Wer heute eine Karnevalsmaus ist und seine Wackelkontakte fachgerecht verlöten möchte, hat zwischen Schwanenburg und Festzelt die freie Auswahl – neben diesen beiden Gravitationszentren des organisierten Frohsinns feiern zahlreiche Kneipen den Auftakt der Karnevalswoche. Hier der Überblick:
Schwanenburg: Schwanenburg, das ist natürlich die berühmt-berüchtigte Gerichtskantine. Was einst die Eskalation der Betriebsfeier der Justiz in eben dieser Kantine war, liegt nun in den Händen von CG Gastro und bespielt den kompletten Innenhof der Schwanenburg. Ab 13.11 Uhr geht’s los, sogar mit echten DJs. Carlos Dee Lite und Frank sorgen für Musik. Dazu gibt es Snacks, warme Speisen und „karnevalstypische Getränke“.
Schlossstraße: Das Treiben an der Schwanenburg dauert nicht ewig, und im vergangenen Jahr war es auch so, dass es am Nachmittag lange Wartezeiten gab. Um diese zu überbrücken oder gleich gepflegt Kneipenkarneval zu feiern, bieten sich zwei Gaststätten in der Schlossstraße ab: Zum Blauen Himmel und Marställchen. Der Blaue Himmel hat bereits ab 11 Uhr geöffnet.
Gasthausstraße: Die Straße macht ihrem Namen mal wieder alle Ehre. Das Gasthaus Früh ist schon seit Wochen in Karnevalsstimmung, am heutigen Donnerstag geht es um 11:11 Uhr los – Ende offen. Schräg gegenüber liegt die Zentrale, die auch schon mit einer Packung Luftschlangen dekoriert hat. Dort startet die Party etwas später, ab 17:11 Uhr. DJ Paula hat eigens für heute eine Playlist zusammengestellt mit ca. neun aktuellen fröhlichen Liedern, die gute Laune verbreiten und zum Mitsingen anregen. Sie werden mal in geordneter Folge und dann wieder in Zufallsreihenfolge abgespielt, sodass die Gäste das Jefööl haben, immer wieder was Neues zu hören. „Vielleicht lassen wir die Liste zu später Stunde auch von Spotify automatisch fortsetzen, um unseren Gästen noch mehr zu bieten“, so Wirt Ralf Daute. Die Bierpreise wurden nur moderat erhöht, auf ca. 10-15 Euro pro Glas. „Da möchten wir auch unserer sozialen Verantwortung gerecht werden“, so der Wirt. Das soll ein Spaß werden.

Elefantenstübchen: Das Lokal an der Hoffmannallee, in diesem Jahr sogar im Programm der Schwanenfunker verewigt, startet heute auch schon um 11:11 Uhr in den Kneipenkarneval. Wirtin Rosi Hermsen steht für Qualität, der Laden ist üblicherweise rappelvoll.
Zum Kronprinzen: Karneval und Kronprinz, das ist eine Verbindung, die zusammengeht wie die holländische Schlachtplatte und Mayonnaise. Willy hat ab 14 Uhr geöffnet, und wie immer wird er alles im Griff haben. Gut möglich, dass auch niederländische Lieder gespielt werden.
Tanzpalast Bresserberg: Etwas abseits der Innenstadt, aber ebenfalls seit Jahrzehnten angesagt, sodass Wirtin Marie-Luise Klar („Puppa Schmitz“) sogar zehn Euro Eintritt von den Gästen nimmt. Im Tanzpalast Bresserberg an der Königsallee beginnt die Feier um 18 Uhr.
Festzelt: Auch das Klever Festzelt am Spoykanal öffnet Altweiber um 16.11 Uhr. Der Ticketpreis beträgt 19,90 Euro. Es gibt eine Tageskasse, aber die Ticketanzahl ist limitiert. Das Zelt ist etwas kleiner als in den Vorjahren, aber das tat der Stimmung bisher keinen Abbruch. Die Party soll bis ca. zwei Uhr gehen.
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Ok, verstehe, das sollte wohl ein Witz sein, also das mit dem Bier. Aber das mit dem Verlöten der Kontakte ist schlimm, auch an Karneval.
Nix für ungut. Helau.
Ich muss an Karneval immer an Kaiser Wilhelm II. denken, dem ich mal ohne Vorwarnung, noch völlig nüchtern an einem Weiberfastnacht-Morgen am Rudolfplatz in Köln begegnet bin. Er stand in voller Montur hoheitsvoll an der Haltestelle.
„Wer heute eine Karnevalsmaus ist und seine Wackelkontakte fachgerecht verlöten möchte“
„Die Bierpreise wurden nur moderat erhöht, auf ca. 10-15 Euro pro Glas“
Schon vorgefeiert?