Polarlichter hier – ja, das gibt es! Aber nur sehr selten…
Normalerweise muss man irgendwo am Nordkap oder in Island sein, um das Himmelsspektakel live sehen zu können, doch die Sonnenwinde, ein Partikelstrom, den die Sonne unablässig ins Weltall schleudert und alle elf Jahre (keiner weiß, warum dieser Rhythmus) noch ein wenig freigiebiger als sonst, sorgten in der Nacht von Montag auf Dienstag dafür, dass vorausgesagt wurde, Polarlichter(Aurora borealis) seien ab rund 22 Uhr sogar schon nördlich des 52. Breitengrades zu bestaunen – für Kleve immer noch ein bisschen zu weit oben, denn die Stadt liegt auf 51,7883 Grad nördlicher Breite. Doch wie zahlreiche Fotos in den sozialen Netzwerken bezeugen, übersprangen die lumiszenten Himmelserscheinungen sogar diese Grenze. Hubert Reyers, der Klever Wetterbauer, machte seine Aufnahme zum Fuß des Eltenberges hin – mit einem schillernd grünen Leuchtstreifen am Horizont des Nachthimmels und einem weiteren, der in einem satten Rot strahlte, noch darüber. TV-Journalist Manuel Funda brachte die Schwanenburg und die Aurora borealis zusammen (Foto oben).

Aber warum leuchtet der Himmel überhaupt? Das Plasma des Sonnenwindes wird durch das Erdmagnetfeld in weitem Bogen um die Erde gelenkt, da die elektrisch geladenen Teilchen sich nicht quer zu den Magnetfeldlinien bewegen können. Dadurch wird die Magnetosphäre deformiert, die Feldlinien werden auf der sonnenzugewandten Seite gestaucht und auf der Nachtseite zu einem langen Schweif ausgezogen. Die Sonne ist unstet und kann bei heftigen Sonneneruptionen einen koronalen Massenauswurf hervorbringen, der, falls erdgerichtet, mit einer Geschwindigkeit von ca. tausend Kilometern pro Sekunde nach etwa zwei Tagen die Erde erreicht. Diesmal war er jedoch so intensiv, dass die US-Atmosphärenbehörde Noaa ihn mit der zweitstärksten Stufe G4 klassifzierte und das Material bereits nach 25 Stunden die Erde erreichte.
Dann wird die Magnetosphäre gestört – man spricht auch von einem geomagnetischen Sturm – und es treten im Schweifbereich Rekonnexionen auf. Infolge der Veränderung des Magnetfeldes entsteht durch elektromagnetische Induktion auf der Nachtseite der Erde Elektrizität. Dadurch werden Elektronen beschleunigt und es entsteht ein komplexes System bewegter elektrischer Ladungen, die sich in teils großen, weltumspannenden Strömen wie dem Ringstrom, den Birkelandströmen, den Pedersenströmen und dem polaren Elektrojet um die Erde bewegen. Elektronen, die entlang der Magnetfeldlinien spiralförmig zur Erde geleitet werden, treffen an deren Fußpunkten auf Sauerstoff- und Stickstoffatome der Erdatmosphäre und regen diese an oder ionisieren sie. Die durch Elektronenstoß oder durch Rekombination entstandenen angeregten Atome senden beim Rückfall in den Grundzustand Licht aus, meist grünes oder rotes Phosphoreszenzlicht durch die Sauerstoffatome und Blau und Violett durch die Stickstoffatome. Bei starken Magnetstürmen können auch Feldlinien betroffen sein, deren Fußpunkte in niedrigen Breiten liegen. Das rote Licht entsteht in etwa 250 Kilometern Höhe, das grüne Licht in etwa 120 Kilometern Höhe.


Tolles Foto…ich hab leider nichts gesehen, da ich arbeiten musste…
Zu der Zeit stand ich im Wald am kupferner Knopf, dieser Anblick mit dem Polarlichtern war einfach magisch und kaum in Worte zu fassen.
Polarlichter in Kleve ? 😁 Laut der Wikinger (Germanen ) sind es Spiegelungen der Rüstungen von Walküren die Krieger zu Odin 👍🏼( Kriegsgott ) bringen 😳. Es hat sich wohl in den nordischen Götterwelt rumgesprochen das die heutigen bekloppten 🤫 Germanen mal wieder auf Kriegstüchtigkeit 🍻 🥳 getrimmt werden. 🙄 😎