Ironie des Schicksals

rd | 01. März 2008, 17:04 | 1 Kommentar

Werbung

Aus der lockeren Serie der Betrachtungen zur Entwicklung der hiesigen Zahnarztwelten hier nun ein neues Meisterwerk – perfekter lässt sich eine Werbung wohl kaum platzieren. Herzlichen Glückwunsch an Dr. Ralf Atrops und sein Public-Relations-Team von McZahn! Eine weitere Gruppe Klever Mundhöhlenkünstler, die Praxis Dr. Damen und Partner, wirbt seit neuestem übrigens mit “Zahn & more” – was auch ganz entschieden besser klingt als “Zahn & Fleisch”. Weiter so!



Bankenkrise (2)

rd | 01. März 2008, 15:06 | 1 Kommentar

Bank

Zu wenig ist bisher über die besondere Ästhetik niederrheinischer Bushaltestellen geschrieben worden, deren Gestaltung mittlerweile so abweisend geworden ist, dass nicht einmal die einschlägigen Bevölkerungskreise, die üblicherweise nicht auf Busse warten, darauf Platz nehmen mögen.



Schneise der Verwüstung

rd | 01. März 2008, 13:22 | keine Kommentare

Kleve (dpa) – Auf seinem Zug durch Kleve hinterließ der niederländische Megaorkan Emma eine Schneise der Verwüstung. Besonders schwer getroffen wurde das Gebiet um den Grünen Heideberg, das zurzeit von der Außenwelt abgeschnitten ist und nur mit dem Hubschrauber erreicht werden kann. Zahlreiche Feuerwehrleute und freiwillige Helfer waren noch Stunden nach der schlimmsten Katastrophe seit Johanna Sebus damit beschäftigt, zerstörte Zeitungen einzusammeln und wieder ordentlich zusammenzufalten und das umgekippte Fahrrad wieder aufzustellen. Nach Schätzungen der Vereinigten Klever Straßengemeinschaften beläuft sich der Gesamtschaden allein im Innenstadtbereich auf 3 Milliarden Euro (Versicherungsbetrug eingerechnet). Für die kommende Nacht rechnen Experten mit noch stärkeren Windböen. Der Kreisbeauftragte für Katatstrophenschutz rief in einer von Antenne Niederrhein übertragenen Botschaft die Zusteller der Sonntagsblättchen dazu auf, diese wenigstens dieses eine Mal nicht irgendwo in die Nähe der Haustür zu werfen, sondern ganz in den Briefkasten zu stecken.

Sturmschäden


Ganz locker im Samocca

rd | 29. Februar 2008, 17:19 | 5 Kommentare

CafeVersuchen Sie nicht, „Einen Kaffee, bitte!“ in den Raum zu rufen – das neu eröffnete Café Samocca, Hagsche Str. 71, eine Gründung in einer Immobilie des Vereins Lebenshilfe e.V., darf schon jetzt für sich das Verdienst beanspruchen, den scheinbar ausgereizten gastronomischen Bestellvorgang um eine neue Variante bereichert zu haben: Auf jedem Tisch liegen Zettel aus, auf denen der Gast mit einem bereit liegenden Bleistift seine Tischnummer einzutragen und anschließend neben den gewünschten Speisen und Getränke in Minikästchen, wie sie älteren Mitmenschen aus computerlesbaren Fragebögen der 80-er Jahren bekannt sind, seine Striche zu ziehen hat – nichts für Hektiker.

Die Attraktion des Ladens, eine Kaffeeröstmaschine, sorgt, wenn sie läuft, für eine beständige Lärmkulisse, die zwar nicht die Feingeister in einem Kaffeehaus, aber handfestere Naturen an einen Betonmischer erinnern dürfte. Dennoch ist das Café Samocca zweifellos der eleganteste Laden in der Oberstadt. Kunst-Café und Café Büsch im eoc sind klar geschlagen. Die Stühle sind sehr bequem, es handelt sich – glaube ich – um die gleichen wie in den McCafés. Den Bodenbelag habe ich noch nie gesehen, aber ich gehe auch nur selten in Baumärkte. Es sieht aus wie Schiffbodenparkett in dunklem Holz, ist aber wie Fliesen mit Fugen (!) verlegt.

Der Kaffee selbst ist sehr lecker, und er wird in Variationen angeboten, die einen gedanklich „Ah!“ und „Oh!“ rufen lassen, während der Türkentrank die Kehle hinuntergleitet. So kann der Gast beispielsweise Maragogyphe genießen, eine Kaffeesorte aus fernen Gefilden, die durch „vielschichtige aromatische Noten im Mundraum“ besticht. Außerdem ist das Samocca der erste Laden in Kleve, der Bagels anbietet (und in seiner Karte netterweise auch erklärt, worum es sich dabei eigentlich handelt). Für die italienischeren Naturen gibt es das mit Tomaten belegte und mit Käse überbackene Bruschetta Samocca (3,90 Euro), das ganz lecker ist. Latte macchiato: 2,20 Euro.

Die Gäste können auch draußen sitzen, aber aufgrund der beengten Bauverhältnisse dürften sie sich etwas umzingelt fühlen. Literatur: Lesezirkel, RP, NRZ, Gästebuch. Die Garderobe kippt nicht um. Sie ist so konstruiert.