Sitzstreik (8-11)

rd | 28. Januar 2008, 10:55 | 4 Kommentare

Ausländerbank

Man kann sich allerdings gut vorstellen, wie im Sommer verliebte Mitarbeiter des Amtes für Ausländerangelegenheiten (Besoldungsstufe E6) mit einem Pokissen zur Vorbeugung von Harnwegsinfekten „an die frische Luft“ gehen, auf den gusseisernen Sitzstreben Platz nehmen und bei einer Zigarette nonchalant die Autorität ihres Vorgesetzten in Zweifel ziehen, während die Blätter der dann hoffentlich ergrünten Bäume im Westwind rascheln. Aber man weiß es nicht.



Mitteilung des Verlegers

rd | 28. Januar 2008, 10:21 | 7 Kommentare

Liebe kleveblog-Leser,

immer wieder erreichen mich Anfragen besorgter Leser, die wie die Geier das Aas das große W des Journalismus umkreisen: Wen interessiert das überhaupt?

VerlegerAuf Klever Dinnerpartys werde ich doch tatsächlich gefragt, wie lange ich den sektiererischen Redakteur, der das alles hier „total am Leser vorbeischreibt“ und angeblich durch eine desaströse Veranstaltungsplanung zur Zerstörung eines Klever Wahrzeichens beigetragen haben soll, noch weiter beschäftigen will? Ich würde ihn auch am liebsten sofort von seinen Aufgaben entbinden und die ganze Produktion dieses Blogs nach Rumänien verlagern, und das mit Computern, die in Deutschland hergestellt werden, aber der macht es schon für umsonst! Sicher, er verschreckt den einen oder anderen Anzeigenkunden, aber diese prächtige Gala in der Stadthalle – das hat Kleve noch nicht gesehen (für Mängel in der künstlerischen Ausführung kann der Mann nicht verantwortlich gemacht werden). Thomas Helmer! Zweites großes ABER: So ganz am Leser vorbei schreibt der Mann nicht – allein in den vergangenen vier Wochen gab es mehr als 4000 Seitenzugriffe!

Also: Auch wenn’s weh tut – er schreibt weiter! Am schönsten ist es schließlich immer dann, wenn der Schmerz nachlässt.

Herzlichst

Ihr Verleger





Heftige Kritik am Unternehmerpreis

rd | 27. Januar 2008, 14:01 | keine Kommentare

KLEVE (dpa). Heftige Kritik an den Umständen, unter denen die Verleihung des angeblich “einzig wahren” Klever Unternehmerpreises vollzogen wurde, übte gestern die Regierung der Vereinigten Straßengemeinschaften von Kleve (USK). In einer Pressekonferenz äußerte ein Regierungssprecher erhebliche Zweifel daran, dass die Jury-Entscheidung rechtmäßig zustande gekommen sein soll. “Der Autor ist doch einfach nur die Stadt hinuntergelaufen und hat sich die drei erstbesten Geschäfte, die nicht leerstanden, herausgepickt”, lautete der konkrete Vorwurf des USK-Exekutionskomitees.

Dieser Darstellung widersprach die kleveblog-Redaktion entschieden und legte zum Beweis die so genannte Shortlist vor – mit Geschäften, die nach dpa-Recherchen tatsächlich nicht an der Achse Hoffmannallee-Hagsche Straße liegen. “Wir haben mehr als 700 Vorschläge sorgfältig geprüft”, behauptet der stellvertretende Redaktionsgeschäftsführer. Zehn davon seien in die engere Auswahl gekommen, wobei der Sex-Shop an der Ecke Karlstraße/Heldstraße nach Einspruch irgendeines Pfarrgemeinderats wieder gestrichen worden sei. Heicks bread & pain, ebenfalls zu den Kandidaten gehörend, habe noch während der Jury-Beratungen verlauten lassen, an einer Ehrung “in diesem Umfeld” kein Interesse zu haben. Bei den verbliebenen fünf Kandidaten hat es sich nach dpa-Informationen um die folgenden Unternehmen gehandelt:

Import/Export Nasser Ägyptische Elektronik, Besteck und Lifestyle
van Beusekom Schrauben einzeln
Otten & Leenders Karnevalsstiefelromantik
Good Friend Vietnamesen sind die besseren Chinesen
NIAG Kundencenter c/o RP-Geschäftsstelle Kunden? Welche Kunden?

Gut aufgepasst!

rd | 27. Januar 2008, 12:07 | keine Kommentare

AusrissEs scheint, als hätte die intensive semantische Diskussion der vergangenen Wochen über das Sessionsmotto der Schwanenfunker hier auf dieser Website nun auch die Kollegen aus der Abteilung Print erreicht. Geradezu vorbildlich begreift Reinhold K., pfeifeschmauchender Chefkommentator des Kurier am Sonntag den Journalismus als Möglichkeit zur Aufklärung der Massen – damit es bis Rosenmontag dann auch wirklich jeder gefressen hat.