Eventgastronom aus Kevelaer rettet Klever Zeltkarneval

Michael Kamps mit Plakat, neben ihm seine Frau Tina, die 2001 Tulpenprinzessin in Bedburg-Hau war

Seit er 16 Jahre alt sei, mache er Veranstaltungen, zu seinen Events gehören unter anderem ein Auftritt von Pur in Kevelaer (12.500 Besucher) sowie die Weezer Beachparty, aus der das Parookaville-Festival wurde, dessen Ausschank komplett in seinen Händen liegt – und in denen der 850 Mitarbeiter, die eigens für dieses Ereignis angeheuert werden. Nun aber ist Michael Kamps 61 Jahre alt, er hat 5400 Follower auf Facebook, und er brauchte eine neue Herausforderung: Der Gastronom aus Kevelaer, dort auch für die CDU in der Kommunalpolitik aktiv, zieht im kommenden Jahr erstmals den Klever Zeltkarneval auf. In Goch macht er das bereits, deshalb seine Einschätzung: „Wir haben uns das gut überlegt. Goch funktioniert seit Jahren gut. Kleve hat mindestens das gleiche Potenzial, warum soll das nicht funktionieren?“, so der Gastronom.

Weil es sich nicht rechnet, das war die Einschätzung des Unternehmens KLE-Event, das bis 2026 für den Zeltkarneval in Kleve verantwortlich war, dann aber aus wirtschaftlichen Gründen den Ausstieg erklärte.

Doch wo für den einen das Glas ganz leer ist, ist es für den anderen offenbar ganz voll: Ein sechsstelliger Betrag wird die Veranstaltung investiert, das Zelt behält seine Größe, wird kürzer und dafür breiter (und wandert auf die andere Seite des Spoykanals auf den kleinen Kirmesplatz) und außerdem aufgehübscht, beispielsweise mit einem roten Innenhimmel und schwarzer Wandverkleidung. Es wird 2027 wie in diesem Jahr fünf Veranstaltungen geben, die Eintrittspreise liegen zwischen 15 und 29 Euro, der Vorverkauf beginnt ab sofort. Das Zelt bietet Platz für 2200 Besucher, in diesem Jahr kamen die Veranstalter auf insgesamt ca. 9000 Gäste. Ein Bier (0,3 l) wird 3,90 Euro kosten.

Herausforderung für die Planer, zu denen neben Kamps‘ Unternehmen Live Gastro GmbH Volker Veldkamp, Tim Tripp, André van der Louw und Jochen van Heek vom Klever Rosenmontagskomitee (KRK) gehören, war das knappe Zeitfenster. Solche Veranstaltungen werden normalerweise ein Jahr im Voraus geplant, für die neue Session blieben gerade einmal ein paar Wochen, nachdem sich die Parteien handelseinig geworden waren. „Wir haben allerdings schon Verträge fürs übernächste Jahr unterschrieben“, sagt Kamps – und unterstreicht damit, dass dieses Engagement keine Eintagsfliege sein soll.

Bei der Versorgung der Gäste gibt es eine grundlegende Änderung: Statt wie bisher Warsteiner wird die Brauerei Veltins der neue Sponsor des Events sein. (Außerdem wird künftig Coca-Cola statt Pepsi-Cola ausgeschenlt.) Weitere Sponsoren sind der Containerdienst Pietsch, Jansen Bedachungen sowie das Unternehmen Druckwerk. Weitere Unterstützen seien jederzeit willkommen, so Volker Veldkamp vom KRK.

„Man kann sich Kleve ohne Karnevalszelt nicht vorstellen“, so Kamps. Das KRK sei ein angenehmer Partner: „Die Zusammenarbeit ist super kooperativ, wir arbeiten uns gegenseitig zu.“

Hier der Überblick über die Veranstaltungen:

Damensitzung – Freitag, 29. Januar, 15:11 Uhr; Tickets 29 Euro zzgl. Gebühr; Zutritt ab 18 Jahren

Prinzenfrühschoppen – Sonntag, 31. Januar, 9:11 Uhr; Tickets 15 Euro zzgl. Gebühr, keine Altersbeschränkung

Möhneball – Donnerstag. 4. Februar, 15:11 Uhr (etwas früher als sonst); Tickets 19 Euro; Zutritt ab 18 Jahren

Prinzenkostümball – Samstag, 6. Februar, 18:11 Uhr; Tickets 19 Euro zzgl. Gebühr; Zutritt ab 18 Jahren

After Zoch Party – Montag, 8. Februar, 14:11 Uhr; Tickets 15 Euro zzgl. Gebühr; Zutritt ab 16 Jahren

Tickets sind über die Online-Shops auf den Zeiten klever-festzelt.de und livegastro.ticket.io erhältlich.

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