Bügeleisen angelassen? Studentenwohnheim in Flammen

rd | 04. Februar 2015, 18:00 | 23 Kommentare
Meterhohe Flammen im Obergeschoss

Meterhohe Flammen im Obergeschoss

Ein Feuer wütete am frühen Abend im Studentenwohnheim am Kreisverkehr an der Ludwig-Jahn-Straße, meterhoch loderten die Flammen aus dem Obergeschoss des Gebäudes. Ersten Berichten zufolge gab es einen Verletzten. Die Feuerwehr brachte das Feuer, dessen Rauchsäule weithin sichtbar war, rasch unter Kontrolle. Im Erdgeschoss des Hauses befinden sich das Café Live und der Friseursalon Haargenau. Ursache des Brandes war laut Bewohnern des Hauses offenbar ein Bügeleisen, das vergessen wurde auszuschalten.

Hier der offizielle Polizeibericht:

Am Mittwoch (4. Februar 2015) gegen 16.20 Uhr geriet aus bislang unbekannter Ursache eine Wohnung im dritten Obergeschoss eines Studentenwohnheimes an der Hafenstraße in Brand. Der 24-jährige Bewohner war kurzfristig nicht zuhause, als das Feuer ausbrach. Als er zurückkehrte, bemerkte er den Brand und informierte die Rettungskräfte. Die Feuerwehr rettete zwei Studenten aus der dritten Etage mit Hilfe einer Drehleiter. Alle anderen anwesenden Personen verließen das Wohnheim selbstständig. Fünf Bewohner meldeten sich wegen des Verdachts einer Rauchgasintoxikation bei den Sanitätern.

Die Feuerwehr löschte den Brand und verhinderte das Übergreifen des Feuers auf andere Etagen. Durch die Polizei wurde während der Löscharbeiten der Brandort an der Hafenstraße weiträumig für etwa zwei Stunden gesperrt. In die unversehrten Wohnungen des Studentenheims konnten die Bewohner nach zwei Stunden zurückkehren. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Dichter Rauch quillt aus den Wohnungen

Dichter Rauch quillt aus den Wohnungen



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23 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 23. Jürgen Böll

    Letzter Stand.
    Mehr als einen Monat nach dem Brand in dem Studentenwohnheim an der Hafenstraße in Kleve dauern die Ermittlungen der Polizei weiter an.

    „Einen technischen Defekt konnten die Sachverständigen relativ schnell ausschließen“, so Polizeisprecherin Manuela Schmickler. Damit war klar, dass es sich um Brandstiftung handeln muss.
    Ob das Feuer jedoch absichtlich oder nur fahrlässig verursacht wurde, werde derzeit noch immer ermittelt.

    Quelle: RP

     
  2. 22. Fisch

    Ich vermisse immer wieder den
    „multikulturellen Informationsaustausch zum Gebrauch für das alltägliche Leben“…..

     
  3. 21. Andreas

    Wegen der Brandmelder: Es gibt unterschiedliche Arten von Brandmeldern. Ich meine jetzt ausdrücklich nicht die „günstigen“ Geiz ist geil Melder. Redundanz, Sabotagesicherheit etc. sind die Schlagworte.
    Als Handwerker bin ich auch schon häufiger in den Wohnbereichen Menschen anderer Kulturkreise tätig gewesen. Es gibt da schon interessante Dinge, letzten Endes müssen sich aber einige „Gewohnheiten“ den örtlichen Gegebenheiten anpassen – nicht umgekehrt.
    Das wäre übrigens ein interessanter Ansatz @H.P.Lecker 😉 Die multikulturellen Universalwohnbereiche oder so 😉

     
  4. 20. Realist

    Ich weiß nicht welcher Herkunft der Mieter ist.
    Fakt ist, dass die Kochgebräuche einiger asiatischen Studenten nicht für Rauchmelder geeignet sind.
    Deswegen nehmen diese die Batterien aus den Rauchmeldern.

    Was die Haftung betrifft, so übernimmt normalerweise die Gebäudeversicherung den Schaden.
    Erst, wenn Vorsatz im Spiel ist, wird die Versicherung versuchen, die Schadenssumme zurück zu fordern.

     
  5. 19. Lalelu

    Meine Güte was für Mutmaßungen hier. Eine Ansammlung von Leuten, die von ganz viel ganz wenig Ahnung haben?!
    Rauchmelder sind verbaut! Vernetzt mit anderen Wohnungen? Wohl kaum – das wäre sicher auch nicht praktikabel bei derart vielen Studentenwohnungen und dem hohen Fehlerpotential aufgrund der kleinen Wohnungen bzw Einzimmernutzungen. Denkt mal drüber nach.
    Rauchmelder bei derartiger Nutzung ist kaum praktikabel und spätestens nach der wiederholten Fehlauslösung beim kochen o.ä. nimmt der Mieter die Batterie raus.

    Rauchmelder sind super. Lebensretter. Aber nur bei bewusster und gewollter Nutzung!
    Die Pflicht zu Rauchmeldern funktioniert vielfach nicht in der praktischen Umsetzung!!!

     
  6. 18. rd

    @kissi fahrlässig oder vorsätzlich…

     
  7. 17. kissi

    „Gott segne deine Studia, ut di ward nuscht, Halleluja.“

    Dabei erhärtet sich nach aktuellen Informationen Brandstiftung als Ursache des Feuers.

     
  8. 16. Fisch

    @15. Jürgen Böll

    Ja, es kann jedem Menschen passieren, etwas zu vergessen……..wir sind alle „nur“ Menschen.
    Und wirklich ist es einfach nur gut, dass nicht schon wieder Menschen zu beklagen sind!!!

    Eigentlich sollte man davon ausgehen, dass diese, doch internationalen, jungen Menschen im Vorfeld nicht nur über das „reiche und perfekte Land Deutschland“ und die Gepflogenheiten und Mentalitäten, der hier lebenden Menschen informiert werden, sondern auch über diese Absicherungen wie Krankenkasse und private Haftpflichtversicherung… etc.

    Wenn nicht……… dann ist dies total welt- und lebensfremd!

    Soweit ich weiß, gibt es spezielle Studententrife………..

     
  9. 15. Jürgen Böll

    @12 noch nie einen Topf / Pfanne auf dem Herd vergessen!
    Das kann jedem mal passieren und man sollte dem jungen Menschen auch keinen allzu großen Vorwurf machen, glücklicher weise ist niemand zu körperlichem Schaden gekommen.
    Ich wünsche Ihm nur das er eine private Haftpflichtversicherung hat, denn wie ich immer wieder bei Kontakt mit den Studenten feststellen musste haben viele, die hier ihren ersten Wohnsitz haben KEINE private Haftpflichtversicherung die im Falle eines Falles dafür dann aufkommt.
    Wäre wirklich Schade direkt mit enormen Schulden durch Brandeinsatz und Gebäudeinstandsetzung im Gepäck in das spätere Berufsleben und die spätere Familienplanung nach Abschluss der Hochschule zu starten.

    Ich frage mich, ob die Hochschule in Ihren Einführungen nicht auf solch einen wichtigen Aspekt der privaten Lebensführung hinweist. Laut den Studierenden die ich gesprochen habe leider wohl nicht!

     
  10. 14. Fisch

    @11. Andreas

    Genauso ist es….!

     
  11. 13. Markus van Appeldorn

    Laut Landesbauordnung des Landes NRW müssen alle seit dem 1. April 2013 errichteten oder genehmigten Wohnungen mit Rauchmeldern ausgerüstet sein – Standard waren sie freilich schon lange vorher. So ein Rauchmelder kostet pro Stück etwa 30 Euro. Sollten sie in Klever Studentenwohnheimen nicht vorhanden sein, wäre das ein trauriges Beispiel für Sparsamkeit am Bau.

     
  12. 12. bina

    So jung und schon so vergesslich was wird denn sein in ein paar jahren wenn er älter geworden ist ich muss mir doch wohl keine sorgen machen

     
  13. 11. Andreas

    @7 Husky: Es gibt sie und deren Einsatz ist sinnvoll: Vernetzte Brandmeldeanlagen. Die wohl simpelste Form sollte in jedem Einfamilienhaus verbaut sein: Schlägt einer Alarm, schlagen alle anderen ebenfalls Alarm.

    http://www.elv.de/homematic-vds-funk-rauchmelder-bidcos-3er-set.html?refid=SEM_30003&gclid=CjwKEAiAxsymBRCegqiLzI7Q1S8SJADOgQrz57HQA8Wzf056VfHYM1Tu0Meqxq0aRo9CwacMxBPFTxoCCgTw_wcB … als Beispiel

     
  14. 10. Tante Lou

    @8 HP.Lecker

    ob an den Brüstungen überhaupt Platten kleben?
    An der Balkonuntersicht (ca. 2 m tief) schon und Diese sind weggebrannt.
    Bzgl. Entsorgungsmenge auf 10 Jahre – WDVS vis-à-vis Verpackungen …..
    … mit dem Unterschied, dass die Verpackungen recycelt werden können und das WDVS nicht (stand heute). Dieses WDVS ist mit Kleber, Putz und einem Gewebe verklebt bzw. verputzt und lässt sich nicht richtig von einander trennen.
    Auf jeden Fall werden sich zukünftig Unternehmen auf die „fachgerechte Entsorgung“ solcher Poresterfassaden spezialisieren und der Auftraggeber darf ordentlich docken.
    Und das wird Quasi die Geldmaschine von morgen werden.
    Manch einer spricht heute sogar schon von einer „Porestermaffia“.

     
  15. 9. Wahrheitssuche

    Ich gebe 1.M.v.A. recht, vielleicht sollte man auch mal den Innenteil des Kopfes komplett nutzen. Aber deswegen gibt es Rauchmelder usw.
    Es soll ja auch auf Kaffeebecher stehen: VORSICHT DER KAFFEE KÖNNTE HEISS SEIN!!

     
  16. 8. HP.Lecker

    @3. Tante Lou

    Polystyrol… In diesem Fall hat die Dämmung der Hitzeentwicklung offensichtlich Stand gehalten.

    Btw.: Interessant wäre mal zu wissen, an welchen Stellen mehr Polystyrol zur Entsorgung (bspw. in einem Betrachtungszeitraum von 10 Jahren) anfällt: Bei Gebäudefassaden oder bei den Verpackungen von (Unterhaltungs)-Elektronik pp.

    @5. Fisch
    Vielleicht wäre der Brandumfang deutlich größer geworden, wenn keine Rauchmelder installiert worden wären…

     
  17. 7. Husky

    Der Rauchmeldet nützt nix wenn niemand zuhause ist, meinen hört man z.b. auch ausserhalb der Wohnung kaum, erst recht nicht wenn man nicht gerade zufällig im Flur steht. In der Nachbarwohnung schonmal gar nicht, erst recht nicht wenn auch noch zufällig der TV läuft.

    Die dinger sind in der tat nur nützlich (oder auch nicht) wenn man selbst Zuhause ist, war der Student hier aber nicht, hofft man mal das der wenigstens Versichert ist, dass wird richtig teuer sonst

     
  18. 6. Tut nichts zur Sache

    @Fisch: Offensichtlich nicht, denn die anderen Studenten wurden erst durch den Brandgeruch darauf aufmerksam – wie mir ein Student auf dem Parkplatz erzählte. Gottseidank hat es nicht nachts gebrannt.

     
  19. 5. Fisch

    Gibt es keine Rauchmelder, die sofort signalisiert hätten?

     
  20. 4. Winfried Gockel

    Da in der Ecke scheint es ja öfters groß zu brennen: 26. Juni 1977 Großbrand Hokovit, 7. November 2011 Großbrand im Holzland Dorsemagen und jetzt das. Ich würde die Gegend jedenfalls meiden.

     
  21. 3. Tante Lou

    Was verbaut wurde?
    Was wohl!?
    Styropor, der Sondermüll von morgen….

     
  22. 2. R H

    Hallo, Gottseidank keine Opfer. mächtige Rauchentwicklung. Wat isn verbaut worden?

     
  23. 1. Markus van Appeldorn

    Ich bin jetzt fast 20 Jahre alt, aber ich habe keine Ahnung von Heizlüftern, Herdplatten oder Bügeleisen. Aber ich kann studieren – in vier Sprachen.