Der RE 10, der die Städte Kleve und Düsseldorf im Halbstundentakt mit einer Fahrzeit von 99 Minuten verbinden soll, ist die Lachnummer einer Bahnverbindung schlechthin, sie zerstört Beziehungen, vernichtet Beschäftigungsverhältnisse und zwingt wartende Menschen auf Bahnsteigen in katatonische Zustände, und die Verantwortlichen schieben munter die Verantwortung hin und her, was auch möglich ist einem von der Politik geschaffenen Gewirr mit dem Regionalbahnunternehmen RheinRuhrBahn, einer 100 Prozent Tochter der Transdev GmbH, wenn man den Wikipedia-Beitrag zur Eigentümerstruktur liest, versteht man vor lauter Veolia, Connex, Transdev Group und Rhenus Veniro nur, dass das Hin- und Hergeschiebe dysfunktionaler Unternehmensteile die Methode der Verschleierung ist), der DB InfraGO AG (GO für gemeinwohlorientiert) als hundertprozentiges Tochterunternehmen der Deutschen Bahn (DB), das am 27. Dezember 2023 durch Umbenennung der DB Netz sowie Verschmelzung mit der DB Station&Service entstanden ist, sowie des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR, eine ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts mit Sitz in Essen), der für 1125 Verkehrslinien verantwortlich ist (darunter 20 Regional-Express-Linien). Der VRR ist so eine dieser Organisationen, bei der man gar nicht so genau weiß, was sie macht, und das ist auch durchaus gewollt, im Wikipedia-Artikel zum VRR steht beispielsweise keine einzige Finanzzahl, wenn man sich dann aber die Mühe macht, den Plan für 2026 im Internet zu suchen, kommt man aus dem Staunen kaum heraus: Offenbar wird sehr viel Geld dafür verbraucht, Ausreden zu produzieren. Das findet sich im Wirtschaftsplan 2026 unter dem Punkt 2.1 „Gutachten, Beratung, MaFo für externe Maßnahmen“. Dafür sollen in diesem Jahr 12,115 Millionen Euro aufgewendet werden, 2.2 „Marketing- und Werbeagenturen“ 1,271 Millionen Euro, 2.3 „Externe Kommunikationscenter/Support/Hosting“ 4,812 Millionen Euro, 2.4 „Sonstige Dienstleistungen“ 1,877 Millionen Euro, 3.2 „Druck- und Portokosten für Maßnahmen“ 1,697 Millionen Euro. Insgesamt sollen 64 Millionen Euro ausgegeben werden, 49 Millionen Euro kommen rein. Überflüssig zu sagen, dass keine Ausgaben für irgendwas erkennbar sind, die tatsächlich Menschen von A nach B bewegen.
Was aber heißt das nun, wenn der VRR „Strafzahlungen“ an die RheinRuhrBahn in hoher sechsstelliger Größenordnung verhängt, wie VRR-Chef Oliver Wittke im WDR verkündete (Bahnfrust im Niersexpress, WDR)? Es soll sich um 600.000 Euro handeln. Das bedeutet, dass ein Unternehmen, welches in diesem Jahr sage und schreibe 41 Prozent der RE-10-Züge ausfallen lässt, von seinem Umsatz in Höhe von rund 1,5 Milliarden Euro 0,04 Prozent abzwacken muss. Der Schmerz wird sich in Grenzen halten. Bekommt irgendein verzweifelter RE-10-Nutzer davon etwas zu sehen? Nein. (Vorschlag: Man könnte eine Lotterie ins Leben rufen und unter den Dauernutzern des RE 10 sechsmal hunderttausend Euro verlosen.)
Wenigstens etwas konsequenter ist ein aktueller Vorschlag der Grünen: den Vertrag mit der RRB zu kündigen (Text der Pressemitteilung unten). In Konsequenz führe dann keiner mehr auf der Strecke. Was aber ehrlicher ist, als den jämmerlichen Betrieb aufrechtzuerhalten. Es ist zwar eine Bankrotterklärung, aber es ist vielleicht immer noch besser so als dass sich Menschen mit Alibidienstleistungen schamlos bereichern. (Das beklagenswerte Personal der RheinRuhrBahn ist ausdrücklich nicht damit gemeint, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind selbst Opfer der skandalösen Zustände.)
Pressemitteilung der Grünen (Originaltext)
GRÜNE fordern Kündigung der RE10-Verträge: “Egal wie, aber mindestens der Stundentakt muss fahren”
Die Rhein-Ruhr-Bahn hatte in der Vergangenheit im Verkehrsausschuss des Kreistags mehrfach Besserung versprochen. Die grüne Kreistagsfraktion hatte zunächst Hoffnung in die neue Geschäftsführung gesteckt, aber verliert nach den anhaltenden Problemen der letzten fünf Wochen die Geduld und das Vertrauen.
Der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Kreistag Kleve David Krystof bewertet die Lage wie folgt: „Nach einem Brand an einem RE10 Fahrzeug am 12. Dezember 2025 wurden wenige Tage später sicherheitskritische Probleme an mehreren Fahrzeugen festgestellt. Zu diesem Zeitpunkt war klar, dass es für längere Zeit zu massiven Ausfällen kommen würde.“ Sein Vorwurf ist daher deutlich: „Über drei Wochen wurden die Probleme verschleiert und die Ausfälle immer nur für denselben Tag kommuniziert. Das ist nicht die ehrliche und transparente Kommunikation, die wir Fahrgäste verdient hätten.“
Wiederholte, monatelange Ausfälle und Probleme prägten die letzten Jahre auf der Bahnverbindung zwischen Kleve und Düsseldorf. Bei der Rhein-Ruhr-Bahn hat die mangelhafte Kommunikation dabei eine unrühmliche Tradition – und trotz wiederholter Zusagen ist für Fahrgäste keine Besserung erkennbar. Bereits Anfang 2025 gab es eine Abmahnung durch den VRR.
Die Co-Vorsitzende Judith Erichlandwehr adressiert diesen: „Es ist überfällig, dass der VRR den Druck endlich erhöht und eine zweite Abmahnung ausgesprochen hat. Aber die Region braucht vor allem schnell konkrete Verbesserungen! Egal wie, aber mindestens der Stundentakt muss fahren. Der Vertrag mit der RRB gehört schnellstmöglich beendet und die Suche nach einem neuen Betreiber muss jetzt beginnen.”
Die GRÜNEN im Kreistag wollen nicht nur meckern, sondern haben auch konkrete Lösungsvorschläge: „Der Ersatzverkehr muss mit schnelleren Expressbussen verbessert werden, die U-Bahnlinie U76 zwischen Krefeld und Düsseldorf öfters fahren und der elektrifizierte Abschnitt der Strecke soll durch ein anderes Unternehmen übernommen werden”, führt Hans-Hermann Terkatz, Vorsitzender des Verkehrsausschusses, aus. „Ich erwarte, dass VRR und Rhein-Ruhr-Bahn uns im Ausschuss tragfähige Lösungen präsentieren.“
Im Zusammenhang mit den gehäuften Ausfällen kommt es laut Belegschaft in letzter Zeit zu deutlich mehr Beleidigungen und körperlichen Angriffen auf das Zugpersonal. David Krystof hat dazu eine klare Meinung: „Ich pendle selber regelmäßig mit dem RE10 zur Arbeit nach Düsseldorf und kann den Frust verstehen. Nichts rechtfertigt es aber, Mitarbeitende zu beleidigen, zu bespucken oder sogar Gegenstände auf sie zu werfen!”


@ 62 )
Erst gerade zu Weihnachten die Fake News mit dem Schrott aus Bratislava. Und jetzt der Schrott aus Österreich.
@66 Interessant. Ich habe mal einen Zeitungsartikel dazu rausgesucht.
https://www.zeit.de/wirtschaft/2025-05/grossbritannien-bahnbetreiber-verstaatlichung-south-western-railway?utm_source=chatgpt.com
Die Privatisierung war der größte Fehler. In England hat die Politik dieses schon eingesehen und beginnt die Rückabwicklung.
Benno
@64 Benno
Ja, ich meinte auch nicht, dass die Probleme heute zwangsläufig vorhanden sind.
Ich meinte vielmehr, dass eine Reihe falscher Entscheidungen getroffen wurden, die sich nun auswirken. Die größte falsche Entscheidung war die Privatisierung der Bahn. Eine Folge daraus ist, dass für den VRR nun anscheinend der Preis wichtiger ist als die Qualität.
Zum Austria-Expreß: Würde es die Bahnstrecke nach Holland noch geben und dieser Zug würde noch fahren, dann hinge er mit drin und würde durch den RE10 ausgebremst. Oder durch die Stellwerk-Probleme oder oder.
Aber wir sollten uns schon fragen, wie es kann. Früher waren die Züge pünktlich, sauber und vernünftig gewartet, die auf der Strecke zwischen Kleve und Düsseldorf bzw. Köln fuhren.
Woran liegt es, dass es heute nicht mehr so ist? Weil etwa, wie in der RP zu lesen war, der VRR sich für das billigste Angebot entschieden hat?
Benno
@61 Wahrscheinlich würde es mit dem Austria-Expreß heute auch nicht mehr so glatt laufen.
Gerade in Kevelaer einen Integral Triebwagen der Regiobahn gesehen. Wer die S-Bahn zum Kaarster See kennt kennt auch die Zuverlässigkeit dieser Fahrzeuge 😯
Was waren das noch für schöne, bahntechnisch zuverlässige Zeiten, als zur Bundesbahnzeit der Austria-Express sowie ein weiteres D-Zug-Paar neben einer Vielzahl von Eil- und Nahverkehrszügen im Vergleich zu heute für traumhafte Anbindungen nach Duisbug, Krefeld, Nijmegen und weit darüber hinaus sorgten. Heute klappts nicht mal bis Krefeld geschweige denn Düsseldorf.
Zuginfo.nrw: „RE 7 RE 10 RB 37 28. Januar 2026, 09:54
Strecke zw. Meerbusch-Osterath und Krefeld-Oppum beeinträchtigt – Defekt an einem Zug
Beginn: 28.01.2026, 09:00 Ende: 28.01.2026, 12:00
Die Strecke ist zwischen Meerbusch-Osterath und Krefeld-Oppum beeinträchtigt.
Das Ende können wir leider noch nicht abschätzen.
Der Grund dafür ist eine technische Störung an einem Zug.
In der Folge kommt es zu Verspätungen und Teilausfällen.
Bitte prüfen Sie Ihre Reiseverbindung kurz vor der Abfahrt.“
Ob da mal wieder ein kappuuuhter RRB-Triebwagen für verantwortlich ist?
Zu Karneval nur zwei Trieb(!)wagen. Dabei kann man doch im Niersexpress so schön kuschelig (Knie an Knie in der Vierersitzgruppe) zusammenhocken. Leider haben die Polster dieses Hundekackemuster (Original, kein Druck). Dämpft den Trieb – dann reichen auch zwei Wagen 🥴
Nachtrag zu @57:
Unter http://www.zuginfo.nrw steht jetzt sogar, dass es bis zum 01.03.26 einschließlich beim Stundentakt bleibt.
Von wegen, die Ausfälle (fast) jeden zweiten Niers-Expresses dauert nur bis zum 02.02.26. Nee, der Stundentakt wurde nun schon bis Karneval verlängert. D.h., für alle, die zu Altweiber per Bahn nach D’dorf oder Köln möchten, da fahren voraussichtlich stündlich nur ganze zwei Triebwagen hin, nicht mehr.
Für die Schüler im Kreis Kleve sollen statt der Niers-Express-Züge noch mehr Busse fahren. Denen kann man es ja zumuten …
Bis zum RE10 muss sich Evelyn Palla erst noch vorarbeiten. Der notorische Problemzug erscheint dabei fast schon wie ein Sinnbild für die Aufgabe, die vor ihr liegt.
Damit wieder mehr Verbindungen zuverlässig funktionieren, muss auch die Struktur dahinter neu sortiert werden. Kürzlich wurde der Abbau von Stellen im Management angekündigt.
Das Sigmal ist deutlich: Mehr Fokussierung dort, wo der Betrieb tatsächlich stattfindet – nicht in Meetings, sondern auf der Strecke.
Aber die Veränderungen brauchen Zeit, sagte Evelyn Palla auch. Eine realistische Einschätzung.
Bahn-Desaster am Niederrhein: RE10 hat Ausfallquote von 41 Prozent | RTL WEST Reportage
https://www.youtube.com/watch?v=LcM9iYT6Uvk
Evelin ist ein Lichtblick. Gilt aber nicht für den Hippeland-Express…
@52
Evelyn Palla für den von Kohl, Schröder und Merkel, sowie Mehdorn, Grube und Lutz angerichteten Bockmist an den Pranger zu stellen ist wohl ein bischen sehr kurzsichtig…..
RE 10: In Kürze tut sich was. Es wird schlimmer. Sh. Evelin Palla…
@46
Es gibt sogenannte Primärquellen, Sekundärquellen und Quellen wie den Lokalkompass oder das Kevelaerer Blatt … Die beiden letzteren sind möglichweise sogar weitgehend identisch. Manche Quellen sind zuverlässiger und vertrauenswürdiger als andere. Ich für meinen Teil bleibe lieber bei meinen Quellen.
Ebenso gibt es Erweiterunginvestitionen (z.B. Digitalisierung, Verlängerung von Bahnsteigen an allen Stationen, Bau eines dritten Gleises in Geldern, Bau einer Oberleitungsinsel in Kleve etc.), Rationalisierungsinvestitionen (z.B. Beseitigung von Bahnübergängen) und Erhaltungsinvestitionen. Für den intensiven Betrieb einer Bahnstrekce im Halbstundentakt fallen letzere regelmäßig an, denn der Verschleiß schläft nicht.
Bekanntlich läuft ja auf der RE 10-Strecke auch noch bis 2030 ein Projekt, eine Reihe von noch nicht auf digitale Technik umgebauten Bahnübergängen (die auch immer wieder mal für eine der Infrastrukturstörungen verantwortlich sind) auf digitale Technik umzubauen oder zu schließen/beseitigen.
Wenn Sie selber konstatieren, dass sich Leistung nicht mehr lohnt, was haben Sie dann gegen die Leistungsverweigerer und Bürgergeldempfänger?
Die machen es ja dann doch wohl logischerweise richtig.
Neidisch, dass Sie das nicht selber erkennen?
@48
Hat mit dem eigentlichen Thema ohl nix mehr zu tun.
Bei Grundstücksvererbungen fällt auch in Österreich erhebliche Steuer an.
Ich wäre eh für ein Erb- und Schenkungsverbot. Dieser leistungslose rein glücksbasierte und bedarfsunabhängige Vermögensempfang ist schlimmer als jedes Bürgergeld, was im übrigens ja jetzt Grundsicherung heisst, dank CDU. Die im Gegensatz dazu ihre Mütterklientel reichlich bedient und den arbeitendem Volk vorwirft es sei faul und zu viel krank.
Die Krankheitstage bei den Bundesbeamten (und auch Landesbeamten) sind noch höher als in der freien Wirtschaft. Das durchschnittliche Renteneintrittsalter ist mit 62,5 auch noch mal 2 Jahre niedriger als in der freien Wirtschaft.
Soll Merzens Fritze doch erstmal in seinem eigenen Laden aufräumen !!
Aber immer auf die anderen zeigen…das pseudochristliche Splitter-Balken-Spiel wieder in absoluter Perfektion.
Von der Senkung der Gastrosteuer habe ich im Imbiss oder Restaurant noch nix gemerkt.
Leistung lohnt sich nicht mehr. Nur der Dumme fährt noch morgens mit dem RE10 zur Arbeit. Leistungsverweigerung, Bürgergeld und Kapitalflucht sind angesagt. Deutschlands Weg von einer führenden Industrienation zu einem demokratischen Multi-Kulti Entwicklungsland der Vielfalt und Toleranz.
Die beliebtesten Auswanderungsländer:
Österreich, weil es dort keine Erbschaft-und Schenkungsteuer gibt.
Schweiz, weil es dort keinen Euro gibt.
@43 Ihre Ironie gefällt mir.
Ich sag nur: Bergkamen. Eine Freundin von mir wohnt da. Ohne triftigen Grund zieht keiner dahin. Und das hat auch mit der nicht mehr vorhandenen Bahnverbindung zu tun.
@ 45 )
Es ist früher immer die Rede gewesen von 70 Millionen plus 20 Millionen, so auch hier, ganz unten auf der Seite:
“ Förderprogramm
Im Jahr 2020 hatte die RE10-Bahnstrecke eine Bundesförderung aus dem sogenannten ‚Schnellläuferprogramm‘ erhalten. Neben Bundesmitteln in Höhe von 70 Millionen Euro für eine moderne, digitale Stellwerks- und Signaltechnik stellte die DB Netz AG weitere 20 Millionen Euro für Oberbauarbeiten auf der Strecke bereit. “
https://www.kevelaerer-blatt.de/chaos-beim-niers-express-soll-bald-wirklich-enden/
@39
… und hier (Stand 01.08.2022) steht noch die ursprüngliche Zahl von EUR 70 Mio Euro:
https://www.vrr.de/aktuelles/magazin/moderne-stellwerke-und-bahnuebergaenge-fuer-den-regionalexpress-re-10
… und hier beziffert die DB die Kosten für die Erneuerung von 7,6 km Schienen und 23 Weichen im zweiten Bauabschnitt von Geldern bis Kempen auf „nur“ 12 Mio Euro:
https://www.deutschebahn.com/resource/blob/8848278/e1659060ccb439d0b3ce732ce91e48b6/20220531-PI-Krefeld-Kleve-data.pdf
@39
EUR 41 Mio + Nachbesserungen wegen Ersatz von Kupferkabeln etc. die nicht in dem ursprünglichen Auftrag enthalten waren + ca. EUR 30 für die allfällige Erneuerung von Schienen, Schotter, Weichen (u.a. auch in der Abstellgruppe in Kleve) etc. = ca. EUR 80 Mio Euro (nach Abschluss des Projekts in Zeiten heftiger Inflation und (Material-) Kostensteigerungen, nicht bei Auftragserteilung). Siehe hier:
https://dserver.bundestag.de/btd/20/108/2010865.pdf
Kleve und Bahn – eine jahrzehntelange Fernbeziehung,
bei der einer immer sagt:
„Wir melden uns.“
Und sich dann 40 Jahre nicht meldet.
Natürlich ist Kleve auf die Bahn angewiesen.
Aber politisch gilt offenbar:
👉 Abhängigkeit ist nur dann schlimm, wenn sie in der Zeitung steht.
Ansonsten:
„Ach, die Leute kommen schon irgendwie weg.“
Notfalls per Gedankenreise.
Die Züge sind heute genauso schnell wie 1975 –
was man fairerweise auch als Denkmalschutz in Bewegung bezeichnen kann.
Historischer Stillstand. Kulturgut. 🚂🏛️
Eigentlich müsste man Eintritt verlangen.
Und diese Flächenpolitik … herrlich.
Schienen?
Pfff.
Viel zu linear.
Viel zu verbindend.
Viel zu logisch.
Ein Gymnasium auf Gleisen ist doch viel symbolischer:
Bildung statt Bewegung.
Kinder lernen früh, dass man hier bleibt, wo man ist.
Das Bahnhofsgebäude nicht zu kaufen war auch ein genialer Schachzug.
Warum sollte man den Fahrgästen Würde zumuten?
Kälte härtet ab.
Regen erzieht.
Verspätungen fördern Achtsamkeit.
🧘♂️ „Der Zug ist ausgefallen. Sei eins mit dem Wind.“
Und dann die Politiker, die jetzt empört sind –
mit hochrotem Kopf und ernster Miene:
„Diese Zustände sind nicht hinnehmbar!“
Stimmt.
Aber jahrelang waren sie sehr bequem sitzbar.
Wer Verantwortung trägt?
Natürlich niemand.
Verantwortung ist wie der Zug nach Xanten:
Man hat schon mal davon gehört, aber gesehen hat ihn keiner.
Thomas Velten als tragischer Held:
der eine, der ruft
„Leute, wir fahren gerade gegen die Wand!“
und die Fraktion antwortet:
„Ach Quatsch, das ist moderne Stadtentwicklung.“
Am Ende bleibt dieses wunderbare politische Gesamtkunstwerk:
• Empörung ohne Erinnerung
• Planung ohne Verkehr
• Engagement ohne Wirkung
• Pressefotos ohne Schamgefühl
Und du stehst da, am zugigen Bahnsteig,
wartest auf einen Zug aus einer besseren politischen Zeit
und denkst dir:
„Wenn Inkompetenz Gleise hätte, Kleve wäre ICE-Knoten.“
Encore? 😏
@38
Meine These bezieht sich nicht alleine auf den RE 10. Zustände, wie beim RE 10, gibt es bei zig anderen Strecken und Regionen in Deutschland. Das ist flächendeckend. Es gibt bahnbezogene Medien, in denen man das täglich lesen kann. Auch die Entschuldigungen für Fehlleistungen und deren Ursachen sind immer gleich. Kürzlich gab es noch einen schönen Artikel in der RP, wo eine junge Reporterin ihre Heimat Bayern lobte, indem sie dort Zustände wie beim RE 10 ausschloss.
Geschehnisse, wie auf der Strecke Murnau – Oberammergau (schon mal gehört? Ist ein kleines Bauernkaff in Oberbayern – mit weltberühmten Festspielen) oder der BOB = Bayerische Oberlandbahn (deren Bahnschrott fährt heute ersatzweise auf der S 28 Kaarst – Mettmann) scheinen ihr völlig unbekannt. Und auch in Bayern gibt es noch viele andere Ärgernisse.
@40
Sie haben völlig Recht. Die Bahn geht in Kleve JEDEM Lokalpolitiker völlig am Popo vorbei. Die Planung für die LAGA offenbart dies doch mehr als deutlich. Die Bahn spielt als Anreisemöglichkeit für die Lokalpolitik überhaupt keine Rolle – trotz drohender Parkplatzprobleme. Lassen wir das Problemthema beim RE 10 mal außen vor. Es wäre eine dringende Pflicht der Lokalpolitik, während der LAGA, beim RE10 eine Verdichtung auf den Halbstundentakt gerade an Wochenenden zu fordern! Dann, wenn die Familien für die Anreise Zeit haben. Außer dämlicher Sülze (es wird ja ein Verkehrsmittel gesucht -Fahrstuhl, Seilbahn, Einschienenbahn usw., welches die Anreise zum „Event“ werden lässt) produzieren die lokalen Köpfe, genau NIX!
Mit Hinblick auf meinen Blutdruck höre ich jetzt auf.
Gute Nacht
Gruß Mitleser
Eine Kündigung des bestehenden Vertrags ist wahrscheinlich grundsätzlich möglich, hätte kurzfristig aber keine Verbesserung zur Folge. Ohne neue Fahrzeuge und ohne klar definierte Qualitätsvorgaben stünde man vor einem Übergangsbetrieb mit ähnlichen oder sogar schlechteren Bedingungen. Busse können den Schienenverkehr auf der RE10-Strecke weder hinsichtlich Kapazität noch Fahrzeit sinnvoll ersetzen und sind deshalb keine realistische Alternative.
Die Lösung liegt nicht so ohne Weiteres auf dem Tisch…
Da bin ich mir überhaupt nicht sicher, ob das im Klever Ratssaal auch so gesehen wird !!
Faktisch haben sich bzüglich des Bahnverkehrs in Kleve in den letzen 40 Jahren ALLE Dinge kontinuierlich verschlechtert. Es gibt NICHTS, wirklich GAR NICHTS, was besser geworden wäre.
(Selbst wenn der Verkehr reibungslos laufen würde, sind die Züge z.B: gegenüber 1975 keine Minute schneller. Nur ein Punkt unter vielen.)
Ich habe nicht den Eindruck, als ob das irgendeine Fraktion wirklich nachhaltig interessiert.
Im Gegenteil, wie schon angemerkt: Es gibt überhaupt keinen Widerspruch, sondern nur einhellige Freude, auf den ehemaigen Gleisflächen ein neues Gymnasium zu bauen, einen Campingplatz anzulegen etc. etc..
Und auch bzgl. der damaligen Umgestaltung an der Wiesenstrasse habe ich nie vernehmbaren und nachhaltigen Widerspruch gehört. Von niemandem, auch nicht von SPD, Grünen oder OK. CDU und FDP ist eh klar.
Einzelne Politiker wie Thomas Velten kämpften selbst in der eigenen Partei auf verlorenem Posten was dieses Thema angeht. Mein Eindruck.
Engagement für das Thema hätte man zeigen können indem man das Vorkaufsrecht für das Bahnhofsgebäude hätte nutzen können. Dann könnte man heute bei den Verspätungen zumindest in einer warmen Wartehalle stehen.
Nicht mal Sonja Northing hats interessiert !
Arschlecken, an allen politischen klevischen Fronten!
Die aufgeregte scheinoperative Hektik (ich würde es eher als Hühnergackern bezeichnen) einiger ‚führender‘ Lokalpolitiker was die Zustände auf und an der Strecke angeht ist eine reine Zeiterscheinung und immer im Hinblick auf öffentlichkeitswirksame Werbung für sich oder die entsprechende Partei verbunden.
Dass sich überhaupt Politiker in die Öffentlichkeit stellen und mit geschwellter Brust verkünden diese Zustände gingen ja nun gar nicht, dafür gehören diese meiner Meinung nach schon geteert und gefedert. Wer ist denn am Ruder bzgl. der politischen Gestaltungskraft? Wer hat denn die Zustände politisch zu verantworten. Vor allem wohl doch sie selber.
Müsste man da nicht mit gesenktem Kopf um Entschuldigung bitten und nachhaltig(!) im Hintergrund alles tun um die Zustände zu verändern?
Aber das wär ja mit Arbeit verbunden.
@ 37 )
u.a. hier:
70 Millionen Euro bereitgestellt vom Bund für die digitale Technik, 20 Millionen Euro bereitgestellt von der DB für Oberbauarbeiten.
https://www.lokalkompass.de/kleve/c-lk-gemeinschaft/gespraechsrunde-zum-niers-express-db-netz-stellt-verbesserungen-in-aussicht_a1822435
@35 Ihre These von einer „Zerstörung der Bahn in D“ ergibt keinen Sinn.
Kleve ist auf die Bahnverbindung angewiesen. Das wissen auch Politiker, die sich gerne den Unmut der Fahrgäste ersparen würden.
Das Projekt Stuttgart 21 ist ein Sonderfall. Es ist vor allem eine der größten Steuerverschwendungen aller Zeiten.
Und was Kalkar etc. angeht, es ist klar, dass sich Unternehmen ansiedeln können, wenn Flächen frei werden. Die Stilllegung der Strecke Kleve-Xanten war aber wie woanders eine strategische Entscheidung, um Kosten zu sparen.
@34
Nee, nee, nee, die 30 Mio Euro (genauer die 29 Mio Euro vor eventuellen Nacharbeiten) waren schon in den 70 Mio Euro enthalten. Der Auftragswert im Rahmen der Digitalen Schiene Deutschland (vor den erforderlichen Nachträgen) betrug nur 41 Mio Euro.
Sicher ist dieses Unvermögen kein Zufall. Strategisch geschickt versucht man jetzt mit Hilfe der Medien den Leuten zu suggerieren, die Rhein Ruhr Bahn wäre Schuld an dem Desaster.
@33
Ich bin inzwischen fest davon überzeugt, dass Ihr „anderes Thema“ genau das eigentliche Thema ist.
Es ist die „Sanierung“ (real = Abwicklung, Zerstörung der Bahn in D) zugunsten eines gigantischen Immobilien-Geschäfts. Die Spitze des Eisberges zeigte sich schon in BaWü zu Zeiten des MP Mappus im Zusammenhang mit den Skandalen um das Stuttgart 21 Projekt. Hier ging es doch auch um die riesigen frei werdenden Flächen am Stuttgarter Hbf.
Man besuche mal das Areal des ehemaligen Bahnhofs in Kalkar. Die dort ansässigen Handelsunternehmen finden sich in D hundertfach auf ehemaligen Bahngeländen wieder. Für mich ist das Alles kein Zufall mehr. Systematisches Vergraulen der Fahrgäste, trotz scheinbarer Investitionen in Verbesserungen, welche aber durchweg im Sande verlaufen – dann sinkende Fahrgastzahlen, dann Reduzierungen des Angebotes bis zur Abbestellung der Verkehrsleistungen im Schienenverkehr.
Gruß Mitleser
@ 28 )
70 Millionen Euro für die Digitalisierung auf der Strecke Kleve Kempen . Dazu kommen noch 20 Millionen Euro für Oberbauarbeiten. Seit ungefähr drei Jahren wird auf der Strecke ständig nachgebessert. Sie glauben doch nicht ernsthaft, dass Scheidt Bachmann diese Arbeiten im Rahmen der gesetzlichen Gewährleistung umsonst ausführt. Dann sind wir mittlerweile bei geschätzten Kosten von 120 Millionen Euro alleine für die Strecke Kleve Kempen. Da ist nichts mit ‚ bei weitem zu hoch ‚.
@28
Nachtrag:
Mein Post 26 war ja nun auch eindeutig satirisch gemeint. Ob die Zahl da genau stimmt ist irrelevant, ich habe ja keine Zinsberechnung gegen Personalkosten aufgestellt. Aber die These von 4 ist im Prinzip auch bei 50 Mio richtig. Und im Übrigen ist das Schnelläuferprogramm ja nicht die erste (nutzlose) ‚Sanierung‘ gewesen.
Anderes Thema:
Es fragt sich im Übrigen keiner was mit dem Geld passiert ist dass die Deutsche Bahn beim Verkauf von Grundstücken (Gleisflächen, Bahnhofsgebäude) und Materialwert (Schrottwert Gleise) bei der ‚Sanierung‘ der Bahnhöfe an der Strecke (nicht nur in Kleve) eingenommen hat.
Wär mal interessant zu erfahren wie viel das war und wo es hingewandert ist.
Und da helfen Ihnen Ihrer Meinung nach ‚ausgerechnet‘ (!) 60 statt 40 km/h.
Warum nicht 80 statt 60?
Das Thema Kopfbahnsteig und Reaktivierung wurde ja schon mal angesprochen. Die Reaktivierung (ich war seit jeher ein Befürworter) ist zumindest mittelfristig nicht absehbar, so dass man den Kopfbahnsteig zumindest temporär anlegen könnte. Wenn dann eine Reaktivierung käme, kann man ja dann immer noch über die Brücke nachdenken.
Und die Reaktivierung würde ja wohl auch gegen die Entfernung der Gleise und die niveaugleiche Wiesenstrasse sprechen, oder?
Hat man aber trotzdem gemacht. Ist ein viel grösseres Hindernis bei der Reaktivierung. Ebenso wie der Restaurantwaggon und die Draisine. Hat man trotzdem alles gemacht.
Ist auch irgendwie pervers: Wegen möglicher Reaktivierung müssen die Bahn-Fahrgäste umstädnlich über eine wetterungeschütze Brücke,- 200m weiter hat man die Strassenbrücke für die Autos hingegen abgerissen, und denkt bei Ringbrücke auch noch darüber nach.
‚Verkehrte‘ Welt ! Ist aber halt das autogeile Kleve.
@ 30: schmeißen Sie da nicht etwas durcheinander? Die fahrgastunfreundliche Brücke war auch schon Thema vor der Sanierung der Strecke. Es wurde meines Wissens immer darüber diskutiert, wer die Kosten übernimmt, ob es Aufgabe der DB oder der Stadt Kleve sei usw.
Gegen einen Kopfbahnsteig spricht immer noch das Gedankenspiel, die Strecke Richtung Nimwegen zu reaktivieren.
Den Benefit sehen wir vielleicht nicht, aber wenn der RE10 unpünktlich ist, kommt es manchmal auf Sekunden an, noch den Bus zu erwischen, denke da an SB 58, Linie 60.
Benno
Man hätte es besser bei 40km/h belassen, dann bräuchte man nämlich jetzt nicht eine teure und fahrgastunfreundliche Brücke zu Gleis 2 bauen, sondern hätte einen niveaugleichen Kopfbahnsteig anlegen können.
Der Benefit der 60 km/h ist ja momentan offensichtlich ziemlich genau = 0 .
@28
Und Sie glauben wirklich ernsthaft, das ist hier die Kernfrage ob 50 oder 120 Mio versenkt wurden?
Auf der Strecke funktioniert nix. Da wäre auch schon 1 Mio. zu viel gewesen.
Und es ist richtig dass die Strecke mit alten Stellwerken, alten beschrankten Bahnübergängen, und personenbesetzen alten Stellwerken wesentlich besser funktionierte als heute. Bei höherer Verkehrsdichte übrigens (Güterzüge, Schnellzüge, Eil- und Nahverkehrszüge).
@4 und 26
Laut beiden Beiträgen wären inzwischen EUR 120 Mio nutzlos in die RE 10-Strecke verbuddelt worden. Für den Abschnitt Kleve-Krefeld ist diese Zahl jedoch bei Weitem zu hoch. Davon getrennt zu sehen sind weitere Investitionen in den Abschnitt Krefeld-Meerbusch-Düsseldorf, der für den bei Weitem größten Teil der RE 10-Beeinträchtigungen (wenn er denn fährt) verantwortlich ist. Ebenso ist zwischen Neuinvestitionen und solchen zu unterscheiden, die aus Erhaltungsgründen ohnehin erforderlich waren.
An dem Umbau des Abschnitts Kleve-Kempen auf digitale Stellwerke (einschließlich neuer Lichtsignale und zahlreicher neuer Weichen- und Bahnschrankenantriebe) hing daher ein Preisschild von „nur“ EUR 41 Mio – leider ohne die Erneuerung von noch recht jungen Kupferkabeln im Bereich Geldern, über deren Unterlassung im Kleveblog 2023 zuerst ein User namens Aeskulapnatter in einem Beitrag berichtet hatte. Es wird so sein, dass der zugehörige spätere Ersatz dieser Kupferkabel durch Glasfaserkabel einige weitere Millionen benötigt hat, vielleicht EUR 5 Mio.
Für weitere 30 Mio wurden seinerzeit Gleise, Weichen, Schwellen und große Teile der Schotterbetten (zumindest zwischen Kleve und Goch) erneuert. Investitionen, die ohnehin mal aus Verschleißgründen notwendig waren. Dabei wurde u.a. auch die Aus- und Einfahrt in den Klever Restbahnhof für 60 km/h ertüchtigt (zuvor nur 40 km/h). in Bedburg-Hau erfolgte eine Verkürzung des Ausweichgleises samt gleichzeitiger Anhebung der zulässigen Geschwindigkeit von 40 auf 50 km/h und Vertauschen der Richtungsgleise. Ähnliche Verbesserungen gab es auch in den übrigen Bahnhöfen bis Geldern (Grund für die Verkürzung der Fahrzeit von Kleve nach Krefeld von 63 auf 60 Minuten). D.h., für die eigentliche Digitalisierung des Abschnitts Kleve-Krefeld (bzw. Kempen) wurden insgesamt nur ca. EUR 50 Mio aufgewendet. Außerdem ist die Anzahl der Störungen durch die digitalen Stellwerke zwischen Kleve und Kempen doch inzwischen stark zurückgegangen. Entsprechend gehen die meisten verbleibenen Infrastrukturstörungen inzwischen auf nicht so richtig kompatible Alt-Bahnübergänge zurück, die seinerzeit ausdrücklich ausgelassen wurden und nun im Nachhinein – wenn überhaupt – nur sehr schleppend modernisiert werden. Nichts davon hilft aber gegen den Murks, unter dem die Zuverlässigkeit (abgesehen von der RRB-Verantwortung für ihre unsägliche, inzwischen permanente Triebwagen-Knappheit) der RE 10-Strecke ganz erheblich leidet: Das von dem Abschnitt Krefeld-Düsseldorf hereingetragene Chaos.
So, dass ist meine Berechnung, wie ich die Maßnahmen verfolgt habe.
Vielleicht können @4 und @26 dieser Berechung nun mal entgegenstellen, wie sie statt auf 50 + 30 = 80 Mio Euro auf 120 Mio Euro kommen?
Auf der ganzen Welt wird schon gespottet (über die DB, nicht nur den RE10.)
Trotzdem werde ich das Gefühl nicht los, dass diese Vietnamesin den RE10 kennen muss. Superlustig, viel Vergnügen: https://www.youtube.com/watch?v=K95cKz4dzEI&t=934s
@5
Vielleicht sollte man bei der Grenzlanddraisine nachfragen, ob die nicht aushilfsweise ein paar Fahrzeuge mit Selbstantrieb stellen kann… vielleicht könnte man sich in 6er oder 8er-Gruppen organisieren und wär dann mit der Schienenfiets schneller in Krefeld als mit den RRB-Triebwagen….
Mit den Draisinen könne man versuchen sich per WhatsApp zu verständigen wer wo fährt , – dann wäre auch die ausfallaffine 120-Millionen-Technik der digitalen Schiene unnötig. 🙂
Das sind wichtige Erkenntnisse.
Die RE10 ist kein Zug, das ist ein pädagogisches Konzept.
Sie lehrt Geduld, Demut und die Kunst, Termine innerlich loszulassen.
Die fünf Minuten vor Abfahrt sind immer besonders spannend – fährt er oder gewinnt heute wieder der „fällt leider aus“-Joker?
Im Winter gibt’s das Ganze als Outdoor-Version mit Gratis-Unterkühlung.
Dass die Züge nur stündlich fahren, ist übrigens ein Service: So hat man genug Zeit, die Enttäuschung zu verarbeiten.
Pünktlich war ich bei 10 von 400Fahrten – das ist keine Statistik, das ist ein Wunder.
Das Geld zahlt man nicht für eine Beförderung, sondern für ein Abo auf Hoffnung.
Und wenn man plötzlich in Krefeld rausgeworfen wird: Das gehört zur interaktiven Streckenführung.
Ob sich das jemals bessert? Natürlich.
Sobald Zeit, Raum und Fahrplan gleichzeitig existieren.
Das Problem ist auch, dass die RE10 immer so plötzlich ausfällt…. da steht man schon am Bahnhof und kriegt fünf Minuten vor Abfahrt Bescheid, dass der Zug ausfällt. Gerade im Winter kann man dann eine Stunde in der Kälte stehen. Die Züge fahren ja auch seit paar Wochen wiedermal mur stündlich… es nervt einfach nur noch, man kann sich in keinster Weise auf diesen Zug verlassen. Ich plane mittlerweile immer 1-2 Stunden extra ein. In den letzten zwei Monaten habe ich mal mit mitgezählt. Von 30 Zugfahrten, war ich nur sechsmal pünktlich +/- 20 Minuten, ansonsten fiel immer eine Fahrt aus, hohe Verspätung oder man musste schon in Krefeld aussteigen. Ist das noch normal? Dafür zahlt man über 60 Euro. Ich glaube, dass da auch keine Besserung in Sicht ist. Schon seit Jahren geht das so und ich frage mich, ob es sich jemals bessert???
@21
Die hatte ich extra weggelassen denn dafür gibt es ja heute die Bäckerei, ab 6h geöffnet. Eine solche gab es früher nicht.
(Es sei denn man zählt das Cafe Lensing dazu aber das lag ja schon ein paar Schritte weg und hatte auch nicht so früh auf glaube ich.)
@SpoyBoy
Dein Posting 14 Gefällt mir sehr was ich auch noch sehr gut kenne. Aber eines hast du vergessen was es auch gab, eine Bahnhofs Gaststätte. Heute gibt es auf der Gesamte Strecke nur noch eine Bahnhofs Gaststätte, nämlich in Bedburg Hau.
Und früher war unser Bahnhof noch sauber im gegensatz heute. Heute sitzen da nur noch am Bahnsteig sowie Busbahnhof direkt am Türkischen Laden Junkis die alle Sitzplätze für Pendler besetzten, wo Pendler dann stehen bleiben müssen und auf den Zug warten müssen. Und die Bundes sowie Landespolizei interessiert es nicht wie die Deutsche Bahn Bahnhofsmangement in Duisburg die hier für die Strecke zuständig sind. Da sollen sich mal die Pendler beschweren, aber die können nur über die RBB Meckern. Kleve hat das schmutzigste Bahnhof auf der ganze Strecke was für mich schlimmer ist, und alle schauen weg.
Was mich Wundert hier: Alle haben früher hier gemeckert das die RBB kein SEV einsetzt, jetzt machen die das, jetzt ist es auch nicht gut da es zu lange dauert bis Krefeld. Dabei ist es gedacht mehr für Pendler die kurzstrecken fahren sowie ich wenn ich zu Arbeit fahre. Das mache ich auch gleich 4:54Uhr von Kleve.
Schönen Tag noch allen hier. 🙂
Gibt es eigentlich Orte in der Größe von Kleve, die nicht (mehr) mit dem Zug zu erreichen sind?
Ja, Bergkamen.
Das sagt doch alles.
@15 Sie meinen, ein Expressbus nach Goch, einer direkt nach Kevelaer, einer nach Geldern etc.? Wäre wohl zu teuer.
Und Busse sind generell kein guter Ersatz für Züge.
@17 Nee, es ging in 9 um die grundsätzlichen Kompetenzen.
@12
Ja. Und genau da hat 9 recht!
Den gibt es in den Niederlanden nämlich nicht bzw. nicht in diesen aberwitzigen Ausmassen.
@15
Und was ist wenn jemand mal muss?
Und was ist mit Kinderwagen-, Rollstuhl- und Fahrradbeförderung?
Beförderungsvertrag mit der RRB sofort fristlos kündigen. Expressbusse einsetzen, die getrennt die jeweiligen Bahnstationen ohne Halt anfahren!
@4
Manchmal jetzt doch bedauerlich dass es die „Gefällt mir“ Funktion nicht mehr gibt….sehr guter Post!
Was scheinbar niemanden stört: Abgesehen vom nichtkommenden Zug ist der Haltepunkt Kleve im Vergleich zum früher stolzen und schönen Bahnof ein ebenso schlechter wie trauriger Witz.
Und schlimm dabei: Die auf dem Bild wartenden jungen Leute wissen nicht mal mehr, was das ist und dass es so was in Kleve gab: Einen Bahnhof mit endlosem Bahnsteigdach, Blumen auf dem Bahnsteig, beheizter Wartehalle mit Geschäften, funktionierender Postfiliale, Bahnpostverladung….., Zügen in 4 Richtungen, Bahnstückgutverladung, Rangierbetrieb, ganz früher sogar eigenes Bahnbetriebswerk.
Und niemand in der Politik kommt mal auf die Idee zu überlegen, ob das richtig war mit der Bahnreform, – den Bahnbediensteten ihren sicheren Status als Beamten zu nehmen (komisch, bei den Lehrern denkt da niemand drüber nach), anstatt die Bahn als Volks-Bahn, als Bundes-Bahn zu erhalten….
Auch die Kommunalpolitiker/innen bekleckern sich nicht mit Ruhm und versuchen Bahnflächen als solche zu erhalten, – ein schickes neues Gymnasium ist doch da viel schöner als blöde Gleise.
Nur fehlen die Gleise jetzt für eine Verkehrswende. Die aber gar kein/e Politiker/in ernsthaft will.
Und wenn die Bahnbediensteten jetzt mal streiken, geht direkt das Politiker/innengejaule von der Systemrelevanz wieder los.
Tja, liebe Politiker/innen von CDU bis Grünen, IHR hab das alles so gewollt. Jetzt steht IHR vor EUREM bahnpolitischem Scherbenhaufen.
Und grundlegend ändern wollt Ihr immer noch nix…… Ihr seid genauso wie die katholische Amtskirche.
(Gut, bei Lichte betrachtet kann es für diese gar nicht besser laufen. Geld und Vermögen auf der sicheren Seite und das lästige Kirchenvolk verpisst sich von selber … )
Unzumutbar. Mehr kann man nicht sagen. Oder wie Armin Laschet, unser lachender Fast Bundeskanzler mal so schön sagte: Ist so.
Der RE10 ist in vielen Belangen eine Zumutung. Ich plane meine Arbeit nur noch nach der RE10, Überstunden, Minusstunden, Wochentage, permanent die Ungewissheit ob sie denn auch wirklich kommt, oft genug das Sie als fahrend bis zur letzten Minute angeschlagen / – in der App stand, dann aber trotzdem nicht kam. Also ab in die U-Bahn. Mit dem Gedanken bin ich selten alleine, also wird es entsprechend auch in der UBahn unerträglich voll. Mit Behinderung noch mal schwerer, aber was will man sich beschweren – Hauptsache man kommt aus Düsseldorf weg. Seit Jahren wird geredet, gebaut, versprochen getan. Aber anstelle Besser /- wird es nur immer schlimmer. Wohl reine Experten am Werk, oder? Und eines noch, es kann mir keiner Erzählen das es nur an der Rheinruhr Bahn liegt. Was wurde schon gebaut, gemacht und getan. Auf unsere Steuergelder Kosten modernisiert. Und auch hier waren vermutlich die besten Ingenieure am Werk – Nicht wahr! Monate lang SEV…….. Danke für nichts!
@9 Blödsinn.
Es geht in Deutschland um einen Sanierungsstau.
Nee, beim Tippen der Zahl. Sind natürlich 0,04 Prozent.
RE 10: Reicht Erstmal, Richtig Ekelig, Rumst Ewig, Ratten Etablissement, Riecht Etwas…
Die Lösung liegt doch auf der (Ausl-)hand.
Nederlandse spoorwegen ! Ob Bau, Straßenbau, oder halt Spurbau Holländer können das viele male besser !
RE 10 – Linie der Ausreden
Der RE 10 zwischen Kleve und Düsseldorf ist kein Zug mehr, sondern ein soziologisches Experiment: 41 % Ausfälle, geschlossene Toiletten, kaputte Türen, und offene Fahrgastrechtsanträge .
Organisiert wird das Chaos von RheinRuhrBahn, DB InfraGO AG und dem VRR – ein Geflecht aus Unternehmen, das mehr Geld für Gutachten, Marketing und Porto ausgibt (insgesamt 64 Mio. €) als für funktionierende Züge. Strafzahlungen von 600.000 €? Symbolisch. Für die Pendler ändert sich nichts.
Bitte ändert den Namen von RE10 in :
Alternative Namensideen: „Linie der Ausreden“, „Gutachten-Express“, oder einfach „Fällt aus.“
Grüße
Benito
Träger des VRR sind die Kommunen. Kann man sich ja denken, wieso der VRR gegründet wurde. Wahrscheinlich deswegen, damit möglichst viele Kommunalpolitiker sich noch einen Zusatzposten ergattern können.
Beim Berechnen 1,5 Milliarden, 600000 Strafe und 0,004% war wohl wieder der Taschenrechner kaputt…
Kann der Kreis Kleve doch sicher 4-5 ausrangierte Rangierlokomotiven kaufen, ein paar Triebfahrzeugführer einstellen, irgendwelche Wagen kaufen und dann selbst hin und herfahren…
Kreis-, Land und Bundespolitiker, Deutsche Bahn, Scheidt-Bachmann und VRR haben jetzt endlich den Schuldigen für die Misere gefunden: Rhein Ruhr Bahn und Transdev.
Wie abgrundtief verblödet muss man sein, um den Schwachsinn zu glauben ?
Mittlerweile sind auf der Strecke Kleve – Krefeld ca. 120 Millionen Euro verbuddelt worden , vorwiegend durch Scheidt-Bachmann, mit dem Ergebnis, dass seit fast 4 Jahren nichts mehr
richtig funktioniert.
100 Millionen Euro ergibt bei einem Kalkulationszins von 4 Prozent 4 Millionen Euro an
Zinskosten pro Jahr. Nimmt an für eine Stelle Personalkosten von 50.000 Euro pro Jahr an,
sind das 80 Stellen. 80 Stellen Personal hätten man also an den Stellwerken einsparen müssen,
um alleine die Zinskosten zu erwirtschaften. Es muss also allen beteiligten Planern von Anfang
an klar gewesen , dass sich dieses Projekt so für den Steúerzahler nicht lohnen würde.
Die Suche nach einem neuen Betreiber..
Die deutsche Bahn selber will die Strecken nicht betreiben, weil zu unrentabel. Nordwestbahn ist
mittlerweile ausgestiegen. National Express hat abgewunken….
Strafzahlungen für eine Lotterie verwenden?
Meinen Vorschlag hatte ich kurz vorher noch hier niedergeschrieben:
https://www.kleveblog.de/re10-die-geschichte-einer-vollstaendigen-verantwortlungslosigkeit/#comment-459584
@1
… wo lassen Sie denken?
Wir als Fahrgäste fühlen uns nun besser, weil die Grünen uns die Grundlage zur Arbeit oder Schule zu gelangen, streichen möchten.