Vor vier Jahren kam Karam Alnajdawi von Jordanien nach Kleve, um an der Hochschule Rhein-Waal Industrial Engineering (Maschinenbau) zu studieren. Die Kreisstadt im Grünen gefiel dem Mann aus Arabien, aber etwas, das er aus seiner Heimat gewohnt war, vermisste er: „Es gibt keine Unterhaltung.“
Karam Alnajdawi verwendet das englische Wort „entertainment“, was der Sache etwas eher gerecht wird als die deutsche Entsprechung. Mittlerweile ist der 32-Jährige im Immobiliengeschäft tätig, doch sein beruflicher Ehrgeiz gilt derzeit einem Projekt, das in Kleve die von ihm (und auch von vielen anderen) empfundene Lücke schließen wird: Unter dem Namen „Gridwerk“ soll im Herzen der Stadt, in der Einkaufspassage Neue Mitte, ein Entertainment-Zentrum entstehen – nach CurryQ vermutlich die beste Geschäftsidee seit vielen Jahren in der Neuen Mitte.

Derzeit ist das Projekt noch eine Baustelle, zu sehen ist noch so gut wie nichts. Früher war in den Räumlichkeiten ein Spielzeuggeschäft, davor ein Modeladen. Im Zentrum des künftigen Entertainment-Areals soll nun eine Laser-Tag-Arena stehen, aber das ist noch längst nicht alles.
Wer Laser-Tag nicht kennt: Es ist eine Art modernes Räuber-und-Gendarm-Spiel. Man muss sich allerdings nicht abschlagen, sondern trägt eine mit Sensoren ausgestattete Weste (die Treffer registriert) und einen Infrarot-Phaser (mit dem auf die Markierungen geschossen werden kann). Das Spiel findet meist in abgedunkelten und vernebelten Räumen statt, meist kämpfen Gruppen gegeneinander. TV-Zuschauer kennen das Spiel aus der Serie „How I met your mother“, wo einer der Protagonisten (Barney Stinson) fanatischer Laser-Tag-Kämpfer ist.
Wer als Klever zum Phaser greifen und sich mit anderen Kämpfern messen wollte, musste bisher nach Nimwegen oder Duisburg fahren. Diese Fahrten sind schon in wenigen Wochen nicht mehr nötig, wenn der Umbau nach Plan läuft: „Wir werden in Kleve die modernste Technologie einsetzen“, verspricht Alnajdawi. „Dieses System gibt es nirgendwo sonst in ganz Nordrhein-Westfalen.“
Doch Laser-Tag wird nicht die einzige Unterhaltungsmöglichkeit im Gridwerk. Es wird die Möglichkeit geben, Playstation-Spiele auszuführen, Alnajdawi plant zudem, Billardtische aufzustellen (auch das eine Lücke in Kleve), ein Bereich wird für das Screenspiel „Multiball“ reserviert sein – auch bei dieser deutschen Technologie kommt die neueste Version zum Einsatz. Die Spieler bewegen sich, als ob sie ein echtes Ballspiel durchführen, die Umgebung allerdings wird virtuell produziert, die Bewegungen der Spieler werden elektronisch erfasst.
Wenn alles glatt geht, so Karam Alnajdawi, soll schon in vier bis sechs Wochen der Umbau abgeschlossen sein. Die Neue Mitte bekommt mit dem Gridwerk vermutlich einen Magneten, der viele junge Menschen anziehen wird.


Na da sag juhu
Endlich mal was für die Kids und jung geblieben Erwachsenen.
Möge dieser Treffer lange Bestand haben.
Ich freue mich auf die Eröffnung