Düffelward, mit Kunst nachempfunden

rd | 23. Dezember 2007, 18:29 | keine Kommentare

Düffelward

Heute nachmittag, Rinderner Straße in Richtung Keeken. Dörfliches Eisvergnügen auf Qualmwasser (ob das auf Englisch „smoke on the water“ heißt?). Kurzes Innehalten, und dann die Erleuchtung. Das habe ich doch irgendwo schon mal gesehen. Und richtig, Hendrick Avercamp (1585-1634) hatte die Szenerie gewissermaßen antizipiert. Violà:

Avercamp



Überraschende Post aus der Grenzfeste

rd | 22. Dezember 2007, 13:18 | keine Kommentare

Weihnachtskarte

Prinzipiell lebt die ganze Veranstaltung hier ja ein wenig davon, dass der Autor alles und jedes weiß, auch schon mal die Klever Ortsschilder von außen gesehen hat und nun in eine Permanenzphase ewiger Selbstbestätigung eingeschwebt zu sein glaubt, die ihm das sichere Gefühl verleiht: Euch krieg‘ ich noch…

Nun aber hat’s mich erwischt – denn mit dieser Weihnachtskarte eines bekannten Kranenburger Künstlers hätte ich niemals gerechnet. Also: Mögen ihm auch 2007 viele Kunstwerke gelingen, die den Ruhm der Grenzfeste dauerhaft mehren und niemals welken!



Kleve im Endmoränenstadium

rd | 20. Dezember 2007, 23:10 | 1 Kommentar

Armes Kleve! Unsere schöne Stadt mit ihren 5395 Straßenbeleuchtungsmasten befindet sich im akuten Endmoränenstadium. Neueste Forschungsergebnisse legen nahe: Es ist die Topographie, die verhindert hat, dass aus Kleve eine pulsierende Metropole wie z. B. Lagos oder Köln geworden ist. Anders ausgedrückt: Hier ist es nicht platt genug. Schon die immer wieder mit neckischen Informationen überraschende Homepage der Stadt Kleve singt das Hohelied der rollatorfeindlichen Ausprägung:

Kleves einzigartige Topgraphie ist Segen und Fluch zugleich. Die Burg auf dem Berge weist den Besuchern schon von ferne den Weg, der aber ist beim Bummeln durch die Innenstadt eine ganz schön steile Angelegenheit.

Mit einem neuen Buskonzept, in dem die Mittelkapitalseuche grassiert („BusBar“) soll nun das unwirtliche Umfeld zur Räson gebracht und die „ganz schön steile Angelegenheit“ entschärft werden. Nicht die Politik, die in einem Anfall von Desorientierung ein tumorartiges Einkaufszentrum in der Oberstadt zuließ, in dessen Folge nun so gut wie alle Geschäfte zwischen Fischmarkt und Elefanten Oberstadt Centrum leerstehen, im Vier-Wochen-Rhythmus die Inhaber wechseln oder von nicht primär kommerziell orientierten Organisationen übernommen werden, ist schuld, sondern die – tadaa! –

Eiszeit,

die uns jene Endmoräne verschafft hat, an deren letzten Ausläufern Kleve begründet wurde.

Du böse, böse Eiszeit! Na warte! Wenn ick dir kriege!

Marek (01.01. 03:41): brandweer...

Grass, Mann, Brandt – können wir auch

rd | 19. Dezember 2007, 00:33 | keine Kommentare

Lübeck, die Stadt des guten, alten 50-Mark-Scheins, ist heute groß herausgekommen. Zum Thomas-Mann-Haus, wo man ganz gut Wein kaufen kann, und zum Günter-Grass-Haus, wo dem Krebsgesang gehuldigt wird (kleiner Insiderscherz), gesellt sich nun auch das Willy-Brandt-Haus. Können wir in Kleve aber auch, schließlich haben wir hier einige Gebäude, die schon einen Namen tragen, allerdings noch nicht so ganz der Verehrung der Namensträger dienen:

  • Theo-Brauer-Haus
  • Gerd-Hölzel-Haus
  • Karl-Thelosen-Grundschule

Aber was nicht ist, kann noch werden. Zur Eröffnung kommen vielleicht auch ein paar Fernsehteams, ganz sicher aber ein paar Praktikanten von Antenne Niederrhein.