Wohin mit dem Elsabrunnen?

rd | 17. August 2011, 10:08 | 19 Kommentare

Ich erinnere mich noch, dass der Fischmarkt einst ein bevorzugter Fahrradabstellplatz war und eine Säulenuhr stets zuverlässig die Zeit anzeigte. Seit ca. 30 23 Jahren steht dort nun aber der (anfangs übrigens heftig umstrittene) Elsabrunnen mit den drolligencomicartig überzeichneten Figuren des Künstlers Karl-Henning Seemann. Diese eigenwillige Interpretation des Lohengrin-Abschieds ist mittlerweile ein Wahrzeichen unserer Stadt geworden, zieht Touristen an, lässt im Sommer Kinder planschen, und die Bäder der Klever Abschlussklassen in dem Becken haben fast schon einen rituellen Charakter. Allein – der Elsabrunnen soll weg! Zumindest ein bisschen, wie das Klever City-Netzwerk auf seiner jüngsten Sitzung diskutierte.

Einige Geschäftsleute am Fischmarkt fühlen sich durch das Kunstwerk von den Passantenströmen abgeschnitten: »Derzeit ist die Positionierung des Elsa-Brunnens auf dem Fischmarkt ungünstig für die auf der Burgseite liegenden Geschäfte, da die Fächerform des Wasserbeckens die Laufströme nur auf einer Seite des Beckens begünstigt und außerdem einen natürlichen Endpunkt der Fußgängerzone bildet«, heißt es im Protokoll der jüngsten Sitzung. »Darunter leiden die Hagsche Straße und die Neue Mitte.«

Die Geschäftsleute betonen, dass die Skulpturengruppe nicht in Frage gestellt werde, allerdings soll die Form des Brunnenbeckens überdacht und eine mittigere Anordnung auf dem Platz erwogen werden. Jetzt soll ein kleiner Arbeitskreis (Franz Craemer, Werner van Ackeren und Susanne Rexing) einen Gedankenanstoß erarbeiten, wie der zukünftige „Elsa-Lohengrin-Wasserlauf“ am Fischmarkt aussehen könnte.



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19 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 1. Schoemi

    Der Elsabrunnen benachteiligt die Haagsche Straße und die neue Mitte? Ich lach mit tot.
    Das Teil steht dort ja nun seit fast 30 Jahre. Komisch, dass diese Benachteiligung erst nach fast 10 Jahren Neue Mitte auffällt.

    Ich frage mich gerade ob solche Diskussionen auch woanders geführt werden. Sicherlich steht in Köln auch dem ein oder anderen Kölner der Dom in benachteiligender Art und Weise im Weg.

    Ich glaube diese Stadt hat dringendere Probleme und Aufgaben die gelöst werden müssen als die halbe Innenstadt für Unsummen umzubauen um die Besucherströme besser zu irgendwelchen Ramsch- und Handyläden zu leiten.

     
  2. 2. schlaumeier

    es gibt bestimmt wichtigeres zu tun, aber recht haben sie. die gesamet bauplanung in der klever “innenstadt” ist murks… ich warte noch darauf, dass das ende der kavarinerstr. eine anbindung an den koekkoekplatz einfordert. es könnte alles so schön sein.

     
  3. 3. Pete

    Finde ich richtig! Ganz schaeussliches Becken. Wer weiss was Beuys dazu gesagt haette 😉

     
  4. 4. Elsa'sfreund

    Man sollte den Berg abtragen…viel zu steil…viel zu anstregend…achja, und die Schwanenburg beraubt mich täglich vieler Sonnenstunden…wech damit…die dicke Elsa kann auch nichts dafür, dass oberhalb und jenseits selbiger nix attraktives mehr kommt…den Skulpturen könnte man doch Werbeschilder ( à la: gib dir den kik…200m –> )umhängen oder an die Hand geben.

    Kritik nicht erwünscht…alles nur Spaß und als Denkanstoß gedacht!

     
  5. 5. AllesKlever

    Der Elsabrunnen steht erst 20 JAhre! Maximal 25 Jahre.

    Bis jetzt haben die Burgseitenkaufleute noch nie protestiert. Warum wird das Thema plötzlich akut? Sind noch Finanzmittel da die dringend aufgebraucht werden müssen? Steckt das Klinkerbauunternehmen dahinter, weil neue Aufträge benötigt werden?

    Wobei mir genau diese Art von Klinker (die mich irgendwie immer an Münster erinnert) am Brunnen viel besser gefällt als diese Ziegel wie sie am Spoybeach verwendet wurden.

    Zwecks besserer Verkehrserschliessung schlage ich eine Querspange duch den Brunnen vor!

     
  6. 6. ralf.daute

    @AllesKlever 1988, also 23 Jahre. thx

     
  7. 7. Stimme der DDR (Donsbrüggen-Düffelt-Reichswalde)

    Baut doch eine Seilbahn von Lightex über Clever Stolz, dass Rat..haus durch die Grosse und Hagsche Strasse zur Pleite-Arena am Monte Futschikato.

    Alles Klever
    Da muss noch unbedingt eine Drehbrücke eingebaut werden, dwmit die Zeitungsenten der PR passieren können .

     
  8. 8. sansibar

    schwachsinn…die Besucherströme laufen nicht nur am Elsabrunnen fehlgeleitet, sondern die Innenstadt ist eine Fehlleistung…
    Ich kann mir nicht jeden Tag ein neues Handy kaufen und anschließend Kuchen mit Kaffee gönnen!
    Ob nun links oder rechts mehr vorbeilaufen ist schnuppe…
    Oberhalb der Elsa ist eh nix mehr…

    Idee…die Elsa am Spoykanal installieren, dann paßt das auch mit dem Lohngrin!!!

    Und das Schüsterken in die Stadt…

     
  9. 9. Insider

    Ach Elsa soll bleiben wo sie ist. Lediglich die Tische und Stühle des angrenzenden Bäckereifachgeschäfts sollten da weg oder zumindest weniger werden. DIE stehen nämlich im Weg und nicht die Elsa. Außerdem bin ich auch der Meinung, dass der attraktivere Einzelhandel schon für Besucherströme in die Hagsche Straße sorgen würde. Und da hat der Brunnen mal so gar nix mit zu tun.

     
  10. 10. Jens-Uwe Habedank

    Das scheint mir so eine Aktion ” Freie Sicht zum Mittelmeer – Weg mit den Alpen” zu sein. Wenn das die Arbeit eines KCN sein soll – “Gute Nacht!”.

     
  11. 11. kleverjung

    *Nicht ganz ernst gemeinter Vorschlag:
    Der Rosenmontagszug zieht dann die Kirchstraße hoch, und die Schloßstraße wieder herunter!
    Dort ist er noch nie durch gezogen, dort war man immer abgeschnitten!.

    Aber dann auch bitte bis Kellen, Klever Ring/Emmericher Straße durchziehen.
    Startzeit um 11:11 Uhr, damit alle im Tageslicht dort ankommen.

     
  12. 12. rainer

    Hallo, ich hätt da auch noch ein paar ideen. eine Wasserstrassenverbindung mit Rivabooten Brienen-Nijmegen, eine Flugverbindung Kleve-Nijmegen mit Ultraleichtfliegern (die könnten vom Dach des zukünftigen Unterstadtradhauses starten). Den Schwan versteigern, Lohengrin gab es eh nie. Eine Rolltreppe zum Gerichtsgebäude auf der Endmoräne. Kleve auf Endmöränenhöhe aufschütten. Eine Autobahn nach Nijmegen. Flughafen Weeze abschaffen. Fussgängerzone Große Straße abschaffen. Heldstraße verbreitern und in beide Richtungen befahbar machen. Klinkersteine für politisch Verantwortliche verbieten. Kirmes abschaffen. Draisine abschaffen. Citytrain abschaffen. Tiefgarage abschaffen. Marketinggsellschaft abschaffen. Technologiezentrum abschaffen. Ähh hab ich was vergessen?

     
  13. 13. ralf.daute

    @rainer Mit diesem Programm kämst du bei den nächsten Kommunalwahlen auf Anhieb zwischen 15 und 20 Prozent.

     
  14. 14. Messerjocke

    Der naive Brunnen kann doch einfach weg!

    Übrigens, Rainer, zum Bürgermeister reicht’s locker, wenn Du Dich dafür einsetzt, dass der Sektor zwischen Köngsgarten/Nassauer Allee und Hauer Straße/Schmelenheide vollflächig mit WDF, Rubinrot Rustica, zur Auflockerung ggf. ergänzt von Harlekin Zaunelementen Intarsien Edelstahl, sowie Edel-Kies quarz-hell Körnung 4-8 mm und Polymerbeton II-D drapiert wird.

    Das Verhökern des Areals an einen Bauträger tut’s aber auch.

     
  15. 15. RumsdieKuh4Ever

    Messerjocke

    Das ist eine bestechende Idee. Wir klinkern das gesamte Stadtgebiet bis zur Traufhöhe des Schwanenturms zu! Dann wird endlich das Erscheinungsbild der Stadt vereinheitlicht. Das ist billiger als die ständige Reinigung dzrch die USK.

    Das sagt mir mein Milchmädchen Rechner, wenn ich die Pi-mal- Daumen-Taste drücke. Den Rechner hat mir der Bürgermeister als offzielles Cadeau zu meiner Wiederinbetriebnahme überreicht.

    “Der hat mir auch schon gute Dienste geleistet.”

    Ich habe schon mit dem Hersteller auf Sizilien gesprochen und der hat mir die prompte Lieferung zugesichert.

    Die Studenten der THRW können in einem Freitags-Seminar den Break-Even-Point bestimmen.

    http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/0,1518,756868,00.html

     
  16. 16. Beobachter

    Vielleicht könnte man die “Herren” beauftragen, die den Brunnen vor der Christus-König-Kirche “abgebaut” haben, auch die Elsa zu “entsorgen” …

    … ach Mist, die ist ja nicht aus Kupfer 🙁

    Aber, die geneigten Kunden könnten doch einfach mitten durch schwimmen – bei Tagen wie den letzten eine doch recht erfrischende Angelegenheit. Danach kann der geneigte Kunde weniger schwitzend und erfrischt die angeblich “abgeschnittenen” Lokalitäten aufsuchen und mit nassen Geldscheinen nur so um sich werfen …

    Kleve ist und bleibt ein Kindergarten!

     
  17. 17. Exilklever-Kein Matterborner !!

    Titelstory auf den Seiten der (FACH!!!)-Hochschule Rhein Waal:

    “Noch freie Studienplätze an der Hochschule Rhein-Waal!

    Die Bewerbungsfrist für einige Studiengänge zum Wintersemester 2011/12 wurde verlängert! Bewerben Sie sich jetzt!”

    Mit anderen Worten:

    Wir bekommen unsere grossspurig angekündigten Ziele trotz Studentenschwemme zum WS 2011/2012 nicht erreicht! Bittebittebitte, liebe Abiturienten, kommt doch zu uns! Sonst blamieren wir uns mit unseren staats-subventionierten Protzbauten bis auf die Knochen. Was wollt Ihr denn alle an dieser blöden dummen RWTH ? WIR!!!! sind der Nabel der Welt!

    Zumindest strassenmässig.

    😀

    Vielelicht könnte man dem Flughafen so ne Aktion auch mal empfehlen.

     
  18. 18. Irrer aus Hau

    Äh, Exilklever??? Hier an dieser Stelle: Thema verfehlt, setzen!!! Wo´s aber gerade passt 😉 Warum werden dann immer noch verzweifelt Studi-Wohnungen gesucht, wo doch gar keiner nach Klave will …

     
  19. 19. AllesKlever

    @Irrer

    Selber setzen. Vorhergehende Kommentare lesen.

    Wo steht dass verzweifelt Studiwohnungen gesucht werden?? Wohnraum dürfte es in Kleve genug geben.