Bankenkrise beendet: Biergartensaison eröffnet!

rd | 05. März 2009, 18:52 | 3 Kommentare
Wer wird denn schwarz sehen, wenn man auch kühles Blond sehen kann?

Wer wird denn schwarz sehen, wenn man auch kühles Blond sehen kann?

Trinkgut, der sympathische Komplettversorger für Dehydrierte, zeigt mit dieser Installation, freundlich unterstützt von Maisel’s Weiße, dass die Bankenkrise glücklicherweise noch nicht alle Bereiche des Wirtschaftslebens erfasst hat. Auch wenn’s draußen hagelt oder schneit – unter dem mächtigen Schutzschirm des Firmensitzes an der Briener Straße lässt sich schon heute ein kühles Blondes genießen! Und mit ein bisschen Phantasie, vielleicht durch den einen oder anderen Schluck beflügelt, lassen sich die sprödesten Kistenberge im Hintergrund in ein malerisches Voralpenlandpanorama verwandeln. Nur Mut! (“Ich spür’ schon –– es wirkt.”)



Nebelwolken an der Umgehungsstraße

rd | 05. März 2009, 14:13 | 63 Kommentare

Ein Verkehrshinweis in Sachen Kommunikation, als besonderer Service für alle Leser, die im Gewusel der mehr oder minder öffentlichen Äußerungen zur geplanten Bedburg-Hauer Umgehungsstraße (“Südtangente”) den Überblick verloren haben:

1. Was sagt die Ministerin? “Außerdem weise ich darauf hin, dass die in § 6 Abs. 3 des nunmehr zu schließenden Vertrages enthaltene Verpflichtung der Gemeinde Bedburg-Hau zum Bau der ‘Südtangente’ aus meiner Sicht selbstverständlich erst nach Sicherstellung der Gesamtfinanzierung des Vorhabens erwartet wird.” (Aus einem Brief vom Juni 2002, geschrieben von der damaligen NRW-Gesundheitsministerin Birgit Fischer (SPD) an den Bürgermeister der Gemeinde Bedburg-Hau, Az. III B2 (C2) – 0545.4 (Bedburg-Hau))

2. Was sagt der amtierende Bürgermeister, Peter Driessen (parteilos)? “Das Ministerium hat mir deutlich mitgeteilt, dass, solange keine Konkretisierung und Finanzierung des Projektes vorliegen, die Gemeinde keinesfalls zum Bau der Südtangente verpflichtet ist.” Hilfreich zur Entwirrung dieser etwas umständlichen, doppelten Verneinungskonstruktion ist die Wendung ins Positive: “Das Ministerium hat mir deutlich mitgeteilt, dass, wenn Konkretisierung und Finanzierung des Projektes vorliegen, die Gemeinde zum Bau der Südtangente verpflichtet ist.”

3. Was sagt Jürgen Bongers, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Bedburg-Hauer Gemeinderat? “Klar ist doch: Zur Erfüllung muss keine Südtangente errichtet werden, es ist lediglich gefordert, dass – wenn eine Südtangente gebaut würde – diese auch an die Kliniken angeschlossen wird. Dass also der ,Liefereingang’, alter Haupteingang, von dieser Straße aus angefahren werden kann. Alles andere ist wild konstruiert. Die Unterstellung, hier wurde ein anderer Vertrag unterschrieben, als vom Rat beschlossen wurde, ist infam.”

4. Was sagt Hans Geurts, der ehemalige Bürgermeister? “Ich fordere Sie daher auf, Ihre Verdächtigungen öffentlich zurückzunehmen und erwarte eine Entschuldigung. Sollte dies bis zum 10.03.2009 nicht geschehen, werde ich die Angelegenheit zu einer juristischen Klärung bringen.”

Fazit: Sobald das Geld vorliegt, steht die Gemeinde in der Pflicht, die Straße zu bauen. (Ob sie (vom Land) an diese Pflicht erinnert wird, ist wiederum eine andere Sache…). Wer das jedoch behauptet, handelt infam und wird mit juristischer Klärung bedroht.

(Die Diskussion dazu bitte hier fortführen. Beruhigender Hinweis für Leser, die am Straßen- und Lügenbau in Nachbargemeinden nicht sooo interessiert sind – ein weiterer Beitrag folgt im Laufe des Tages…)



Kleiner Tipp für die SPD (Kleve)

rd | 04. März 2009, 16:15 | 1 Kommentar

Heute hat Klaus Schürmanns Annette Henseler im Klever Wochenblatt eine längst überfällige Diskussion angestoßen: Warum gibt es in der Kreisstadt Kleve eigentlich keine Gesamtschule? Wäre die Forderung nach einer solchen Schule nicht ein tolles Thema für den bevorstehenden Kommunalwahlkampf, allein schon, um mal “was Eigenes” (Loriot) zu haben – von dem dahinter steckenden, ursozialdemokratischen Gedanken der Chancengleichheit etc. mal ganz abgesehen? Ich jedenfalls kenne genug Eltern aus Kleve,

  • die kein gesteigertes Bedürfnis verspüren, ihre Kinder dem halbgaren G8-Zirkus auszusetzen (damit die lieben Kleinen ein Jahr früher fertig sind – aber fertig wofür genau, bitte? Für den Arbeitsmarkt?);
  • deren Kinder in Goch an der einzigen Gesamtschule im Kreisgebiet abgewiesen worden sind;
  • und solche, deren Söhne und Töchter jeden Morgen mit dem öffentlichen Nahverkehr nach Goch pilgern müssen.

Deren Stimmen hättet ihr dann auf jeden Fall schon mal. Ist das nicht spannender als irgendein Gaspreis-Fähnlein-im-Wind-Kommentar?


Wichtige Information für Vodafone (Fischmarkt)

rd | 04. März 2009, 15:48 | 6 Kommentare

Einem treuen Vodafone-Kunden (10 Jahre!) bei der fälligen Vertragsverlängerung den neuen Tarif Superflat Wochenende 60/1 aufzuquatschen, weil der laut Computer am besten zum Nutzerverhalten passe und außerdem gegenüber dem bisherigen Vertrag “garantiert keine Mehrkosten entstehen”, das heißt höchstens 39,95 Euro ––

also diesem Kunden eine erste Rechnung zuzusenden über den Betrag von 74,26 Euro (und die Mehrkosten mit einer einmaligen, in Wahrheit aber nicht existierenden “Vertragswechselgebühr” zu erklären) ––

und dann diesem Kunden für den zweiten Monat eine Rechnung per SMS zukommen zu lassen, bei der allein für eine einstündige Internetverbindung, in deren Verlauf lediglich einige E-Mails abgerufen und beantwortet wurden, 155,89 Euro berechnet werden (laut Tarif sind 30 MB Datenvolumen im Preis enthalten und bei Überschreiten des Limits erfolgt eine Warnung) –– 

das alles scheint mir den Verdacht nahezulegen, dass eure Marketing-Experten den Tarif besser Dracula Extreme hätten nennen sollen und euer Kundenbindungsprogramm demnächst vor ganz erheblichen Herausforderungen stehen wird. Ihr könnt ja mal probeweise den Versuch starten, der Frau, der das passiert ist, ein neues Angebot zu unterbreiten. Kleiner Tipp: vorher schusssichere Weste anziehen!