Leben im Totalausverkauf

rd | 01. März 2008, 17:27 | 1 Kommentar

Wir gehen langsam durch die Stadt. Oje, was sehen unsere leidgeprüften Augen? Gitte’s Kindermoden verlassen unsere unwirtliche Welt – natürlich mit einem Räumungsverkauf:

Räumung 1

Missmutig trotten wir bergan, um schon am Fischmarkt das nächste Fiasko mitansehen zu müssen: PurPur meldet “Wir schließen! Alles muss raus!”. Sogar mit einem Total-Räumun-gsverkauf

Räumung 2

Wir fliehen die düstere Fußgängerzone, entern die Prachtmeile Hoffmannallee, die ich übrigens in einem meiner ersten Artikel für die Rheinische Post mal mit der Düsseldorfer Königsallee verglichen habe, was zwar – vorsichtig formuliert – etwas übertrieben ist, aber von den Inserenten durchaus wohlwollend zur Kenntnis genommen wurde. Doch auch die Flaniermeile sendet uns Signale monetärer Sklerose: Nova Möbel verabschiedet sich ebenfalls – aber nicht ohne unsere an Ausverkaufsvarianten reiche Sprache (inkl. Interpunktion) noch um etwas nie zuvor Gesehenes zu bereichern:

Räumung 3

In diesem Sinne auch hier: “Weiter” “so”!



Ironie des Schicksals

rd | 01. März 2008, 17:04 | 1 Kommentar

Werbung

Aus der lockeren Serie der Betrachtungen zur Entwicklung der hiesigen Zahnarztwelten hier nun ein neues Meisterwerk – perfekter lässt sich eine Werbung wohl kaum platzieren. Herzlichen Glückwunsch an Dr. Ralf Atrops und sein Public-Relations-Team von McZahn! Eine weitere Gruppe Klever Mundhöhlenkünstler, die Praxis Dr. Damen und Partner, wirbt seit neuestem übrigens mit “Zahn & more” – was auch ganz entschieden besser klingt als “Zahn & Fleisch”. Weiter so!





Bankenkrise (2)

rd | 01. März 2008, 15:06 | 1 Kommentar

Bank

Zu wenig ist bisher über die besondere Ästhetik niederrheinischer Bushaltestellen geschrieben worden, deren Gestaltung mittlerweile so abweisend geworden ist, dass nicht einmal die einschlägigen Bevölkerungskreise, die üblicherweise nicht auf Busse warten, darauf Platz nehmen mögen.


Schneise der Verwüstung

rd | 01. März 2008, 13:22 | keine Kommentare

Kleve (dpa) – Auf seinem Zug durch Kleve hinterließ der niederländische Megaorkan Emma eine Schneise der Verwüstung. Besonders schwer getroffen wurde das Gebiet um den Grünen Heideberg, das zurzeit von der Außenwelt abgeschnitten ist und nur mit dem Hubschrauber erreicht werden kann. Zahlreiche Feuerwehrleute und freiwillige Helfer waren noch Stunden nach der schlimmsten Katastrophe seit Johanna Sebus damit beschäftigt, zerstörte Zeitungen einzusammeln und wieder ordentlich zusammenzufalten und das umgekippte Fahrrad wieder aufzustellen. Nach Schätzungen der Vereinigten Klever Straßengemeinschaften beläuft sich der Gesamtschaden allein im Innenstadtbereich auf 3 Milliarden Euro (Versicherungsbetrug eingerechnet). Für die kommende Nacht rechnen Experten mit noch stärkeren Windböen. Der Kreisbeauftragte für Katatstrophenschutz rief in einer von Antenne Niederrhein übertragenen Botschaft die Zusteller der Sonntagsblättchen dazu auf, diese wenigstens dieses eine Mal nicht irgendwo in die Nähe der Haustür zu werfen, sondern ganz in den Briefkasten zu stecken.

Sturmschäden