Nanu, Nuna: Franziskaner statt Flöns

rd | 24. Mai 2008, 10:28 | keine Kommentare

Das ging aber schnell: Seit Donnerstag hat das Bermuda-Dreieck des Klever Nachtlebens wieder drei Ecken: Neben Le Journal und Früh tritt der Franziskaner an die Stelle des Flöns & Schmöker, dessen Wirt Detlef vor wenigen Wochen überraschend aufgeben musste. Le-Journal-Nuna ist offenbar federführend, für Freunde der Kontinuität sei gesagt, dass an den Wochenenden Andrea (“Das Auge”) hinterm Tresen steht und Staropramen immer noch erhältlich ist. Weitere wichtige Informationen:

  • Die Brauhausstühle sind weg
  • Die alte Rumpelkammer wurde in ein rustikales Separee verwandelt (mit Vorhang!)
  • Kaffeetechnischer Rückschritt: Diese Krups-Maschine plus Filter Größe 4 – das geht gar nicht mehr
  • Dekoanteil um 95 % verringert, allerdings sind z. B. die filigranen Kerzenständer inkl. Bändchen und Blümchen mit dem angestrebten Brauhausstil nicht so ganz kompatibel.

Wer ein Dejá vu hat: Irgendwann Anfang der 80-er Jahre hieß die Kneipe bereits Franziskaner, bevor sie dann jahrelang leer stand und plötzlich als Flöns & Schmöker wieder auftauchte. Parallel zur Neueröffnung hat Le-Journal-Chef Ludger Tiggelbeck offenbar sein Gastro-Experiment Le Mont Royal (Kloppberg, ehemals DAB-Quelle) ratzfatz beendet – der Laden war bereits am Freitag dicht.

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Optische Katastrophen (3)

rd | 23. Mai 2008, 23:09 | keine Kommentare

Gebäude

Wir sehen die Zukunft der Sparkasse an sich, ein Projekt, das unter dem Codenamen “Sparkasse rotweiß” bzw. “Sparkasse Bahnschranke” intensiv vorangetrieben wird. Kritikern, die den Planern entgegenhielten, so sei die Sparkasse von morgen vom Büdchen von heute kaum noch zu unterscheiden, widersprach ein Sprecher des Geldinstituts vehement. Dies sei total überzogen und auch ein Stück weit absurd, da man an den Automaten weder Bier noch Spirituosen ziehen könne.



Innenstadt im Ab- bzw. Umbruch

rd | 23. Mai 2008, 15:29 | keine Kommentare

Aus unserer Wirtschaftsredaktion: Aktie Sport ist weg, es kommt “SAMOON – Collection by Gerry Weber” +++ “Tolle Eröffnungsangebote und Überraschungen erwarten Sie” +++ 1-Euro-Shop schließt Ende Mai +++ Kommt jetzt 50 Cent? +++ Candy-Shop adieu! +++ Neuer Mieter: Erika – das besondere Blumenlädchen +++ Rechts daneben keine schlesischen Spezialitäten mehr, statt dessen Turmalin (Heilsteine et al.) +++ Geschenkeshop in der Schlossstraße nach gefühlten Ewigkeiten ebenfalls dicht – zu erkennen an den fehlenden Windspielen in der Fußgängerzone, Ladenlokal von privat zu vermieten


Gute Rote unter sich

rd | 22. Mai 2008, 19:19 | 3 Kommentare

AutogrammkarteIch hatte auch mal ein Autogramm von Fleming Lund, den wieselflinken und sympathischen Angreifer aus Dänemark, der in den Spielzeiten 77/78 und 78/79 für Fortuna Düsseldorf antrat (62 Punktspiele, 5 Tore, 1 Vorlage, 2 Gelbe Karten) und dessen weitere Karriere so stürmisch verlief, dass selbst die dänische Ausgabe der Wikipedia nur zwei Zeilen für ihn übrig hat. Doch das alles verblasst gegen dieses Fundstück, welches mir nicht im Wahlkreisbüro in Kleve in die Hände fiel, sondern in Berlin (soweit wenig überraschend) – dort aber ausgerechnet im gut sortierten Weinhandel im Willy-Brandt-Haus, wo die erfolgreichste SPD-Politikerin aus Kleve aller Zeiten nach Angaben des freundlichen Inhabers gelegentlich ein Fläschchen kauft und quasi als Empfehlung auch gleich ein paar Autogrammkarten dagelassen hat (anders als Beck). Der Rotwein war auch sehr gut.

Für kleveblog-Leser, die es sich mal so richtig sozialdemokratisch gehen lassen wollen, hier der Link (der Mann versendet auch): Weinhandel im Willy-Brandt-Haus