Eine Stadt zum Stelen

rd | 07. April 2008, 13:03 | keine Kommentare

Stele

Wir räumen unser Feld, um dem Klever Pädagogen (i. R.) Paul Gerhard Küsters in Auszügen seines in der Zeitschrift Rund um den Schwanenturm erschienenen Aufsatzes, der unter anderem durch die gewissenhafte Verwendung von ca. zwanzig Personalpronomen der 1. Person Singular überzeugt, schildern zu lassen, wie es dazu kam, dass im Niemandsland hinter dem Stadthallenparkplatz und vor dem Hallenbad am Rande der Worcesterbrücke in einer Abzweigung vom Bürgersteig plötzlich eine Granitsäule aufragt:

Nach zwei erfolgreichen Jahrzehnten einer gelebten Freundschaft zwischen Kleve und Worcester wollte ich der Städtepartnerschaft sichtbaren Ausdruck verleihen durch die Stiftung einer Partnerschafts-Stele, die die Wappen beider Städte trägt und chronologisch auf die historischen Ereignisse in Worcester in englischer Sprache und auf die in Kleve in deutscher Sprache hinweist. Die aus schwedischem Granit errichtete Stele aus der Steinmetz- und Bildhauerwerkstatt Josef Tripp durfte ich am 10. Januar 2008 einweihen. Die Einweihungsfeier fand durch die Teilnahme vieler Besucher eine positive Resonanz. Unter anderem waren erschienen…

… die üblichen Verdächtigen, die offenbar alle gemeinsam der Ansicht waren, dass – wenn man dieser gelebten Partnerschaft offenbar schon mit einer grabsteinähnlichen Konstruktion gedenken will – man diese am besten irgendwo hinstellt, wo die Zahl der derangierten Passanten, die versehentlich dagegen laufen, möglichst gering gehalten werden kann. Und hier der offizielle kleveblog-Vorschlag für den Standort der Stele zum Gedenken an die Partnerstadt Ronse:

  • Einfahrt Wertstoffhof


Geht schneller als man denkt

rd | 03. April 2008, 18:02 | 1 Kommentar

Screenshot

Zwar anders als geplant, aber unsere liebe Infokrake Google ist so verflixt schnell…



Pofalla politisch gescheitelt

rd | 02. April 2008, 17:44 | keine Kommentare

Dreimal Pofalla

Hier also auf besonderen Wunsch der Friseurinnung Niederrhein mit freundlicher Unterstützung der Bilddatenbank der CDU der aktuelle Überblick über die Frisurentrends im politischen Berlin. Obere Reihe links: die neue Friseur von Ronald Pofalla. Sehr seriös wirkend, hoher Schwiegermutterdarling-Faktor. Daneben: derselbe Haarträger, November 2007. Es geht schon in die gleiche Richtung, aber die exklusive kleveblog-Haaranalyse kommt zu der Erkenntnis, dass die nach links geworfenen Haare teilweise wie Mikadostäbe sortiert sind, vermutlich infolge eines unsicheren Umgangs mit Fön und Festiger, der aber auch nicht verwunderlich ist angesichts eines Arbeitspensums, das oft nur eine Mütze Schlaf zulässt. In der mittleren Reihe zweimal Sommer 2007. Eine im Stil etwas unsichere Melange aus Pony und Seitenscheitel, jedoch mit viel Liebe zum Detail umgesetzt. Doch das Foto unten links zeigt, dass diese Frisur stärkeren Beanspruchungen (Außeneinsätze) nicht standhalten konnte. Die Aufnahme unten rechts, im Dezember 2005 zu R. P.s Berufung als CDU-Generalsekretär erstellt, zeigt, dass die Ansätze zur aktuellen Frisur schon damals vorhanden waren, jedoch in der Ausführung weniger präzise. Die besondere Leistung des neuen (?) Friseurs scheint mir darin zu liegen, den Scheitelpunkt (heißt das so, liebe Friseure unter den Lesern?) präziser als sonst herausgearbeitet zu haben. Es wirkt so, als hätte der unbekannte Meister mit einem satten Strahl warmer Luft von unten etwas Volumen zwischen Schädeldecke und Haar gebracht. Chapeau!

p.s. Bleibt die Frage nach der merkwürdigen Überschrift. Ist natürlich Kalkül: Wenn ein – bundespolitisch interessierter – Leser Google mit den Worten „Pofalla politisch gescheitert“ füttert, wird die Suchmaschine entgegnen: Meinten Sie vielleicht „Pofalla politisch gescheitelt“? Das wird natürlich sofort angeklickt, die Leserzahlen in ungeahnte Höhen treiben, die es dem mit sieben Heuschrecken besetzten Herausgebergremium des kleveblogs erlauben, die Anzeigenpreise moderat „anzupassen“.


Die etwas andere Business Class

rd | 02. April 2008, 08:27 | keine Kommentare

Ziele, die natürlich besonders für hier in der Region lebende Polen hochinteressant sind. „Eine Spedition, bei der viele Polen arbeiten, will sogar ihren Schichtplan auf unsere Flugzeiten abstimmen”, sagte Anja Seugling, Ryanair-Marketing-Managerin für Deutschland. Mit der Auslastung der Maschinen sei man schon jetzt „sehr zufrieden”. Polen, die von Weeze aus mit dem Flieger statt per Bus nach Hause reisen, würden jetzt zehn Stunden schneller heimkommen – „sogar günstiger als mit dem Bus”.

Soweit die örtliche Berichterstattung zur Eröffnung der Ryanair-Fluglinien Weeze-Breslau und Weeze-Bromberg. Nur für den Fall, dass der eine oder andere kleveblog-Leser ein Déjà-vu hat: Bittesehr: NRNWRO