jetzt habe ich aber folgenden Link gefunden, in dem eine Karte der Niederlande zu sehen ist und die Auskunft über die geografischen Infizierungsverläufe von Beginn an der Pandemie aufzeigt und auch die Krankenhausaufenthalte und die Sterblichkeit.
    Vergleicht man nun die letzte Märzwoche mit der aktuellen, wird man Verblüffendes feststellen:

    Ende März: Mittlere Infektionszahl, hohe Krankenhausaufenthalte und hohe Sterblichkeit.

    Heute: Sehr hohe Infektionszahl, geringe Krankenhausaufenthalte und sehr niedrige Sterblichkeit. Trotzdem wird publiziert, dass die Niederländer inzwischen auf deutsche Kliniken zugreifen müssen, obwohl die aktuelle Belegung deutlich niedriger ist als im März, bei deutlich höherer Infektionszahl. Kann mir das jemand mal erklären?

    https://www.rivm.nl/coronavirus-covid-19/actueel?fbclid=IwAR3EAth1EYIQeb0bRpe9vxlxt5JmW2QYe-fGt6rPp4gszSW7pweNvJlacMw