Kann der Kerl mal aufhören zu testen???

rd | 07. Januar 2009, 14:59 | 25 Kommentare
Hier steht die Bildunterschrift

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Ich bin ein kleiner König…

rd | 07. Januar 2009, 13:50 | 75 Kommentare

Gut, ich geb’s zu, ich bin kein waschechter Klever, sondern stamme aus einer dieser Schlafstädte am Rande der Metropole – aus Bedburg-Hau, um genau zu sein. Wie die meisten Menschen aus Bedburg-Hau sage ich manchmal auch noch “LKH”, obwohl das, was vom Landeskrankenhaus übrig geblieben ist, mittlerweile etwas schicker “Rheinische Kliniken” heißt.

Und wie die meisten Menschen aus diesem Ort war ich doch recht erstaunt, als bei den Kommunalwahlen 2004 Hans Geurts nach 17 Jahren aus dem Amt gefegt wurde und statt dessen der Ex-CDU-Mann und dann parteilose Peter Driessen ins Amt gehievt wurde. Irgendeine obskure Straßenplanung namens Südtangente mitten durch ein Wohngebiet war Geurts zum Verhängnis geworden, was vorhersehbar gewesen wäre, hätte man nur darauf gehört, wie der erste Mann wegen seiner stets makellosen Gesichtsbräune und seines – zumindest in der Spätphase seines Wirkens – wohl etwas abgehobenen Auftretens selbst in den eigenen Reihen tituliert wurde: Sonnenkönig.

Klar, der Nachfolger macht alles anders und besser. Bei der anstehenden Kommunalwahl hat er nicht mal mehr einen Gegenkandidaten. So etwas bleibt natürlich nicht unbemerkt. Heute dann die Krönung: Auf Seite 6 der Bild-Zeitung, die sich in jüngster Zeit sehr um unseren Landstrich bemüht, ist Driessen der Titelheld der Serie “NRW entscheidet”. In einem insgesamt recht kuscheligen Interview verrät er unter anderem, wann er denn mal so richtig abschalten kann – in seinem BMW Z3 (“Ich liebe es, den Fahrtwind zu spüren, da merke ich, wie schön unser Land ist”). Aber die Überschrift dürfte ihn doch irritiert haben – ob das womöglich der Anfang vom Ende ist?

… gib mir nicht zu wenig, gib mir nicht zu viel…

… gib mir nicht zu wenig, gib mir nicht zu viel…

Vorgezogene Kommunalwahl

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Die aktuelle Jahresvorschau

rd | 06. Januar 2009, 14:11 | 2 Kommentare

Das Jahr ist noch keine Woche alt, und – so viel ist sicher – es wird viel passieren. kleveblog-Leser sind da klar im Vorteil – sie erhalten ihre Nachrichten schon, bevor sie überhaupt geschehen sind. Hier die amtliche Vorschau auf die nächsten zwölf Monate:

Monat Ereignis
Janaur Papierstau! Der 1. FC Kleve kann die für den städtischen Zuschuss zum Stadionumbau benötigten Unterlagen nicht einreichen, weil in letzter Sekunde der Kopierer streikt.
Februar Die ersten FH-Studenten treffen ein. Landrat Spreen gewährt ihnen Bleiberecht und verschenkt zweijährige Praktika bei den Stadtwerken – Tiefbau Loock baut das Union-Verwaltungsgebäude zum Studentenwohnheim um.
März Er macht es! Bernd Zevens wird neuer Trainer des 1. FC Kleve (“Einer muss et ja tun”), nachdem Arie van Lent von Borussia Mönchengladbach verpflichtet wurde (er soll dort die Sturmmisere beheben).
April Lothar Quartier eröffnet sieben weitere Restaurants, darunter auch das legendäre “Haus Kuckuck” in Bedburg-Hau. Neuer Name: Haus Qkqk.
Mai Der Kaufhof Kleve reagiert mit einer drastischen Maßnahme auf die anhaltende Konsumkrise: Umzug mit den Resten des Sortiments in die Räume des Schuh- und Schlüsseldienstes Werner Artz.
Juni Sensation bei der Kommunalwahl: Die drei Bürgermeisterkandidaten Brauer, Gietemann und Leenders erhalten exakt gleich viele Stimmen. Der Amtshinhaber reagiert pragmatisch: Das Stadtgebiet wird dreigeteilt (Kleve unten links, Kleve unten rechts, Kleve oben) – so hat jeder was zu regieren.
Juli Durch einen Fallrückzieher von Spielertrainer Bernd Zevens, der sich in der 89. Minute selbst eingewechselt hatte, schafft der 1. FC Kleve den Klassenerhalt. Pläne zur Vergrößerung des Stadions werden vorgestellt – die Wohngebiete Schauinsland und Bresserbergstraße sollen riesigen Parkplätzen weichen.
August Die Kavariner Straße wird endgültig geschlossen. Weinende Holländer halten Mahnwachen vor Café Wanders ab (“Het was zo’n mooi coffeeshop”).
September Nach dem großen Erfolg des City-Trains erwägt Bahnchef Mehdorn, nun auch eine ICE-Trasse durch die Klever Innenstadt zu verlegen. Arbeitstitel: Inner City Express
Oktober Wiedereröffnung der Kavariner Straße – als Rathaus! Durch die Dreiteilung des Stadtgebietes war neuer Büroraum nötig geworden, die leer stehenden Ladenlokale seien “einfach ideal für mehr Bürgernähe”, so das Bürgermeister-Triumvirat in einer Presseerklärung.
November Zahnwelten Paessens erweitert die Praxis um gynäkologische, urologische und internistische Dienstleistungen: “Wir kommen jetzt auch von innen an die Zähne ran”, so der Chef stolz.
Dezember Von wegen Beuth! Der Name der Fachhochschule steht fest: Brigitte-Wucherpfennig-FH für dies und das (einstimmiger Ratbeschluss Kleve unten links). Zugleich wird das Studienangebot um die Fachrichtungen Häkeln, Buchhandel und Fußpflege erweitert, weil sich zum ersten Semester 99 % Männer eingeschrieben haben (was einer interfraktionellen Arbeitsgruppe bei einem nächtlichen Spontanbesuch im Bernd-Zevens-Studentenheim doch sehr missfiel).

76:24 für Winterdienstnörgler

rd | 06. Januar 2009, 11:11 | 9 Kommentare

Eine der eher undankbaren Aufgaben im Leben eines aktuell tätigen Lokalredakteurs der Rheinischen Post dürfte es sein, die “Frage des Tages” zusammenzuklöppeln. Die Frage muss irgendwie zur Nachrichtenlage passen, darf aber auch keine Verheerungen anrichten. Trotzdem geht’s meistens schief. Das heutige Beispiel: “Waren Sie mit dem Winterdienst zufrieden?” ist insofern ein Klassiker einer fehlgeleiteten Fragestellung, weil sich natürlich nur die Unzufriedenen melden. Aktueller Spielstand: 76:24 für Nein. Dabei war’s – so weit ich’s überblicke – ganz o.k., es ist halt Winter.

Vor ein paar Tagen überzeugte auch: “Zurzeit sind Sternsinger unterwegs. Würden auch Sie für Bedürftige spenden?” Das Ergebnis von 80:20 für Ja sagt uns mit Hilfe einer einfachen Rückrechnung, dass zehn Leute abgestimmt haben (zwei Spaßvögel und acht Redakteure, um das Ergebnis political correct zu machen). Nun, da hier die neue Technik läuft, werden wir den Spaß ein für alle Mal beenden. Oder auch nicht – yeah, that’s Meinungsfreiheit! (Mehrfachabstimmungen sind ausdrücklich erlaubt.)

Soll die Rheinische Post die "Frage des Tages" abschaffen?

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