Man muss schon etwas gegen diese Stadt haben, wenn einem beim Anblick dieses Bildes nicht das Herz aufgeht. Die Stadt Kleve, erhaben auf der – leider teilweise bröckeligen – Kante der eiszeitlichen Endmoräne, wie schon seit Jahrhunderten dominiert von den Türmen der Stiftskirche und des Klever Wahrzeichens, der Schwanenburg, eingetaucht in ein diffundierendes Orange, welches der niederrheinische Himmel im Sommer in einem Ausmaß zu produzieren imstande ist wie sonst nur LED-Wände auf Musikfestivals. Links und rechts rahmt Natur die nur silhouettenhaft auszumachende Szenerie (die somit gnädigerweise auch die eine oder andere neuzeitliche Sünde ausblendet), links schließt der Wald des Alten Tiergartens das Bild ab, rechts ein einzelner Baum auf einem Felde stehend.
Der Landwirt Christian Schulte Spechtel, zuletzt aus anderen Zusammenhängen bekannt, hat die Aufnahme von seinem Anwesen am Klever Ring aus gemacht, zu sehen (besser: zu erahnen) sind im Grunde auch – am Fuße des Hanges – die Ländereien, die nach aktuellem Stand nicht mehr Teil der Landesgartenschau werden, die Kleve 2029 veranstalten wird.
Unabhängig von dieser Feststellung sollte aber festgehalten werden, dass das Motiv auf jeden Fall postkartentauglich ist, falls noch jemand diesen analogen Weg nutzt, um Grüße aus der Ferne zu senden, alle anderen können natürlich das Bild hier runterladen – Rechtsklick, Bild speichern unter… – und via Whatsapp oder anderen elektronischen Botendiensten stantepede gen Heimat zu schicken.
(Ehrlich gesagt weiß ich nicht, wie oft dieses Motiv hier auf kleveblog in Variationen schon gezeigt wurde (ich erinnere mich an eine Aufnahme von Joachim Schäfer mit dramatischem Wolkenhintergrund), aber eigentlich kann der echte Klever sich an Aufnahmen dieser Art niemals sattsehen.)


Mmuuuh, das Heimatfoto von Herrn Schulte-Spechtel sieht aus wie die Voll-Panorama-Vorlage von 2025 für das Titelbild des Buchs „Die Burg auf dem Berge“ (ISBN 3-922412-60-2) von 2000! Vermmuuuhtlich steht die Zeit am Niederrhein aktuell so gut wie still oder läuft gar rückwärts, mmuuuh, was nun? Schade dass Herr EInstein nicht mehr ist, mmuuuh, der hätte mmuuuhtmaßlich eine Erklärung für dieses Phänomen gewußt.
Challenge accepted. Easy…
@rd: Habe dir 3 weitere und bessere(?) Fotos zugemailt.
Das ist Heimat.