Obwohl bereits die alten Ägypter honiggesüßte Kuchen kannten, wie man aus Grabbeigaben weiß, muss man doch einschränken, dass der Lebkuchen in seiner heute noch bekannten Form im belgischen Dinant erfunden wurde, von dort nach Osten gen Aachen wanderte, schließlich bei den Mönchen in den fränkischen Klöstern landete und beispielsweise 1296 in Ulm als „Pfefferkuchen“ Erwähnung findet.
Im Frankenland wurde das Dauergebäck so populär, dass die Gegend heute als das Mutterland des Lebkuchens gilt und insbesondere Nürnberger Lebkuchen als Inbegriff von Qualität gilt – und genau diesen Lebkuchen gibt es ab heute (und noch für weitere exakt 69 Tage) in der Großen Straße in Kleve, wo das Nürnberger Traditionsunternehmen Schmidt einen Pop-up-Store eröffnet hat, in dem es Lebkuchen in allen erdenklichen Variationen gibt.

Lebkuchen-Schmidt ist der weltweit ältesten Versender für Lebkuchen und Gebäckspezialitäten, was angesichts der Haltbarkeiten der Backwaren kein Problem ist. Seit fast 100 Jahren schickt Schmidt die würzigen Köstlichkeiten auf die Reise, eine Geschäftsidee, die einem Zufall zu verdanken ist. Franz Schmidt aus Thüringen schickte seinem Bruder E. Otto Schmidt 1926 einen ganzen Eisenbahnwaggon Lebkuchen, den dieser nun in Nürnberg an den Mann zu bringen versuchte. E. Otto stellte die Lieferung zu Sortimenten zusammen und schaltete überregional Anzeigen, um das Gebäck zu verkaufen. Mittlerweile hat das Unternehmen auch bundesweit 180 Geschäfte, viele dauerhaft und andere nur in der Saison, die traditionell dann beginnt, wenn bei Aldi die Spekulatius in den Regalen auftauchen.
Binnen zwei Tagen hatte ein Ladenbau-Kommando aus Nürnberg die ehemalige Filiale des Barfußschuh-Geschäfts Leguano auf den Verkauf der Lebkuchen getrimmt, heute morgen begann der Verkauf. Die Filiale wird geleitet von Andreas Roehl, seine Mitarbeiterin ist Sylvia Megens.
Fun fact: Lebkuchen wurden früher auch zu starkem Bier serviert.


Schön, bringt Weihnachtsstimmung in die City.