Endlich! Der Johanna-Sebus-Kiosk am Mittelweg hat wieder geöffnet

Fethi Kozik vor seinem neuen Kiosk

Länger als ein Jahr, exakt 16 Monate, haben die Menschen in der Klever Oberstadt auf diesen Tag gewartet. Doch seit heute Morgen, sieben Uhr, ist die Welt wieder in Ordnung. Die Kunden, die in den Laden kommen, sagen freudestrahlend „Endlich!“ oder „Gott sei Dank!“, und der Mann hinter der Ladentheke entgegnet lachend: „Ich muss wieder arbeiten.“

Nun ist es nicht so, dass Fethi Kozik in den vergangenen 16 Monaten nicht gearbeitet hat, allerdings hat er da nicht verkauft, sondern mithilfe seiner gesamten Familie gebaut. 2023 hat er seinen legendären Johanna-Sebus-Kiosk am Mittelweg abreißen lassen, eine kleine Bude mit einer Durchreiche, an der Kunden von frühmorgens bis spätabends dringend benötigte Getränke oder Tabakwaren kaufen konnten.

„Der Laden war Kult“, weiß Kozik. Und er war ein Treffpunkt für die Menschen am Mittelweg, die am Stehtisch bei einer Flasche Bier über Gott und die Welt reden wollten.

Doch hinter den Kulissen war der Kult eine mühsam zusammengehaltene Ruine, mit zugigen Fenstern, maroden Leitungen und einer wenig vertrauenserweckenden Gasheizung. Dennoch fiel der Abschied von der altvertrauten Umgebung nach zwanzig Jahren schwer. „Wir hatten schon drei Jahre die Baugenehmigung“, so Kozik.

Erst 2024 war es dann soweit, der Abrissbagger machte das Büdchen dem Erdboden gleich und schuf somit Platz für Neues. In den vergangenen 16 Monaten entstand ein modernes, zweigeschossiges Gebäude. Im Erdgeschoss bietet Fethi Kozik nun doppelt so viele Waren wie vorher an, natürlich in den bewährten Segmenten Getränke, Rauchen, Snacks und Körperpflege. Das Obergeschoss ist für Büroarbeiten reserviert. „Ich bin glücklich, dass es jetzt weitergeht – und endlich in modernen Räumlichkeiten“, sagt Kozik, der zudem noch einen Kiosk an der Königsallee führt und zwei festangestellte Mitarbeiter und acht Aushilfen beschäftigt.

Der Johanna-Sebus-Kiosk hat wie gewohnt wochentags ab sieben Uhr, samstags ab acht Uhr und sonntags ab neun Uhr geöffnet, Schluss ist jeweils um 22 Uhr. In den Abendstunden erfolgt die Warenausgabe wie früher nur durch ein geöffnetes Fenster neben dem Eingang. Doch nicht nur der Laden selbst ist moderner geworden, Fethi Koziks Tochter Sibel hat noch einen weiteren Weg gefunden, um zu zeigen, dass der Johanna-Sebus-Kiosk mit der Zeit geht: Sie hat einen eigenen Instagram-Account eingerichtet: johanna_sebus_kiosk

So berichtete kleveblog über die Schließung des Kiosks: Der Kiosk am Mittelweg ist Geschichte (vorerst)

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13 Kommentare

  1. 13

    Ich möchte nochmal darauf hinweisen, dass wenn noch einmal jemand hier unbefugt in meinen Namen kommentieren sollte, ich das strafrechtlich verfolgen lassen werde durch IP-Adresse et cetera. Bin immernoch stinksauer über jenes Verhalten. In diesem Sinne Arrevoir!!!

  2. 12

    Oh mein Kommentar hat sehr viele Dislikes. Kommen die alle von den „Klever Nazis“ oder von jenen denen mein (verstorbener) Vater und ich gezeigt haben wo es lang geht? Immer wieder erstaunlich zu sehen wieviele schlechte Menschen diese Stadt beherbergt 🙂 <3

  3. 11

    Eigentlich funktioniert es aber recht gut auf kleveblog.

  4. 10

    @9 Ich bin sprachlos, welche Stilblüten diese Spielwiese namens kleveblog.de so hervorbringt. Nicks sind ja ok, aber sich – wie in Ihrem Fall – mit fremden Nicks hier einzubringen….es geht fast nicht mehr primitiver… 🙁

  5. 9

    Ich find’s ja schon krass dass hier in meinem Namen kommentiert wird. Herr Daute könnten sie die falschen Kommentare löschen bitte? Ich habe mit dem Kiosk nie etwas zu tun gehabt und gegen &More-Kleve habe ich nichts da ich da immer Kunde bin. Frechheit das hier jemand meinen Namen nutzt!!! Danke an A. mich drauf hingewiesen zu haben!

  6. 8

    8 ) Sehr gut ! „Denkt mit und sieht das Wesentliche“ ! 😁 Um nicht mit einer Flasche …. i.d. Hand auf die Fresse zu fallen 😳 sollte die Sicherheit der „Konsumenten“ 🍻🥳 eines KIOSK bei jedem Wetter absolute Priorität haben. 😎

  7. 7

    Die Pflasterung im Eingangsbereich sieht so aus, als würde diese im Winter sehr glatt werden-Gefälle ?…Ansonsten schöne Bude, alles Gute und guten Anfang

  8. 6

    Man kan jetzt aber nicht mehr draussen überdacht an einem Stehtisch stehen und eine piefen. Sieht n bischen so aus wie jeder Kiosk.

  9. 5

    Fethi ! 👍🏼 Sympathischer Typ , bodenständiges, auch internationales Publikum 😎 das sich am neuen Etablissement sicher erfreuen wird. 🍻 🥳 Viel Erfolg ! 😁

  10. 4

    Mmuuuh, warum schleudert das Auto (links im Bild in dem roten Dreieck) dem neuen Kiosk Steine in den Weg??? Mmuuhtmaßlich könnte das Auto ja eifersüchtig sein, weil sein Fahrer nun vermmuuuhtlich lieber am „Stehtisch bei einer Flasche Bier über Gott und die Welt reden“ möchte, mmuuuh, statt mit dem Auto sinnlos um den Block und in der Stadt herum zu kurven.

  11. 1

    Fehlt jetzt nur noch die Wiederrichtung des dazugehörigen -ursprünglich namensgebenden- Gymnasiums.

    🙂