Aus der Geschäftswelt

rd | 06. Februar 2016, 09:34 | 7 Kommentare
Orchideen von der Bürgermeisterin: Sonja Northing gratulierte Wolfgang Scheerer zur Eröffnung. Mit dabei waren erste Kunden, Andrea Scheerer, Filialleiter Sebastian Scheerer und Auszubildende Mona Scheerer

Orchideen von der Bürgermeisterin: Sonja Northing gratulierte Wolfgang Scheerer zur Eröffnung. Mit dabei waren erste Kunden, Andrea Scheerer, Filialleiter Sebastian Scheerer und Auszubildende Mona Scheerer

Sie betreten das Geschäft – und hören erst einmal: nichts. Nun könnte man entgegnen, dies sei ja wohl der Normalzustand, wenn ein Kunde das Geschäft eines Hörakustikers betritt, deshalb gehe er doch dorthin. Doch auch Menschen mit (hoffentlich noch) gesundem Gehör machen diese Erfahrung, wenn sie die Räume der neuen Filiale der Scheerer Hörakustik GmbH an der Kavarinerstraße betreten. Der langflorige, bordeauxfarbene Teppichboden schluckt den Schall nahezu perfekt und sorgt so ziemlich genau für das Gegenteil der Geräuschkulisse, die dort herrschte, als in dem Gebäude noch die Gaststätte „Zum Kurfürsten“ fröhliche Zecher beherbergte.

Nun also die freundlich-gedämpfte Atmosphäre eines Hörakustikers: Wolfgang Scheerer betreibt nach der Eröffnung an der Kavarinerstraße neben dem Stammsitz an der Hagschen Straße in der Unterstadt ein zweites Geschäft in Kleve (eine weitere Filiale gibt es in Kalkar). „Wir freuen uns, dass wir für viele Kunden künftig noch leichter erreichbar sind“, so Wolfgang Scheerer. Geleitet wird die Filiale von Sebastian Scheerer, dem Sohn des Unternehmensgründers.

Besonders hingewiesen sei auf die in der Filiale ausgestellten, farbenfrohen Gemälde von Andrea Scheerer, die zu erwerben sind – der Erlös geht an die Niko Nissen Stiftung, die sich seit nun über 20 Jahren um die Hörgeräteversorgung von schwerhörigen Kindern in der Umgebung von Tschernobyl kümmert, ein Projekt, das die Firma Scheerer nun schon seit 18 Jahren unterstützt.

Ach ja, die schallschluckende Gestaltung des Geschäfts muss sein, da sonst Gehörmessungen nicht mit der erforderlichen Genauigkeit durchgeführt werden können. Wieder was gelernt, wer weiß, wann man’s braucht…

Weitere News in Kürze: Scheerer eröffnete eine Filiale, bleibt aber auch in der Oberstadt, LittleBabyJo, ein kleines und feines, von Andrea Janßen-Wilmsen geführtes Geschäft für handgenähte Babyartikel, kehrte der Hagschen Straße ganz den Rücken und ist seit Januar mitten in der Kavarinerstraße zu finden +++ Shisha in da hood: An der Stechbahn hat shishahood eröffnet, ein weiteres Fachgeschäft für die Freunde der Wasserpfeife – man staunt wie viel Geld in den Markt zu stecken scheint +++ Das BARF doch nicht wahr sein – ist es aber: Der Natur-Hund- Shop, der unter anderem BARF-Fleisch anbietet, ist nach zwei Jahren im Spoy- Center ein Ladenlokal weitergezogen und hat sich deutlich vergrößert – ein schöner Erfolg. Falls Sie es nicht wussten: BARF steht für „biologisch artgerechte Roh-Fütterung.

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7 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 7. Josef Johann

    In Kleve gibt es jetzt reichlich Angebote für Hörgeräte. Damit lassen sich viele Hörprobleme behandeln. Leider sind die Zuschüsse der Krankenkassen nicht immer den Erfordernissen angepasst. Dazu gibt es auch Urteile des Bundessozialgerichtes.
    Was in den meisten Fällen von besonderer Hörminderung nicht angeboten wird, ist die Technik der Cochlear Implantate. Das ist ein großes Versäumnis im Hinblick auf diese hervorragende Technik. Z. T. fehlt auch eine Info der HNO-Ärzte.
    Informationen dazu sind jedoch vielfältig zu erhalten. Z.B. im Internet unter http://www.medel.de . Infos gibt es auch z.B. in der HELIOS-Klinik in Krefeld, also kurz bei.

     
  2. 6. G.m

    @ 5… ne, nicht Dr. Dreed… sondern Dr. Driss ( zu Deutsch Dr. Mist).Ansonsten Daumen hoch.

     
  3. 5. Dezibel

    Traurig aber wohl Normalität! Die Anzahl derjenigen, welche ein Hörgerät jetzt und in Zukunft brauchen, nimmt durch die Lebensweise und Alltag drastisch zu ! Es ist laut – überall wird man zugedröhnt ! Die Kopfhörer der Deutschen Fußballnationalmannschaft ( Dr.Dreed oder wie die Dinger sich nennen) sehen mittlerweile eher wie Micky Maus Ohren (riesig) zum Karneval aus (sie machen es den jungen Leuten vor) .
    In der Bahn oder beim Bäcker, kann ich die Lieder locker mithören ( BumBumBumBum-Atemlos durch die Nacht-HyperHyper).
    Handy plus Monsterkopfhörer sind schwer in Mode (Umweltabschottung-Nicht sehen,Nicht hören,Nicht sprechen).
    Das schlimme ist, man kann sich als normaler Mensch der Dauerbeschallung nur schwerlich entziehen.
    Vielleicht sollten sich einige Junge Menschen mal die Stöpsel aus den Ohren nehmen bzw. Die Ohrwärmer ablegen.

    Natürlich gibt es viele Menschen, die krankheitsbedingt ein Hörgerät brauchen. Das denen geholfen wird, ist natürlich sehr gut. Ebenso das die Technik immer besser wird, die Geräte kleiner (ist ja ein Hightech Produkt).

    Sonst fällt mir auch noch ein Zitat von Nietzsche ein:

    Wer nichts sehen kann ist blind…
    wer nicht hören kann, hört immer noch einiges dazu 🙂

    Fam. Scheerer wünsche ich viel Erfolg

     
  4. 4. Schwanenjunge

    Ergebnis der Bürgermeisterwahl : Grinsekatze ersetzt Dauerlächler und ist überall.

     
  5. 3. rd

    @Wolfgang Nur, weil es freundlich ist, muss es ja nicht gleich Anzeige genannt werden, oder?

     
  6. 2. Wolfgang

    In einer Tageszeitung müsste dieser Artikel mit “Anzeige” gekennzeichnet werden

     
  7. 1. Günter Hoffmann

    Immer noch eine sau gute Geschäftsidee,kommt doch jetzt bald die Gehörlosen Generation die sich wie die Bekloppten (keine offizielle psychiatrische Diagnose ) die Bässe mit der Lautstärke startender Jets ,mit wachsender Begeisterung, und über Jahre in das sensible Gehör System geprügelt haben….Glückwunsch!