Wenn nicht Sebastian Wessels im vergangenen Jahr mit seinem gut bestückten Spielwarenladen in der Hagschen Straße für wenigstens eine gute Nachricht gesorgt hätte, müsste man sich um den Fußgängerzonenteil des Straßenzugs ernstlich Sorgen machen, denn wer gestern dort unterwegs war, musste einmal mehr mitansehen, wie ein Ladenlokal ausgeräumt wurde.

Zu Jahresbeginn verblüffte das Café Luna, eingangs der Neuen Mitte gelegen, seine treuen Kunden mit der Mittteilung, das das Lokal schließen werde, obwohl dort doch immer viele Leute saßen, insbesondere Niederländer, die die Vielfalt an Suppen genossen, die dort offeriert wurde. „Beste Gäste“, so hieß es in einem Aushang an der Tür, „leider müssen wir euch mitteilen, mit Schmerz im Herz, dass das Café Luna ab 20. Dezember die Tüten schließt. Unser ,Sponsor‘ wollte nicht mehr mit uns mitgehen, so lohnt es sich nicht mehr weiterzumachen.“ Mehr wollten sie dazu nicht kund tun, allerdings verwundert das Wort „Sponsor“ in dem Zusammenhang ein wenig.
Etwa zur gleichen Zeit hatte auf der gegenüberliegenden Seite bereits ein Juwelier sein Geschäft drangegeben, ein paar Wochen zuvor war Ingo Marks‘ Geschäft „Deco & more“ an die Hoffmannallee umgezogen (um sich dort vor allem dem Handel mit Tabakwaren zu widmen), und gestern war nun zu beobachten, wie auf der gegenüberliegenden Seite der Hagschen Straße eine weitere fast schon traditionsreiche Adresse ausgeräumt wurde – Meyers Buchhandlung, vor zwei Jahren von Hamid Benbouazza übernommen, stellt den Geschäftsbetrieb ein. „Die Bücher habe ich Sebastian Wessels übergeben“, so Benbouazza. Er selbst zieht seiner ebenfalls dort ansässigen Clear Vision Academy ins Klever Technologiezentrum.
Damit klafft nun mitten in der Hagschen Straße, die einst wie die Große Straße zur besten Lage in der Stadt gehörte, eine bemerkenswerte Lücke, in der auf beiden Seiten gleich mehrere Geschäfte in Reihe fehlen – rechts Hofladen Slütter und Deco & more, links der Juwelier, das ehemalige Reformhaus, das Modegeschäft Seinz (wo der Verein Aorta etwas Kunst zeigt) und nun auch noch die Buchhandlung. Das ehemalige Schuhhaus Kürvers beherbergt seit Ende vergangenen Jahres einen Barbershop. Das alles macht es für die verbliebenen Geschäfte, allen voran wären da die Buchhandlung Hintzen und das Elektrohaus Thies zu nennen, nicht einfacher.
Die Frage ist, ob die Pläne zur Umgestaltung der Fußgängerzone, die im kommenden Jahr in Angriff genommen werden sollen, an der Stelle einen neuen Impuls setzen können – oder ob die Innenstadt der Zukunft zusammenschrumpft auf den Bereich Herzogstraße (westlich der Brücke), Große Straße und Kavarinerstraße?

In der Großen Straße indes zeugten zwei Container des Entsorgungsunternehmens Peitsch davon, dass auch dort Veränderungen anstehen – das Traditionshaus Kiesow hatte im vergangenen Jahr nach 175 Jahren den Geschäftsbetrieb eingestellt, nun wird das (für Klever Verhältnisse) große Ladenlokal ausgeräumt, um Platz für ein neues Unternehmen zu schaffen. Bei der Lage dürfte ein Leerstand nicht lange bestehen bleiben, allerdings wäre er im etwaigen Falle eines Umzugs von Fielmann dorthin mit einer anderen Lücke in der Innenstadt verbunden (am Fischmarkt), und Fielmann (oder ein vergleichbares Unternehmen dieser Art) würde wiederum die Attraktivität der Stadt für die Kunden aus dem Nachbarland senken.
Wie sehr Kleve bzw. der Handel im Klever am Tropf der niederländischen Konsumenten hängt, die jenseits ihres Heimatlandes günstiger Lebensmittel, Spirituosen und Drogerieartikel kaufen können (und dann auch noch eine Tasse Kaffee trinken oder etwas essen gehen), verdeutlicht das unten stehende Foto. Es zeigt den Parkplatz am EOC am Samstag Vormittag, zu einer Zeit, zu der das Areal normalerweise vollbesetzt ist. Nun hatte es ein wenig geschneit, und die Niederländer hatten sich vernünftigerweise entschieden, einmal zu Hause zu bleiben:



@ 36 )
Ich verstehe auch nicht, dass man damit Geld verdienen kann.
@ 25, 34 Bernd Rütgens :
2 BoxFREUNDE ?
Die eine Box siehr in der Tat FREUNDlich aus.
aber die 2. ?
Wohl eher BoxDenFEIND.
Ob jemand darauf wirklich jemand gewartet hat ?
@31 Ein Toter, zwei Schwerstverletzte, alle aus Polen.
Heute 14.00 Uhr das Großereignis, worauf die Klever Bürger schon lange gewartet haben. Der Automatenkiosk mit zwei Boxfreunden auf der Kavarinerstrasse wird eröffnet.
@29 & 30
Gut getrollt Jungs
Es wird nun der Klever Becher „Kleve to go …..“ zum Erwerb angeboten.
Was soll es bedeuten?
😉
Morgen grosses Thema in Kleve. Unfall auf der Ringstrasse. Ich bin da vorhin vorbei gekommen. Ich habe erst gedacht, da wären zwei Tanklastzüge zusammengekracht. Aber da muss wohl ein Auto mit drei Insassen mit hohem Tempo die Gruftstrasse hochgefahren sein und kurz hinter der Staatsanwaltschaft muss es dann irgendwie fürchterlich gekracht haben.
Unter akzeptablen, u.a. Mietbedingungen + reichlich staatliche Unterstützung wären junge Leute sicher eher bereit sich zu engagieren um sich nicht beim ersten „Fehltritt“ für den Rest ihrer Tage zu verschulden ,denn Kohle ist reichlich da ☝🏼 Allerdings die schönen Rheinmetall „NATO OLIV“ PREZIOSEN 😎 für die Ukraine mit „all in“ 👍🏼 für 25.000.000 + Euronen haben da wohl Priorität. 😠
Und Thomas Philipps ist jetzt auch von der Kalkarer Straße weg. Der nächste gute Laden der schließt.
Kleve wird wirklich immer attraktiver, die Bediensteten leisten hier hervorragende Arbeit.
Bei den Mietpreisen aber auch kein Wunder. Wenn man die halbe Stadt an einen Herrn Zevens verkauft, dann darf man sich nicht wundern. Die Leute gehen auch nicht in die Stadt um Protz-Bankgebäude, oder Luxushotels in bester Lage zu sehen.
Und die Weihnachsbeleuchtung ist auch ein Witz, warum hängt man die überhaupt noch auf?
Kaum zu sehen und wird erst so spät eingeschaltet, wenn schon keiner mehr in der Stadt ist, weil die meisten Geschäfte machen ja auch schon gegen 16 Uhr dicht.
Die Ladenöffnungszeiten sind ein Witz, wer Samstags in die Stadt geht erlebt oft, dass viele Samstags schon um 15 Uhr schließen.
@26 Bernd Rütgens
Geben Sie bitte Bescheid… 😉
@26. Bernd Rütgens
Versuchen Sie es mal mit einem 20 Euro Schein ……. man möchte natürlich mit den Automaten auch etwas verdienen …..
😉
Weiss vielleicht jemand , was ein 10 Euro Schein kostet ? In dem Automatenkiosk in der Fussgängerzone liegen in einem Automaten 10 Euro Scheine. Steht aber nicht dabei,
wieviel die kosten. Wenn die 5 Euro kosten , ziehe ich mir gleich welche.
Auch eine Idee. Am Montag eröffnet auf der Kavarinerstrasse ein Automatenkiosk mit zwei Boxfreunden.
@22
Ich habe mich noch nie mit Vorschriften betreffend des Karnevals- bzw. Rosenmontags-Umzug beschäftigt. Mir fehlen die Affinitäten dazu.
Ich wohne auf der Heldstrasse. An mir soll es nicht liegen, wenn der Karnevalszug über die Heldstrasse zieht. Ich werde deswegen keine Petition starten zur Abschaffung des Karnevals in Kleve.
@ 21 )
Schlimm mit diesen ganzen Vorschriften. Das habe ich wieder total unterschätzt.
@18
Quelle: https://www.kleveblog.de/so-schoen-soll-die-klever-innenstadt-zur-landesgartenschau-aussehen/#comment-457860
In der Folge dieses Kommentars wurde das Thema noch einmal aufgegriffen…
@18
Habe das aus einer ähnlichen Diskussion hier vor einigen Wochen zum Thema Umgestaltung der Innenstadt.
Irgendwas mit Bäum sollten bei der Umgestaltung nicht gepflanzt werden wegen Rosenmontag.
Glaube das war die Diskussion wo ich den Vorschlag mit dem Bach gemacht habe.
@9 …ja sowas wie Schätzlein früher…mal eben ne Kleinigkeit mitnehmen…Kiesow hätte die ideale Größe:-)
Nijmwegen ist ein Beispiel, wie schön ne Fußgängerzone aussehen kann..
Karneval kann weg…ich habe mal gelesen NRW hat ca. 18 Mio. Einwohner…davon feiern ca.-3-4 Mio. Karneval…der Rest muss es zwangsläufig einfach ertragen:-)… (so sehe ich es-nie gemocht diesen allgemeinen Frohsinn auf Knopfdruck).
Wenn Grönland demnächst vielleicht den Amis „gehört/gehören soll“ – dann kann man auch so einen Zug „wegfallen lassen“…Ironie
@ 17 )
Das glaube ich nicht, dass der Umgestaltung der Fußgängerzone der Rosenmontagszug im Wege steht. Quelle ?
Wie ich einer ähnlichen Diskussion hier vor einigen Wochen entnommen habe steht ja einer Umgestaltung der Großen & Haagschen Straße zu einer attraktiveren Einkaufsstraße, die jährlichen 3-4 stündige Nutzung am Rosenmontag im Weg.
Wegen der Tradition darf die Fußgängerzone nicht für die restlichen 364 Tage und 20 Stunden des Jahres den aktuellen Bedürfnissen der Kunden und Händler angepaßt werden.
Der Zug muss Platz haben und daort durchpassen. Eine angenehme Fussgängerzone ist zweitrangig.
Mal über eine Alternative wie die Gruftstraße oder Heldstraße nachzudenken geht ja nicht.
War noch nie so und ist einfach nicht möglich. Außerdem ist die Heldstraße eine EInbahnstraße also kann der Zug da auch nicht hochfahren. Und die Armen Menschen, die da wohnen…. Und wo soll der Verkehr hin … Und… Und… Und… (Die Bäune werden auf der Heldstraße das Problem sein)
Einfach mal alle Scheuklappen abnehmen und neue überdenken.
Thomas Velten schlägt hier vor die Haagsche für Fahrradfahrer frei zu geben.
Warum nicht und diese jetzige Rennstrecke so umgestalten, das man nicht mehr mit 60km/h da runter brettern kann und angenehm aussieht.
Rettungsdienst und Lieferfahrzeuge müssen gerade noch durchpassen, aber kein Trekkergespann mit Prinzenwagen.
Was sieht angehmer aus, abgesehen von der Jahreszeit. Kleve oder Nijmegen
https://maps.app.goo.gl/fRCbARQz9Dxxrq6W6
https://maps.app.goo.gl/jRk8yHgd9QNnm9w39
Hier mal ein Beispiel aus Nijmegen wie sich die Atmosphere an der Stelle zwischen 2017 und 2025 verändert hat in dem alles viel enger zusammenrückt und freie Flächen zugebaut werden.
https://maps.app.goo.gl/YnyQj48nb17ZXu3W7 (2017)
https://maps.app.goo.gl/bHg5rsL9tQDufmDD8 (2025)
Da freuen sich die Einzelhändler, wenn nur noch Radfahrer vorbeirasen…
Der Untergang 😥 der Einzelhandel Kultur aus der schönen wirtschaftlich kuschligen „Best ever“ Nachkriegs Zeit ist schon seit Jahren eingeläutet. 😳 Multi Großkapitalistische Heuschecken die unter Nutzung von großzügigen Steuer Milliarden ganze Staaten bescheißen sind heute up to date 😁 Das zeigt sich zur Zeit ( wie einst Nokia ) aktuell ZALANDO ⏩ Polen,☝🏼 1/2 Personalkosten .👋🏼👋🏼 Deutsche Arbeitsplätze 2700 EXITUS . 😢 😠
Hagsche Straße für Radfahrer freigeben!
Es wäre doch nicht tragisch, wenn die Fußgängerzone in Kleve sich auf den Bereich Obere Herzogstraße, Kavariner Straße, Gasthausstraße, Große Straße beschränkt.
Das wäre für eine Stadt von der Größe Kleves doch völlig ausreichend!
Die Kirchstraße und die Hagsche Straße könnte für den Radverkehr freigegeben werden.
Von mir aus auch für den PKW-Verkehr!
Mir sagte vor Jahren ein Mitarbeiter, dass er vor lauter Waren verräumen keine Zeit für Kunden-/Beratungsgespräche hätte. Da lobe ich mir ein Modehaus in Moers, welche sich viel Zeit für meinen, manchmal recht anstrengenden Vater (91) nimmt. Die Preise sind trotz sehr gutem Sevice ähnlich wie in KLE.
Das wäre wirklich eine gute Idee! Wenn man in der MiPa in die Stadt gehen möchte, dann gibt es nur Heicks, Bolten und für eine Handvoll Dinge dm. Brüggemeier ist zu weit weg, der EOC ebenso. Jeden Tag Currywurst ist auf Dauer auch alles andere als gesund und bei CurryQ lässt man auf Dauer zu viel Geld.
Das wär’s!
Das wär’s!
Ich persönlich hoffe ja immernoch auf so etwas wie einen „Rewe to go“, also einen auf Innenstadtgröße angepassten Supermarkt in einer 1A Lage. Kleinere Produktpalette – perfekt um mal eben ein paar Sachen für die Mittagspause oder für die Rücktour in die Niederlande zu kaufen. Für den großen Wocheneinkauf haben wir ja bereits viele sehr gute Optionen in Kleve. Ich glaube es gibt schon noch Kunden, die gerne zu Fuß und mit dem Einkaufsbeutel ihre Lebensmittel in der Innenstadt einkaufen würden. Wäre ich vom Fach und hätte das nötige Startkapital, würde ich ja sowas glatt selbst versuchen. 😀
@ 7 HPL )
Nehmen Sie doch nur mal das Restaurant, was das drin war. Das müssen ja auch nicht alles Vollzeitkräfte sein. Mit 8 Stunden kommt man auch nicht hin, also etwas mehr als eine Schicht. Und dann noch samstags geöffnet. Da ergibt überschlägig schnell 20 bis 30 an Personal. Und das sind noch nicht einmal 10 Prozent der Fläche.
Oder die Buchhaltung. Was früher 5 Leute handschriftlich eingetragen haben, macht heute einer mit dem Computer.
@4 Anmerkung
Das kann ich nicht beurteilen. Das maße ich mir nicht an. Ich habe der ehemaligen Mitarbeiterin mein Erstaunen ausgesprochen und sie erklärte mir, dass die ja auf mehrere Abteilungen verteilt gewesen sein, was mir ja noch einleuchtet. In der Abteilung, in der sie arbeitete (ich nenne diese Abteilung aus Gründen meiner gebotenen Diskretion nicht), seien schon eine Vielzahl an Mitarbeitenden in mehreren Schichten beschäftigt gewesen.
Im Verhältnis zum heutigen Betrieb dürfte mein betriebswirtschaftliches Verständnis ausreichend sein, um zu sagen, dass die Zahl vonm 275 heute sehr hoch seion sollte.
@ 3 HPL )
Das waren noch Zeiten. Ich kann mich noch erinnern, wie ich vor ca. 60 Jahren einmal samstags im Kaufhof war. Unten war noch der Einkaufsmarkt drin. Im ganzen Kaufhof ein Gedränge, dass man kaum durchkam.
Super! Was sagt denn unser Bürgermeister? Er wollte doch Kleve jeden Tag ein Stück besser machen. Es fehlen einfach Ideen und Macher. So wird das nix.
275 waren aber wirklich zu viele.
Heute erfuhr ich von einer ehemaöigen Mitarbeiterin des Kaufhofs in Kleve, dass dort mal 275 Mitarbeitende beschäftigt waren. Ich konnte es kaum glauben. Das macht aber auch deutlich, wie sich die Zeiten geändert haben…
Das Bild am EOC trügt.
Die Niederländer sind alle mit dem ÖPNV gekommen.
😀
… und nun ist auch die VHS weg, ein „totes Eck“ ……..