Die Bäckerei Heicks & Teutenberg am Fischmarkt ist das zentralste Café der Stadt. Wer sehen oder gesehen werden will, setzt sich an einen der Tische am Elsabrunnen und kann sicher sein, schnell jemanden Interessantes zu entdecken oder selbst angesprochen zu werden. Als das Geschäft noch sonntags geöffnet hatte, war das Anfang der 2000er-Jahre von Heicks übernommene und damals erstmals von Grund auf renovierte Bäckereicafé zudem eine Pilgerstätte für alle Menschen, derenLeidenschaft darin bestand, ein üppiges Frühstücksbuffet zu plündern.
Doch die Sonntagsöffnung ist wegen Personalmangels lange passé, in den kommenden vier Wochen allerdings müssen die Klever auch an allen anderen Tagen auf Backwaren, Kuchen, Snacks und Kaffeespezialitäten aus der Filiale in der Stadtmitte verzichten. Der Grund: Das Bäckereicafé wird von Grund auf erneuert.
Gleich zwei Container des Entsorgungsunternehmen Pietsch standen am Montagvormittag vor dem Eingang, und alles, was am Samstag noch Inventar war und dem Verkauf diente, wanderte in die beiden Behältnisse. Mehrere Arbeiter waren damit beschäftigt, das Ladenlokal komplett zu entkernen. Geschäftsführer Christian Heicks beaufsichtigte den Abbruch persönlich.
Er rechnet mit einer Umbauzeit von drei bis vier Wochen, danach soll das Geschäft wieder auf der Höhe der Zeit sein und in modernem Glanz erstrahlen. Wie das Geschäft genau aussehen wird, wollte er noch nicht verraten. „Es muss ja auch ein bisschen spannend sein“, so Heicks. Wer so lange nicht auf die bewährten Backwaren von Heicks & Teutenberg verzichten möchte, muss auf die Filialen ausweichen – die nächstgelegenen sind in der Kavarinerstraße (das Stammhaus), in der Wiesenstraße (im Netto) und in der Dorfstraße (Materborn). Außerdem unterhält Heicks noch eine Filiale in Bedburg-Hau (im Edeka-Markt).


Die Geschmäcker sind, Gott sei Dank,.verschieden.Auch das macht ein Cafe aus. Mal gut das wir noch über eine Auswahl verfügen können. In dieser Hinsicht, kein Leerstand. Leider sind viele Ladenlokale in der Innenstadt generell zu klein. Sonst hätte nicht auch Kleve mit besagten Leerständen zu kämpfen. Mal eben so eine Wand niederreißen um aus zwei leerstehenden Ladenlokalen eines zu machen, funktioniert leider nicht.
@7 A. Ritter
Der mid-century-Stil bzw mid-century-modern-Stil ist angesagter denn je. Er sollte angewandt nur kein Ausdruck von Escapismus sein, sondern ein Statement. Sollte auch in einem Cafe funktionieren.
Wobei ich generell mal sagen muss: In der Kombination aus Öffnungszeiten, gastronomischem Angebot und Preisniveau ist das Cafe Solo momentan mein klarer Favorit.
@4
Ich weiss ja nicht wann Sie das letze Mal da waren, vielleicht IN den 60ern? 🙂 – aber im Erdgeschoss ist das Cafe hell und freundlich, im hinteren Bereich schöne rot bezogene Bänke.
Ohne Holländer wäre ALLES in Kleve weg. Auch Heicks.
Heicks war gut,ist gut und bleibt es hoffentlich auch!
@4: 60er Jahre Mief?😉 Das nennt man Retro.
Solche Cafes sind in anderen Städten wie Köln (einem Vorort von Kleve) richtig angesagt. Nicht so langweilig und steril eingerichtet, wo ein Cafe dem anderen gleicht.
#Spoyboy
Richtig! Cafe Lensing, wo der Papagei im Käfig hockte und auch mal Helge Schneider mit seinem klapprigen Peugeot vorfuhr…..(unerreicht der Auftritt)
Nicht zu vergessen, Cafe Schürings oder das Stadtcafe, beides gediegene Cafe’s
Das ist aber nur das OG. Und mir gefällt das übrigens 😄
@spoyboy Das Café Wanders verströmt seitens Ambiente den Mief der 60er Jahre. Wurde da im Obergeschoss überhaupt mal was geändert. Die Produkte sind super, aber sonst…? Ohne Holländer wären die auch längst weg.
Hoffentlich bleibt Herr Heicks mit seinem Umbau dem Bäckereigewerbe treu. Angesichts der früheren Verwendung dieser Lokation am Fischmarkt könnte er ja auf eine ganz andere Idee kommen:
Kurzfristige Popup-Wiedereinrichtung der dortigen Filiale der ehemaligen Dresdener Bank, die dann gleich wieder mit der Commerzbank verschmolzen wird und direkt anschließend für viel Geld (und gegen den Willen der deutschen Bundesregierung) an die italienische UniCredit-Bank verkauft wird.
Das dürfte nicht nur für eine Maximierung des Return on Investment sorgen, sondern möglicherweise eine neuartige Klever Fruchtfolge begründen (in Analogie zu der allseits bekannten Rheinischen Fruchtfolge = Beackern – Auskiesen – Verfüllen – als Bauland verkaufen).
Nanana!
Die zentralste und angesehenste Institution was Cafe+Kuchen+schönes Ambiente innen&aussen betrifft ist ja wohl das Stadtcafe Wanders.
Wobei ich gerne mal so’n schönes 50er-Jahre-Cafe in Kleve besuchen würde, am Bahnhof gabs früher z.B. eins.
Ein gutes Zeichen, dass Heicks investiert.