Kölner Architekten planen Kellener Gymnasium

rd | 02. Oktober 2019, 12:45 | 50 Kommentare
Kann sich noch jemand daran erinnern? Die Anfänge des Konrad-Adenauer-Gymnasiums ca. 1969/70 in Pavillons (Foto: Website KAG/Frau Klett)

Der Neubau des Konrad-Adenauer-Gymnasiums wird von Architekten aus Köln geplant. Die sic architekten gmbh aus dem Kölner Stadtteil Kalk erhielt im Zuge der europaweiten Ausschreibung des Projekts den Zuschlag, das vierzügige Gymnasium sowie eine Sporthalle und die Außenanlagen zu entwerfen. Dies vermeldet das Unternehmen auf seiner Website, weitere Auskünfte waren nach Auskunft einer Sprecherin des Büros „zeitlich nicht möglich“.

Die Anfänge der sic architekten gmbh liegen 36 Jahre zurück, seit 1992 führt Dipl.-Ing. Michael N. Neuendorff das Unternehmen, das auch eine Repräsentanz in China unterhält. Zu den Auftraggebern des Büros zählen viele Kommunen aus dem Rheinland (z. B. die Städte Köln und Bonn) und auch Einrichtungen wie das ZDF und die Universität Köln. Für die Planung der Außenanlagen holten die Kölner ein Unternehmen aus Essen, die DTP Landschaftsarchitekten GmbH, mit ins Boot. Die beiden Unternehmen bildeten eine Bietergemeinschaft. Vier weitere Anbieter nahmen an dem Verfahren teil, kamen aber nicht zum Zuge. Der an sic/DTP vergebene Planungsauftrag hat ein Volumen von rund 3,3 Millionen Euro, die Gesamtkosten des Vorhabens sollen sich auf rund 31 Millionen Euro belaufen.

Die neue Schule soll etwa dort errichtet werden, wo in den vergangenen Tagen noch das Oktoberfestzelt stand, und für 880 Schüler ausgelegt sein. Die Gebäude sollen eine Bruttogrundfläche von 14.355 Quadratmeter haben, wovon 2880 Quadratmeter auf die Dreifach-Sporthalle (mit Tribüne) entfallen. Aus den Ausschreibungsunterlagen geht hervor, dass das Gymnasium spätestens zum 31. März 2024 fertiggestellt sein soll, vom Schuljahr 2024/25 an könnten die neuen Räume also erstmals genutzt werden.

Anfang 2017 hatte der Rat der Stadt die Verwaltung beauftragt, den Neubau des Gymnasiums in die Wege zu leiten. Das bisherige Gebäude am Köstersweg, knapp 50 Jahre alt, erschien nicht mehr sanierungsfähig. Als neuen Standort hatte die Verwaltung das verkehrsgünstig gelegene Gelände nordöstlich der Bahnlinie auserkoren. Die CDU wollte das Projekt damals schon 2021/22 fertiggestellt wissen, was jedoch utopisch war.

Im Gegensatz zu früheren Ausschreibungen der Stadt, bei denen es schon mal kräftig rumpelte, liefen die Vergabeverfahren für das neue Konrad-Adenauer-Gymnasium reibungslos. Bereits am 2. Juli erfolgte der Abschluss. Zwei weitere, ebenfalls mit der Schule zusammenhängende Planungsverfahren, konnten Ende August vergeben werden.

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  1. 1. Rainer Hoymann

    So richtig neu ist die Info nicht, oder? Auf der Webseite https://www.sic-gmbh.de/de/blogleser/stadt-kleve.html steht als Datum der 26.07.2019:

    Stadt Kleve
    26.07.2019

    Die sic architekten gmbh erhält den Auftrag für die Planungsleistungen „Komplettneubau eines 4-zügigen Gymnasiums nebst zugehöriger Sporthalle und Außenanlagen“.
    Das bestehende 3-zügige Konrad-Adenauer-Gymnasium wird durch einen 4-zügigen Neubau an einem ca. 3 km entfernten Standort neu errichtet. Neben dem Neubau des Gymnasiums wird eine 3-fach Sporthalle mit Tribünenanlage errichtet. Die Gestaltung der Außenanlage soll ebenfalls erfolgen.

    Der Auftrag wird in Zusammenarbeit mit DTP Landschaftsarchitekten GmbH, als Bietergemeinschaft sic dtp Kleve, ausgeführt.

     
  2. 2. rd

    @Rainer Hoymann Für Kleve ist die Information schon neu. Was mich etwas verwundert, ist, dass die Stadt mit dieser Erfolgsmeldung nicht um die Ecke kommt.

     
  3. 3. Lohengräm

    Was ist denn, wenn aus Klimaschutz- und Verkehrswendegründen mal wieder die Bahngleise erforderlich würden die da mal lagen?

     
  4. 4. HP.Lecker

    Mich interessieren – schon aus beruflicher Sicht – die Planunterlagen, die die Architekten mit der Teilnahme am Wettbewerb eingereicht haben. Es dürfte doch sicherlich Entwurfsplanungen und Massenmodelle etc. geben. Sind die noch geheim?

     
  5. 5. Klaus

    @2.rd
    Mich wundert’s nicht.
    Ist schon peinlich genug wie lange es gedauert hat nur diesen Planungsauftrag auszuschreiben und zu vergeben.
    Für die HSRW (5x so groß) hat das seinerzeit gerade mal 3 Monate gedauert.

     
  6. 6. rd

    @Klaus Das hat nicht so lange gedauert. Die Ausschreibung erfolgte im März, der Zuschlag – wie geschrieben – Anfang Juli. Also gut drei Monate.

     
  7. 7. Klaus

    @6.rd
    Das ist korrekt, umfasst aber nur den Zeitraum seit Veröffentlichung der Ausschreibung. Ich hatte aber zusätzlich noch den Zeitraum seit der Ratsentscheidung für den Neubau des KAG gemeint.

     
  8. 8. Chewgum

    Gab es keine Architekten im Kreis Kleve?

     
  9. 9. rd

    @Chewgum Kann ja schon mal sein, dass bei einer europaweiten Ausschreibung nicht Hülsmann (nur mal so als Beispiel) zum Zuge kommt…

     
  10. 10. Chewgum

    @rd Ja, war eher rhetorisch gemeint. Größere Architekturbüros sind bei solchen Ausschreibungen immer im Vorteil.

     
  11. 11. Chewgum

    … vor allem, wenn das Architekturbüro noch eine eigene TGA-Abteilung hat

     
  12. 12. Niederrheinstier

    Mmuuuh, mmuuuuuuh, Lohengräm hat völlig Recht, mmuuuuh! Hallo Stadtplaner, mmuuuuh! Zwischen neuer Schule und neuer Sporthalle sollte auf jeden Fall ein ca. 10 m breiter Grünstreifen freibleiben, mmuuuuh. Wenn dann in Zeiten von FFF, also Frida.., nee, Farming for Future und MehrFahrradPetitionen mal doch irgendwann wieder Züge nach Nijmegen oder gar Xanten fahren oder ein Güteranliefergleis benötigt werden sollten, dann sollte der Alleenradweg Richtung Schule und Sporthalle verlegt werden und die Gleise dahin passen können, wo jetzt der Alleenradweg ist, mmuuuuh. Bahn weg, Wasserweg weg und in Zukunft nur noch auf Abgase, Gummiabrieb und Feinstaub erzeugende und viel Platz blockierenden Fahrzeuge angewiesen sein sollen, mmmuuubuuuh? Nee, das wäre ja völlig erschütternd, mmuuuh! Gerne werde ich mich daher auch um eine sachgerechte Düngung eines solchen Grünstreifens bemmüüüüühen, mmuuuh. Ehrenmmuuuuh, mmuuuh! Immer schön Fladen drauf, mmuuujuuuuh!

     
  13. 13. Friedrich Foerster

    @ 3. „Lohengräm“:

    Bei aller Sympathie für den Klimaschutz und eine ökologische Verkehrswende:
    Es wird wohl in absehbarer Zukunft genug Platz für (Nahverkehrs-)Personenzüge vorhanden sein.

    Drei Gleise nebeneinander reichen auch im Bonner Hauptbahnhof:
    – Gleis 1 nach Norden / Köln,
    – Gleis 2 nach Süden / Koblenz,
    – Gleis 3 in die Eifel / aus der Eifel.

    Die wichtigen ehemaligen Kunden des ehemaligen Güter-Bahnhofs Kleve –
    Margarine-Union, XOX, Bensdorp – gibt es alle nicht mehr.

    Gegebenenfalls könnte man auf freien Flächen außerhalb des Klever Stadtzentrums
    Gleise zum Be- und Entladen verlegen, falls denn wirklich neuer Bedarf entstehen sollte.
    Wichtig wäre vor allem, dass die Strecke über Kleve nicht
    zur Ausweichstrecke der Betuwe-Linie werden kann –
    aber das würde ja erst einmal das Elektrifizieren und grenzüberschreitenden Verkehr voraussetzen.

     
  14. 14. Joseph Johann

    Hoffen wir mal, dass der Bauherr sach- und fachkundige Termin- und Kostenkontrolle sicherstellt.

    Der angesprochene Bahnverkehr wird wohl bis zum Sankt Nimmerleinstag ausbleiben. Das haben sich kurzsichtige frühere Entscheider zuzuschreiben. Einige dieser Herren lassen sich im Augenblick wegen der Kommunalen Neuordnung feiern. Wieso eigentlich?

     
  15. 15. Chewgum

    Man mag sich ja nicht vorstellen, dass die Baracken sich mal Schule nannten

     
  16. 16. rain

    Manchmal ist es erfrischend wenn man sieht das nicht die ganze Welt Kotau vor Kindern macht.

    https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/verkehr/pekings-giga-flughafen-stellt-alles-in-den-schatten/

     
  17. 17. Joseph Johann

    16. rain
    Sie meinen wohl Kotau vor den Chinesen, oder? Schon unsere Großeltern warnten vor der gelben Gefahr.
    Kinder sind unsere Zukunft. So, wie wir mit ihnen umgehen, bekommen wir es zurück. Also, verhalten wir uns entsprechend.

     
  18. 18. ???

    Ich gehe davon aus, dass sich die Mehrheit der Eltern oder Erziehenden, nicht so rücksichtslos, oberflächlich und respektlos gegenüber den Kindern verhalten haben, wie man es nun immer und immer wieder, von sehr vielen der aktuellen Jugendgeneration erlebt und erfährt. Das äußere soziale Umfeld und die damit verbundene Medien, spielen eine große Rolle ………. da muss man gezielt achtsam sein.

     
  19. 19. Wolfgang Look

    Ich erinnere mich. Wir dürften Frau Harper die Tasche tragen, wurden zum Morgengebet einbestellt von Pius, hatten sogar Kunstunterricht dort. Multifunktional, aber will dund hässlich. Auch wenn die materiellen Bedingungen schlecht sind, kann das geistige Niveau hoch sein und vielleicht ist der Zusammenhalt gar besser als in reichen und guten Zeiten, wo die Menschen sich nicht brauchen.

     
  20. 20. hannes

    @ 15 (Chewgum) Als „Betroffener“ kann ich nur sagen, daß die Pavillons auf dem Foto einen weitaus schlechteren Eindruck machen als in der Realität. Sie waren neu und sauber, und die Räume für die Klassen waren hinreichend groß. Nur das Zimmer für den Direktor und das Lehrerzimmer waren gemessen an heutigen Verhältnissen klein bis sehr klein. Das Lehrerzimmer reichte aber auch deshalb, weil sich etliche der Lehrer im „fliegenden Wechsel“ zur Sebus oder zum Stein befanden. Sie waren von dort ausgeliehen. Als die Z a h l der Räume mit dem Übergang zur 7./8. Klasse nicht mehr hinreichte, fuhren die Lehrer in den Pausen mit dem eigenen Wagen zur Grundschule nach Griethausen.

     
  21. 21. Lohengräm

    @13

    das ist genau das Problem: Sie reden vom Status quo eines in Jahrzehnten eh schon zusammengeschrumpften Personenverkehrs.

    Mit einer Bahnstrecke nach Nijmegen und einer Bahnstrecke nach Xanten/Duisburg -die gab es ja mal- würden mehr als 3 Gleise benötigt, wenn man die Verkehrswende will. (D.h. man will auch dass mehr Leute Bahnfahren).

    Auch auch mit „gibt es nicht mehr“ schreiben Sie einen StatusQuo fest. Natürlich könnte man statt einer Hochschule auch den Hafen für umweltfreundliche Transporte über Wasser/Schienen nutzen. Und natürlich gibt es in Kleve weiterhin Industrie die ihre Waren über die Schienen transportieren lassen könnten.
    Zustätzlich könnte man auch die Stichstrecke nach Spyck reaktivieren und sehr einfach das gesamte Industriegebiet Hammscher Hof anschliessen.

    Und damit sind wir beim Kern: Die Verkehrs/Klimawende will nämlich keiner.
    Keiner will auf die Bahn umsteigen, weder im Personen- noch im Güterbereich.
    In Kleve schon gar nicht.
    Wenn schon Wende, dann lieber Emobile statt Verbrenner.
    Aber keine Bahn.

     
  22. 22. Müller

    Lohengrän,
    träumen Sie weiter!

     
  23. 23. Lohengräm

    Ich träume nicht, ich sage nur wie’s ist.

     
  24. 24. Justus

    @11 Chewgum

    Das Architekturbüro sic hat gemeinsam mit den Landschaftsplanern DTP nur den Auftrag für die Objekt- und Freianlagenplanung erhalten.

    Insgesamt hatte die Stadt in 3 europaweiten Ausschreibungen 7 Einzelaufträge ausgeschrieben und vergeben. Neben der Objekt- und Freianlagenplanung waren dies die Tragwerksplanung, die Bauphysik, der Brandschutz, der SiGeKo und die TGA. Letztere war wiederum in 2 Einzelaufträge (Anlagengruppen 1-3, 7+8 und Anlagengruppen 4-6) unterteilt. Es wurden also in den einzelnen Fachdisziplinen unterschiedliche Büros beauftragt. So jedenfalls ist es den Mitteilungen der Stadt im europäischen Ausschreibungsportal zu entnehmen.

    Damit dürfte die Stadt dem Gebot der losweisen Auftragsvergabe entsprochen haben, welches vor allem auch der Förderung kleinerer und mittlerer Unternehmen dienen soll.

     
  25. 25. Chewgum

    @Justus Nach den von Ihnen gelieferten Informationen spielt die vorhandene TGA dann hier wohl keine Rolle.

    Grundsätzlich kann eine eigene TGA-Abteilung aber insofern von Vorteil sein, dass die Zusammenarbeit zwischen Architekturbüro, TGA und Bauherren/Auftraggebern reibungsloser läuft. Ich arbeite nebenberuflich für ein größeres Planungsbüro für Gebäudetechnik (Sitz in NRW-Großstadt, Inhaber aus dem Kreis Kleve) und bekomme mit, welche Probleme es oftmals zwischen der Gebäudetechnik und Architekten gibt, die mit TGA wenig zu tun haben.

    Und vor allem bekomme ich da mit, was für ein Haifischbecken die Branche ist, was für Egos da teilweise rumlaufen, wie rau der Ton sein kann, sogar in Mails und dass das oben erwähnte Planungsbüro viele (Folge-)Aufträge deshalb bekommt, weil der Inhaber sehr auf eine gute, konstruktive Zusammenarbeit achtet.

     
  26. 26. Justus

    @25 Chewgum

    Ich wollte auch nur klarstellen, dass das genannte Architekturbüro nicht auch den Auftrag für die TGA erhalten hat. Ansonsten sehe ich es wie Sie, nämlich dass die eigens vorhandenen Kenntnisse des Architekturbüros auch im Bereich der TGA für die Auftragsausführung und Koordination der unterschiedlichen Fachdisziplinen grundsätzlich vorteilhaft sein dürften. Wenn es sich dann auch noch um ein Büro handelt, welches besondern Wert auf gute und konstriktive Zusammenarbeit legt, umso besser für die Schule und die Stadt 🙂

     
  27. 27. Der Laie

    @21 Lohengräm
    Machen sie uns doch mal schlau, welche Betriebe in Kleve ihre fertigen Produkte per Bahn transportieren könnten,
    denn Voraussetzung dafür ist, das der Abnehmer ebenfalls über einen Gleisanschluss verfügt.

     
  28. 28. Lohengräm

    @27
    Na, wenn Sie da nicht selber drauf kommen…. 🙂

    Beim Güterverkehr geht es im Übrigen sowohl um Wareneingangs als auch -ausgangsprodukte, also nicht nur „fertige Produkte“.

    Diesbezüglich wäre ein grosses Stahlbauunternehmen an der Riswicker Str. zu nennen, auf der anderen Gleisseite liegt wiederum der Gewerbepark Kleve,. Die Hochschule -angeblich ja Vorreiter in Sachen Umwelt, Klimaschutz etc. könnte ihre Waren ebenfalls über einen Gleisanschluss beziehen, und in Kranenburg liegt ein sehr grosses Gartenbauunternehmen mit 2 Standorten sehr günstig zur Strecke.

    Das Gewerbegebiet Hammereisen könnte man ebenfalls mit vergleichsweise wenig Aufwand anschliessen.
    Desweiteren produziert Unilever (Upfield) ja nach wie vor in Kleve.

     
  29. 29. Lohengräm

    Allerdings kann man die Lage des Bahnhof in der Tat in Frage stellen. Der Standaort ist ja historisch gewachsen.

    Die bevölkerungsstärksten Stadtteile -Oberstadt, Materborn, Reichswalde- sind durch die extreme Entfernung vom Bahnverkehr praktisch abgekoppelt bzw. waren nie integriert. (Die Bahn enstand ja auch in erster Linie zur Ankopplung der Kellener Industrie.)

    Eine günstigere Linienführung der Bahn wäre Goch-Pfalzdorf-(Bedburg-Hau)-Reichswalde-Materborn-Linde-jetziger Standort Bahnhof Kleve gewesen, – möglicherweise sogar unter Aufgabe des Haltepunktes Bedburg-Hau.

    Aber im Nachhinein lässt sich immer schön konjunktivisch planen…. 🙂

     
  30. 30. Joseph Johann

    Unsere Entscheidungsgremien haben vor Jahrzehnten entschieden:

    Keine Förderung größerer Industrieunternehmen in Kleve. (Aussage des Fraktionsvorsitzenden der CDU Ende der 1970er Jahre im blauen Salon der Stadthalle Kleve: Industrie gehört nach Emmerich, Kleve braucht Behörden, Gerichte, Banken etc. So sprach man von Klemmerich. Es gab ja seit 1965 die Rheinbrücke.

    Keine Eisenbahnverbindung nach Holland. Die Rampenbrücke wurde wieder abgebrochen.

    Keine B 9 n nach Holland. Am „Tennisschläger“ wurde Schluss gemacht, weil angeblich die A 57 als Ersatz diente.

    Keinen Ausbau der B 9 / B 220 (Umgehung Kellen lässt weiter auf sich warten.) als Verbindung zwischen A 3 und A 57.

    Das sind die Dinge, die bei der Diskussion hier hochkommen. Bezeichnend ist, dass im Ansatz über das neue Konrad Adenauer Gymnasium berichtet wurde. Gebe Gott, dass es fertig wird.

     
  31. 31. Lohengräm

    @30

    >Keine Eisenbahnverbindung nach Holland. Die Rampenbrücke wurde wieder abgebrochen.

    ???

     
  32. 32. Lohengräm

    >Keine Eisenbahnverbindung nach Holland.
    >Keine B 9 n nach Holland. Am „Tennisschläger“ wurde Schluss gemacht, weil angeblich die A 57 als Ersatz diente.
    >Keinen Ausbau der B 9 / B 220 (Umgehung Kellen lässt weiter auf sich warten.) als Verbindung zwischen A 3 und A 57.

    In erster Linie sind das aber alles Bundesangelegenheiten in die die Stadt so einfach nicht eingreifen konnte.

    ( Bei der Bahn hat sie das natürlich auch gar nicht gewollt…. 🙂 )

    Leider ist die Bebauung des ehemaligen Gleisfeldes nun keine Bundesangelegenheit mehr. Mehrdorn hat die Flächen ja alle schön versilbert ….

     
  33. 33. Joseph Johann

    31:
    Von Bemühungen der Stadt Kleve in den Angelegenheiten ist nichts überliefert. Es ist auch müßig, das weiter zu erörtern. Aber Dank für Ihren Hinweis.
    Hier geht es um eine anerkannt gute Schule. Es ist wichtig, dass dieses Vorhaben gelingt: was in Kleve nicht selbstverständlich ist.

     
  34. 34. Chewgum

    @29 L Ihrem Gedankenspiel folgend: wo würden Sie die Trasse von der Linde zum derzeitigen Bf Kleve sehen?

     
  35. 35. Bogenträger

    Gut, dass wir wieder bei der Schule landen. Kennt einer die Pläne genauer?
    Dient die Schule dazu, dass
    – sie möglichst billig gebaut wird?
    – sie kostenarm zu heizen ist?
    – sie kostenarm zu reinigen ist ?
    oder
    – ist sie nach pädagogischen Gesichtspunkten ausgerichte?
    – klar als Lebensraum für junge Menschen und deren Bedürfnisse (nein ich rede nicht nur über die Toiletten, um den Witz gleich vorweg zu nehmen) konzpiert ist?
    – gibt es ausreichende Ausstattung für die zukünftigen IT-Fachkräfte, die unsere Rente mal bezahlen sollen?
    – gibt es eine Lehrküche eine Mensa für gesundes Essen und gute Bewegungsmöglichkeiten, damit die zukünftigen IT-Fachkräfte nicht adipös an Junkfood krank werden?
    – gibt es Raum für künstlerische und werklich-technische Entwicklungen bzw. Lernen?
    – gibt es eine gute Bibliothek?
    usw. usw. usw.
    Sind solche Fragen alle klar und beantwortet?
    Wenn man schon neu baut, dann sollte es doch richtig gut werden, oder?
    By the way – Gymnasialeltern sind doch klassische Wähler bürgerlicher Parteien – ob diese Parteien in Kleve was für ihre Klientel tun????

    @ rd können wir zum Bahntrassenthema /ÖPNV anderswo eine Diskussion aufmachen, sonst geht die Schule hier unter?

     
  36. 36. ???

    Was nützt die beste materielle Ausstattung unter pädagogischen Gesichtspunkten und Lebensraum für junge Menschen einer Schule, wenn geistige Armut vorherrscht?

    Viele Jugendliche haben die Basis, wie z.B. das Kopfrechnen und Auswendiglernen von Texten zur Konzentration usw., nicht erlernt oder wieder verlernt.
    Von Rücksichtnahme, Respekt und Wertigkeit anderer Menschen ist weit und breit nichts mehr zu erkennen.

    Und ……… das ist nicht nur meine Meinung!

    Lernen kann man in der “kleinsten Hütte”, wenn man nur möchte ………. diese hiesige Unzufriedenheit über materielle Dinge kann ich nicht mehr verstehen. Es geht uns gut!!!

     
  37. 37. Lohengräm

    @33
    Das war ja nur eine fiktive Überlegung, wie es -theoretisch, auf dem Papier- vielleicht besser wäre.

    Aber wenn man böse wäre 🙂 könnte man auch sagen, Linde ist halt Endstation.
    Dann haben die Unterstadtteile das Problem.
    Aber die Oberstadt ist eben einwohnerstärker.

     
  38. 38. ???

    Was und wem nützen die bestausgestatteten Schulen, wenn bestqualifizierte Lehrer fehlen, die den Kindern und Jugendlichen, qualifiziertes Wissen unter pädagogischen Gesichtspunkten vermitteln sollen?

    Das hiesige Bildungsniveau ist seit Jahren sehr niedrig und fragwürdig. Man kann sich oft nur wundern, mit welchem Nichtwissen, Jugendliche den Einstieg in eine Berufsausbildung oder Hochschulen schaffen möchten.

     
  39. 39. Martin Fingerhut

    @ 36., 38. ??? :
    staun !
    Über das bundesDeutsche SchulSystem habe gerade ich keine übermäßig gute Meinung.
    Aber DERMASZEN NEGA-abgrund-TIEF wie Sie sehe selbst ich das nicht.
    Worauf gründen Sie Ihre Einschätzung ?
    Und welche positiven anderen Erfahrungen stellen Sie den “hiesigen” gegenÜber ?

     
  40. 40. Lohengräm

    Jetzt werde ich wahrscheinlich gedisst. 🙂 :

    „Bestqualifizierte Lehrer“ mag ja noch gehen, aber wenn damit der Eindruck suggeriert würde, dass die Lehrer die Bestqualifiziertesten unter den Hochschulabsolventen wären, widerspreche ich.

    *shitstormmode=on“*

    🙂

     
  41. 41. fietser

    29. Lohengräm
    „Die Bahn entstand ja auch in erster Linie zur Ankopplung der Kellener Industrie.”

    Da ist Ihnen aber die Reihenfolge durcheinander geraten.

    Bahnlinie Kleve – Krefeld:
    „Der Abschnitt nach Kleve wurde am 1. März 1863 eröffnet.”

    Margarinewerk:
    „Die Margarinewerke Van den Bergh in Kellen wurden 1888 von Simon van den Bergh aus dem niederländischen Oss gegründet.”

    Bensdorp:
    „Im Jahre 1901 wurde die Bensdorp-Schokoladenfabrik in der deutschen Stadt Kleve errichtet, in unmittelbarer Nähe der Margarinewerke Van den Bergh.”

    XOX
    „1910 siedelte das Unternehmen (XOX) mit 70 Mitarbeitern nach Kleve-Kellen um …”
    (alle Zitate aus Wikipedia)

    Mit anderen Worten: Erst die Bahnlinie, dann die Industrie.

    Zu Ihrer Behauptung, dass die „Stadtteile -Oberstadt, Materborn, Reichswalde … durch die extreme Entfernung vom Bahnverkehr praktisch abgekoppelt” sind, könnte man auch noch einiges sagen.

     
  42. 42. ???

    @39. Martin Fingerhut

    Laut Bildungsmonitor 2019 hat sich NRW auf den 13. Platz der 16 Bundesländer „verbessert“.

     
  43. 43. Lohengräm

    @41
    „Zu Ihrer Behauptung, dass die „Stadtteile -Oberstadt, Materborn, Reichswalde … durch die extreme Entfernung vom Bahnverkehr praktisch abgekoppelt” sind, könnte man auch noch einiges sagen.“

    Ja, erzählen Sie! Bin sehr gespannt. Was meinen Sie genau? Sehen Sie das auch so?
    Da wäre sicher auch für mich Neues dabei.

     
  44. 44. Chewgum

    Sorry, Lohengräm, bin bahntechnisch meist Ihrer Meinung, aber die Sache mit der Abkopplung ist albern. Man könnte auch sagen, anderenfalls wären nicht nur die Unterstadt, sondern auch Rindern, Donsbrüggen und die Gemeine Kranenburg ‘abgekoppelt’.

    Und wollen Sie die LVR-Klinik als großem Arbeitgeber den Bahnhalt nehmen?

     
  45. 45. Chewgum

    By the way: Noch bis 1963 konnte man mit dem Zug von Uedem nach Goch fahren, auf einem Teilstück der alten Strecke der Boxteler Bahn. Der Güterverkehr wurde erst 1966 eingestellt.
    Das Flugbenzin für den Militärflughafen Laarbruch wurde über den Bahnhof Uedem angeliefert (bis zur Einrichtung einer Pipeline).

    Ich wäre ja für eine Wiedereinrichtung der Boxteler Bahn als historische Touristenattraktion bis Gennep. Auf die Anbindung nach St. Petersburg, die es vor dem Zweiten Weltkrieg gab, könnte man ja verzichten 😉

     
  46. 46. ???

    @45. Chewgum

    „…….Boxteler Bahn als historische Touristenattraktion ……….“

    Hmmm ……… sollte sie dann auch mit historischen Antriebsmöglichkeiten die Reisenden von A nach B ohne
    St. Petersburg bringen? 😉

    Dann hätten sie aber keine Freunde unter FfF ………….. 😉

     
  47. 47. Chewgum

    @??? Da wäre ich natürlich für einen historisch gesehen inadäquaten, umweltfreundlichen Antrieb ansonsten historisch anmutender Züge und Haltestellen incl. Personal 😉

     
  48. 48. Lohengräm

    @44

    Das stimmt nicht ganz.
    Rindern, Donsbrüggen und Unterstadt wären nicht abgekoppelt, da liegt ja ein Gleis, das nach Nijmegen.
    Und die Oberstadt (ich selber komme ja ebefanlls aus der Neiderung) ist nun mal der bevölkerungsmässig interessanteste Teil, und von der Entfernung auch jetzt schon weit mehr abgekoppelt zum aktuellen Bahnhof als z.B. Rindern

     
  49. 49. Chewgum

    @48 L. Der Begriff ,abgekoppelt‘ erschließt sich mir in dem Zusammenhang nicht.

    Liegt aber vielleicht daran, dass ich einige Jahre in einem Dorf gelebt habe, in dem es am Tag nur zwei Verbindungen gab, den Schulbus morgens und mittags. Einmal in der Woche kam der Bäcker und verkaufte Brot und Teilchen aus dem Auto heraus. Der Postbote kam täglich mit dem Moped und einmal im Monat mit Bargeld. Meine Eltern hatten zuerst nur einen Motorroller, aber dann kauften sie bald ein Auto, für 1000 Mark. Es war Winter und glatt, mein Vater rutschte in einen Zaun. Aber auch der verkratzte Wagen tat seinen Dienst.

     
  50. 50. Joseph Johann

    Das Thema Eisenbahn bedarf keiner weiteren Erörterung.

    Der Bau der neuen Schule steht unter dem Stern der Wahlen im nächsten Jahr. Also werden die Entscheider alles tun, um mit dieser Maßnahme Anerkennung zu gewinnen. Da hängen doch viele an ihren Pöstchen und müssten mal umdenken oder sich engagieren. Hoffentlich bringt der neue Rat einen neuen Schulausschuss mit sachkundiger Leitung, der nicht an den unsäglichen Entscheidungen über das Schulwesen der ehemalige rot/grünen Landesregierung hängt
    Geben wir mal die Hoffnung nicht auf.