NordWestBahnÄrgerProtokoll

rd | 05. November 2019, 19:16 | 31 Kommentare
Herren der Beförderungsfinsternis

Der langjährige kleveblog-kommentator Benno hat sich einmal die Mühe gemacht, zu protokollieren, was auf der Bahnstrecke von Kleve nach Düsseldorf (RE 10) alles so aus dem Ruder läuft, wenn der Übergang ins Reich der maritimen Metaphern gestattet ist. Hier, versehen mit einer kleinen Vorrede, sein Bericht, der in liebevoller Weise einen Gegensatz zu der „weiteren Optimierung“ bildet, die Landrat Wolfgang Spreen dem ÖPNV angedeihen lassen möchte:

Richtig kombiniert – die Strecke Kleve-Düsseldorf war in beiden Richtungen immer pünktlich! Die Kombi BR 218 mit 3 Silberlingen, einfach perfekt.
Die ersten Verspätungen schlichen sich mit der Privatisierung ein. Diese waren aber zunächst noch nicht so häufig wie derzeit. Doch es wurde gespart, wo es nur ging. Sei es, dass ein Großteil der Ersatzteillager aufgelöst wurden, Wartungsintervalle vergrößert wurden etc. – die Braut wurde für die Börse aufgehübscht…

Die heutigen Verspätungen sind dieser Sparpolitik allerdings nur zum Teil geschuldet. Die Strecke wird vom VRR von der DB-Netz gemietet. DB-Netz ist für die Instandhaltung verantwortlich (Signale, Bahnübergänge & Schienen).

Wer für die Personalplanung der Stellwerke verantwortlich ist, kann ich nicht sagen. Es gibt anscheinend aber keine Rufbereitschaft oder Ähnliches. Sonst würde es nicht auffallen, dass morgens Stellwerke nicht besetzt sind und es dadurch zu Zugausfällen oder Verspätungen kommt.

Der jetzige Dienstleister auf der Strecke, die NWB, ist für die Fahrzeuge zuständig. Die Lokführer tun mir leid, wenn ich manchmal mitbekomme, mit welch schlecht gewarteten Zügen diese fahren müssen. Im Sommer die Klimaanlage defekt, im Winter Teil- bis Totalausfall der Heizung. Zu DB-Zeiten war es die 628-Baureihe, die bautechnisch bedingt, eine schwache Heizung hatten, aber dafür bequeme Sitze und keine mit Stoff bezogenen Holzbretter. Kupplungsprobleme gab gar es zur DB-Zeiten nicht, nicht so wie am 21. Oktober mit der NWB.

Damit sich jeder mal ein Bild machen kann, hier die Einträge aus der Gruppe Monat Oktober. Vielleicht liest ja jemand vom VRR oder weitere Verantwortliche mit, denn es lassen sich Rückschlüsse ziehen:

11. Oktober: morgens Stellwerk in Geldern nicht besetzt – Verspätungen ziehen sich bis in frühen Vormittag, sprich: Berufspendler sind betroffen

11. Oktober: geplante Ankunft in Kleve 17:05 Uhr – plus 13 Minuten – Grund nicht mitgeteilt

17. Oktober: Stellwerk in Weeze nicht besetzt – bis zu 25 Minuten Verspätung – Verspätungen ziehen sich bis in frühen Vormittag, sprich Berufspendler sind betroffen

18. Oktober: Zug ab Krefeld 8:26 Uhr plus 15 Minuten Abfahrt Richtung Düsseldorf

21. Oktober: Abfahrt Düsseldorf 16:39 Uhr plus 18 Minuten – Probleme beim Kuppelvorgang

22.Oktober: Stellwerk in Geldern nicht besetzt – Zug von 4:26 Uhr ab Kleve steht noch Kevelaer. Laut Plan sollte dieser schon fast in Kempen sein – Verspätungen ziehen sich bis in frühen Vormittag, sprich: Berufspendler sind betroffen

23. Oktober: Stellwerk in Niewkerk nicht besetzt. Zug Ankunft um 6:22 Uhr in Düsseldorf plus 53 Min. Der Zug der eigentlich um 5:52 Uhr in Düsseldorf enden sollte, fuhr nur bis Krefeld. Diese Fahrgäste hatten also eine Verspätung von 83 Minuten!

29.Oktober: Ankunft Kleve 18:05 Uhr plus 7 Minuten – Grund: Einfahrsignal Bf Kleve Ausfall

30. Oktober: Abfahrt 4:51 Uhr ab Kevelaer – plus 10 Minuten

31. Oktober: Abfahrt 4:51 Uhr ab Kevelaer – auch wieder plus 10 Minuten

Bennos betrübliches Fazit: „Wenn ich diese Auflistung, wie auch schon wie viele vorher an die Verantwortlichen schreibe, erhalte ich nur…. bla, bla, bla… Es ändert sich aber nichts, gar nichts, obwohl reichlich Steuergelder zur Verfügung gestellt werden! Wenn sich dort nicht bald etwas ändert, könnte es dazu führen, dass ich – wie schon an anderer Stelle geschrieben – meine Haltung überdenke und sage: F…ck you, Friday for future, ich fahre wieder Auto!“

Benno

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31 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 1. Chewgum

    Sehr gut, die Dinge mal konkret gemacht. Personal in den Stellwerken scheint ein großes Problem zu sein. Sparmaßnahme oder allgemeiner Fachkräftemangel?

    Mit DB Regio war es auf der Strecke insgesamt besser. NWB spart auch beim Zugbegleitpersonal.
    Anzahl der Waggons abhängig von Besteller VRR. Züge wirken wie bessere Straßenbahnen.

     
  2. 2. Benno

    Eine kleine Ergänzung: das Protokoll wird von zur Zeit 22 Berufspendler über WhatsApp geführt. Züge ab Kleve zwischen 4:26 Uhr und 7:21 Uhr sowie ab Düsseldorf zwischen 15:39 Uhr und 18:09 Uhr sind abgedeckt.

     
  3. 3. Auditor

    Ich hab`s aufgegeben. Letztmalig hatte ich im Frühjahr einen Termin in Düsseldorf, 10 Uhr in Bahnhofsnähe, und habe mich für den Zug entschieden um entspannt anzukommen und währen der Fahrt Vorbereitungen treffen zu können.

    Geplante Abfahrtszeit 7:51 Uhr, Ankunft geplant 9:22 Uhr, also reichlich Zeitreserven. Und Zeit um den Termin vorzubereiten hatte ich dann reichlich. U. a. hielt der Zug auf der Strecke 4 mal ungeplant, weil Schrankenanlagen defekt waren und der Zugführer vor den Übergängen selbst schauen musste ob Verkehr kreuzt. Aufgrund weiter technischer Probleme war die Verspätung so groß, dass der Zug nur bis Krefeld fuhr und hier der nächste Zug nach Düsseldorf abgewartet werden musste. Ankunft Düsseldorf HBF: ca. 10:30 UHR.

    Termin verpasst, seitdem stelle ich mich wieder im Stau hinten an und bin pünktlich. Allen Verkehrstheoretikern, die über den Umstieg vom Auto auf die Bahn fabulieren, empfehle ich einfach mal einen Selbstversuch über einen relevanten Zeitraum zu unternehmen. Hilft zur Entwicklung einer realistischen Einschätzung.

     
  4. 4. Markus van Appeldorn

    Eine Strecke Kleve-Düsseldorf gab es früher so gesehen nicht. Wer nach Düsseldorf wollte, musste in Krefeld umsteigen, weil die Züge aus Kleve über Neuss nach Köln fuhren. Alternative: Kleve-Duisburg und von da weiter. Die Silberlinge waren bespannt mit einer Lokomotive der Baureihe 215 (übrigens mit den Seriennummern -30, -31, -32) und ab Krefeld elektrisch. Die Relation Kleve-Duisburg bedienten Lokomotiven der Baureihe 211.

     
  5. 5. Rüdiger Weizenkeim

    Ein Blick in die Niederlande: Einstieg in den Bus mit elektronischer Fahrkarte (pling rein – pling raus). Manueller Kartenkauf nur noch mit EC-Karte möglich. Das Ticket ist dann auch teurer. Es gibt (funktionierendes) W-LAN.

    In NRW gibt es alleine neun verschiedene Verkehrsverbünde. Alle mit unterschiedlichen Tarifen & Automaten, eigenen Vorständen; Bekleidung, Fahrzeuge und selbst Spurweiten sind nicht einheitlich. Selbst innerhalb eines Verkehrsverbundes kann es noch Tarif-Unterschiede geben.

    Um z. B. die Erstattungsquoten für die kostenlose Beförderung von Schwerbehinderten zu kalkulieren, werden Firmen beauftragt, die dann Zähler (mit Kuli und Bogen) rausschicken. Läuft über mehrere Monate. Das gleiche gilt für „Zufriedenheitsbefragungen“ und Bedarfsermittlungen aller Art. Ich vermute im Nachbarland reicht dafür ein Knopfdruck…

     
  6. 6. Benno

    @4: Markus van Appeldorn: Die Strecke Kleve-Düsseldorf ohne Umstieg gab es auch schon früher. Dieser Zug hielt auch in Bedburg-Hau sowie Pfalzdorf (ja richtig gelesen). Nur wer den Kölner Zug aus Kleve nahm, musste umsteigen.

    Benno

     
  7. 7. Chewgum

    @6 Es gab mal die Strecke Kleve – Köln und wer nach Düsseldorf wollte, stieg in Neuss um.

     
  8. 8. stopsi1900

    Samstag 2.11.2019
    Abfahrt Bedburg-Hau 10.31 Uhr pünktlich
    Pünktlich in Düsseldorf angekommen und weiter nach Leverkusen, dort Tabellenführung verteidigt.

    Rückfahrt über Düsseldorf 19.01 Uhr pünktlich
    Ankunft Kleve 20.35 Uhr pünktlich

    Dann hatten wir gehofft, noch ein paar leckere Bolten trinken zu können, „die Kneipe unseres Vertrauens“ öffnete jedoch leider erst um 22.00 Uhr.

     
  9. 9. Gartenhexe

    @stopsi1900: Die von Dir beschriebene Pünktlichkeit und Bahnfahrt ohne Hindernis/Ausfälle etc. war aber eine echte Ausnahme! Leider haben wir ja so viele schlechte Erfahrungen gemacht, dass wir kaum noch Bahn fahren bzw. große Zeitfenster einplanen um pünktlich zu sein.

     
  10. 10. Rainer

    Ich fürchte es werden noch Jahrzehnte ins Land gehen bevor in Deutschland der Streit „öffentlicher Personentransport vs. individuelle Mobilität“ beglichen wird. Gab es nicht mal verbilligte Autokredite, Subventionen für Neuwagen, Prämien für Diesel-Verschrottung, aktuell Anreizprämien für E-Autos. Bolitig fü Leut die eh gnug Geld hän…….

     
  11. 11. Joseph Johann

    Solange R. Pofalla und seine Vorstandskollegen sich um die Steigerung ihrer Einkünfte kümmern, wird es keinen Fortschritt bei der Bundesbahn geben. Das Unternehmen ist eifach ausgedrückt krank und eine Schande für unser Land.

     
  12. 12. Nasenbär

    Für einen funktionierenden RE 10 muss man nicht gleich das ganze Unternehmen heilen.
    Alle wissen es:
    2-gleisige Strecke mit genug Weichen
    elektrifizieren
    Stellwerke modernisieren und von Krefeld aus zwentral steuern.
    fertig!
    Da muss man nichts neues erfinden, keine Revolution oder so, einfach die Technik, die andernorts läuft anwenden.

     
  13. 13. Benno

    Und heute ging es weiter:

    – 16:09 Uhr ab Düsseldorf 10 Minuten verspätete Abfahrt
    – 18:05 Ankunft Kleve + 18 Min

    Eine Idee: wäre es nicht sinnvoll, dass alle Leser vom Kleveblog, die als Berufspendler täglich die Strecke Kleve-Düsseldorf nutzen, hier die Verspätungen notieren? Je mehr hier steht, desto weniger lassen sich die Probleme auf der Strecke wegdiskutieren. Hier stehen dann Fakten zur Diskussion und keiner könnte der Verantwortlichen von DB, VRR und NWB könnten sich mit der Aussage aus der Affäre ziehen, dass es sich nur um Einzelmeinungen handelt.

    Benno

     
  14. 14. Matthes

    Heute morgen fiel der Zwischentakt laut Ansage im Klever Bahnhof aus, der 06:25 Uhr Zug ab Kleve konnte mit 5 Min Verspätung in Kleve losfahren, weil in Bedburg Hau ein defekter Zug stand. (Lt. Zugführer) Im Verlauf der Fahrt tauchte der ausgefallene Zwischentakt doch wieder auf und blockierte die Fahrt des 06:25 Uhr Zuges, da die Gleisabschnitte vor ihm immer belegt waren. Folge: +25 min an Krefeld Hbf. Die kaputte Heizung war obligatorisch.

    Anekdote von vor einigen Wochen (Datum leider nicht mehr bekannt):

    Einer der frühen Züge (05:55 Uhr oder 06:12 Uhr ab Kleve) konnte erst mit Verspätung in Kleve losfahren, musste aber vor Bedburg Hau zunächst auf Sicht fahren und dann vor dem Bf. in Bedburg Hau auf Einfahrt warten. Grund: Das Stellwerk in Bedburg Hau war nicht besetzt. Der Fahrdienstleiter Kleve musste den Zug in Kleve zunächst abfertigen, sich dann ins Auto setzen und zum Stellwerk nach Bedburg Hau fahren um dem Zug Einfahrt in den Bf. Bedburg Hau zu gewähren. Als er das Stellwerk in Bedburg Hau besetzt hatte, ging es weiter (Kein Scherz).

    Ebenfalls von vor Wochen: Zwischentakt ab Kleve 06:12 Uhr fährt pünktlich los und kommt pünktlich in Kempen an. Zwischen Kempen und Krefeld HBF waren (alle) Bahnübergänge gestört, diese mussten manuell gesichert werden. Eine zusätzliche Störung hatte zur Folge, dass auf der Strecke nur 40km/h gefahren werden konnte. Ergebnis: Fahrtzeit von Kempen nach Krefeld 40 Minuten. (Normalerweise etwa 12-14min)…

     
  15. 15. Chewgum

    @14 Matthes Bahnübergänge, die manuell gesichert werden müssen, ausgefallene Züge, die wieder auftauchen und dann ein Hindernis sind, Fahrdienstleiter, die hin und her eilen, Lokführer, die „auf Sicht fahren“, weil ein Stellwerk nicht besetzt ist?! Langsam weiß ich nicht mehr, ob ich alles wissen möchte.

    Nee, bloß alles veröffentlichen hier! Das nimmt ja skandalöse Züge an …

     
  16. 16. rd

    @Chewgum Skandalöse Züge ist gut! Ist aber nicht alles NWB, nur der guten Ordnung halber.

     
  17. 17. Chewgum

    @rd Der Fehler liegt im System, wie so oft.

    Stichwort Privatisierung. NWB ist ein Symptom von vielen.

     
  18. 18. Krampf

    12.11.2019: +30 Minuten, da ein Zug in Meerbusch liegen geblieben ist.
    05.11.2019: + 10 Minuten, Ursache unbekannt
    04.11.2019: + 20 Minuten, Richtung Kleve – Ursache: Verspätete Abfahrt in !!Kleve!!
    28.10.2019: + 15 Minuten, Ursache unbekannt
    24.10.2019: + 10 Minuten, Ursache unbekannt
    21.10.2019: + 05 Minuten, Ursache unbekannt
    11.10.2019: + 10 Minuten, Ursache unbekannt
    09.10.2019: + 20 Minuten, weil Lokführer nicht auffindbar – Verspätete Abfahrt in Düsseldorf
    26.09.2019: + 25 Minuten, Ursache unbekannt
    24.09.2019: + 05 Minuten, Ursache unbekannt
    23.09.2019: + 40 Minuten, Ursache unbekannt
    19.09.2019: + 20 Minuten, Ursache unbekannt
    19.09.2019: + 55 Minuten, Ursache unbekannt
    12.08.2019: + 10 Minuten, Ursache unbekannt

    Dies ist ein kleiner Ausschnitt aus den Whatsapp-Konversationen mit Familienangehörigen, welche mich am Bahnhof abholen. Bei ein oder zwei Einträgen bin ich mir nicht ganz sicher, jedoch sollte dies eine gute Übersicht geben.
    Gefahren wird von Düsseldorf nach Geldern, und dies im Schnitt nur 3 mal in der Woche. Bei drei Fahrten pro Woche kommt da schon ganz viel zusammen…
    Es vergeht keine Woche, in der ich dem Verkehrsverbund nicht das Geld in den Rachen werfe, damit dieser mir meine Freizeit verbrennt.

     
  19. 19. rd

    Von heute, lt. Antenne Niederrhein: NWB-Aktuell:
    Update 13:11 Uhr
    NWB 75044 von Düsseldorf Hbf ab 15:39 Uhr nach Kleve fällt aus
    Grund laut NWB: Betriebliche Gründe
    _________
    NWB 75043 von Kleve ab 13:51 Uhr nach Düsseldorf Hbf fällt aus
    Grund laut NWB: Betriebliche Gründe

     
  20. 20. Benno

    den Ausfall um 15:39 Uhr kann ich bestätigen. Wie hat noch einer in die Gruppe geschrieben: die NWB bemüht sich um Ersatz…… Genau der kam dann wieder im Takt um 16:09 Uhr ab Düsseldorf.

    Der ÖPNV hier am Niederrhein ist zur Zeit eine Katastrophe. Ich habe dann heute mein Glück über Emmerich versucht, leider auch ohne Erfolg. Der NIAG-Busfahrer der Linie SB 58 steht lieber 3 Minuten in Kleve am Bahnhof, statt die Fahrgäste vom RE 19 mitzunehmen! Ich kam heute mit Verspätung stattum 16:44 Uhr um 16:51 Uhr in Emmerich an. Zu dieser Zeit fährt der SB 58 Richtung Kleve gerade ab. Statt vielleicht ein Minute zu warten, fuhr er pünktlich ab. Vielleicht sollte die NIAG mal überlegen, statt in Kleve in Emmerich etwas länger stehen zu bleiben. Früher zu Bahnbuszeiten, lief alles super abgestimmt.

    Generell wäre es vielleicht für die Umwelt besser, die 5000,-€ Förderung für den Kauf eines E-Auto (so umweltfreundlich ist das E-Auto in der Produktion nicht) in den ÖPNV zu stecken, statt die Strassen mit der Förderung noch mehr vollzustopfen.

    Benno

     
  21. 21. Bahnfahrerin

    @20 Benno Letzten Freitag habe ich den Bus in Emmerich nach Kleve nur erreicht, weil ich gerannt bin. Übrigens 6 Euro für die paar Kilometer. Es fuhren hauptsächlich junge Leute mit, die wohl vor allem mit dem Semesterticket unterwegs waren.

     
  22. 22. Martin Fingerhut

    nur der Vollständigkeit – und Gerechtigkeit – halber :
    Vorigen SonnTag habe ich 3mal die NWB benutzt
    – alle 3 Züge waren pünktlich.
    Deutlich verspätet war nur der Bus von Emmerich nach Kleve.

    @ 21. Bahnfahrerin :
    ### 6 Euro für die paar Kilometer ###
    Ja, das Tarif”System” des VRR’s ist nicht gerade verlockend.
    Der TarifWirrWarr von VRR, Land NRW und DB ist einfach nur abschreckend.

    @ 20. Benno :
    ### Früher zu Bahnbuszeiten, lief alles super abgestimmt. ###
    BAHNbus von Emmerich nach Kleve ?
    Das dürfte verdammp lang her sein, oder ?
    In den 80ern, als noch ICs in Emmerich hielten,
    bin ich oft in Bonn eingestiegen
    und der IC war so gut wie pünktlich
    – bis einschließlich DUisBurg
    = der letzten Möglichkeit, reuMütig doch noch auf die Krefelder Strecke mit Bummel-DB umZuSwitchen.
    Aber mehrmals blieb der IC an der nächsten Station, in OberHausen, überMäßig lange stehen.
    So, daß ich bestenFalls den NIAG-Bus Richtung Kleef gerade noch abfahren sehen konnte,
    wenn der IC endlich in den Emmericher BahnHof einfuhr
    und ich als 1. hinter der WagonTür stand,
    weil ich zu Hoffen gewagt hatte, im Spurt ( d.h. in meinem SchweinsGalopp ) den Bus noch zu erwischen.
    Ein paar Mal bin ich dann nach Kleef gelatscht.
    Der nächste Bus aus Emmerich überholte mich dann am OrtsEingang von Kellen.

     
  23. 23. Benno

    @22 MF: mit dem Bahnbus – Ja, dass war verdammt lang her. Aber das System des ÖPNV funktionierte. Warum? Nicht jeder hatte eine Auto. Somit müsste ein System für die „Nicht-Autobesitzer“ her. Dann kam die Zeit, wo jede Familie mindestens ein Auto hatte und weniger auf Bus & Bahn angewiesen war.

    Und wie schaut es heute aus? Die Anzahl der Autos sind geblieben, aber aufgrund des Klimawandels, CO2-Ausstoß etc. schreien alle nach Maßnahmen. Zum 15.12. müsste wieder die Fahrplanumstellung bei den Zügen sein. Ich bin gespannt, wieviel „Klima-Schutz“ dort schon umgesetzt wurde, sprich bessere Abstimmung zwischen Bus & Bahn, Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, „Notfallpläne“ wenn Stellwerke nicht besetzt sind.

    Benno

     
  24. 24. Benno

    Gestern, 18. November ging es weiter. Zug 16:39 Uhr Abfahrt Düsseldorf HBf: Aufgrund von Bahnübergangsstörungen und verspäteter Abfahrt von Düsseldorf HBf eine halbe Stunde später in Kleve.
    Der Zug, der um 17:22 Uhr in Düsseldorf ankommt, fährt eigentlich um 17:39 Uhr wieder zurück. Dieser
    kam aber erst um 18:06 Uhr in Düsseldorf an.

    Wenn das der Anreiz sein soll, vom Auto auf die Schiene umzusteigen, na dann „gute Nacht“.

    Lieber VRR, statt etwas mehr als eine Millionen für eine sinnlose Umfrage zu verbrennen, könnten Sie besser das Geld in die Infrastruktur der Strecke des RE 10 stecken. Dort wäre es sinnvoller angelegt.

    Das Ergebnis Ihrer Umfrage können Sie auch hier ersehen.

    Benno

     
  25. 25. Krampf

    Heute, 19.11.2019, der Zug um 7:00 Uhr in Geldern fährt mit 3 Minuten Verspätung ein. Bis Krefeld sammelten sich 15 Minuten an, durch Zugvorfahrt der RE7 kamen nochmals 5 Minuten dazu. Insgesamt +20 Minuten.

    Gestern der Zug um 16:00 Uhr in Krefeld war zwar pünktlich, stank aber extrem nach Urin sodass einem schlecht wurde. Es kommt des öfteren vor, dass man auch in Düsseldorf in einen extrem stinkenden Zug einsteigen muss..

     
  26. 26. Chewgum

    Kennt ihr diese Werbetafel in den NWB-Bahnen: “Verdienter VRRabend…”

    Auch die Öffentlichkeitsarbeit ist nicht optimal.

     
  27. 27. Benno

    …und weiter geht es mit der Gruselstrecke:
    7:56 Uhr ab Krefeld + 50 Min.
    8:26 Uhr ab Krefeld + 30 Min.

    Die Werbetrommel für die Nutzung des ÖPNV läuft auf Hochtour. Fehlt nur noch, dass die Verantwortlichen Flyer verteilen, wie toll doch alles ist…

    Benno

     
  28. 28. Bahnfahrerin

    Bald sind die Züge angenehm leer …

     
  29. 29. Benno

    …als wäre es heute nicht genug, einmal Nachschlag:

    17:39 Uhr ab Düsseldorf….. kein Zug wird kommen….

    Benno

     
  30. 30. Krampf

    Auch heute wieder großer Spaß.
    Geplant: Abfahrt von Geldern in Richtung Krefeld um 06:57, dort der planmäßige Umstieg in die RE7 in Richtung Köln.

    Die Durchsage am Bahnhof Geldern lautete, dass der Zug um viertel vor 7 ca. 25 Minuten Verspätung haben werde. Der Zug verschwand von der Leinwand – doch der 06:57 Uhr Zug fuhr mit 5 Minuten Verspätung ein! Glücksgefühle machten sich breit.
    Die Ernüchterung ließ jedoch nicht lange auf sich warten: Die Bahnübergänge zwischen Kempen und Krefeld müssen manuell geschlüsselt werden! Ich bin dann anschließend mit + 25 Minuten in Düsseldorf angekommen.

    Auf dem Rückweg auch ganz großes Kino. Geplante Abfahrt: 18:09, wurde tatsächlich auch mal grob eingehalten..
    Zwei Wagen fahren ein, die Menschenmassen verteilen sich auf diese. Nach kurzer Zeit wird jedoch klar, dass ein Wagen wohl in Düsseldorf verweilen würde, sodass alle aussteigen und in den anderen Wagen gezwängt werden müssen. Ein weiterer Waggon wird angehangen. Maßlose Überfüllung bereits ab Düsseldorf wie in letzter Zeit des Öfteren. Die Masse an Menschen legte sich erst in Geldern.

    Es schaudert mir noch immer bei den Gedanken an die trostlosen, erschöpften, halb zerquetschten und den Atem der anderen Fahrgästen ausgesetzten Mitmenschen, welche von Düsseldorf bis Geldern stehen mussten. Aber vielleicht munterte ja die auf nur + 5 Minuten verspätete Ankunft in Geldern auf. Da halfen in diesem Fall auch nicht die asozialen Bahnfahrer, welche Regel Nr. 1 des öffentlichen Nahverkehrs nicht verstanden haben: Erst aussteigen lassen bevor die Schubserei anfangen darf.

     
  31. 31. Krampf

    VRRsuchen Sie es doch mal mit Gleitzeit!
    Dann können Sie ganz dynamisch die verlorene Lebenszeit im Büro nachholen.