Minoritenplatz: 1384 Unterstützer, inkl. Guido de Werd

rd | 21. Mai 2013, 23:21 | 34 Kommentare
Wahrscheinlich kommen noch ein paar Fenster dazu, mit Sicherheit aber zwei Lkw-Ladezonen – das Minoritenplatz-Projekt einmal ohne Chi-Chi (Bild © ad)

Wahrscheinlich kommen noch ein paar Fenster dazu, mit Sicherheit aber zwei Lkw-Ladezonen – das Minoritenplatz-Projekt einmal ohne Chi-Chi (Bild © ad)

Der Offene Brief, in dem sich die Initiative „Denkpause für die Unterstadt“ gegen das Sontowski-Projekt auf dem Minoritenplatzes ausspricht, ist innerhalb von drei Wochen von 1384 Menschen unterzeichnet worden. „Damit haben wir unser Ziel, in dieser kurzen Zeit mehr als tausend Unterstützer zu finden, deutlich übertroffen“, so Eckart Meinert, einer der Sprecher der Initiative.

In dem Schreiben, das am Mittwoch den Mitgliedern des Stadtrats übergeben werden soll, weist die Initiative nochmals auf die schädlichen Folgen des geplanten Großprojektes für die Stadt Kleve hin. Dass sie mit dieser Meinung nicht allein steht, zeigte der Zuspruch am vergangenen Wochenende an den beiden Infoständen am Markt Linde und in der Innenstadt, wo innerhalb weniger Stunden mehr als 300 Unterschriften gesammelt werden konnten.

„Wir hoffen, dass dieser Widerspruch, der sich durch alle Klever Bevölkerungsschichten zieht, die Ratsmitglieder nicht unbeeindruckt lässt und sie in der Ratssitzung am Mittwoch gegen die weitere Planung mit dem Investor aus Erlangen stimmen“, so Meinert. Sollte der Investor in einer späteren Ratssitzung tatsächlich den Zuschlag erhalten, wird die Initiative ein Bürgerbegehren starten. Meinert: „Wir wünschen uns natürlich, dass es gar nicht erst so weit kommen muss.“

Die Initiative freut sich über den Rückhalt in der Bevölkerung und in der Klever Geschäftswelt. Die Facebook-Seite „Denkpause für die Unterstadt“ hat mittlerweile 582 Fans, auf der Website denkpause-minoritenplatz.de haben sich mittlerweile mehr als 50 Klever Unternehmen und viele weitere bekannte Persönlichkeiten in die Liste der Unterstützer eintragen lassen – zuletzt der ehemaliger Klever Museumschef Dr. Guido de Werd.

Die nächste Aktion der Initiative soll am heutigen Mittwoch vor der Ratssitzung stattfinden. Von 15 bis 17 Uhr heißt es auf dem Parkplatz vor dem Rathauseingang: „Denkpause lädt zur Kaffeepause“. Bei einer Tasse Kaffee soll das Gespräch mit den Bürgern gesucht werden.

(Hinweis: Der Autor ist selbst in der Initiative aktiv.)

Einen Kommentar schreiben





34 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 1. Bernd Derksen

    >(Hinweis: Der Autor ist selbst in der Initiative aktiv.)
    Ach ja, deshalb liest sich der Artikel wie eine Presseerklärung. 😉

     
  2. 2. Fisch

    Neutral betrachtet, alles an- und zugehört, stimmt die, bei der öffentlichen Diskussion in der Stadthalle von den meisten Anwesenden, gewünschte Vertikalität tatsächlich…..

    (…)

     
  3. 3. pd

    ich bin in der sache ja relativ unentschlossen, das bild oben ist aber nen schönes beispiel dafür wie leicht man doch zu manipulieren ist. heute guckt man sich die sontowski präsentation an und denkt sich luftig, hell, freundlich .. kurz: gefällt mir irgendwie.

    morgen kommt dann das gleiche objekt in tollen grautönen mit kilometerlangen schatten daher und man denkt sich: apocalypse now oder watt.

    irgendwie auch spaßig. man hofft fast der rat winkt das durch, mal gucken was dann kommt, nen bürgerentscheid in kleve kommt ja ner revolution gleich, ich bin gespannt denke aber die ratsleute knicken ein und stoppen die bebauung weil se genau wissen dass sie beim bürgerentscheid auf die nase fallen.

     
  4. 4. Rainer

    Hallo, das nichts mit dem Thema direkt zu tun. Ich stand letztens in dieser klinkerwüste am spoykanal, machte eine 360 grad Drehung: Treppen auf und ab, Wasser, Brücke, leicht schmuddeliges spoycenterambiente. Eine 360 grad Kulisse. Hier gibt es ne Anzahl Theatergruppen. Ich find das man aus diesem etwas leblos und ungeliebten Ort was rausholen sollte.

     
  5. 5. Scheinheiliger

    So eine Dachform wie die von Sontowski sollte mal ein Klever Bürger beantragen…
    Einfügen in die Umgebung?
    Bei einem Kellener Bürger streben Sie bei einem beantragten Pultdach auf Befehl des Bürgermeisters ein Bebauungplanänderungsverfahren an, während die Stadt Kleve gleichzeitig im gleichen Ortsteil ein Pultdach (Feuerwehrhaus) zwischen die Satteldächer setzt.
    Also liebe Politik, lieber Bürgermeister, liebe Verwalter, bitte handeln! Verhindern Sie diese disharmonische Dachform!

     
  6. 6. Fisch

    @4. Rainer

    Sehr gut Rainer! Wie ich schon vor ein paar Wochen gehört habe, ist manches „Spektakel“ im „Sommer“ (?) in der Planung.
    Hoffentlich wird’s hier was mit dem Sommer…..

     
  7. 7. Heinz Goertz

    @ Scheinheiliger 5.

    Mit der Dachform ist doch lächerlich. Sontowski ist ein extrem profitmaximiertes Unternehmen.
    Der Schneider, der die Deutsche Bank über den Tisch gezogen(6 Mrd.) hat, bei dem wäre Kleve gut aufgehoben gewesen.
    Der hat richtig gute Qualität gebaut, allerdings auf Kosten seiner Gläubiger.
    Sontowski baut Billigarchitektur, auch auf Kosten der Gläubiger. Volksbank?
    Und auf Kosten Kleves, also auf unsere Kosten.

     
  8. 8. B.R.

    Ach du liebes Gottchen,
    kann man vielleicht mal dabei schreiben, von wem die Entwürfe jetzt stammen ?
    So habe ich das ja noch nie gesehen.

    Erinnert mich aber stark an Mohnheim (Berliner Mauer).

     
  9. 9. Meine Meinung

    @ 7. Heinz Goertz

    Und die Erde ist eine Scheibe. Das Niveau dieses Beiträges rückt die gegnerische Bewegung gegen das Sontowskiprojekt in ein schlechtes Licht. Inzwischen wird mit Behauptungen, Mutmaßungen und Hypothesen Stimmung gegen das geplante Projekt gemacht.

    Woran wird den festgemacht und zwar faktisch, daß die Dachform in der entworfenen Ausführung nicht umgesetzt wird??????????? Machen Sie das etwa daran fest, weil Sontowski an einem anderen Objekt an anderer Stelle von den damals vorgestellten Plänen im Detail abgewichen sei oder woran machen Sie diese Aussage fest???

    Wo bleiben die sachlichen Argumente und Abwägungen, die gegen das geplante Vorhaben sprechen (die es ja in der Tat gibt).

    🙁

    Die ganze Gegenbewegung nimmt inzwischen an einigen Stellen kuriose Züge an.

     
  10. 10. Meine Meinung

    Ach ja. Die dargestellten Gebäudeteile in den Zäsuren in dem Bild sind von der Höhe her falsch dargestellt und lassen die Gebäudeteile des geplanten Neubaues höher erscheinen. Vergleicht man die Höhe des eingeschossigen Gebäudeteils zwischen den beiden rechten mehrgeschossigen Bauteilen mit der Höhe der Fenster des Rathauses muß man von einem „Kriech-Erdgeschoss“ ausgehen. DAS wurde von RKW aber nicht geplant.

     
  11. 11. Heinz Goertz

    @ Meine Meinung

    Sehr geehrter Meine Meinung,

    besuchen Sie doch bitte Projektentwicklungen von Sontowski. Zum Beispiel das Monheimer Tor.
    Glauben Sie allen Ernstes, dass ein Projektentwickler wie Sontowski so viel Geld in eine Dachkonstruktion steckt?
    ICH glaube es nicht.
    Und sprechen Sie bitte hier in Kleve nicht mehr über Gebäude-Höhen. Es könnte zu Beschimpfungen bauantragsgequälter Häuslebauer kommen.
    Ich möchte auch in aller Sachlichkeit, die Sie ja vermissen, von Ihnen erfahren, was denn für die Bebauung des Menoritenplatzes spricht.

     
  12. 12. Martin Fingerhut

    @ 10. Meine Meinung :
    ### Vergleicht man die Höhe des eingeschossigen Gebäudeteils zwischen den beiden rechten mehrgeschossigen Bauteilen mit der Höhe der Fenster des Rathauses muß man von einem “Kriech-Erdgeschoss” ausgehen. ###
    In dem Punkt haben Sie Recht.
    Umgekehrt in der hinteren Lücke das FlachDach etwas niedriger.

    Außerdem sieht die PresseMappe von Sontowski ( Seite 9 ) vor,
    daß die DachSchräge auf 12m beginnt,
    das soll die gleiche Höhe sein,
    wie der Absatz zum obersten Geschoß des RatHauses.
    => beide Dächer etwas niedriger
    soDaß die Andeutung eines „Turms“ deutlicher wird.

     
  13. 13. B.R.

    @ M.F.)
    Woher stammen denn jetzt diese Bilder ?
    Ich habe das noch nie in dieser Form gesehen.

     
  14. 14. rd

    @B.R. Dieses Bild hat ein in grafischen Dingen bewanderter Mitstreiter unserer Initiative erstellt. Es ging ihm nur darum, die räumlichen Dimensionen des – nun ja – Klotzes zu verdeutlichen. Diese werden auf den vom Investor vorgelegten Zeichnungen verniedlicht. Dieses Bild wiederum ist insofern verniedlichend, dass auf der Rückseite auf jeden Fall noch zwei Lkw-Ladezonen hinzuzudenken sind.

     
  15. 15. Meine Meinung

    @ 11. Heinz Goertz

    Es bedarf diesseits keinen Besuch anderer Projektentwicklungen von Sontowski, weil ich nicht pauschal unterstellen kann, daß die dort vorzufindenden Ergebnisse repräsentativ für die generelle Vorgehensweise von Sontowski sprechen. Jedes Projekt ist anders, die Rahmenbedingungen etc. jedes Projekt sind anders und entwickeln sich anders, die wirtschaftlichen Hintergründe (Zinsen, Kapitalmärkte etc.) sind anders bzw. waren mitunter anders als heute etc.

    Von vermeintlich (!) verunglückten Ergebnissen, was ohnehin immer eine subjektive Sache ist, auf das hier in Kleve in Rede stehende Planprojekt zu schließen ist fernab jedweder Realität.
    Es dient m.E. nur dazu, Stimmung gegen Sontowski zu machen. Zudem unterstellen Sie mit diesen Behauptungen auf das Architekturbüro in Frage.

    Ob und inwieweit die vorgesehene Dachkonstruktion „so viel Geld“ kosten wird, so daß Sontowski von dessen Umsetzung Abstand nehmen würde, kann hier nur – wie alles andere auch – spekuliert werden. Im Augenblick kann ich beim besten Willen nicht erkennen, was aus bautechnischer bzw. konstruktiver Sicht die Dachform so teuer machen sollte, so daß von einer Umsetzung aus wirtschaftlicher Betrachtung abgesehen werden sollte. Erläutern Sie mir doch bitte mal Ihre Fakten, die Sie zu dieser Einlassung bringt. Berücksichtigen Sie dabei ruhig, dass ich aus der Baunebenbranche stamme.

    Ich selbst bin auch kein Befürworter des Projektes, allerdings stütze ich meine Haltung nicht auf die Architekturfragen, sondern vielmehr darauf, daß es einerseits an einer Verträglichkeitsstudie fehlt und andererseits einige Fragen, die ich bereits ausführlich in einem anderen Threat umfassend aufgeführt hatte, bislang nicht beantwortet sind – es mithin an einem nachvollziehbaren GESAMTkonzept fehlt.

    Ich möchte auch in aller Sachlichkeit, die Sie ja vermissen, von Ihnen erfahren, was denn für die Bebauung des Menoritenplatzes spricht.

     
  16. 16. Martin Fingerhut

    @ 15. Meine Meinung :
    Was die Qualität der Sontowski-Projekte angeht :

    Sie haben Recht, bisher könnten wir – per Pech – nur auf schlechte Beispiele von Sontowski gestoßen sein,
    während uns all deren SuperProjekte verborgen geblieben sind.
    Nur habe ich ALLE Orte abgeklappert,
    in welchen Sontowski selber auf der eigenen WebSite ähnliche Projekte anpreist.
    Das mag nicht repräsentativ sein,
    doch wohl kaum zu LASTEN von Sontowski verfälscht.

    Gelungen waren davon höchstens die EinzelObjekte, meist EDEKA,
    und die ParkPlätze und ParkDecks ( oderIrdisch ! – nicht TiefGaragen ! )
    ( Das ParkDeck in LippStadt lobte sogar Herr Junker. )

    Mag auch sein, daß meine Einschätzung nicht repräsentativ ist.
    Bestimmt gibt es Menschen, denen vieles besser gefällt als mir.
    Meine Wertung basiert u.a. auf Erfahrung im EinzelHandel,
    die ich fast von klein auf gesammelt habe.
    Gewiß gibt es Aspekte, die ich nicht berücksichtige.

    Aber nach allem, was ich beobachten mußte,
    komme ich zu dem Ergebnis,
    daß unter all dem, was ich von Sontowski bisher gesehen habe,
    kein einziges Objekt ist,
    das für Kleve gutes erwarten läßt.

    Und – bitte glauben Sie mir – wenn ich eines entdecken würde,
    würde ich das nicht verheimlichen.

    OK, Sie brauchen meine Einschätzung nicht zu teilen.
    Das ist Ihr gutes Recht.
    Selbst dann, falls Sie einfach nur auf ein Wunder hoffen würden.

    nur :
    Was halten Sie von Herrn Riek’s Einschätzung ?
    Trauen Sie dem für Kleve zuständigen ProjektLeiter der Firma Sontowski zu,
    eine gute Referenz für Kleve zu benennen ?

    Er hat die Arnold-Galerie in SchornDorf angepriesen :
    “ Dafür haben wir sogar einen Preis gewonnen. “

    Die Arnold-Galerie ist für SchornDorf so etwas wie für Kleve das eoc.
    Ja, die Arnold-Galerie ist eine gute Sache für SchornDorf.
    Die Arnold-Galerie ist sogar in einigen Punkten deutlich besser als das eoc.
    Sie ist in einem Landes-WettBewerb immerhin in die 2. Runde gekommen.
    Nur zu einem Preis hat es NICHT gereicht.

    und vor allem :
    Die Arnold-Galerie ist nicht von Sontowski !

    Noch nicht einmal der ProjektLeiter von Sontowski kann ein gelunges Projekt von Sontowski als Referenz nennen.
    Glauben Sie also wenigstens Herrn Riek ?

     
  17. 17. Heinz Goertz

    @ Meiner Meinung 15.

    Sehr geerter Meine Meinung,

    doch, Sie sollten unbedingt weitere Projektentwicklungen von Sontowski sehen. Sie haben einen unverkennbaren Duktus, der einfach nicht zur Unterstadt in Kleve(Silhouette) passt. Ich finde übrings das EOK an dieser Stelle gut.

    wenn Sie aus der Baunebenbranche stammen, sollten Sie wissen, das komplizierte Bauformen immer sehr teuer sind. Ich bin mehrmals Bauherr gewesen.

    Das Architekturbüro stelle ich auf jeden Fall in Frage. Die machen das, was der Auftraggeber(Sontowski) wünscht.
    Die ach so süßen CAD-Ansichten des Projekts haben den Stil eines Architekturbüros aus der Umgebung Kleve.
    Sie sind in übler Weise geschönt.

    Aber Sie haben vollkommen Recht:
    Architekturfragen spielen eine untergeordnete Rolle. Ich kann kein sachlich, begründetes Argument bei den Befürwortern finden. Wenn das alles nachgewiesener Weise, so toll und gut für Kleve wäre, würden Sie mich bei den Befürwortern finden. Kleve, die Geschundene, hätte es Verdient.

    Ja, vollkommen Richtig, es fehlt ein nachvollziehbares Gesamtkonzept! Und deshalb:

    „Denkpause“

    Machen Sie doch bitte mit, Kleve/Wir könnten Sie gut gebrauchen

     
  18. 18. Meine Meinung

    Auch ich habe mich mit den Referenzen von Sontowski auseinandergesetzt. Sicherlich – und das gebe ich unumwunden zu – gibt es bei jedem der bekannten Projekte verbesserungswürdige sowie kritikwürdige Aspekte. Keine Frage.

    Allerdings sehe ich auch die Entwurfsplanungen des Büros RKW, aus denen sich gute Architektur erhoffen läßt. Es handelt sich dabei um Impressionen, die allerdings inzwischen eine weit detaillierte Tiefe besitzen. Inwieweit diese Darstellungen „in übler Weise geschönt“ sein sollen, werter Herr Goertz vermag ich nicht erkennen. Vielleicht klären Sie mich mal auf bzw. erläutern mit im Detail ihre Sichtweise!

    Bei der geplanten Dachlandschaft handelt es sich um geneigte Dachflächen mit Grate und Kehlen. Jedes Krüppelwalmdach mit Dachgauben eines Einfamilienhaus besitzt Grate, Kehlen und geneigte Dachflächen.
    Die Dächer von Aldi, Lidl & Co. besitzen ebenfalls Grate, Kehlen und geneigte Dachflächen.

    Aus den Darstellungen von RKW ist die „Eindeckung“ der Dachflächen mit Zinkblech in Stehfalzdeckung vorgesehen. Sicherlich ist diese Ausführung anspruchsvoller als ein normales Satteldach mit Ziegel- oder Pfannendeckung, allerdings handelt es sich bei der „Knickdachplanung“ um keine atypisch komplizierte Form. Solche Formen lassen sich mit Nadelplattenbindern etc. wunderbar umsetzen.

    Im Übrigen finde ich es richtig, dass anspruchsvolle Objekte nicht nur mit Regeldetails ausgestattet werden. Sowas ist in Kleve leider viel zu oft vorzufinden und noch dazu schlecht gemacht. Schauen Sie sich nur um, sie werden – wenn Sie über entsprechenden Sachverstand verfügen – selbst feststellen, was ich meine. Allerdings hat dies dem Einzelhandel bisher wohl weniger geschadet.

    Ich bleibe dabei. Das Konzept, das der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, ist nicht komplett und nicht schlüssig. Deshalb schafft es Räume für Fragen, Spekulationen und leider auch populistischem Aktionismus. Es ist insoweit gut und richtig, daß der Rat noch nicht gleich den Verkauf des Minos beschlossen hat, sondern der Firma Sontowski weitere Denkzeit (=Zeit für die weitere und vertiefende Entwicklung) eingeräumt hat.

    Bleibt nur zu hoffen, dass von den Entwicklern nicht nur die Nennung des Mieterbesatzes, die Architekturdetails pp. abverlangt werden um weiten politischen Willen zu bilden, sondern auch die Antworten auf die Fragen, wo die Quellmärkte sind, wie die Zielgruppen definiert werden mitunter auch mit Kategorisierung nach den Sinus Millieus uvm. Wer Ahnung von Projektentwicklung hat, weiß, wovon ich spreche.

     
  19. 19. Heinz Goertz

    @ Meine Meinung 18.

    Sehr geehrter Meine Meinung,

    „gute Architektur erhoffen“ können wir uns alle. Ich auch. Aber:

    auf CAD-„Impessionen“ möchte ich mich nicht einlassen. Ich weiß zu genau, was damit möglich ist. Auf den Aufrissen sah das Hotel Rilano auch ganz ansprechend aus. Und jetzt wird mir jedesmal schlecht, wenn ich vorbei fahre.

    IHREN LETZTEN ABSATZ UNTERSCHREIBE ICH SOFORT.

    Machen Sie doch bei der „DENKPAUSE“ mit, Kleve/wir brauchen so kompetente Leute wie Sie.

     
  20. 20. Fisch

    @18. Meine Meinung

    In welches Segment des Sinus Millieus würden Sie Kleve 2013 einordnen?

     
  21. 21. Meine Meinung

    @ 19. Heinz Goertz

    ###auf CAD-”Impessionen” möchte ich mich nicht einlassen### Das bleibt Ihnen zugestanden. Nennen Sie mir ein Architekturbüro, dass seine Architektur nicht mit Impressionen beginnt. Der Beruf des Architekten ist m.E. ein humanistischer Beruf, insofern geht es bei der Ausarbeitung von Gebäuden nicht nur um Bautechnik…

    @ 20. Fisch

    Es geht bei der Einordnung in die Sinus Millieus nicht um den Ort als Mikrostandort. Ich denke, Sie verwechseln da was. Es geht bei den Sinus Millieus vielmehr darum, die Zielgruppen einzuordnen, einerseits nach ihrem Einkommen und andererseits nach ihrer Gesinnung. Insoweit ist es Sache des Projektentwicklers, darzulegen, welche Zielgruppen er mit dem Projekt insb. dem Angebotmix ansprechen möchte und noch dazu, in welchem Einzugsbereich, sprich Quellmarkt. Zum letzteren gab es vom Riek ja bereits eine erste Zahl, nämlich 30 km Umkreis bis in die Niederlande. Durch sogenannte Isographen kann dadurch festgestellt werden, wie viele Menschen in diesem Umkreis leben und weiter, wie viele Menschen in der Tat der angesprochenen Zielgruppe dort wohnen. Darüberhinaus bleibt natürlich dann auch noch festzustellen, ob es nicht bereits Angebote gibt, auf die diese Zielgruppe anspricht bzw. wo sie bereits heute zufriedenstellend konsumiert und warum. Aus diesen Parametern ist dann ein USP für das neue Projekt herauszuarbeiten um sich von den bestehenden Angeboten abzusetzen. Alles das fehlt.

    Nun fordert nicht nur die lokale Politik einen höherwertigen Besatz, ohne zu wissen, inwieweit das Nachfragepotential überhaupt da ist. Das zeugt von fachlicher Inkompetenz.

    Nach alledem stelle ich erneut fest, daß es derzeit an wesentlichen Komponenten bei dem Projektkonzept fehlt.

     
  22. 22. Heinz Goertz

    @ Meine Meinung 21.

    „Denkpause“ trifft sich Montag 18:30 Uhr Stechbahn, ehemals Dredner Bank.

    Bis dahin freundliche Grüße und danke für den letzten Beitrag, klasse, muss ich neidlos anerkennen!

     
  23. 23. Fisch

    @21. Meine Meinung

    Ich meinte keinen Mikrostandort……vielmehr wie die prozentuale Aufteilung oder Aufschlüsselung der Bürger in Kleve (z.B. Bürgerliche Mitte, Traditionelle…..usw.) als Aufgeschlossenheit für weitere Entwicklungsnotwendigkeit.

     
  24. 24. rd

    @Fisch Sinus-Milieus? Interessieren die echt noch jemanden?

     
  25. 25. Fisch

    @24.rd – kein Problem!

     
  26. 26. Meine Meinung

    @ 21. Fisch
    In Kleve leben Menschen aus allen Sinus Milleus. Auf diese Feststellung kommt es aber gar nicht an. Vielmehr geht es darum, als Projektentwickler darzulegen, welche Zielgruppe er aus welchem Sinus Milleu in welcher Quantität in welchen Quellgebieten er mit seinem Projekt Konzept ansprechen möchte. Dann kann erarbeitet werden

    A. ob sich das sowohl im Mikro- als auch Makrostandort platzieren lässt und

    B. das USP, um das geplante Konzept von der Konkurrenz abzuheben.

    Die Sinus Milleus sind ein geeignetes Werkzeug, um solche Konzept Komponenten zu erarbeiten und den vielen Stakeholdern wie dem oertlichen Einzelhandel, der Kommunalpolitik etc. darzulegen. Dies in Verbindung mit einem architektonischem Entwurfskonzept wird ein Vorhaben nachvollziehbar.

     
  27. 27. Fisch

    @26. Meine Meinung
    Vielen Dank!

     
  28. 28. otto

    @26. Meine Meinung,

    das Abarbeiten der von Prof. Junker aufgeführten, absolut notwendigen -Punkte-, die Beantwortung der im Blog gestellten Fragen und die %uale Aufschlüsselung der Gruppen gem. Sinus Milleu, läßt für mich nur eine Antwort zu:

    Für dieses Geschäftsobjekt fehlt in Kleve der Bedarf. Die Notwendigkeit des Voba-Gebäudes ist blanker
    Unsinn.

    Deshalb müssen Rat und Politik mit Macht alles verhindern, was ihre Unfähigkeit noch öffentlicher machen könnte.

    Wo nun die Spinner sitzen, ist eben eine Betrachtungsweise, die Fragensteller sind es gewiß nicht.

     
  29. 29. pd

    hm habe ich das eigentlich richtig verstanden, sollte das einkaufscenter nicht gebaut werden bestehen auch gute chancen dass der voba klotz am spoykanal ebenfalls nicht gebaut wird?

    ich meine wegen gemeinsamer tiefgarage usw..

     
  30. 30. Yang

    @pd, ja, sehr wahrscheinlich, und deshalb scheint mir doppelte Anstrengung geboten! Ich sehe sogar noch weitere positive Effekte für die Zukunft…

     
  31. 31. Ying

    @Yang

    Welche positiven Effekte siehst Du denn noch für die Zukunft?

     
  32. 32. otto

    Die Fotomontage der geplanten Einkausmeile hinter der Deutschen Bank gaukelt dem Betrachter
    ein gewisses Flair vor.

    Es sollte unbedingt das Klotzhotel mit dem ebenso gigantischen Voba-Bau und dem Sontowski-Bunker
    einmal in EINER Ansicht so zusammengestellt werden, daß die Bewunderer dieser Gigantomie sehen können,
    was dort wirklich geschieht. Auf einem 2. Bild müßte die Beladezone und Tiefgaragen Ein- u. Ausfahrt zur
    Hafenstraße dargestellt werden.

    Dass die Tiefgarageneinfahrt zur Deutschen Bank durch die Fußgängerpassage läuft, ist ebenfalls nicht zu
    vergessen.

    Verläßt man nun die neue Einkaufsmeile, sie wird ja die Kunden aus Oberhausen, Moers, Nijmegen und die Käuferschichten aus dem EOC in die Unterstadt bringen, wird dann für das Spoycenter und seinem mediterranen Ufer ein Sichtschutz errichtet?

     
  33. 33. Yang

    Einkehr von Bescheidenheit und Demut- zwangsläufig allerdings, weniger aus Erkenntnis… Ying, um es grob zu umreißen.

     
  34. 34. Fisch

    Hallo Herr Daute, ich denke Sie sind der perfekte Ansprech- bzw. Anschreibpartner, wenn es sich um
    „Denkpause lädt zu Center-Diskussion ein“, handelt.

    In der öffentlichen Einladung im „Kurier am Sonntag“ für die Veranstaltung am 14.06.2013 bei freiem Eintritt, werden Fachleute und Betroffene angekündigt.

    Sind Sie bitte so freundlich, und würden hier bekanntgeben, wer zu erwarten ist?