Formkrise im Einbruchsgewerbe

rd | 27. Juli 2007, 20:38 | keine Kommentare

Eine Woche Kriminalität in Kleve – und so viel ist sicher: Das Einbruchsgewerbe hat eine schwere Konjunkturkrise. Hier Auszüge aus dem offiziellen Polizeibericht, die in ihrem jämmerlichen Scheitern fast schon eine Form der Tragik offenbaren:

Nachdem sich Unbekannte in der Nacht Zutritt in eine Arztpraxis auf der Hagschen Straße verschafft hatten, verließen sie das Objekt dann ohne Beute. +++ Unbekannte haben gegen 19.00 Uhr versucht, auf der Borselstege in eine Praxis für Physiotherapie einzudringen. Sie wurden vom Besitzer vertrieben. +++ Ohne Beute haben Unbekannte ein Haus auf der Triftstraße verlassen, in das sie über ein Fenster eingebrochen waren. +++ Unbekannte hatten (vergeblich) versucht, auf der Brüningstraße einen roten Mercedes aufzubrechen. +++ Nur 10 Euro erbeuteten Unbekannte bei einem Einbruch in eine Arztpraxis auf der Hagschen Straße.



Verkehr (1): Rollsplittorgie

rd | 27. Juli 2007, 20:28 | keine Kommentare

Der Schreibtisch des Reporters ist die Straße – hier mal wörtlich genommen: Woran erkennt der Klever auch ohne Blick auf den Kalender, dass Sommerferien sind? Ein sicherer Weg ist der Blick auf die Straße. Denn kaum hat die Ferienzeit eingesetzt, werden anscheinend wahllos irgendwelche Straßen im Stadtgebiet mit Tonnen von Rollsplitt zugeschüttet.

Was sagt Wikipedia dazu: „Durch das Aufbringen von Rollsplitt wird der Straße für einige Zeit wieder mehr Griffigkeit verliehen, indem die darauf fahrenden Kraftfahrzeuge mit ihren Reifen den Splitt dauerhaft in die Bitumenschicht drücken. Durch diese Vorgehensweise erspart man sich den Einsatz einer Straßenwalze, da die darüber fahrenden Kraftfahrzeuge diese Aufgabe übernehmen. Insofern ist dieses Vorgehen für Gemeinden und Kommunen günstiger, nicht jedoch für die Verkehrsteilnehmer, da es des öfteren zu Lackschäden oder gar Unfällen kommen kann, während der Rollsplitt auf der Straße liegt.“ Allerdings wird angemerkt, dass der Artikel „dringend“ einer Überarbeitung bedürfe. Die Straßen eher nicht.



Neues aus der Wallachei

rd | 24. Juli 2007, 21:52 | keine Kommentare

Der Streit um den Lärmschutzwall – noch ein Gedicht in der RP. Mal sehen, wie lange es noch dauert, bis mir jemand Kampagnenjournalismus vorwirft. Auf jeden Fall ist die Sache wohl nichts für die jüngere Zielgruppe. Mein Sohn (11) berichtete, er habe den Artikel „nicht so“ interessant gefunden. Zum Trost schob er hinterher: „Die Älteren, die lesen das bestimmt fünf Mal.“ So gesehen, mein Beitrag zum demographischen Wandel.

Aber mal sehen, wie die Geschichte weitergeht…


Neandertaler mit Niete

rd | 15. Juli 2007, 14:16 | keine Kommentare

Klever Kirmes – die Altersfrage wird immer entscheidender: “Die Klever Kirmes ist etwa 873 Jahre alt, weit älter also als die Stadt Kleve”, so Bürgermeister Theo Brauer. Bisher galt die Kirchweihe der Stiftskirche im Jahr 1356 als Ursprung, eine Erkenntnis, die an dieser Stelle nicht wirklich überraschen konnte.
Nun wird sogar ein Aufsatz “Kirmes in Alt-Kleve” vom 14. Juli 1935 aus der Feder des früheren Stadtarchivars Friedrich Gorissen hervorgekramt, in dem steht, dass die Klever Kirmes eine “rund achthundertjährige Tradition hat”.
Es würde mich nicht wundern, wenn Archäologen schon bald bei Ausgrabungen am Kleinen Markt einen Neandertaler finden, dessen Faust ein versteinertes, zerknülltes Los hält: „Leider nicht gewonnen! Versuchen Sie es noch einmal!“