Aktuelle Lokalpolitik

rd | 17. Februar 2008, 14:38 | keine Kommentare

SPD bei weiteren Auskiesungswünschen sehr zurückhaltend, so Roland Katzy +++ Barbara Hendricks um Rettung des „Leuchttumprojekts“ Schloss Moyland bemüht +++ Pächter der Brücktor-Stube plant Neueröffnung in Rumänien, Stadt fordert Subventionen zurück (wahlweise Freibier für alle) +++ Aktueller Kommentar zur Steueraffäre: „Meines Erachtens untergräbt ein solches Verhalten die Demokratie mehr als Al-Quaida oder die Neonazis (Bernd Schreiber, Kleve) +++ Finanzamt Kleve weist erste Selbstanzeigen zurück – „keine Kapazitäten“, das Geld bitte einfach so überweisen +++ Ausbau der Triftstraße beginnt am Montag – Aktivisten drohen, sich an die bedrohten Bäume zu ketten +++ Grundschulen in Donsbrüggen und Keeken werden geschlossen – Kinder sollen wieder mehr Teppiche knüpfen +++ (Private) Leibnizschule kündigt ersten Unterricht für das Schuljahr 2055/56 an, Kinder können ihre Enkel anmelden +++ CDU recht still, läuft ja auch so ganz gut



Teilchenodyssee

rd | 16. Februar 2008, 18:29 | keine Kommentare

BrötchentütenFür alle, die mich kennen und die diese Seiten hier regelmäßig lesen, dürfte klar sein, dass das Epizentrum meines journalistischen Schaffens die Frage ist: Wer braucht eigentlich all die Bäckereien? (Momentan allein neun auf ca. 400 Metern in der Klever Innenstadt.) Nun die überraschende Antwort: Ich brauche sie.

Wer z. B. am späten Samstag Nachmittag auf die total verwegene Idee kommt, drei Berliner, drei Puddingteilchen und ein Schweineöhrchen kaufen zu wollen, muss, um diese völlig abgedrehten Konsumgelüste zu befriedigen, sechs Bäckereien ansteuern. Hier das Protokoll einer – letztlich erfolgreichen – Odyssee:

  • Heicks (Fischmarkt): 1 Berliner, 1 Schweineöhrchen
  • Back-Werk: 2 Puddingteilchen
  • Siebrecht (oben): 1 Puddingteilchen
  • Siebrecht (unten): 1 Berliner
  • Reffeling: nichts
  • Heicks (Woolworth): 1 Berliner

Wieder ein Welträtsel gelöst. Und die Kinder satt. (Und angesichts des Zuckergehalts gewissenhaft vorbereitet auf die neuen Klever Wellnesswelten.)



Wellnessbohrer

rd | 16. Februar 2008, 13:05 | 1 Kommentar

Nie waren Zahnschmerzen schöner als heute. Hoffentlich reißt mir die Karies bald neue Löcher in meine Keramik, denn dann eröffnet sich mir eine weitere Wellness-Zahnarztwelt:

Unser Ziel ist eine Zahnarztpraxis mit Wohlfühlcharakter in Kombination mit modernen innovativen Behandlungskonzepten.
Statt kühler Praxisatmosphäre erwartet Sie ein geschmackvolles entspannendes Ambiente.
Ein harmonisches Raumdesign mit warmen Farben, beruhigenden Klängen und angenehmen Düften bilden eine Harmonie, die Sie Stress vergessen lässt und Lust auf Veränderung macht – mit ästhetischen und schmerzfreien Therapien.
Auch an die kleinen Patienten wurde gedacht,… um ihren Aufenthalt und Behandlung so kurzweilig und angenehm wie möglich zu machen.

Eigenwerbung des Klever Zahnarztes Dr. Maarten Dirkx, der mit seiner frisch renovierten Praxis einen Trend aufgreift, der – wo wohl? – schon einmal eingehend analysiert wurde.

Teilchenodyssee | kleveblog (16.02. 18:29): [...] RSS ← Wellnessbohrer [...]...

Big Drama in der Brücktor-Stube

rd | 16. Februar 2008, 12:04 | 1 Kommentar

Brücktorstube von außen

Quo vadis, Brücktor-Stube? Die Grenzland Post berichtet über erschütternde Zustände in Klever Traditionskneipe (ehemals Hotel Verweyen). Schimmelbefall, Regenwasser fließt in die Lampe auf der Herrentoilette, und auf der Kegelbahn „weiß man nie, welche Püppchen beim nächsten Versuch wieder aufgestellt werden müssen“. Das Gebäude verfalle, sagt Wirt Volker Lankhorst – eine Aussage, die der Immobilienbesitzer umgehend über seinen Rechtsbeistand dementieren lässt. Stattdessen Gegenattacke: „Der Pächter ist mit mehr als 20.000 Euro im Rückstand. Er hält die Miete zu Unrecht zurück. Das ist ein Mietnomade.“

Zeit also für einen Ortsbesuch. Freitagabend, 23.09 Uhr. Es riecht modrig. Blickfang ist das links vom Eingang montierte 9000-Teile-Puzzle „Die Hochzeit von Kana“, das zugleich als Sichtschutz zur Straße dient. Weitere Puzzles zeigen Raubkatzen und die Brooklyn Bridge. Eine kleine Tafel kündigt neue Bierpreise an – ab 1. Februar 1,20 Euro für 0,2 Liter Pils oder Alt. Ein Stammgast (82) an der Theke, die fünf Mitglieder des letzten verbliebenen Kegelclubs lassen einen turbulenten Abend auf der Bahn Revue passieren. Der Mann hinterm Tresen ist von der jüngsten Veröffentlichung schwer gezeichnet. Immer wieder spricht er den einen Satz: „Ich bin Aushilfe, keine Auskunft.“ Der Chef komme noch. Dann wirft er mich raus, was aber nach der Intervention des Stammgastes rückgängig gemacht wird. „Wir sind doch Freunde“, so gehen wir getrennte Wege.

Ende August will Lankhorst die Brücktor-Stube schließen. Es ist nicht sicher, ob er das schafft.