(Mit tiefenphilosophischer Aktualisierung) Was sich dem Kameramann Manuel Funda gestern auf der Saalstraße darbot, hatte schon etwas von einem anderen Stern, es mutete an wie der Himmel über irgendeinem Exoplaneten aus einem Science-Fiction-Film, das ganze Firmament ein einziges glühendes Orange…
Vielen anderen Menschen, die einmal den Blick vom Screen des Smartphones abwenden konnte, ist das famose Sun-Setting gestern ebenfalls aufgefallen – die sozialen Netzwerke waren am Abend voll mit diesen nahezu monchromen Motiven, wohl, weil der erhabene Anblick einen für einen Moment aus der Mühsal des Alltags herausriss und einen gewahr werden ließ, wieviel Glück (und wie viele Millionen Jahre) dazu nötig waren, irgendwo in den Weiten des Universums eine habitable Zone mit einem Planeten entstehen zu lassen, dessen Bewohner aber, wenn sie einmal nicht den Blick zum Himmel wenden, nichts Besseres tun haben, als die Grundlagen ihres eigenen Daseins zu plündern und sich gegenseitig die Köpfe einzuschlagen und die im kosmischen Maßstab mickrigen Jahre ihrer Existenz mit sehr vielen Tätigkeiten verbringen, deren Bedeutung angesichts dieses majestätischen Anblicks, der zugleich ein Ausblick ist, doch sehr verblasst.
Eine gewisse Ironie des Schicksals liegt aber in der Tatsache, dass du, lieber Leser, nun diese Gedanken zu einem weiteren Himmelsspektakel (wir werden in diesem Jahr damit verwöhnt) aller Wahrscheinlichkeit nach auf dem Screen eines Smartphones liest und damit wiederum abgelenkt bist vom Blick auf das wahre Leben (wenn man denn unterstellt, dass es so einen Blick überhaupt geben kann, aber an der Frage, ob unsereins (homo sapiens insgesamt) ohnehin nicht in der Lage ist, das Wesen der Dinge zu erfassen, sondern immer an der Oberfläche kleben bleibt (oder im Falle des Smartphones: an der Oberfläche der Oberfläche), haben sich schon ganz andere Geister die Zähne ausgebissen (Kant, Wittgenstein, Beckenbauer).


Sehr schön!
Die Assoziation ‚Reichswald brennt‘ verdränge ich ganz schnell….! 😁)
War ein kurzer Denkfehler. Ist natürlich in Materborn. Als alter Bedburg-Hauer denke ich bei Saalstraße immer zunächst an die Heimat… Ist nun wieder korrigiert.
Sicher, dass das die Saalstraße in Bedburg-Hau ist ? Sieht mir eher nach Materborn, Fahrtrichtung Treppkesweg, aus….aber schön isses.
Das Foto legt nahe, dass es tatsächlich Rotlichtviertel gibt.
Das waren sehr schöne Momente ……. das „Feuer“ am Himmel, der Abschluss eines Hitzesommers, ohne selber schwitzen zu müssen.
😁 🔴 Da geht mein 🧡 auf ! 😳 🙄 „DER OSTEN IST ROT “ ( Dong- Fang – Hong ) Loblied auf Mao ☝🏼 „Deutschland“ auch . 👍🏼 😂 👏🏼👏🏼 🍻 🥳