Aus der Idee vierer Auszubildender der Stadt Kleve ist, das darf man nach der vierten Auflage der Party sagen, ein Klassiker der volksnahen Unterhalten geworden: Das Klever Kirschblütenfest lockte am Samstag zwischen 13 Uhr und 20 Uhr die Gäste zu Tausenden an den Kermisdahl, wo das gute Dutzend Zierkirschen in prächtigster rosa Blüte stand, die Wiese mit picknickenden Menschen gefüllt war und verschiedenste Caterer die Besucher mit Getränken und Speisen versorgten – und, anders als beim Weinfest vor wenigen Monaten, hielt sich dank sorgfältig geplanter Pfandpolitik die Menge der herumliegenden Gläser und Flaschen in engen Grenzen.
Das Wohltuende am Kirschblütenfest war zweifelsohne, dass eine gewisse Grundfröhlichkeit vorherrschte, anders als beispielsweise bei der (dann doch eher lärmenden) Kirmes. Die Menschen waren froh, endlich wieder draußen etwas machen zu können, das Wetter spielte glücklicherweise mit (bis auf die letzten beiden Stunden), und die Stimmung erinnerte bisweilen eher an einen Stadtteilmarkt in Düsseldorf – unter anderem deshalb, weil an strategisch günstiger Stelle die mittlerweile recht bekannten Schampusschwestern aus ihrem Wagen heraus prächtige Cocktails zubereiteten, und, wie sich auf den Tischen davor zeigte, offenbar der eine oder andere Klever auch in Champagnerlaune war.

Gleich daneben gab’s Wildscheinkrakauer vom Landgasthof Westrich, auch eine Spezialität, die sonst eben nicht überall zu haben ist. Dass die Schlange vor dem Eisbüdchen Dellnitz lang und länger wurde, liegt natürlich auch daran, dass die Qualität ihres Eises kein Geheimtipp mehr ist.
Am Ende der Liegewiese hatte Wein Peters seinen Ausschank, dort gab es passend zum Fest entweder einen Longdrink mit Kirschblütenaroma oder eine Limonade in dieser Gechmacksrichtung. Und, nach Überzeugung des Inhabers der nächste Sommerdrink, „Frozen Frida“ – einen Weißwein aus der Slusheismaschine. Kilian Peters baute sogar noch einen zusätzlichen Pavillon auf, als der Regen kam – die Gäste wollten noch nicht gehen. Die Präsentationen einiger Vereine sowie einiges an Stehrümchenverkauf rundeten das Angebot an diesem Tag ab, lobend zu erwähnen ist außerdem der Discjockey, der für den Tag und für die Massen den richtigen Ton traf.
Fazit: Mit dem Fest hat Kleve sich selbst beschenkt. Vielleicht sollte man bei Gelegenheit Jeannine Croce, Antonia Pieper, Christina Eimer und Rebecca Jostmann, die vier Auszubildenden der städtischen Marketinggesellschaft WTM, deren Abschlussarbeit die Realisierung dieses Festes war, nochmals gesondert dafür ehren.


