Das Bauwerk in der Mitte des Parks könnte auch in einer x-beliebigen Tiefbaustelle entdeckt werden, denn es ähnelt zwei Doppel-T-Trägern, die im oberen Drittel einen Schnittpunkt haben. Doch es handelt sich um Kunst, Kunst, die allerdings in den vergangenen Jahren niemanden mehr zu interessieren schien. Die Metallstreben sind mit Graffiti bemalt, und oft – wenn gerade nicht die Umweltbetriebe der Stadt Kleve einen Reinigungstrupp vorbeigeschickt haben – füllt sich der Sockel und die umliegende Fläche mit allerlei Unrat, den abendliche Besucher dort hinterlassen.
Größere Sorge bereitet allerdings der Sockel selbst. Dort sind schon so viele Steine weggebrochen, dass Passanten sich sorgen, dass ihnen das Metallkreuz eines Tages auf den Kopf fällt. Das aber wird es nicht, versichert Karsten Koppetsch, der Chef der Umweltbetriebe der Stadt Kleve: „Standfestigkeit ist gegeben.“
Und auch die Optik des Sockels wird in Angriff genommen. Koppetsch: „Der Pflegezustand/optische Zustand ist nicht in Ordnung. Wir werden uns umgehend mit den zuständigen Stellen bei der Stadt Kleve in Verbindung setzen und das Kreuz wieder in einen guten Zustand bringen.“ Laut Bürgermeister Wolfgang Gebing ist bereits ein Steinmetz beauftragt worden, den bröckeligen Sockel zu erneuern bzw. zu reparieren.
Das Brüx-Kreuz an der Stelle hat eine Vorgeschichte. Es gab einen Vorvorgänger, der im Laufe der Zeit ungepflegt war und zerfiel. Anfang der 1890er-Jahre wurde es entfernt und durch ein neues Denkmal ersetzt, eine Kreuzigungsgruppe, die der Bildhauer Hendrik van der Geld aus dem niederländischen ’s-Hertogenbosch 1896 geschaffen hatte. Der Klever Steinmetz Karl Heys erstellte den Sockel für das neue Denkmal. Das van-der-Geld-Denkmal wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. Brüx schuf den Ersatz, der bis heute hält.



„Verrapsackt“
Geil! Ewig nicht gehört oder gelesen. Daumen hoch 🙂
ups, mein Kommentar 3 sollte eigentlich zu einem anderen Bericht….
Benno
@4. Plaudertäschchen
Vielen Dank für diese gute Nachricht, dass es doch an anderer Stelle eine Gedenkwand für die vielen gefallenen Mitarbeiter gibt.
Auch wenn dieses Thema traurig ist, bleibt es doch ein geschichtliches Mahnmal und Erinnerung für Kleve.
@Fußgängerin
die Wand für die Kreuze wurde auf dem Klever Friedhof, nähe Haupteingang, neu errichtet, allerdings aus Beton. Die 350 Bronzekreuze mit Namen, die an die gefallenen Mitarbeiter der Firma Elefantenschuh erinnern, wurden von dem Klever Künstler W.Frisch restauriert und wieder angebracht, ebenso die Skulptur des Erzengels.
Die Gedenkwand befindet sich nahe dem Grab des Gründers Hoffmann der Firma Elefanten.
wenn das so weiter geht, wird der LaGa-Besucher eine verwaiste Stadt vorfinden, wo er von Barber zu Barbershop tingeln kann und zwischendurch sich in einem der Automatenläden eine Erfrischung ziehen kann… überspitzt ausgedrückt…
Attraktivität = null
Benno
Friedhöfen wird nach gesagt sie seien auch Quelle der Inspiration für Dichter +Denker.😁 Ein Ausflug der Klever Politik Koryphäen zu solch einer schönen Quelle, die den Geist beflügelt,😇 ( zum Wohle der Bürger/in ) 😂 lohnt sich bestimmt. 🙄 😎
Das Thema ist schon sehr lange.
Zwischendurch wurde der Sockel wieder repariert, dann haben irgendwelche „Geister“, wieder mutwillig Steine weggebrochen.
Genauso gab es auf diesem alten Friedhof eine Mauer mit Kreuzen, die fast alle abgebrochen und entwendet wurden.