Ist der Ungwershot der heimliche Retter dieser Karnevalssession?

Prinzessin Janine mit Notfallbeutelchen, im Hintergrund Gardist Rafael

„Hatschi!“ statt „Helau!“? Die aktuelle Karnevalssession verzeichnet bei den Aktiven eine ungewöhnlich hohe Zahl an Atemwegsinfektionen, die Narren bewegen sich zwischen Ausfällen und Applaus, zwischen Kamelle und Eukalyptusbonbon. Möglicherweise ist eine geheime Mixtur aus der Klever Prinzengarde, die die Session gerettet hat – der Ungwershot!

Auch die Tollitäten blieben nicht verschont. Sie absolvieren derzeit einen dicht getakteten Terminplan und geben bei jedem Termin alles. Die Stimme ist dabei ihr wichtigstes Instrument. Doch bei der Krankheitswelle und den vielen Auftritten lässt diese auch mal nach – so auch bei Prinz Tobi dem Träumenden: „Ja, die Stimme ist bei mir auch noch in Mitleidenschaft gezogen.“ Leider war es bei Prinz Tobi nicht nur die Stimme. Auch das Immunsystem des Träumenden hat trotz vieler Supplements wie Vitamin D einen kurzen Tiefpunkt gehabt. „Ich habe letzte Woche Montag und Dienstag komplett flach gelegen. Die Jungs haben das dann alles an To-dos aufgefangen“, so Prinz Tobi.

Auch Tulpenprinzessin Janine aus Bedburg-Hau möchte jetzt in der heißen Phase nicht ausfallen. Sie hat sich ebenfalls wie Prinz Tobi mit Vitaminkuren und Aspirin ausgestattet. Der ständige Begleiter der Prinzessin ist ihr Notfall-Set, denn sie ist selbst auch etwas angeschlagen. „Wenn es jemandem aus der Garde schlecht geht, dann habe ich alles dabei, um die letzte Zeit noch gut zu überstehen.“ Die Bedburg-Hauer Garde ist also in den besten Händen, denn auch dort hat die Krankheitswelle keinen Halt gemacht. Für die heiße Phase sind jedoch fast alle wieder fit. „Wir lassen die letzten Tage jetzt passieren und genießen diese in vollen Zügen“, so das Bedburg-Hauer Oberhaupt.

Nicht weniger gefordert waren die Tanzgruppen. Diese versuchten, sich während der Session möglichst fit zu halten, doch krankheitsbedingte Ausfälle lassen sich nicht immer verhindern. In diesen Fällen war und ist Flexibilität gefragt: Choreografien wurden kurzfristig angepasst, Positionen neu verteilt oder sogar neu erlernt, damit das Gesamtbild auf der Bühne erhalten bleibt.

Zeitweise besonders angespannt war die Situation beim 23-köpfigen Funker-Chor der Schwanenfunker. In der vergangenen Woche meldeten sich zwischenzeitlich fast 50 Prozent krank, sodass die Durchführung des Auftritts auf der Sitzung am vergangenen Samstag auf des Messers Schneide stand. Bis zum Tag der dritten Sitzung entspannte sich die Lage wieder, und der Krankenstand ging glücklicherweise zurück.

Auch der Auftritt der Dreiergruppe „Bei Rosi“ war zeitweise gefährdet. Akteur Fred Kusch fiel nach dem zweiten Auftritt am vorvergangenen Sonntag krankheitsbedingt knapp eine Woche aus. „Ich habe mich nach dem Auftritt sofort ins Bett gelegt, hatte Schüttelfrost und Fieber. Es ging nichts mehr“, berichtet Kusch. Für den dritten Auftritt am vergangenen Samstag war er jedoch wieder rechtzeitig fit und konnte das Klever Publikum begeistern.

Am Ende zeigte sich, dass eine erfolgreiche Session nicht nur von guten Programmpunkten lebt, sondern vor allem vom Engagement aller Beteiligten – und das kann sich durchaus bis in die alternative Heilkunde ausdehnen. Denn Tim Tripp, Adjutant der Klever Garde, erfand während der Session einen neuen Fitnessdrink – den Ungwershot. Dabei handelt es sich um frischen Zitronen-Ingwer-Tee mit Honig und einem Underberg drin. So bleiben hoffentlich alle Karnevalisten in den letzten Tagen fit. Und damit: Kleve Helau!

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