Gerd Plorin, einer der Mitbegründer der Alternative für Deutschland (AfD) in Kleve und aktuell Stadtverordneter, bemüht die Schatzkiste der deutschen Redewendungen fast vollständig, um seinen Schritt zu begründen: „Der Sack ist leer, der Faden gerissen, das Fass übergelaufen.“ Deshalb schrieb der 75-jährige Klever am 11. Juli einen Brief an den Bürgermeister, in dem er seinen Austritt aus der AfD-Fraktion bekanntgab – trotz Sommerpause, trotz nur einer Ratssitzung, die in dieser Wahlperiode noch ansteht, ein politisches Beben. Auch wenn Plorin selbst sagt: „So was kommt vor.“
Bisher bestand die Fraktion der AfD aus zwei Mitgliedern. 4,4 Prozent der Stimmen bei der vergangenen Kommunalwahl hatten dazu geführt, dass Plorin und Tim Görtz im Klever Stadtrat saßen. Plorin war der Vorsitzende, Görtz der Geschäftsführer dieser zweiköpfigen Fraktion. Beide Funktionen sind mit zusätzlichen Einnahmen verbunden. Ohne den Fraktionsstatus fallen diese zusätzlichen Aufwandsentschädigungen weg, wenn auch nur noch bis zum Oktober, wenn sich der neue Stadtrat konstituieren wird. Auch das Fraktionsbüro muss geräumt werden.
Plorin sagt, dass es zwischen Görtz und ihm „zahlreiche Differenzen“ gegeben habe. „Das Vertrauensverhältnis ist zerstört“, so Plorin. Er habe vieles im Sinne der Partei erduldet, aber als Görtz in dem Streit zwischen Kreis- und Stadtverband hinter seinem Rücken agiert habe, sei das Maß voll gewesen. „Da bin ich hintergangen worden“, so Plorin. Auch bei der Aufstellung der Liste für die anstehende Kommunalwahl gab es Krach: Plorin war auf der Aufstellungsversammlung vom ursprünglich für ihn vorgesehenen – nach heutiger Einschätzung sicheren – Listenplatz 4 gekickt worden, für andere Plätze wollte er dann nicht mehr zur Verfügung stehen wollen.
Von April bis heute sei Tim Görtz auf keiner Fraktionssitzung mehr erschienen – abgesehen von einer, bei der er selbst vorher mitgeteilt hatte, verhindert zu sein. So saß Plorin bei den Sitzungen allein mit den sachkundigen Bürgern da. „Eine Fraktionssitzung dient der gemeinsamen politischen Willensbildung“, so Plorin. „Wenn die aber nicht mehr stattfindet, ist es unredlich, das Geld zu kassieren.“ Er habe aber noch drei Monate abgewartet, bevor er den Schlussstrich gezogen habe. Plorin: „Ich kann weiter in den Spiegel schauen.“
Tim Görtz, der von Plorin per Mail in Kenntnis gesetzt worden war, bewertet den Schritt so kurz vor dem Ende der Wahlperiode als „unnötig“ und vermutete einen „gewissen persönlichen Frust“ als Grund für den Schritt – wegen des verlorenen Listenplatzes. Görtz dazu: „Ich hätte mir das auch anders gewünscht.“
Mit seinem Schritt schade Gerd Plorin der AfD in Kleve. Görtz: „Er wird sich den Konsequenzen stellen müssen“ – eine davon sei laut Satzung der AfD ein Parteiausschlussverfahren. „Fakt ist: Die AfD-Fraktion existiert nicht mehr. Tabula rasa nennt man das wohl.“ Doch Görtz richtet den Blick schon in eine nicht mehr allzu ferne Zukunft nach der Kommunalwahl, in der er für die AfD mit „fünf bis sieben Sitzen im Rat“ rechnet.
Plorin wäre wohl nur noch dabei, wenn er in seinem Wahlbezirk (Klombeckstraße, Südstadt) das Direktmandat erringt – bei der jüngsten Bundestagswahl gab es dort auf jeden Fall mehr Stimmen für die AfD als für die CDU (allerdings bei unklaren Briefwahlanteilen).


Wie sieht denn Herr Matthiesen die Sache?
ich glaube, ich hole mir Chips und Bier.
Könnte interessant werden. Klaus gegen Gerd- wer wird der Sieger sein?
Benno
Es ist wie immer, Gerd:
Du hast Recht, und alle anderen, die Mitglieder des Kreisverbandes, des Bezirksverbandes, des Landesverbandes, der Landes- und Bundesschiedsgerichte, sowie auch aller weltlichen Amts-, Land- und Bundesgerichte sind doof und haben keine Ahnung…
Weil Du allein das allumfassende Wissen hast…
Hör bitte endlich auf, es verfängt doch eh bei niemandem mehr.
🍿🍿🍿 Zwei Anhänger einer Partei, die als rechtsextremer Verdachtsfall geführt wird, erklären gerade, was Demokratie sein soll.
Ich sag nur: Diese Partei ist schlicht nicht wählbar.
@ #28
Auch hier bist Du nicht informiert (oder solltest Du etwa wider besseres …?):
Der Versammlungsleiter hat sich übelst fehlverhalten, so dass, nachdem er sich auch noch ein paar Tage später uneinsichtig zeigte, angefochten werden musste.
Das Schiedsgericht wurde zwar fristgerecht angerufen, ist aber, wie beschämend, überhaupt nicht tätig geworden. Somit blieb dann nur noch der Weg zur ordentlichen Gerichtsbarkeit.
Das Landgericht Kleve hat sich um eine Entscheidung in der Sache herumgedrückt und mein Begehren abgewiesen, indem es (unzutreffend) es auf zu langes Zuwarten trotz in keinem Fall versäumter Fristen abgestellt hat. Mit meinem Vorwurf einer verfehlten Versammlungsleitung hat es sich überhaupt nicht befasst.
Lieber Gerd, Du selbst warst, ebenso wie ich, in Kleve dabei, und Du hast nach jedem TOP und jedem Wahlgang bei Nachfrage per Handzeichen bestätigt, dass alls richtig und ordnungsgemäß verlaufen ist.
Jetzt etwas anderes zu behaupten, nur weil Du nicht genug Stimmen bekommen hast, obwohl Du die gleichen Bedingungen und Redezeit wie ALLE anderen Bewerber gehabt hast, finde ich schon sehr makaber.
Dass Du in deinen vorhergehenden Kungelrunden nicht genug Leute auf deine Seite ziehen konntest, soll und darf nicht das Problem der Wahlversammlung sein.
Da waren genügend Mitglieder anwesend, die Versammlung ist 100% korrekt abgelaufen und auch protokolliert worden. Und die Mitglieder haben sich bei der Wahl nun einmal gegen dich entschieden. Das ist Demokratie.
Und weder das von dir angerufene Schiedsgericht der AfD noch das ebenfalls von dir angerufene Landgericht Kleve haben die von dir behauptete Unrechtmäßigkeit der Wahlversammlung bestätigt.
@ #26:
Auch falsch.
Die Wahlversammlung am 4. Mai in Kleve wurde nicht ordnungsgemäß durchgeführt.
Mal kurz zur Aufklärung beitragen:
Frau v.H. wohnt in Kranenburg und ist seit rund 10 Jahren in der AfD. Damit erschöpft sich aber schon der Wahrheitsgehalt ihrer Aussagen.
Beteiligung von ihr an AfD-Tätigkeiten, Wahlkampf, Infoständen, Stammtischen, Parteitagen gleich 0,00 %
Bei der Aufstellungsversammlung in Kranenburg war sie nur einige Minuten anwesend, und verschwand weit vor der Wahl der Kandidaten, als sie merkte, dass sie keine Mehrheiten hinter sich hatte.
Bei allen anderen Wahlversammlungen der AfD im Kreis Kleve war sie nicht dabei.
ALLE Wahlversammlungen der AfD im Kreis Kleve sind ordnungsgemäß durchgeführt und protokolliert worden.
Alle Protokolle und Niederschriften sind von den jeweiligen Wahlämtern und Wahlausschüssen geprüft und für gut befunden worden.
Was ihre Intension war, als Kranenburgerin alle Wahlversammlungen der AfD im Kreis anzufechten, obwohl sie bei keiner außerhalb Kranenburgs dabei war, wird wohl ihr ewiges Geheimnis bleiben.
noch etwas über eine AfD-WahlVersammlung :
Gestern tagte der WahlAusschuß des Kreises.
Frau van Husen aus KranenBurg hatte Beschwerde eingelegt
weil sie meint, die WahlVorschläge der AfD seien in etlichen Fällen nicht korrekt zuStande gekommen.
Sie, selber seit 10 Jahren AfD-Mitglied, schilderte :
Die WahlVersammlung habe in einer GastStätte während des laufenden Betriebs stattGefunden.
Die Liste der Kandidaten sei von der Partei zentral vorgegeben gewesen.
Darunter einige, die vor Ort nicht bekannt gewesen seien.
Der TagesOrdnungsPunkt, daß die Kandidaten hätten befragt werden können, um sie kennenZuLernen, sei per „MehrheitsBeschluß“ kurzer Hand abgesetzt worden.
EbenSo habe es keine Möglichkeit gegeben, andere Kandidaten vorzuschlagen.
Daraufhin hätten mehrere Teilnehmer die Versammlung verlassen,
u.a. sie.
ZurückGeblieben seien gerade mal 3 stimmBerechtigte AfD-Mitglieder.
Laut der eigenen Satzung der AfD zu wenig, um beschlußFähig zu sein.
TrotzDem hätten diese 3 dann allein alles bestimmt.
Der LandRat hielt auch lediglich 3 StimmBerechtigte für ausreichend,
die Satzung der AfD störte ihn dabei nicht.
OhneHin sei die Beschwerde Frau van Husen’s gut 3 Stunden zu spät eingetroffen
und Frau van Husen soWieSo gar nicht berechtigt, Beschwerde einzulegen.
Vati und Witzlos stehen beispielhaft für den oft wenig konstruktiven Umgang mit dem Thema Geflüchtete in Deutschland.
Die einen stehen pauschal negativ zu Geflüchteten, die anderen finden alle unproblematisch und Probleme macht nur die aufnehmende Gesellschaft.
Beides entbehrt einer Grundlage in der Realität.
@22: hatte ich. 5 Jahre lang. Immer problemlos.
Es war nur schwierig mitanzusehen, wie wir Menschen die einfach froh sind, dass sie leben, verbieten zu arbeiten und am Leben teilzunehmen und sie lieber mit Arbeitsverbot in einem 4 Personen Container jahrelang einpferchen. Und dann müssen sich diese Menschen noch von Leuten wie Vati mangelnde integrationsbereitschaft und sozialschmarotzertum vorwerfen lassen.
@21
Eine große „Flüchtlings“unterkunft in Ihrer Nähe?
Nochmals: Ein völkisch-nationaler Verein zerlegt sich unter Vorwürfen selbst. Kann es Schöneres geben?
Das Scheidungsverfahren läuft…
Wird Gerd Plorin zukünftig noch Demonstranten zählen oder setzt Görtz sich jetzt ins Café?
Ist die Trennung mit einer Abschiebung verbunden? Womöglich ins feindliche Mitte-Lager?
Wohin mit der Trennungswut? Wir sollten einen Boxsack bereit stellen…
https://www.youtube.com/watch?v=RZvLzhbhEfw
Die Anderen sind Schuld, is doch Parteiprogramm von diesen….. äh dingenskirchen
#11:
Klaus, Du solltest dich nicht um mein Ansehen sorgen, sondern eher um Deines.
Es ist verschmerzbar, Dich die Gegenseite bereichern zu sehen.
https://www.nrz.de/staedte/kleve-und-umland/article241830140/Goch-Dreiste-Luegen-Buergermeister-tadelt-AfD-Politiker.html
Mal eben ! Die beste Regierung , auch die 🤏🏼, 🙄 die am wenigsten regiert. 😁 Kann sie sowieso nicht kontrollieren, kann aber kontrollieren wie ICH dazu tanze . 😇 😎
15: Sie war es.
War die Aufgabenverteilung nicht umgekehrt?
Dann muss die Fraktionsvorsitzenden-Konferenz künftig wohl im Ratssaal staffinden. Bleibt Bürgermeister Gebing sich treu, dann werden zu den hochgeheimen Sitzungen ab sofort auch die beiden Fraktionslosen mit AfD-Parteibuch eingeladen, getreu dem Prinzip der Zellteilung.
Kleine Fussnote zur Alimentierung der AfD aus dem städtischen Haushalt:
Als Fraktionsvorsitzender erhielt der selten anwesende Herr Görtz monatlich das 3-fache einer Aufwandsentschädigung für ein Ratsmitglied; als Geschäftsführer erhielt Herr Plorin zusätzlich zur einfachen Aufwandsentschigung ein zu versteuerndes monatliches Gehalt von schätzungsweise 1000 EUR. Die Gesamtsumme kann dem Haushaltsplan der Stadt entnommen werden.
Jede Fraktion muss jährlich dem Bürgermeister einen Verwendungsnachweis vorlegen.
Die wichtigste Nachricht ist, dass die AfD im Stadtrat aufgelöst wurde.
Am Ende des Machtkampfs hat Plorin die Reißleine gezogen.
Görtz auf Listenplatz 1 sollte die AfD bei der Kommunalwahl erst recht unwählbar machen.
Nur ein Fliegebschiss in der Geschichte der Klever AfD…
Mehr als der klägliche Versuch des Zählens von Demonstranten bei Demos bleibt von ihm nicht in Erinnerung.
Ich bin bei der besagten Aufstellungsversammlung dabei gewesen, als Gerd Plorin von den Mitgliedern nicht auf den erhofften Platz 4 der Liste gewählt wurde.
Ich werde hier sicher nicht ins Detail gehen, aber es hat schon seinen Grund, wenn er in einer sehr gut besuchten Versammlung bei weitem nicht die erforderliche Stimmenanzahl von den Mitgliedern bekam.
Daran änderten offensichtlich auch seine Versuche im Vorfeld nichts, wo er ausgewählte Personen zu diversen internen Treffen geladen hat, um sie für sich und gegen die anderen Kandidaten zu positionieren.
Leider hat er sich in den letzten zwei Jahren den Groll vieler Klever Mitglieder zugezogen, dies fiel ihm dann auf die Füße.
Was eigentlich bedauerlich ist, denn bis vor besagten zwei Jahren war er ein sehr geschätztes und angesehenes Mitglied des Klever AfD-Verbandes.
Diese letzte, absolut unnötige, Aktion, die Auflösung der Fraktion so kurz vor den Kommunalwahlen, wird sicher nicht zu einer Verbesserung seines Ansehens in der AfD in Kleve beitragen.
Zumal diese Aktion auch der Klever Verwaltung zusätzliche, eigentlich unnötige, Arbeit beschert hat.
Naja, jeder ist seines eigenen Glückes Schmied.
Möge er zukünftig seinen Ruhestand ohne die kräftezehrende Parteiarbeit genießen.
Tim Görtz ist auch so ein „feiner“ Kerl. Einfach mal „Tim Görtz“ und „Matthias Helferich“ googlen um sich dann mal näher mit dem „freundlichen Gesicht des NS“ zu beschäftigen (Originalzitat Matthias Helferich).
Tim Görtz hat sich dann auch artig auf Facebook für den Besuch des „freundlichen Gesichts“ bedankt: „Danke für deinen Besuch in der sagenumwobenen Schwanenstadt Kleve und dem berühmten Klever AfD Fraktionsbüro. Bist ja seit Jahren Stammgast und sozusagen Ehrenmitglied im ehemaligen mittlerweile aufgelösten Klever Stadtverband. 🦢🇩🇪💙 Freunde🙏“
Der Herr Plorin ließ sich auch gerne mit diesem Rechtsextremen bei dessen Besuch in Kleve fotografieren.
(…)
Zitat Post 2:
„… es muss dafür gesorgt werden, dass die Illusion des Herrn Gs eine solche bleibt. …“
Da hoffe ich doch, dass Herr B. und seine Kumpels sich genauso ins Zeug legen, wie er sich gegen den Nationalpark ins Zeug gelegt hat.
Benno
Diese „Partei“ ist einfach unwählbar …….. man muss Sorge und Angst haben, eines morgens in einer völlig undemokratischen, völkischen, nationalistischen Welt (wie schon mal gehabt) aufzuwachen.
Nein, danke!!!
Auch wenn ich diese Partei sicherlich nicht schätze, war Herr Plorin mit Sicherheit der Letzte mit Verstand und Expertise in dieser Partei. Wenn er sich über andere Mitglieder geäußert hat, dann vermutlich mit gutem Grund.
Die AfD verfolgt keine parteipolitischen Ziele in der Kommunalpolitik und greift nur Geld ab.
Wenn ich den RP-Artikel mit dem Kommentar von Herrn Görtz richtig deute, hat er neben Beruf und Kindern eigentlich gar keine Zeit. Warum steht er dann auf Listenplatz 1?
Hoffen wir, dass die Bürgerinnen und Bürger das Spiel durchschauen und am 14. September für Demokratie stimmen.
Ist korrigiert.
Herr Plorin hat sich bei der Wahlaufstellung, in seiner Vorstellung, die Zeit dafür genommen sich über andere Parteimitglieder auszulassen.Damit hat er sich nicht grade beliebt gemacht.
Huch, das ging ja schnell. Allerdings erlaube ich mir eine kleine Richtigstellung zu „…für andere Plätze wollte er dann nicht mehr zur Verfügung stehen wollen. „Da bin ich hintergangen worden“, so Plorin.“:
Hintergangen worden bin ich in der Angelegenheit Stadtverband ./. Kreisverband, während davon im Zusammenhang mit der Aufstellungsversammlung nicht die Rede sein kann. Da könnte eine andere Unregelmäßigkeit bzw. anderes Fehlverhalten eine entscheidende Rolle gespielt haben.
Das es dazu gekommen ist, hat Herr Plorin selber beigetragen. Sachkundige Bürger als unfähig und dumm darzustellen, fördert nicht das Vertrauen in ein Ratsmitglied.
Wo ist das Problem? Das streiten sich Mitglieder einer völkisch nationalistischen Partei, wer unter welchen Umständen weitermacht.Jeder kennt die Ziele dieser Partei; es muss dafür gesorgt werden, dass die Illusion des Herrn Gs eine solche bleibt.
Nicht umsonst ist diese Truppe nicht wählbar: Kein politisches Engagement für die Menschen, nur Geld im Sinne und Chaos gepaart mit Inkompetenz machen die AfD in Kleve zu einer Truppe, die sich jeder zweimal überlegen sollte zu wählen.