Königsgarten, was nun? Eine andere Idee als Vermaterbornisieren wäre schön

rd | 08. März 2019, 11:43 | 60 Kommentare
Geplant war nach Süden (links) eine Ansammlung schnuckeliger Einfamilienhäuser

Kleve möchte gerne Stadt sein, richtige Stadt, aber die wiederum soll so aussehen wie Materborn, das heißt, jeder hat sein eigenes Häuschen mit Grün oder zumindest Schotter drumherum und einem Stellplatz für zwei Kraftfahrzeuge direkt vor der Tür.

Auf der einen Seite verfolgt die Verwaltung bei der Stadtplanung das hehre Prinzip der Verdichtung, auf der anderen Seite werden aber neue Einfamilienhausareale geplant, die an Siedlungsgrenzen angeflanscht werden (Rindern). Die Sorge ist, dass Familien sonst nicht mehr in Kleve wohnen mögen.

So gesehen, war der Bebauungsplan für das Gelände des Hallenbades, der jetzt im Bau- und Planungsausschuss einstimmig zurückgewiesen wurde, eine folgerichtige Fortschreibung des Dilemmas, denn im Kern sah er eine weitere Vermaterbornisierung der Stadt vor. Dirk Posdena, Leiter des Fachbereichs 61 (Planen und Bauen), sagte zur Verteidigung des Entwurfs in der Sitzung, er kenne keinen anderen Bebauungsplan aus Kleve, der so viel Grün enthalte. Das sollte der Rechtfertigung der in den Plan vorgesehenen größeren Gebäude dienen, die an die Stelle des alten Hallenbades (zweifelsohne auch ein größeres Gebäude, ebenso wie die Gasfabrik, die vorher dort stand) treten sollen.

Doch Grün, oder genauer gesagt: ein Mangel von Grün, ist überhaupt nicht das Problem des Konzepts. Vielleicht sollte man sogar sagen: Grün ist das Problem!

Denn die Natur wird sich in dieser Vision einer zukünftigen innerstädtischen Bebauung vor allem wiederfinden in Gestalt gepflegter Vorgärten – Rasenflächen, Ziersträucher, Blumenbeete, je nach Lust und Kreativität des Häuslebauers. Später, im Alter, dann Schotter. Es ist überflüssig zu sagen, dass dies mit Natur nur begrenzt etwas zu tun hat. Die ist aber auch im Übermaß auf der anderen Seite des Ufers vorhanden, dort gibt es einen wunderbaren Wanderweg, der direkt von der Stadt in den Wald führt (und mit einem kleinen, nur begrenzt pittoresken Schlenker durchs Hasselter Industriegebiet) direkt bis Schloss Moyland. Naturfreund, was willst du mehr? Einen Park anstelle des alten Hallenbades? Mit dem Naturerlebnis am jenseitigen Ufer kann der ohnehin nicht mithalten.

Gut möglich also (so zumindest meine Meinung), dass die gesamte Diskussion abgesehen von der grundsätzlichen Forderung nach einer maßvollen Bebauung vollkommen in die falsche Richtung gegangen ist, weil die Furcht vor Wohnblocks den wahren Horror überdeckt hat  – den der Vereinzelung.

Warum auf dem attraktiven Areal nicht etwas planen, das in die Zukunft weist? Das jungen Familien die Möglichkeit bietet, Eigentum zu erwerben, ohne den Rest ihres Lebens an eine Bank gekettet zu sein? Das zugleich auch für alte Menschen geeignet ist? Das kein Wohlstandsgetto wird, sondern in vielerlei Hinsicht nett durchmischt ist? Das Autokompatibilität nicht zum Maß aller Dinge erhebt? Es gibt solche Projekte, man müsste nur  einmal über den Tellerrand der Stadtgrenze schauen. Insofern bietet die Zurückweisung des ersten Entwurfs, der ja auch nur als „erster Aufschlag“ (Kämmerer Haas) gedacht war, eine wirkliche Chance. Aber hat Kleve den Mut, sie nutzen?

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60 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 1. Andre Gerritzen

    Sind jetzt neue Ideen gefragt?
    Ich habe mal wieder eine ziemlich verrückte!

    Es gab ja eine Umfrage bei der Kulturwelle und das Ergebnis war das dort ein Park entstehen soll.
    Andererseits besteht der Wunsch nach einem Kulturzentrum und dazu habe ich ja schon mal beschrieben, was für ein Bedarf da besteht. (https://www.kleveblog.de/kulturwelle-heizung-ausgefallen-stadtwerke-besorgen-heizstrahler/#comment-306655)

    Es fehlt eine kleinen frei zugängliche Bühne für ca. 200-250 bestuhle Plätze mit Heizung, Sanitäranlagen, kleiner Gastromomie, Garderobe und Backstage und eventuell etwas Schallschutz für die Nachbarn.

    Was wäre jetzt wenn dort ein kleiner Kulturpark/Kulturgarten entstehen würde mit einem Kulturpavillion in Leichtbauweise?
    So ähnlich wie das Cinque-Spiegelzelt, nur nicht so groß und das es optisch in den Park passt. Viel mit Holz und Pflanzenbewuchs. Kein Beton oder Stahl. Nicht massives, das für die Ewigkeit gebaut wurde, sondern nur für die nächsten 20 Jahre.
    Die Kulturschaffenden aber auch Gastronomen, Vereine, Firmen, Gruppen usw können sich da für einen Betrag X einmieten und den Pavillion & Park nutzen.
    z.B. Cinque, Jazzfreunde, Klangfabrik, XOX-Theater im Winter, Essbares Kleve, Veganes Festival Kleve, Projektraum Bahnhof wie damals im heutigen Venga …..

    Ist jetzt erst einmal nur eine Idee was möglich wäre und ich habe schon ein paar „aber“ im Kopf.

    Mir fällt gerade noch ein Verein ein den ich mal mit Max Knippert, Bruno Schmitz und Christoph Frauenlob besucht habe.
    Ist zwar sehr massiv gebaut, aber hat die passende Größe.
    http://www.kulturbahnhof-hiltrup.de/

    Ich selber brauche übrigens kein neues Kulturzentrum für mich.
    Ich habe schon eines, aber das kann den Bedarf der anderen Kulturschaffenden nicht abdecken.
    Durch die jahrelange Erfahrung dort kann ich aber abschätzen, was gebraucht wird und mein Vorschlag wäre eine kostengünstige Lösung für einen Teil der Kulturszene.

    Jetzt fahre ich zu meinem Kulturzentrum, weil gleich die Friday for Future-Schüler gleich kommen um ihre Demo nächste Woche zu planen.

     
  2. 2. ???

    @1. Andre Gerritzen

    Für einen „Kulturpavillon“ würde sich, meiner Meinung nach, eher die alte Schützenwiese eignen. Das Schützenhaus ist weg, und ein geeigneter Pavillon würde sich für viele Gelegenheiten anbieten.

    Man bräuchte für bestimmte Anlässe nicht immer alles auf- und abbauen. Man könnte mit den Lautstärken variieren. Einige Kulturschaffende und auch Schützenvereine könnten sich beim Bau z.B. auch mit Eigenleistung beteiligen.

    Man sollte auf keinen Fall die Menschen ignorieren, die dringend Wohnraum brauchen! Dieses Thema hat Priorität.

     
  3. 3. Der Laie

    @1
    Wer erinnert sich nicht noch daran wie Aktivitäten im Kellener Schützenhaus abgewürgt wurden,weil nach Veranstaltungsende Autotüren zugeschlagen wurden.
    Fliegende Bauten wie ein Zelt unterliegen anderen Richtlinien, wie ein fester Baukörper mit einem Fundament.
    D.h. es werden entsprechende Anforderungen hinsichtlich Schall- und Brandschutz gestellt.Auch unterliegt ein solcher Baukörper den Versammlungsrichtlinien im Bezug auf Sanitär Einrichtungen und Flucht und Rettungswegen.
    Wenn in einem Dorf ein Schützenfest ist,können die Nachbarn in der Regel mit dem erhöhten Lärm oder der Musikbeschallung einvernehmlich leben, weil sie wissen nach drei Tagen ist alles vorbei,oder sie feiern im Zelt selber kräftig mit.
    Wenn aber in direkter Nachbarschaft täglich Veranstaltungen stattfinden,wird auch der kulanteste Nachbar auf die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben pochen.
    Gebraucht wird m.M. nach ein Ort wo eine Stadthalle in klein errichtet werden kann, oder wo ein bestehendes Gebäude entsprechend einer veränderten Nutzung umgebaut werden kann.
    Vll. ergeben sich ja Möglichkeiten,wenn das KAG in den Neubau am Bahnhof umzieht.Denn das die Stadt Kleve
    Geld in die Hand nimmt und einen Neubau errichtet daran zweifel ich doch sehr.

     
  4. 4. KlePeter

    Die Bausünden der Vergangenheit lassen nichts Gutes erahnen, wenn die Stadtverwaltung einen Bebaungsplan vorlegt. Daher wäre ich an dieser exponierten Stelle auch vorsichtig einen Bebauungsplan durchzuwinken. Hier heißt es mit Bedacht vorgehen.

    Auch wenn es eine einstimmige Ablehnung im Bauausschuss gab, so ist die politische Meinung sehr heterogen. Die Ablehnungsgründe differieren sehr stark. Leider lässt sich so außer politischem Gezänk für diesen Bereich keine verträgliche Lösung erwarten.

     
  5. 5. Max Knippert

    Ralf, danke für diesen Artikel.

    Aber zurecht ist dein letzter Satz gesetzt. Hat Kleve den Mut über den Tellerrand hinaus zu schauen und dabei die außergewöhnlichen Eigenheiten nicht nur zu bewahren, sondern hervorzuheben, auszubauen und Lebensqualität als stadtplanerischen Ziel Nummer 1 zu proklamieren? Aber was ist ist eine lebenswerte Stadt?

    Auch wenn es Einige nervt, ich zitiere nochmal einen bzw. zwei Stadtplaner. „Einschränkung des Autoverkehrs, Verbesserte Anreize zum Farhrradfahren, Förderung des öffentlichen Nahverkehrs und eine bessere Gestaltung des öffentlichen Raumes, der am Bewegungsspielraum der Menschen orientiert ist. Und keine Verkehrsinfrastrukturen, die allein fahrraddynamischen Regeln folgen. Gute Architektur, sagt Gehl, gehe nicht in Form auf, sondern vermittele zwischen Leben und Gestalt: Sie sei nichts anderes als das Dazwischen.“

    Die Voraussetzung für eine diesbezügliche Stadtentwicklung ist das ausgesprochene Bekenntnis, nicht mehr weiter zu machen wie bisher. Und genau an dieser Stelle haben wir das Dilemma. Über Gewohnheiten braucht man nicht mehr nachdenken!

    „Die Konfrontation mit neuen und komplizierten Dingen erfordert Bewusstsein, Aufmerksamkeit und Konzentration – das Gehirn strebt darum danach, alles zu routinisieren“, sagt der Hirnforscher Gerhard Roth. „Gewohnheiten sind sowohl stoffwechselbiologisch als auch neuronal billig.“

    Es ist der klassische Lernprozess, eine Wechselwirkung zwischen auslösendem Reiz, Routinehandlung und Belohnung. Oft genug wiederholt, frisst sich der Pfad tief in das Gehirn und wird irgendwann quasi automatisch abgeschritten.

    Wenn wir aber über zukünftiges Sprechen, also der Frage nachgehen – Wie wollen wir Morgen, das heißt in der Zukunft leben, braucht es die Vorstellungskraft. Phantasie macht vielen aber Angst und viele dieser AngstHasen haben in unserer Kultur verantwortliche Posten und sind paradoxerWeise Zukunftsverhinderer mit gesellschaftlicher legitimierter Autorität. Diese kann nur die Gesellschaft selbst ändern. Bürgerbeteiligung in maximaler Form ist die einzigste verdammte Lösung.

    „Wir wissen einfach nicht mit Sicherheit, woraus die Welt wirklich gemacht ist. Und ich habe das Gefühl, unsere Vorstellungskraft ist ein wichtiger Teil dieser Geschichte – sie ist nicht einfach Traumstunde für einen Affen. In gewisser Weise ist sie ein Mittel, eine komplexere Welt zu verstehen. Und wir Menschen können das ausdrücken, durch Kunst, durch Musik und auf viele, viele andere Arten. Und durch die Wissenschaft natürlich.“

    Wie wollen wir In und Mit Kleve Leben?

     
  6. 6. Andre Gerritzen

    Hallo 2. und 3.

    Alles berechtigte Einwände über die man auf jeden Fall sprechen muss.
    Mir fallen auch schon ein Paar ein. Wer betreibt das dann und kümmert sich um die Vermietung/Nutzung/Instandhaltung usw.
    Nach dem Finanzierung des Gebäude muss auch eine Finanzierung des Betriebs gefunden werden und das ist schwieriger als Geld für die Erstellung zu finden.

    War eben nur eine spontane Idee, aber im Moment sollte man nur Ideen sammeln und erst später aussondern.

    Zum Thema Wohnraum ziehe ich mal wieder das Doornroosje in Nijmegen als Beispiel ran.
    Auf das Doornroosje wurde ein Studentenwohnheim gesetzt, damit der Platz in der Innenstadt optimal genutzt wird, es nach oben eine Schall- & Wärmeisolierung gibt und oben drüber Nachbarn wohnen, denen Lärm nicht so viel aus macht.

     
  7. 7. Seebär

    Es wurde im Zusammenhang mit der Stadtentwicklung und der Gestaltung von besonderen städtischen Bereichen vielfach auf die Verwaltung der Stadt Kleve geschimpft. Der vorgelegte und scharf kritisierte B-Plan für den Bereich Königsgarten/Kermisdahl ist der Versuch gewesen eine Eierlegende-Wollmilchsau zu schaffen:
    1. Geld in die Stadtkasse bringen
    2. Wohnraum schaffen
    3. Bauplätze für Einfamilienhäuser zur Verfügung stellen
    4. Grünstreifen am Kermisdahl erhalten
    5. Standort des Kanuclubs erhalten
    6. Bolzplatz erhalten
    7. Öffentlichen Weg am Kermisdahl schaffen (Rundgang)

    Die Verwaltung hat versucht, eine gute Lösung für eine Aufgabe, die noch gar nicht näher definiert wurde, zu finden. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Lösung zu einer Fragestellung, die noch nicht definiert und somit unbekannt ist, passt, ist äußerst gering.

    Vielleicht probieren wir etwas neues aus? Wie wäre es wenn wir Bären/Bürger uns organisieren und die Stadt zu einem Gedankenaustausch einladen? Der ein oder andere wird einwenden, dass es doch genau andersherum zu laufen hat. Ja, hat es, aber manchmal ist es notwendig selbst den ersten Schritt zu tun. Denn wir sehen nicht immer alle Zwänge, die das Gegenüber daran hindert auf uns zuzugehen.

     
  8. 8. Stefan Schuster

    Wunderbare Wortneuschöpfung: Vermaterbornisierung. Ich mag sowas.

    Auf allgemeinerer Ebene: Was in der Ausschussdebatte – soweit bisher bekannt – fehlt, ist die Einsicht, dass die Schaffung neuen Wohnraums nur eine Seite des Problems löst. Kleve wäre in der Lage, mit Ach und Wehklagen die Schere zwischen Bedarf und Angebot zu verringern oder gar zu schließen, je nach Durchschlagskraft der beteiligten Parteien. Damit meine ich ich auch – aber nicht nur – Parteien und Fraktionen im Rathaus.

    Was bisher immer noch zu kurz kommt ist der Aspekt, wie Kleve die dann mit Wohnraum versorgten (Neu)Bürger dauerhaft an die Stadt binden kann. Nicht nur Immobilienbesitzer, auch Mieter. Wie schafft es die Stadt, moderne Arbeitsnomaden durch Lebensqualität davon zu überzeugen, dass auch eine gewisse Bodenständigkeit einen hohen Stellenwert in der privaten Lebensplanung haben kann?

    Ich habe das Gefühl, für weite Teile der heutigen Generation politischer Entscheider auf hiesiger Ebene gilt als Axiom, dass Klever Bürger ohne den täglichen Anblick der Schwanenburg Heimweh bekämen, und das sei hinreichend. Hauptsache, der Nutzen einer Maximierung umbauter Kubikmeter lässt sich in Form künftig erwarteter Mehreinnahmen kurz- bis mittelfristig prognostizieren und in Euro und Cent beziffern. Ticken folgende Generationen wirklich noch so? Das bezweifle ich.

    Trends wie steigende Mobilität aufgrund sich ändernder Arbeitsmarktanforderungen – tja, das ist langfristig, das lässt sich nicht mit Blick auf den Stadtsäckel quantifizieren. Doch es ist zusätzlich zur Schaffung weiteren Wohnraums die zweite Hälfte einer umfassenden und breiter angelegten Fragestellung. Wie wird Kleve es schaffen, dass in der persönlichlichen Work-Life Balance heutiger und künftiger Steuerzahler auch Werte wie Heimatgefühl und Bodenständigkeit einen größeren Stellenwert bekommen? Durch die Neuaufnahme möglichst vieler viereckiger Flächen ins städtische Kataster? Die Motivation der Nutzer solcher Vierecke, auch dort zu bleiben, muss gleichzeitig gesteigert werden.

    Hier sind Ideen gefragt, einige Beiträge in diesem Thread sind ausgesprochen hilfreich – ob sich das Stadtbadgelände als Kulturzentrum eignet bezweifle ich allerdings. Erfreulich ist auf jeden Fall die Einsicht (endlich!), dass auch Landschaftsplaner in die Überlegungen zum Stadtbadgelände einbezogen werden sollen. Hoffentlich wird diesen Fachleuten nicht durch zu enge Vorgaben ein Zwangskorsett angelegt. Verhindern lässt sich das nur durch Wettbewerb.

    Wir diskutieren hier über mögliche Planungsergebnisse. Was die vergangenen Wochen mir jedoch auch gezeigt haben, ist: Die Bau- und Planungsabteilung ist einfach überfordert. Es werden handwerklich simple Fehler gemacht, und die Ergebnisse werden durch Nutzung von Planungsmethoden aus dem vergangenen Jahrtausend erzielt. (Methoden, wohlgemerkt! Das ist etwas Anderes als dahinter stehende Ideen oder Geisteshaltungen). Ich weiß, das sind steile Hypothesen die ich wohl besser untermauern sollte, aber das geht an dieser Stelle nicht ohne den Thread zu hijacken. Ein Andermal, vielleicht.

    Jedenfalls braucht die Stadt an dieser Stelle dringend Hilfe, und die kann nur kommen von Leuten, die nicht bisher verdächtigt wurden, das ‚Klever Nöl-Gen‘ in sich zu tragen. Also von außen. Endlich Sachverstand, hoffentlich gepaart mit langfristigem Denken.

     
  9. 9. Günter Ververs

    Ein Bebauungsplan ist eine ziemlich abstrakte Sache. Dort sind einige Eckdaten beschrieben, nicht mehr. Vielleicht können Beispiele hilfreich sein, wie anderswo, in ähnlichen Situationen, Lösungen gefunden wurden. Zum Beispiel in Bad Neuenahr/Ahrweiler: https://oekosiedlungen.de/ahrweiler/Studienarbeit_Neuenahr.pdf. Ein anderes Beispiel: https://www.hks-architekten.de/de/projekt/wohnen-h%C3%B6nne# Immer vorausgesetzt, das man auf dem Grundstück bauen möchte. Bei einem Verkauf des Grundstücks, zu marktüblichen Bedingungen werden mit Sicherheit nicht diejenigen Menschen erreicht, die Wohnraum benötigen. Sie in weniger attraktivere Gebiete zu verbannen, wie es ein Politiker angeboten hat (immer vorausgesetzt, seine Äußerung wurde richtig wiedergegeben) trägt nicht dazu bei, diese Menschen an Kleve zu binden. Also Stadtwerke Kleve: Grundstück an eine Baugenossenschaft verpachten, die vielleicht Fördergelder locker machen kann und ökologisch, klimaneutral, nachhaltig, der Umgebung angepasst bauen.

     
  10. 10. Joseph Johann

    8.
    Bemerkenswerter Beitrag.
    Sachverstand einholen hat man schon bei dem Kaskadendebakel unterlassen. Wie soll das erst bei diesem Projekt geschehen? Das Stellenangebot letzthin in der Rheinischen Post sagt alles über den herrschenden Notstand.

     
  11. 11. Rainer

    Ein Wohnmobilstellplatz wär mein Vorschlag. Zumindest als Zwischenlösung nach Rückbau und letztlicher Nutzungsentscheidung. Wohnmobilstellplätze am Wasser sind sehr gefragt und werden gut bezahlt. Einfamilienhäuschen seh ich da auch nicht. Möglicherweise könnte man aber auch noch irgendein externes Beratungsbüro beauftragen und sich in der grenzenlosen Langeweile von Präsentationen ans Buffet flüchten

     
  12. 12. Justin

    Nur so eine Idee:
    Das Hallenbadgrundstück als naturnahen öffentlichen Park ähnlich wie eine Auenlandschaft gestalten und den Rest so lassen wie es ist. Ein Wettbewerb für die Gestaltung des Parks ausschreiben. Die Umsetzung des ausgewählten Entwurfs mit Hilfe von ehrenamtlichen Helfern und interessierten Schulkindern (oder ganzen Schulklassen?) während der Schulferien ebenso wie die spätere Pflege des Parks. Der Park würde dann zwei Funktionen erfüllen: Naturnaher Erholungsbereich am Wasser mit Nähe zur Innenstadt und eine Möglichkeit für Schülerinnen und Schüler Interesse an Natur zu entwickeln und mit der Natur zu arbeiten. Gerade angrenzend zu einem innerstädtischen Gebiet in dem es nur wenige Gärten gibt, wäre das für Kinder sicher eine gute Sache.

     
  13. 13. Justin

    Was meinen eigentlich Kleverinnen zu diesem Thema? Offenbar haben sich bisher nur Männer zu diesem Thema geäußert.

     
  14. 14. Justin

    @ 8., Stefan Schuster

    „Es werden handwerklich simple Fehler gemacht, und die Ergebnisse werden durch Nutzung von Planungsmethoden aus dem vergangenen Jahrtausend erzielt.“

    Können Sie das erklären? Woran erkennen Sie das im vorgelegten Bebauungsplan?

     
  15. 15. Stefan Schuster

    @10
    Danke.
    Weil Sie es erwähnen, nur kurz zum ‚Kaskadendebakel‘, bevor es mit dem eigentlichen Thema hier weitergehen kann.

    Bei der Kaskadensanierung wurde vieles richtig gemacht, allerdings ist die Schotterversiegelung am Kaskadenfuß völlig überflüssig und verplempertes Geld. Sowas kommt zustande, wenn man die DIN 1054 nicht richtig liest oder in unzulässiger Weise durch persönliche Daumenregeln erweitert. Ein weiterer ‚handwerklicher‘ Fehler.

     
  16. 16. Justin

    Habt ihr eigentlich den Kopf schon mal eingeschaltet…Denke nicht denn die Leute die so ein Haus und auch Grundstück gekauft haben wollen das vielleicht gar nicht…Da gibt es nur kopfschütteln

     
  17. 17. GM

    Anderer Ansatzpunkt:

    Den Baukörper Hallenbad stehen lassen.
    Umbauen.
    Fassaden verdunkelungfähig. Becken mit Publikumstragfähiger Konstruktion ,evtl. tauschbarer Bestuhlung , überbauen.
    Kleine Bühne mit ausreichender Technik.
    Bewirtungszone .Foyer für Palaver.
    Alles so zu sehen in Oberhausen. “ Ebertbad“.(gut zu GOOGLEN) In etwa gleiche Grössenverhältnisse. ( jedoch viel viel älter in der Bausubstanz) Daher natürlich auch der Charme dieser Lokalität.

    Hätte für Kleve den Vorteil:
    Grundstücksstreit beendet.
    Bauköper vorhanden.
    Parkplätze vorhanden.
    Innenstadt , tolle Lage, auch für Auswärtige gut erreichbar.
    Die richtige Größe für „kleinere“ Veranstaltungen wie Theater- Musik- Kabarett-Kultur- Ausstellungen usw.welche nicht für die Stadthalle in Frage kommen.
    Nachteil: der nölender Klever Nachbar wegen der zu erwartenden Geräuschentwicklung.

    Wie gesagt, nur ein Gedankengang. Die Hallenbad Abschluss Kulturwelle hat doch gezeigt was möglich werden kann….. wenn alle an einem Strick ziehen.

     
  18. 18. Justin

    @ 16., Justin

    „Habt ihr eigentlich den Kopf schon mal eingeschaltet…Denke nicht denn die Leute die so ein Haus und auch Grundstück gekauft haben wollen das vielleicht gar nicht…Da gibt es nur kopfschütteln“

    Das habe ich nicht geschrieben. „Justin“ wird anscheinend von zwei verschiedenen Kommentatoren benutzt.

     
  19. 19. Max Knippert

    @ 8. Stefan Schuster

    In der Tat, ein bemerkenswerter Beitrag.

    Wettbewerbe sind zweifelslos qualitätsförderend, aber es braucht ebne auch eine Jury. Das der Kulturausschuss zum Ausschuss für Stadtgestaltung seinerzeit erweitert wurde, hat die Kompetenz und insbesondere die Unabhängigkeit nicht berührt. Diese stumpfe Schwert war und ist eine Nebelkerze und trotzdem wird dieses tote Pferd weiter geritten…

    Kunibert Wachten ist Architekt & Stadtplaner und ausgewisenermaßen ein Experte und kennt Kleve. Unter anderem, ist das Stadtentwicklungskonzept von ende 2008 aus seinem Büro. Als er erfreulicherweise meiner Einladung in Haus Koekkoek nachgekommen ist, hat sich daraus letztlich die Gutachterliche Stellungnahme für die Stadt Kleve zum Minoritenplatz entwickelt. Das war sehr erfreulich, aber dann hat er seine eigene Stellungnahme nicht persönlich vorgetragen, sondern sein Gutachten wurde zusammengefasst. Mit Verlaub, das öffnet Verschwörungstheorien Tür & Tor. Kurz um, es gab aus meiner Sicht nach einem gelungen Start eine Vollbremsung.

    Herr Wachten hat unter anderem,
    „(Mehrfachbeauftragung oder kleiner Wettbewerb, evt. als Studentenwettbewerb unter Beteiligung verschiedener Hochschulen)“ gefordert. Das betraf bzw. betrifft den Minoritenplatz, lässt sich aber 1zu1 auf den Königsgarten übertragen.

    https://kleve.de/C12572B300270277/files/2017_01_12_stellungnahme_kleve-minoritenplatz_endversion.pdf/$file/2017_01_12_stellungnahme_kleve-minoritenplatz_endversion.pdf?OpenElement

    Wie die Jury zusammen gesetzt wäre ist entscheidend. Davor haben leider auch hiesige Architekten Sorge, denn Konkurrenz ist für die Qualität gut aber fürs Geschäft nicht unbedingt…

    Das es in Kleve als Gartenstadt nicht Usus ist Landschaftsplaner einzubeziehen ist ein Fehler. Gustav und Rose Wörner will der Freundeskreis noch angemessen ehren. Ein Park wäre dazu genau die richtige Art und Weise – finde ich.

    Sie sagen zurecht das „Die Bau- und Planungsabteilung einfach überfordert ist.“ Das sehe ich ganz genauso, ohne menschlich einen Vorwurf daraus abzuleiten – aber wenn das nicht eigesehen wird und auch ausgesprochen, muss daraus doch ein Vorwurf werden. Denn alle Entscheidungen müssen unsere Enkelkinder (er)tragen.

    Ihr Beitrag zeigt, das Sachverstand nicht `nur´ von außen kommen braucht aber es braucht eine gesunde Mischung bei richtungsweisenden Entscheidungen.

    Noch eine letzte Anmerkung zum Heimatbegriff. Diesen für eine Stadt zu formulieren, die eigene Identität zu finden ist ein nicht endender Prozess. Ich lade Sie ein, dazu ein Gesprächsformat in Kleve zu kreieren. Sie sind doch im Ruhestand 😉

     
  20. 20. Stefan Schuster

    Antwort ihre Frage. Handwerklicher Fehler im vorgegelegten Bebauungsplan: In den textlichen Festlegungen wird unter Punkt 3.2 anstelle eines Flächenmaßes ein Längenmaß festgelegt. Wenn ich sowas sehe habe ich schon die Papp auf. Dieser Fehler existiert sowohl in der geleakten als auch in der offiziell veröffentlichten Version, ist also während eines längeren Zeitraums weder einem Sachbearbeiter noch einem kontrollierenden Vorgesetzten aufgefallen und ist damit für mich kein reiner Flüchtigkeitsfehler mehr. Schlamperei aufgrund von Zeitdruck?

     
  21. 21. Justin

    @ 20., Stefan Schuster

    Danke für die Antwort!

    @ 17., GM

    Es wurde im Kleveblog-Artikel „Kulturwelle: Heizung ausgefallen, Stadtwerke besorgen Heizstrahler“ erwähnt, dass das Hallenbadgebäude abbruchreif ist (siehe Kommentar 13), so dass Ihr Vorschlag nicht umsetzbar oder eine Realisierung zumindest sehr kostspielig wäre.

    https://www.kleveblog.de/kulturwelle-heizung-ausgefallen-stadtwerke-besorgen-heizstrahler/#comments

     
  22. 22. Justin

    Möglichkeiten bzw. bisherige Vorschläge:

    1. Mit Bebauung:

    1.a maximal zulässige Bebauung gemäß vorgestellten B-Plan
    1.b Bebauung nur im nördlichen Teil (von Königsgarten bis zu den Kanuclub-Gebäuden) mit Mehrfamilienhäusern und/oder Einfamilienhäusern
    1.c an Stelle des Hallenbads Kulturzentrum bauen
    1.d Hallenbadgebäude zum Kulturzentrum umbauen

    2. ohne Bebauung

    2.a Park/Garten auf dem Hallenbadgrundstück
    2.b Stellplätze für Campingwagen (vielleicht auch Zelte?) auf dem Hallenbadgrundstück, vorübergehend, später eventuell andere Nutzung?

    3. Eigenschaften der möglichen Bebauung

    3.a Wohnungen für freien Immobilienmarkt zur Miete oder zum Verkauf
    3.b Einfamilienhäuser/Doppelhäuser zum Verkauf bzw. Bauplatz für EFH/DH zum Verkauf
    3.c Wohnungsbaugenossenschaft baut Mehrfamilienhäuser
    3.d GeWoGe baut Mehrfamilienhäuser

    Gibt es noch weitere Möglichkeiten oder Vorschläge?

    Die Auflistung der bisher genannten Möglichkeiten/Vorschläge ist ohne Wertung.

     
  23. 23. Martin Fingerhut

    @ 18. Justin
    ### @ 16. Justin […] Das habe ich nicht geschrieben. „Justin“ wird anscheinend von zwei verschiedenen Kommentatoren benutzt. ###
    Habe ich mir schon gedacht.
    #16. klingt überhaupt nicht justinisch.
    Da ist wohl ein GeisterFahrer unterwegs.

    @ 20. Stefan Schuster :
    ### unter Punkt 3.2 anstelle eines Flächenmaßes ein Längenmaß festgelegt. ###
    Sorry, in diesem Punkt halte ich die FestLegung per Länge für korrekt.
    “ 3.2 Die überbaubare Fläche kann für Balkone um bis zu 2m überschritten werden. “
    Hieße es „2m²“, dann bliebe nur ein HandTuch von Balkon.
    Für gerade EIN Balkönchen am ganzen Haus !
    Sollte es Balkone an mehreren Seiten und in mehreren Etagen geben,
    müßte das „HandTuch“ zu lauter „TaschenTüchlein“ zerschnibbelt werden.
    rotzFahnenWinzige Balköntje-chen-kes.
    Mit der textlichen FestLegung auf eine maximale LÄNGE wird beschrieben,
    wie weit jeglicher Balkon über die Fassade hinausRagen darf.
    im Extrem wäre in jeder Etage je 1 Balkon möglich,
    der in 2m Breite rings ums ganze Gebäude läuft.

    An sich aber haben Sie Recht :
    Viele B-Pläne sind eine FundGrube für handWerkliche Fehlerchen.
    Jedoch vermelde ich die meisten davon nicht öffentlich.
    Sonst werden sie woMöglich noch korrigiert.
    Schließlich könnte es sein, daß jemand auch die Richter am OberVerwaltungsGericht
    an der Gaudi der Funde teilHaben lassen möchte.
    Je mehr Fehler die finden,
    um so eher haben sie dann genug Munition, einen unsinnigen B-Plan in den Shredder zu befördern.

     
  24. 24. otto

    Kleve benötigt Geld, sehr viel Geld. Es wird parzellenweise die Seele unserer Stadt verkauft, durch
    Sandkasten-Planer und Klötzchen-Bauer.

    Der oberste Bürger, z.Zt. eine Bürgerin, wartet entschlußlos auf ihre Abwahl.

    Es gibt in Kleve Künstler, Architekten und Planer, wo und wann werden sie einbezogen, die Wunden unserer Stadt
    zu heilen und nicht zu vergrößern?

     
  25. 25. ???

    @24. Otto

    Nanu …… ich meine im September 2015 gelesen zu haben, dass die heutige „oberste Bürgerin“, als Kandidatin von SPD, FDP und Offenen Klevern, mit 64,48 % die Bürgermeisterwahl in der Schwanenstadt gewonnen und überschwänglich gefeiert wurde….. und nun?

     
  26. 26. Stefan Schuster

    @23:
    Sie haben Recht mit Ihrer Argumentation. Zulässig wäre laut B-Plan ein rund ums Gebäude laufender Balkon. Das ist ein Angebot an Bauherren und Investoren, welches kaum abgelehnt werden kann. Ein Freibrief, schließlich kann für Balkonfläche 25% des Quadratmeter-Mietpreises berechnet werden, die Baukosten dafür liegen aber deutlich unter 25%. Richtig? DAS ist der handwerkliche Fehler. Im optischen Eindruck kann ein Gebäude somit 4m breiter werden. Vier Meter, die in der zweidimensionalen Planskizze nicht ersichtlich sind.

    Das wir gerade beim Thema sind: Wird eigentlich das Klever Stadtmodell (ja genau, das Styroporklötzchenmodell) mittlerweile wieder aktualisiert und von Planern und Entscheidern genutzt, um verschiedene Bebauungsvarianten gegeneinander abzuwägen? Mein veralteter Wissensstand ist, dass vor vielen Jahren Rechnerhardware, ein 3D-Drucker und teure Software gekauft wurde, um auf digitale Planung und Visualsierung(!) umzustellen. Ergebnisse sind mir nicht bekannt. Mein Verdacht: Die Hardware verstaubt in einer Abstellkammer, die Softwarelizenzen sind abgelaufen. Wie anders ist zu erklären, dass bisher seitens der Stadtverwaltung noch keine Darstelllungen existieren, in denen Sichtachsen, Perspektiven, und auch die optische Anmutung von Planungsgebieten verdeutlicht werden? Bisher müssen sich Rat, Ausschussmitglieder, und Bürger die künftige Wirklichkeit mühsam aus einer zweidimensionalen Skizze herausklamüsern. Rührend der Versuch, die geplanten Dimensionen des vorgeschlagenen Baukörpers am Stadtbad mit einem blauen Luftballon zu verdeutlichen. Ich finde sowas entwürdigend.

    Aber zurück zum eigentlichen Thema.
    Ist die Diskussion im Bau- und Planungssauschuss wirklich so zu verstehen, dass in künftigen Varianten nur noch der vordere Teil gegenüber des Königsgartens verplant werden kann? Oder sind auch weiterhin noch Überraschungen möglich?

    Sollte ersteres der Fall sein, käme das einer Bestandsgarantie für den Kanuclub gleich. Die Ernsthaftigkeit kann die Stadt auch gleich beweisen, durch ein zeitnahes Angebot zur vorzeitigen Verlängerung des Pachtvertrags an den KCK e.V. Dadurch erhielte der Kanuclub Planungssicherheit, um z.B. über einn Hallenumbau nachzudenken, damit nicht – wie momentan – Boote außerhalb der Halle gelagert werden müssen. Mal sehen. Das wäre ein erster Schritt, um eine Vermaterbornisierung abzuwenden.

     
  27. 27. otto

    @25???,

    ……..vertan, vertan, krähte der Hahn und stieg vo der Ente🤷‍♂️

     
  28. 28. Justin

    @ 26. Stefan Schuster

    „Ist die Diskussion im Bau- und Planungssauschuss wirklich so zu verstehen, dass in künftigen Varianten nur noch der vordere Teil gegenüber des Königsgartens verplant werden kann? Oder sind auch weiterhin noch Überraschungen möglich“

    Nach den protokollierten Aussagen siehe Kommentar 71 von Martin Fingerhut in https://www.kleveblog.de/kloetze-am-kermisdahl-klevischer-verein-kritisiert-kolossales-konzept/#comments
    zufolge sind SPD und die Grünen gegen eine Bebauung südlich des Hallenbadgrundstücks, so dass Kanu-Club, Bolzplatz und die großen bis an den Kermisdahl reichenden Gärten unberührt bleiben.
    Die UK bevorzugen keine Bebauung und wollen ebenfalls keine Verlängerung der Stadtbadstrasse, Kanu-Club und Bolzplatz sollen erhalten werden.
    Bei der CDU wird es schwammig:
    Laut Protokoll:
    „GrundSätzlich finde die CDU Bebauung OK,
    jedoch müsse diese kleinTeilig und sensibel sein.
    Die von der CDU vor 2 Wochen genannten Punkte
    stellten das MAXIMUM dar,
    was für die CDU akzeptalbel sei.

    Für die CDU sei der UferWeg ausgeschlossen.
    Die CDU lehne jeglichen Eingriff in die Natur und den TierSchutz ab.
    Der GrünStreifen solle so bleiben, wie er ist.

    Der FortBestand des Kanu-Clubs müsse unbedingt gesichert werden.

    Ein KleinSpielPlatz nahe der StadtHalle könne kein Ersatz für den BolzPlatz sein.
    Allenfalls könne der BolzPlatz gedreht werden, um ihn besser nutzen zu können.“

    Leider wird offen gelassen, ob nach Meinung der CDU die Stadtbadstrasse verlängert und einseitig bebaut werden soll oder nicht.

     
  29. 29. Justin

    @ 24., otto

    „Kleve benötigt Geld, sehr viel Geld. Es wird parzellenweise die Seele unserer Stadt verkauft, durch
    Sandkasten-Planer und Klötzchen-Bauer.“

    In absehbarer Zeit ist das ganze Tafelsilber der Stadt verkauft und das Geld wird immer noch nicht reichen. Kommunen können nur auf den grünen Zweig kommen, wenn ihre jüngsten Bürger möglichst früh gefördert und gesund ernährt werden und zwar unabhängig davon ob die Eltern in der Lage dazu sind oder nicht. Das wäre nicht nur sozial, sondern vor allem würde das für die Kommune langfristig sehr viel Geld sparen. Auf Schule, Ausbildung, Beruf und das Leben im Allgemeinen gut und frühzeitig vorbereitete Kinder werden ein deutlich geringeres Risiko haben im Erwachsenenalter auf Transferleistungen, für die die Kommune aufkommen muss, angewiesen zu sein. Leider ist das in vielen neoliberalen Köpfen noch nicht angekommen.

     
  30. 30. Martin Fingerhut

    @ 26. Stefan Schuster :

    Ob das ein ( handWerklicher ) „Fehler“ ist ?
    Ich halte es eher für ein Fehlen.
    Zu vielen im Rat fehlt es an VorstellungsKraft
    ( oder an Energie oder an Anstand oder Verstand oder … ),
    sich auszumalen, was jene B-Pläne, die sie abnicken, in der Realität bedeuten werden.

    Na ja, so schrecklich finde ich umlaufende Balkone nicht.
    Kenne einen Bau im Raum Bonn,
    der dadurch nicht um so viel massiver aussieht wie die Balkone ihn rechnerisch voluminöser machen.
    Insbesondere wenn die Geländer transparent sind.
    Der Balkon der einen Etage schützt die Etage darunter vor zu viel SonnenHitze
    – besonders nützlich in Sommern wie dem vorigen.
    AußerDem sind – unabhängig vom B-Plan – auch gewisse Abstände zu jedem der Nachbarn einzuhalten ( „BauWich“ ).
    So eng, wie hier die BauFenster eingezeichnet sind,
    bleibt vielleicht gar kein Platz für Balkone zum Nachbarn hin.
    Damit, durch die Fläche des Balkons „billig“ die WohnungsFläche rechnerisch zu erweitern, haben Sie Recht.
    Ein Punkt mehr, warum die Wohnungen dort kaum etwas mit „sozial“ zu tun haben werden.

    Was die eventuelle Zukunft des KanuClubs angeht,
    lehrt mich meine Erfahrung mit Klever UnRat und anderen Ausschuß produzierenden Gremien,
    daß niemand sich auf krokodilsTränige LippenBekenntnisse verlassen sollte.
    Am vorigen MittWoch klang es zwar recht gut,
    doch verwies Herr Ricken ausdrücklich auf Herrn Gebing’s VorTrag von 2 Wochen zuvor.
    Damals aber hatte ich mir notiert :
    “ CDU stimmt WA3 zu, denn am südlichen Ende stehen soWieSo schon Häuser in 2. Reihe “
    Das Areal  “ Wohnen allgemein 3 “  ist die Reihe von 8 neuen Einzel- oder DoppelHäusern
    – auf dem bisherigen GrünStreifen zwischen RückSeite der Häuser  “ in den Galleien “  und dem Kermisdahl.
    Das nördlichste davon stünde genau auf der bisherigen Zufahrt zum BolzPlatz.
    Für die neue ZufahrtsStraße bliebe nichts anderes übrig,
    als sie knapp vors BootsHaus zu verlagern.
    Und – Bingo ! – wären die Boote eingesperrt.

    In diesem ZusammenHang läßt die Äußerung Herrn Ricken’s nichts gutes ahnen,
    gegebenFalls könne der BolzPlatz „gedreht“ werden.
    Das ist doch nur dann nötig, wenn ein Teil von ihm
    der neuen Straße und den 5 dort geplanten Häusern zum Opfer fällt.
    Und wenn der BolzPlatz „nur“ gedreht wird :
    Bleiben dann die KopfWeiden und die 100jährige Eiche einfach mitten auf dem SpielFeld stehen ?
    Was ist das wieder für ein „Dreh“ ?

    à propos „handWerklich“ :
    Was halten Sie von
    1.860 + 1.600 + 550 + 530 + 260 + 170 + 150 + 210 + 1.500 = 5.840
    ?

    @ stefan_schuster :
    Haben Sie sich schon Ihren „Klever“ ausgesucht ?
    ( https://www.kleveblog.de/and-the-winner-is-martin-fingerhut/#comment-305904 )

    @ 27. otto :
    ### vertan, vertan, krähte der Hahn ###
    in der Tat : eine vertane Chance.

    @ 25. ??? :
    Auch wenn viele Hoffnungen sich nicht erfüllt haben :
    Stellen Sie sich nur mal vor,
    nach 11 Jahren KasperleTeater wäre jene Figur,
    welche das Polster des BürgerMeisterSessels plattSitzen durfte,
    durch ein selbstHerrliches PinocchioMarionettchen ersetzt worden.
    Egal ob durch einen leicht grünlich schimmerden MünchHausen oder einen tief schwarzen.

     
  31. 31. Klaus

    @25. ???
    „….. und nun?“

    Genau!! Wo war die Bürgermeisterin denn als der Bebauungsplan am 20.02.2019 im Ausschuss vorgestellt wurde? Wenn der technische Beigeordnete in Urlaub ist (was ich per se schon seltsam finde, aber kann ja mal passieren) dann hat doch wenigstens die Bürgermeisterin anwesend zu sein. Zumal sie sich einige Wochen zuvor bei der Bürgerversammlung vor dem alten Stadtbad dafür stark gemacht hat und die Unterschriftenliste gegen den Bebauungsplan mit unterzeichnet hat. Obwohl sie dann Tage später den kaum geänderten Bebauungsplan auch unterschrieben hat. Ich befürchte ja, dass sie meint wieder aus dem Amt heraus kandidieren und obsiegen zu können. Da voraussichtlich die Stichwahl nicht abgeschafft wird, muss sich die CDU wohl genau überlegen wen sie als Kandidatin/en für so eine Stichwahl aufstellen möchte.

     
  32. 32. otto

    @29.Justin,

    Grundsätze der Sozialpolik und ebenso der Volkswirtschaftlehre finden kommunalpolitisch in Kleve
    zu Gunsten eines beschränkten Kirchturmdenkens kaum Beachtung.

    Dieses Kirchturmdenken verhindert nahezu vollständig die städtebauliche, landschaftliche und geschichtliche
    Verantwortung in und für Kleve.

    Die Wege Kompromisse zu erarbeiten unter Einbeziehung namhafter Fachleute bzw. -Gremien (bereits schon oft erwähnt) werden nicht nur ausgeblendet, sie werden -vorsätzlich- miissachtet, unterschlagen
    wäre vielleicht besser ausgedrückt.

     
  33. 33. Martin Fingerhut

    Wer erleben will, wie sich die Fraktionen tatsächlich zum B-Plan stellen,
    der sollte morgen, MittWoch, 13., um 17:00 in den RatsSaal kommen.
    Der B-Plan steht wieder auf dem SpielPlan.
    Diesmal auf jenem des Haupt- und FinanzAusschusses.

    nächste Aufführung danach :
    MittWoch, 20., 17:00 großes Ensemble des Rates.

     
  34. 34. Dietmar Sheilds

    Von einer Anwohnerin die auf der Veranstaltung am Kanu Club war, weiß ich wie positiv Überrascht diese von den Aussagen der anwesenden Parteiabgesandten war. Diese hatten ja den anwesenden besorgten Bürgern ja wohl versichert das ihre Partei gegen den Bebauungsplan war.
    Und hier komme ich ins grübeln, mir kann doch niemand vormachen das ohne die Weisung vom Stadtverwaltung oder dem Stadtrat, eine Behörde hingeht und einfach von sich aus zum Zeitvertreib, so etwas wie einen Bebauungsplan, dann ausarbeitet.

    Die Mehrheit im Rat werden doch von der allseits bestimmenden CDU und den Grünen gestellt und genau diese Politiker die unsere Stadtgeschicke lenken, rudern jetzt bei den Bürgern auf solchen Veranstaltungen nun zurück und behaupten, nach dem öffentlichen Druck in den Medien und hier im Blog, niemand wolle so eine Bebauung in Kleve.

    Wer soll das denen das nun diesen Politikern abnehmen, der vergessliche dumme Bürger?

     
  35. 35. Justin

    @ 34., Dietmar Shields

    Die Parteien tun gut daran die Bürger nicht durch schwammige Aussagen hinters Licht zu führen oder noch schlimmer: vorzugeben das eine tun zu wollen und das andere, entgegengesetzte zu entscheiden. Die Bürger werden die Quittung an der Wahlurne ausstellen: Zum einen wird es einen Stimmenzuwachs bei populistischen Parteien geben und zum anderen werden sich die Wähler denjenigen zuwenden, die sich für Bürgerbeteiligung und Transparenz einsetzen.

     
  36. 36. Martin Fingerhut

    Vorige Woche meinte Herr Posdena,
    die quadratischen 200m²BauFenster würden sich an den vorhandenen Häusern entlang der StadtBadStraße orientieren,
    denn die seien seiner Erinnerung nach auch so ähnlich groß.
    Allerdings komme ich bei den vorhandenen DoppelHäusern nur auf 15m × 10m = 150m².
    Die angeblich nach diesem „VorBild“ dimensionierten BauFenster sind mit ihren knapp 200m²
    rund 1/3 größer !

    Auch verkündete Herr Posdena,
    er kenne keinen B-Plan in Kleve,
    der so viel Grün festLege,
    wie der für das „StattBadProjekt“ von der Verwaltung vorgelegte.

    Keiner kann es Herrn Posdena vorwerfen,
    wenn er nicht sämtliche Klever B-Pläne kennt.
    Aber allZu weit kann er auf keinen Fall gesucht haben.
    Schon am schräg gegenÜberLiegenden KermisdahlUfer
    gilt der B-Plan 1-306-0 “ Nassauer Allee – Eisener Mann „.
    Dort ist der gesamte Hang mit seinen über 15.000m² als reine GrünFläche ausgewiesen.
    Der GrünStreifen für die StattBadPlanung umfaßt knapp 14.400m².

     
  37. 37. ???

    Es liegt doch wohl auch auf der Hand, dass besonders die dortigen Anwohner gegen Bebauung sind, und auf jeden Fall auch gegen eine Bebauung für Familien mit Kindern.
    Sie könnten sich in Ihrer Ruhe gestört fühlen und haben Angst vor Wertverlust ihres Eigentums.

    Ich habe schon viel erlebt, aber für so viel Heuchelei in einer „ehrenwerten Gesellschaft“ kann ich nur noch traurig den Kopf schütteln. Bedauernswerte Gesellschaft, in der es nur noch um Materielles geht und nicht mehr um die Menschen!

    Wenn man möchte, kann auch da eine sehr gute Lösung für alle gefunden werden!!!

    Man sollte gut darüber nachdenken ……… man kann am Ende nichts mitnehmen, das letzte Hemd hat keine Taschen!
    Wir sind alle nur kleine Menschen, die hier auf Zeit leben!!!

     
  38. 38. Kleverin

    Hier ein Vorschlag einer Frau:

    wie ware es, mal über generationsübergreifendes Bauen nachzudenken?
    Wo jung und Alt zusammen in eimen Komplex leben.
    Da gibt es bestimmt genug Interessenten, und wie so etwas gestaltet
    wird, dafür gibts bestimmt Experten.

     
  39. 39. Klaus

    @38. Kleverin

    Gute Idee, aber wie soll eine Stadt „generationsübergreifendes Bauen“ durch einen Bebauungsplan jetzt und die entsprechende Nutzung in Zukunft sicherstellen? Da fehlt mir die Fantasie. Wahrscheinlich ist der Weg über die Verpachtung der Grundstücke an die GeWoGe mit einer entsprechenden Vorgabe im Pachtvertrag noch die größte Garantie für eine, ich nenne es mal, „gemischte Nutzung“.

    @37. ???

    Finde ich etwas sehr kritisch ihre Äußerungen. Verstehe ich aber. Ich glaube nicht dass alle Anwohner grundsätzlich gegen eine Bebauung sind. Nur die „Bedrohung“ durch diesen 2-malig mißglückten Bebauungsplan-Entwurf läßt eben Schlimmes befürchten. Siehe Beispiele Graf-Ranzow-Straße und Pfarrer-Kneipp-Straße.

    Viel schlimmer wiegt für mich aber noch, dass die Bürgermeisterin sich dann vor das Bad zu den Anwohnern stellt, Unterschriftslisten unterzeichnet und dann Tage später wieder Öl ins Feuer kippt indem sie einen kaum geänderten Bebauungsplan verteilen läßt.

    Das dann die Anwohner ganz das Vertrauen verlieren, das liegt auf der Hand. Da erwarte ich von einer 1. Bürgerin ganz andere integrierende Verhaltensweisen. Aber das war ja schon bei anderen Anläßen (z.B. Schulanmeldungen, Schulerweiterungen) nicht zu erkennen.

    Erschwerend kommt für mich noch dazu, dass frau so eine Thema schon seit Beginn ihrer Amtszeit, parallel zum Bau des neuen Sternbuschbades, hätte ordentlich und pünktlich abarbeiten lassen können. Dann hätte man nach der Schließung direkt an den Abriss und die Neubebauung gehen können. Ich hoffe mal nicht, dass wir jetzt den gleichen Stillstand wie beim Minoritenplatz bekommen.

    Hoffentlich kümmern sich die Stadtwerke jetzt wenigstens um einen zügigen Abriss. Ich mag mir garnicht vorstellen wie das nicht genutzte Bad in 2 Jahren aussehen würde (Stichwort Graffiti, eingeworfene Scheiben, Brandstiftung, etc.)

     
  40. 40. ???

    @39. Klaus

    Vielen Dank für Ihre Meinung.
    Sie haben vollkommen Recht, es ist sehr kritisch!

     
  41. 41. ???

    Könnte es sein, dass es Menschen gibt, die nur schreiben, um anderen zu gefallen und um keine negative Kritik zu erhalten?

    Mir persönlich ist das eigentlich egal, ob meine sensiblen Empfindungen anderen gefallen, meistens sind sie jedoch zutreffend.

     
  42. 42. Joseph Johann

    Wer schreibt der bleibt.

     
  43. 43. Justin

    @ 41., ???

    „Könnte es sein, dass es Menschen gibt, die nur schreiben, um anderen zu gefallen und um keine negative Kritik zu erhalten?“

    Es macht gerade dann Spaß, wenn jemand etwas geschrieben hat, was der eigenen Meinung widerspricht. Und die Antwort darauf zielt mit Sicherheit nicht darauf ab möglichst viele 👍 zu erhalten, sondern geschickt zu argumentieren und vielleicht sogar zu überzeugen.

    „Mir persönlich ist das eigentlich egal, ob meine sensiblen Empfindungen anderen gefallen, meistens sind sie jedoch zutreffend.“

    Da ich eher zur Sorte grober Klotz gehöre, kann ich Ihren sensiblen Empfindungen nicht folgen.

     
  44. 44. Seebär

    @37 ???
    „Wir sind alle nur kleine Menschen, die hier auf Zeit leben!!!“
    Ich nehm Ihnen das jetzt mal nicht übel, das mit „klein“ und mit „Mensch“. 😉

     
  45. 45. Martin Fingerhut

    Bericht vom HuF :
    Gestern, in der Sitzung des Haupt- und FinanzAusschusses,
    wurde das „StattBad“Projekt recht schnell abgehandelt.
    Im Prinzip wiederholten alle Fraktionen,
    daß sie die vorgelegte Planung ablehnen.
    Aber in dem, was neu vorgebracht wurde,
    stecken interessante Punkte für das weitere Verfahren.

    Herr Gebing ersparte es sich,
    all das nochmals aufzusagen,
    was er und Herr Ricken bereits vorgetragen hatten.
    Ihm sei wesentlich, daß  e r g e b n i s O f f e n  diskutiert werde.
    Dazu schlug er vor, der BuP solle das nächste Mal vor Ort tagen.
    [ Bisher war meines Wissens lediglich angeregt worden,
      der Bau- und PlanungsAusschuss möge das Gelände besichtigen.
      Gleich eine ganze Sitzung nach dort zu verlegen,
      geht einen Schritt weiter.
      Die nächste Sitzung des BuP’s ist für den 21. angesetzt
      – nur einen Tag nach der nächsten RatsSitzung (20.). ]

    Frau teKath betonte, für die SPD bliebe es dabei,
    daß neu angesetzt und neu überdacht werden solle.
    ALLE müßten mit ins Boot geholt werden.

    Herr Rütter bat um einen neuen Plan,
    der sämtliche Anregungen aufnehme.
    Bebauung sei höchstens auf dem Gelände des bisherigen Bades möglich,
    alles weitere sei „no go“.

    DaraufHin bat Frau Northing,
    der Rat möge bitte EckPunkte beschließen,
    damit die Verwaltung wissen könne,
    in welche Richtung der neue Entwurf ausgelegt sein solle.

    Frau Meyer-Wilmes erweiterte den Blick von der einen aktuellen Planung
    auf die PlanungsKultur allgemein.
    Sie bezog sich auf Herrn Posdena’s AusSage im vorigen BuP,
    mit dem Entwurf habe die Verwaltung danach gestrebt,
    alle möglichen Belange unter einen Hut zu bringen.
    Das reiche eben nicht.
    Auch sogenannte „EckPunkte“ würden nicht klar genug definieren,
    was gewünscht sei.
    Die Politik solle noch genauer bestimmen.

    Frau Northing erinnerte an das Vorgehen in Sachen MinoritenPlatz.
    Eine BürgerBeteiligung wie dort sei auch hier möglich.

    Dr. Fabian Merges begann seine Anmerkungen mit
    “ Das heißt zwar BEBAUUNGs-Plan “
    [ womit er daran erinnerte, daß die UK eine NICHT-Bebauung vorziehen ].
    Statt einer BürgerBeteiligung schlug er einen QuartiersWorkShop vor.

    Durch Herrn Bay’s Frage,
    wer denn überhaupt so eine Planung in Auftrag gegeben hatte,
    wurden die als ZaunGäste anwesenden Bürger über den Ablauf solcher Verfahren informiert :
    Der Rat hat [ am 20.12.2107 ] beschlossen, einen B-Plan aufzustellen und die frühZeitige Beteiligung einzuleiten.
    Im Januar ’18 ist das öffentlich ausgelegt worden.
    Für diesen Schritt der  “ frühZeitigen Beteiligung “  gab es noch keine PlanungsDetails
    sondern lediglich eine Karte, welche das PlanGebiet definierte,
    aber innerhalb davon leer war.
    Daran knüpft sich als nächster Schritt an,
    daß die Verwaltung einen detaillierten Plan ausarbeitet
    und dem Rat vorschlage
    – so, wie es nun geschehen sei.

    Wie zu erwarten gewesen war,
    wurde eben jener vorgeschlagene B-Plan
    allStimmig abgelehnt.

     
  46. 46. Seebär

    @38 Kleverin
    Die Idee mit dem generationsübergreifenden Zusammenwohnen gefällt mir, das ist so ein bisschen wie das Leben auf einer Sandbank: eine Dorfgemeinschaft im positiven Sinn.

     
  47. 47. Stefan Schuster

    @30, Martin Fingerhut

    Ist oder war Ihr Zahlenbeispiel Teil einer städtischen (Fehl)Planung?
    1.860 + 1.600 + 550 + 530 + 260 + 170 + 150 + 210 + 1.500 = 5.840

    Das Ergebnis der Addition ist selbstverständlich falsch. Ich habe gegrübelt und 2 Wege gefunden, zu diesem falschen Ergebnis zu gelangen. In beiden Fällen liegt ein Doppelfehler vor – einmal ein falsch eingegebener Summand mit einer Nullstelle zuviel, zusätzlich ein Zahlendreher. Auf jeden Fall schlampige Arbeit. Hier beide Möglichkeiten:

    Variante a) Fehler 1: Der letzte Summand sollte eigentlich 150 statt 1500 betragen, dann wäre das Ergebnis 5.480. Fehler 2: Zahlendreher bei der händischen Überragung der Summe aus Excel nach Word, aus 5480 wird 5840.

    Variante b) Fehler 1: Der zweite Summand sollte eigentlich 160 statt 1600 betragen, dann wäre das Ergebnis 5390. Fehler 2: Zahlendreher beim der Eingabe des Summanden in Excel, aus 160 wurde 610.

    Zurück zum Thema.

    Wenn ich die gestrige öffentliche Sitzung des des Haupt- und Finanzauschusses richtig im Gedächtnis behalten habe (ich hatte mir leider keine Notizen gemacht, warten wir daher lieber zur endgültigen Interpretation erst das schriftliche Protokoll ab!), dann hatte der Techniche Beigeordnete einen Ratsauftrag, mit der Planung zu beginnen. Ergebnis: Fraktionen, Rat und Bürger waren in der Folge genötigt, sich mit einer bereits fertig ausformulierten Detailplanung auseinanderzusetzen. Nach meinem Verständnis wäre jedoch eine Vorstellung von mehreren Ideen in Form grob skizzierter Planungsvarianten angemessen gewesen.

    Offensichtlich fehlt hier ein Zwischenschritt. Wie können solche groben Planungsvarianten denn erstellt werden, wenn das wichtigste Planungswerkzeug weiterhin fehlt – ein digitales Stadtmodell? Dann würden erstmal grob skizzierte Grundrisse ausreichen, aber eine sehr wichtige Komponente wäre zusätzlich vorhanden: In Form von Screenshots perspektisch korrekte Darstellungen aus verschiedenen Betrachterstandorten. Dadurch würde allen Beteiligten einfach und schnell ermöglicht, verschiedene Varianten bezüglich Blickachsen und realistisch dargestellter Gebäudedimensionen zu beurteilen.

    Gestern habe ich eine mir bis dahin unbekannte Information erhalten: Ein ähnliches digitales Modell existiert bereits, jedoch nicht bei der Bau- und Planungsabteilung der Stadt, sondern beim Kreis Kleve. Angeblich sei es noch nicht völlig einsatzbereit, es gebe noch Probleme, die als Drahtgittermodell vorhandene Darstellung mit Texturen zu versehen, also zusätzlich zu den reinen Gebaudeflächen auch deren Farben und Oberflächenmerkmale wie z.B. Türen und Fenstern darzustellen. Stimmt diese Information? Hier wäre ich für eine Klärung dankbar, falls einer der Leser genauere Infos hat.

    Mal ganz davon abgesehen, dass Texturen zwar ’nice to have‘ sind, deren Fehlen aber nicht die reale Benutzung des Planungswerkzeuges verzögern sollten – die Stadt (noch mehr als der Kreis) wären gut beraten, endlich moderne Methoden zu nutzen und Ergebnisse auf aktuellem Stand der Technik zu präsentieren. Selbst das Styroporklötzchenmodell aus dem vergangenen Jahrtausend ist ja nicht mehr nutzbar, es wird seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr aktualisiert, in der bisher nicht eingetretenen Hoffnung auf ein digitales Modell.

    Blicken wir über die Grenze. Die Gemeente Nijmegen nutzt selbstständlich digitale Methoden in der Stadtplanung, und sie geht sogar noch einen Schritt weiter. Beispiel gefällig? Vom YouTube Channel der Gemeente Nijmegen:

    https://www.youtube.com/watch?v=hYm18w_U0bU

    Es ist ja nicht unbedingt erforderlich, solche Filmchen schon im Frühstadium einer Planung zu erstellen. Das macht man erst, um nach Entscheidungsfindung die breite Öffentlich zu überzeugen, als Reklame. Aber das Beispiel beweist, dass in Nijmegen ein digitales Stadtmodell existiert, dessen Darstellungen in Form von Standbildern die Erstellung von Planungsvarianten entscheidend unterstützen können, bei minimalem zeitlichen Aufwand für dafür. In Kleve sind alle benötigten Daten bereits digital vorhanden, sie werden nur nicht zeitgemäß aufbereitet und genutzt.
    Das obige Beispiel ist schon mehr als 6 Jahre alt und verdeutlicht nicht nur den technischen, sondern auch den zeitlichen Vorsprung unserer Nachbarkommune.

    Wir dürfen jetzt nicht vergessen, dass Nijmegen dreimal mehr Einwohner hat als Kleve und dadurch einen anderen finanziellen Spielraum. Das folgende Beispiel wurde erstellt als als Auftragsarbeit durch eine externe Firma unter Nutzung des digitalen Stadtmodells. Für sowas Geld auszugeben ist nicht nötig, es zeigt nur die Möglichkeiten der Nutzung eines digitalisierten Stadtmodells auf:

    https://www.youtube.com/watch?v=aFzJ84x0qrg

    Noch ein ganz besonderes Bonbon zum Schluß: Auch die folgende Anwendung steht allen Bürgern bereits seit 6 Jahren zur Verfügung. Wie gesagt, nix für Kleves momentan schmales Stadtsäckel, aber man wird ja wohl träumen dürfen…

     
  48. 48. Günter Ververs

    @47
    Suchen Sie danach? http://3d-stadtmodell-kreis-kleve.virtualcitymap.de/

     
  49. 49. Justin

    @ 45., Martin Fingerhut

    „Statt einer BürgerBeteiligung schlug er einen QuartiersWorkShop vor.“

    Wie soll eine Bürgerbeteiligung sein? Und wie soll im Unterschied dazu ein Quatiersworkshop sein?
    Ist das beides noch definierbar oder bereits festgelegt? Falls das schon definiert ist, was genau hat man sich darunter vorzustellen?

     
  50. 50. Justin

    @ 45., Martin Fingerhut

    „Herr Gebing ersparte es sich,
    all das nochmals aufzusagen,
    was er und Herr Ricken bereits vorgetragen hatten.
    Ihm sei wesentlich, daß e r g e b n i s O f f e n diskutiert werde.“

    Die Forderung „ergebnisoffen“ zu diskutieren lässt sich hervorragend erfüllen, wenn die Bürger an der Diskussion beteiligt werden und auch einen Einfluss auf die Entscheidung haben.

     
  51. 51. ???

    Ich verstehe diese ganze Diskussion nicht, wer wo wohnt. Man braucht doch keine Experten, auswärtige Stadtplaner, Wissenschaftler usw. dafür, um Wohnraum für alle zu schaffen. Es gibt hier genug gute Architekten, die sich mit der Materie „Wohnraum“ auskennen.

    Überall leben die Menschen „bunt gemischt“ zusammen, warum wird hier so ein Spektakel darum gemacht.

    Möchte man hier vorher begutachten, wer dort wohnen darf?
    Vielleicht möchten einige Menschen, dort dann gar nicht mehr wohnen und leben!

     
  52. 52. Stefan Schuster

    @48, Günter Ververs.

    Danke für http://3d-stadtmodell-kreis-kleve.virtualcitymap.de/

    Halleluja, genau sowas meinte ich. Applaus für die Kreisverwaltung. Nach 5 Minuten ausprobieren stand ich in Fußgängerhöhe auf halbem Weg zwischen Stadtbibliothek und Worchesterbrücke und hatte leicht schräg versetzt die Blocks des jetztigen Stadtbads vor mir auf dem Bildschirm. Damit kann man was anfangen. Danke nochmals, Herr Ververs.

    Und jetzt mal ernsthaft. Wie lange könnte es dauern, mit solcher Software ein Bauprojekt in 3 Varianten entscheidungsreif vorzubereiten, damit anschließend im zweiten Schritt die von Rat, Fraktionen und Bürgen favorisierte Variante im Detail durchgeplant werden kann? Vorausgesetzt, die Software (GIS = Geographisches Informationssystem) wäre bereits im Vorfeld mit den Katasterdaten gefüttert?

    Ohne selbst Verwaltungserfahrung zu haben, in der Freien Wirtschaft würde ich dafür maximal 3 Wochen ansetzen: Eine Woche nachdenken (1 Mitarbeiter/in) und Brainstorming im Team, dann einen Tag zum löschen der Katasterdaten des bisherigen Stadtbads aus einer Kopie der Datenbasis und Einfügen der Koordinaten neu zu erstellender Gebäude in mehreren Varianten (maximal 2 Tage für ungeübte und im Umgang mit dem GIS noch ungeschulte Mitarbeiter), weitere anderthalb Wochen zum Verfeinern des Modells (wiederum 1 Mitarbeiter/in) und zur Abstimmung mit dem Projektleiter, und ein letzter Tag zum drucken der Screenshots. Denn schließlich soll den Ratsmitgliedern auch Papier in die Hand gedrückt werden, damit sie nicht selber in der Bildschirmanwendung rumklicken müssen.

    Das Leben könnte sooo einfach sein, wenn nicht ….. *ach, seufz*

    Nächstes Thema.

    Vor mir liegt die Drucksache 126a X.PDF der Stadt. Darin äussert der Geologische Dienst des Landes NRW die Anregung (Zitat): „Es wird darauf hingewiesen, dass sich der Grundwasserspiegel nach den Bodenkarten des geologischen Dienstes nahe der Geländeoberfläche befindet und es zu vermuten ist, dass die Böden auch geringe Anteile von humosen Material enthalten. Es wird daher aus ingenieurgeologischer Sicht empfohlen, den Baugrund vor Beginn der geplanten Baumaßnahmen objektbezogen zu untersuchen und zu bewerten“. Darauf die Verwaltungsstellungnahme der Bau- und Planungsabteilung (Zitat): „Der Hinweis wird zur Kenntnis genommen. Es wird eine Untersuchung des Baugrunds in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse werden im Verfahren berücksichtigt.“

    In derselben Drucksache ist ebenfalls eine Stellungnahme des Kreises Kleve abgedruckt. Zitat: „…. wird darauf hingewiesen, dass es sich bei Gaswerken um Einrichtungen mit stark erhöhten Altlastenrisiken handelt und vor Ausweisung dieses Bereichs als Wohngebiet folglich Untersuchungen notwendig sind, welche jedoch durch das bestehende Schwimmbad erschwert werden. Es wird vorgeschlagen, Boden-, Bodenluft-und Grundwassersondierungen durchzuführen, auch wenn eine abschließende Beurteilung erst nach Rückbau des Bades möglich sein wird. Mögliche Schadstoffe sind PAKs, BTEX, Kohlenwasserstoffe, Cyanide, Phenole, Schwefel sowie Schwermetalle“. Stellungnahme der Stadtverwaltung (Zitat): „Die Hinweise werden zur Kenntnis genommen. Im Bereich des Schwimmbades wird eine Untersuchung bzgl. Altlasten in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse werden im weiteren Verfahren berücksichtigt. Die Untersuchung wird mit der Unteren Bodenschutzbehörde abgestimmt.“

    Schön. Nun habe ich eine Karte auf meinem Bildschirm, veröffentlicht vom Geologischen Dienst NRW im Rahmen von Open Data, aus der folgendes hervorgeht: Es wurden bereits auf dem Stadtbadgelände insgesamt 12 Bohrungen niedergebracht. Für 3 Bohrungen ist das Alter angegeben: 1956. Zwei der Bohrungen haben eine Tiefe von 20m, die restlichen 10 Bohrungen eine Tiefe zwischen 3m und 7m.

    Meine Interpretation: Bereits zum Bau des Stadtbades wurde das Gelände in engem Raster abgebohrt. Säulen- und Schichtenprofile kann ich leider nicht sehen, auf diesen liegt ein Eigentumsvorbehalt, nur der Auftraggeber kann solche Einzelergebnisse beim Geologischen Dienst NRW anfordern, falls ihm selbst diese durch unglückliche Umstände abhanden gekommen sind. Zweck der Bohrungen war wahrscheinlich eine Beurteilung der Tragfähigkeit des Untergrunds, ob zusätzliche Erkenntnisse zu Altlasten angefallen sind kann ich wegen des Eigentumsvorbehaltes nicht sehen. Dass die alten Bohrkerne noch existieren ist unwahrscheinlich, aber die Daten müssen in Form schriftlicher Unterlagen noch in der Stadtverwaltung existieren, soviel Vertrauen habe ich in das deutsche Behördenwesen.

    Es ist ohnehin eine erneute Bohrkampagne nötig. Aber es bleibt festzustellen, dass die bisherige Planung ohne Kenntnis dieser Altbohrungen durchgeführt wurde, denn sonst wäre die Verwaltungsstellungnahme zur Anregung des Geologischen Dienstes anders ausgefallen. (Hinweis: Es ist nicht Aufgabe des Geologischen Dienstes, die Arbeit des Bau- und Planungsschusses zu übernehmen und selbst Arbeit in Recherche zu investieren).

    Ob die mangelhafte Recherche zur Vorgeschichte des Planungsgebiets als handwerklicher Fehler ansehen kann – das überlasse ich dem Urteil der Leser.

     
  53. 53. Martin Fingerhut

    @ 47. Stefan Schuster :
    ###
    Ist oder war Ihr Zahlenbeispiel Teil einer städtischen (Fehl)Planung?
    1.860 + 1.600 + 550 + 530 + 260 + 170 + 150 + 210 + 1.500 = 5.840
    Das Ergebnis der Addition ist selbstverständlich falsch.
    ###
    richtig !
    Dieses Beispiel alternativer Addition findet sich im „EinzelHandelsKonzept“ der Stadt Kleve.
    ( https://www.kleve.de/C12572B300270277/html/7A78C0476E6971A6C12580BF004891F5/$File/einzelhandelskonzept_12.2013.pdf?OpenElement )
    Auf S. 59 unten und S. 60 oben steht :
    ### ### ###
    […] ist eine Verkaufs-bzw. Nutz-fläche von ca. 5.840 m² projektiert, die sich auf folgende Anbieter verteilt:
    TK Maxx (Bekleidung) ca. 1.860 m² Verkaufsfläche
    Drogerie Müller […] ca. 1.600 m² Verkaufsfläche
    My Shoes (Schuhe) ca. 550 m² Verkaufsfläche
    Depot […] ca. 530 m² Verkaufsfläche
    Jack Wolfskin (Sportbekleidung/ -artikel) ca. 260 m² Verkaufsfläche
    Esprit (Bekleidung) ca. 170 m² Verkaufsfläche
    Tamaris (Schuhe) ca. 150 m² Verkaufsfläche
    Eiscafé (Gastronomie) ca. 210 m² Nutzfläche
    Fitnessstudio (Dienstleistung) ca. 1.500 m² Nutzfläche.
    ### ### ###

    Nach GrundSchulRechenUnterricht ergibt sich eine Summe von 6.830m².
    Warum die BBE lediglich 5.840m² zusammenAddiert,
    könnte natürlich an ZiffernDrehern und anderen Schlampereien liegen.

    Vielleicht findet aber auch jemand einen vernünftigen, sachlichen und korrekten Grund
    für diesen Fall von hoheitlicher Matematik.

    Oder finden wir eine andere Erklärung,
    warum es so wichtig war/ist,
    daß die VerkaufsFläche um ziemlich genau 1.000m² kleiner sein „muß“ ?

     
  54. 54. Stefan Schuster

    @51, ???
    Zitat: „Ich verstehe diese ganze Diskussion nicht“

    Ich verstehe Ihren Gedankengang nicht. Wollen Sie wirklich die Klever Stadtentwicklung den Architekten überlassen? Deren Tägtigkeit bei Schlüsselübergabe erledigt ist? Das ist mir zu hemdsärmelig.

    Erkennen Sie die nicht die Notwendigkeit, in einer Demokratie vorausschauend zu gestalten, um Chaos und Wildwuchs zu verhindern?

     
  55. 55. Schwarzseher

    @???
    Wenn ich mal kein Problem sehe, dann wende ich mich an Sie.

     
  56. 56. ???

    @54. Stefan Schuster

    Milde ausgedrückt, würdigen Sie den Beruf und die Berufung der ernsthaften Architekten sehr, sehr herunter.
    Natürlich setzen sich Architekten, mit allen anfallenden Gegebenheiten auseinander, um genaue Resultate zu erzielen.

    Kleve ist nicht der Mittelpunkt der Welt!

    Und so wie es aussieht, ist ev. dieses ganze Gelände wegen Altlasten, die vielleicht noch gar nicht erkundet und dokumentiert sind, gar nicht so viel wert, wie es aus wahlkampftechnischen Gründen, von manchen Menschen dargestellt wird. Einfach nur materiell gesehen.
    Also, ich wollte nach diesen Erkenntnissen, die man schon länger hat, dort nicht wohnen.

     
  57. 57. ???

    @55. Schwarzseher

    Ich bin ein lösungsorientierter und lösungsfindender Mensch, denn ich möchte……!

     
  58. 58. Stefan Schuster

    Kleinkram und Gezänk beiseite, bitte. Meinerseits ‚over and out‘, wie es im Funkerjargon heisst.

    Meine heftige Beteiligung hier im Thread ist kein Spiegel meines weit umfangreicheren Wissensdurstes, mir ist nur die Hutschnur geplatzt angesichts des Zeitrahmens, fragwürdiger Details und unzureichender Methoden im konkreten Fall der Stadtbadplanung.

    Trotzdem, je länger ich mich hiermit beschäftige, desto mehr zu hinterfragende Punkte entdecke ich.

    Die Kreisverwaltung nutzt also bereits ein virtuelles Planungssystem, mit bisher beachtlichen Zwischenergebnissen, die Stadtverwaltung nicht. Nun ist die Frage, weshalb die Stadtverwaltung an dieser Stelle noch keine Notwendigkeit gesehen hat. Anschlußfrage: Hatte die Stadtverwaltung, unabhängig vom Kreis, in der Vergangenheit schon einmal den Versuch unternommen, in Planungsangelegenheiten das Styroporklötzchenmodell abzulösen? Falls ja (dies ist mein möglicherweise inkorrekter Informationsstand), wurden dafür Fördergelder in Anspruch genommen?

    Fallunterscheidung:
    a) Kein eigener Versuch der Stadtverwaltung. Das ist als Versäumnis zu werten.
    b) Investitionen ohne Fördermittel in der Vergangenheit, jedoch nicht zur Anwendung gebracht. Das ist als verplempertes Geld zu werten.
    c) Investitionen mit Fördermitteln in der Vergangenheit, jedoch nicht zur Anwendung gebracht. Gleiche Bewertung wie im Fall b), zusätzlich wären erforderliche Modernisierungen von Hard- und Software nicht mehr förderfähig.

    Egal welcher Fall zutrifft, es ist eine lose-lose Situation, selbstverschuldet. Und es ist ein mehrjähriger Zeitverlust. Der Nutzen ginge aber weit über reine Baukörperplanung hinaus, Geographische Informationssysteme werden ebenso in der Verkehrsplanung, der Energiewirtschaft, Wasserwirtschaft, Forstwirtschaft, Umweltplanung, ja sogar in der Touristik genutzt – weltweit. Bisher ohne uns.

    Vielleicht ist ja eine Kooperation mit der Kreisverwaltung möglich, gegen Entgelt natürlich. Ich hoffe, das wird geprüft.

    Kleve ist Universitätsstadt, es gab etliche Sonntagsreden über mögliche Synergien. Wurden zum Thema Stadtplanung Kontakte zur HSRW geknüpft? Nein oder nein? Ich denke da zuerst an die Fakultät Kommunikation und Umwelt (Studiengang Information Engineering and Computer Science).

    Ich finde keine zitierfähigen Worte für diese Kette von Unterlassungen und das dahinter stehende Zukunftsverständnis. Liebe Leser, denken Sie sich bitte selbst ein rüdes Wort aus, Sie haben auf jeden Fall meine Zustimmung.

     
  59. 59. Justin

    @ ???

    Hier im Forum haben weder Befürworter noch Gegner des vorgestellten Bebauungsplans irgendwie angedeutet oder zum Ausdruck gebracht bestimmen zu wollen wer in Zukunft am Königsgarten/Kermisdahl wohnen darf. Es scheint lediglich den Wunsch zu geben mitbestimmen zu dürfen was aus diesem Gebiet wird. Es gibt verschiedene Ideen wie das Gebiet genutzt werden könnte. Es wurde auch der Wunsch geäußert nach einer professionellen und transparenten Stadtentwicklungsplanung. All das lässt sich nicht in Übereinstimmung bringen mit den von Ihnen vorgebrachten Vorwürfen:
    Egoismus und Anmaßung der Anwohner und der Befürworter einer Nicht-Bebauung („Bedauernswerte Gesellschaft, in der es nur noch um Materielles geht und nicht mehr um die Menschen!“, „Möchte man hier vorher begutachten, wer dort wohnen darf?“)

     
  60. 60. Martin Fingerhut

    Ergänzung zu #53. Martin Fingerhut :
    Na, noch keine Idee, warum da so mirNichtsDirNichts rund 1.000m² „verschüttGehen“ ?
    Dann wollen wir’s noch spannender machen :

    Die Addition, deren Ergebnis zu 5.840 verschönert wird,
    1.860 + 1.600 + 550 + 530 + 260 + 170 + 150 + 210 + 1.500
    obwohl die korrekte Summe 6.830 beträgt,
    ist schon in sich völlig falsch.
    Angeblich soll sie jene Flächen wiederGeben, die von einem Entwickler konkret projektiert würden.

    In dessen öffentlich präsentierter PresseMappe finden sich jedoch ganz andere Zahlen für fast jeden der angeblichen MietInteressenten :
    2.232 + 1.997 + 631 + 604 + 303 + 193 + 175 + 212 + 1.505
    und schwups sind wir nicht mehr bei „niedlichen“ 5.840m²,
    auch nicht mehr bei 6.830m²
    sondern bei stolzen 7.852m²
    Also satte 2.000m² mehr als im EinzelHandelsKonzept für die FolgenAbschätzung zuGrunde gelegt.

    Warum wohl ???