Nicht immer so voll geflimmert

rd | 22. November 2007, 00:49 | 1 Kommentar

Es gab in den vergangenen Jahren, mal abgesehen von der Frage, ob Donsbrüggen eine Grundschule behalten darf, selbst wenn dort mehr Lehrer tätig sind als Kinder im Ort leben, wohl keine politische Diskussion in Kleve, die kontroverser geführt wurde: Soll der Weihnachtsmarkt, jenes bezaubernde Kunsthandwerkbudenensemble, am Forstgarten bleiben – oder doch wieder in die Nähe des Stadtzentrums ziehen? Doch jetzt wurde entschieden: Er bleibt, wo er ist.

Für die Entscheidung sorgten zwei Diskussionsbeiträge und eine privat durchgeführte TED-Abstimmung von Rolf Görtz, Vereinsmitglied beim Klever Weihnachtsmarkt e. V. Hier für alle, die nicht live dabei sein konnten, die Aufzeichnung:

  • “Der Weihnachtsmarkt im Forstgarten ist so schön wie nie. Das sehen auch die Geschäftsleute so.” (Nina Kiesow, Vorsitzende der Vereinigten Klever Straßengemeinschaften)
  • “Eine bessere Kommunikation ist für mich Herzensangelegenheit. Im Forstgarten finden die Besucher Ruhe und Stille und werden nicht immer vollgeflimmert.” (Margret “Café” Wanders)
  • “75 Prozent der Anrufer sprachen sich für den Standort Forstgarten aus.” (Rolf “Bei mir haben gestern vier Leute angerufen und Prozentrechnung kann ich” Görtz)


Eine Stimme der Vernunft (2)

rd | 20. November 2007, 19:55 | 1 Kommentar

Aus der NRZ vom 20. November 2007:

Wirklich fatal war, den Flughafen (Niederrhein) in private Hände zu geben, die trotz mehrmaliger kritischer Veröffentlichung noch keinen Anlass sahen, Transparenz in ihre Beteiligungsstruktur zu bringen. Kritik wird ignoriert. Stattdessen verkriecht sich die Flughafen Niederrhein GmbH immer tiefer in das mitunter enge Beziehungsgeflecht des Kreises Kleve. Mittlerweile ist nicht nur fraglich, wem die Startbahn gehört; es ist auch fraglich, wer für Weeze sprechen darf.

Ich bin sicher, der Tag wird kommen, an dem Horst Bildhauer, Planungschef der Niederlassung Wesel des Landesbetriebs Straßen (Warum? Siehe hier!), und Markus Peters, der Autor des NRZ-Berichts, gefeiert werden für ihre vernunftgetriebene Bockigkeit dem aeroplanen Niederrheinzeitgeist gegenüber. Und wenn auch nur auf dem Privatkarneval, den diese Seiten hier darstellen.



Sitzstreik (5)

rd | 20. November 2007, 18:34 | keine Kommentare

Hausbank

“Das Hausbankprinzip muss erhalten bleiben.” (J. Hendrix)


Buchladen – the day after

rd | 20. November 2007, 18:03 | keine Kommentare

Buchladen'

Der Tag nach dem Start des finalen Schlussverkaufs im Buchladen an der Herzogbrücke: Nachdem ca. 300 Kunden das Geschäft bereits in den Vormittagsstunden gestürmt hatten, um ihrer berechtigten Trauer über die bevorstehende Schließung (Deadline: 15. 12.) auch durch den Kauf reduzierter Ware angemessen Ausdruck zu verleihen, bleiben verwaiste Regale zurück, auf denen quergestellte Bücher nur mühsam den Eindruck von Leere zu vertuschen suchen. Nur bei den Themen “Theologie” und “Sterben/Tod” gibt’s noch echte Schnäppchen. Josef Spengler: Zeit mit Gott. Opa kommt nicht mehr. Aber – umsonst ist nur der Tod, heißt es ja auch. Und da sind 50 Prozent Rabatt noch lange nicht das Ende der Fahnenstange.

Der offzielle Nachruf übrigens hier.