Bettray-Gelände: Wird Verkauf an Heuvelmann rückabgewickelt?

Das Gelände der ehemaligen Autoverwertung Karl Bettray soll bebaut werden – aber von wem?

Man kennt das aus Horrorfilmen: Da liegt ein Opfer scheinbar tot in der Badewanne, um dann doch plötzlich wieder aufzutauchen und neues Unheil zu verbreiten.

Vielleicht hatten die Mitglieder des Rates der Stadt Kleve solche Bilder vor Augen, als sie in nicht-öffentlicher Sitzung über einen Antrag zu entscheiden hatten, der sich mit einem scheinbar unspektakulären Wunsch des Emmericher Investors und Unternehmers Florian Heuvelmann befasste. Der Geschäftsmann wollte den Namen einer Gesellschaft in einem Kaufvertrag durch den einer anderen ersetzt wissen, und die Verwaltung sah darin zunächst keine Probleme, da beide Unternehmen grundsätzlich zum Verbund des Investors gehörten.

So jedenfalls war noch der Stand der Dinge am 4. Februar. Wie der aufmerksame kleveblog Leser jedoch weiß, ereigneten sich dazwischen acht Insolvenzen, die Unternehmen von Heuvelmann betrafen, die der Übersicht halber mit einer Vielzahl von Buchstaben aus dem griechischen Alphabet betitelt waren. Übrig blieb am Ende noch eine, die FPH Family Office GmbH, und dieses Unternehmen sollte in dem fraglichen Grundstücksgeschäft als neuer Käufer in Erscheinung treten.

Die Frage war nun: Macht der Klever Stadtrat diese Volte mit? „Zu den Einzelheiten von Grundstücksangelegenheiten und Gegenständen nicht-öffentlicher Sitzung äußert sich die Stadt Kleve grundsätzlich nicht“, teilt dazu Niklas Lembeck, Sprecher der Stadt Kleve mit.

Angesichts des Ausmaßes der Pleiteserie, in deren Verlauf unter anderem der aus Landesmitteln gefördert Bau von 80 Wohnungen im sogenannten „Hoffmann-Karree“ ins Wanken geraten ist, scheint es allerdings so zu sein, dass die Stadtverordneten nicht noch einmal ins offene Messer rennen wollen. Bei dem fraglichen Kaufvertrag ging es um die Bebauung des Bettray-Geländes, wo sogar über 200 Wohnungen entstehen sollten. Nach allem, was so durchsickert, war überhaupt keine Bereitschaft vorhanden, die erwünschte Änderung durchzuwinken. Vorstellbar erscheint auch, dass in der nächsten Sitzung des Liegenschaftsausschusses der gesamte Verkauf rückabgewickelt wird. Der ursprünglich genannte Käufer, die Epsilon Grundbesitz GmbH, ist jedenfalls seit dem 12. Februar insolvent.

Wenn es so kommen sollte (ist eine andere Lösung überhaupt denkbar?), müsste die Planung von Neuem beginnen. Für den angespannten Wohnungsmarkt in Kleve, wo dringend bezahlbarer Wohnraum benötigt wird, dürfte dies eine weitere jahrelange Verzögerung bedeuten.

Deine Meinung zählt:

16 Kommentare

  1. 16

    Naja, ist der Kaufpreis denn schon bezahlt? Bei den nun infrage stehenden Flächen sollte ein großzügiges Zahlungsziel noch weiter nach hinten verschoben werden.

  2. 15

    @rd

    Was Bauthemen angeht, der wohl zweitschwächste Artikel, der hier jemals veröffentlicht wurde.

    Der Verkauf hat vor, keine Ahnung 5? Jahren stattgefunden. Da wird gar nichts rückabgewickelt. Deine Überschrift ist irreführend.

    Das einzige was jetzt passieren, bzw wohl eher nicht passieren wird, ist der Verkauf einer Fläche, die noch im städtischen Besitz ist. Ich habe in einem anderen Kommentar dazu was geschrieben, ich wiederhole meine Vermutung:
    Die Stadt wird, in ihrer endlosen Güte, FPH angeboten haben, ihr vormals nahezu wertloses Grundstück mit zu überplanen. Das, von einem selbst überplante Grundstück, darf man dann anschließend zu Wucherpreisen kaufen. Dieses oder ähnliche Stolpersteine gegen Investoren, sind seit Jahrzehnten normales Vorgehen in unserer Gemeinde. Ich könnte ein Buch darüber schreiben.

    Möchte die Stadt von Dir ein Grundstück für sagen wir Infrastruktur, dann bietet sie dir irgendwas um die 20-30€. Ist es umgekehrt und Du benötigst noch einen Zipfel von der Stadt, verzehnfachen sich die vorgenannten Summen. Die Sorge von @2 Peter Brückner wird unbegründet sein, der Stadt ist kein Vermögensschaden entstanden sondern im Gegenteil, die Überplanung des Grundstückes durch den Investor hat das städtische (Grundstücks)Vermögen sogar gemehrt.

    Auch Deine Schlussfolgerung, im Fall der Fälle müsse neu geplant werden, ist falsch. Ein potentieller Investor könnte natürlich das Grundstück inclusive Projektierung vom Insolvenzverwalter erwerben. Da unten wird aber so schnell kein Fremder drangehen, auch dazu hatte ich etwas geschrieben, das Bodengutachten, die Stellungnahme der Bahn… alles öffentlich. Die Leute die sich mit Projektierung beschäftigen, lesen solche Sachen und preisen die ein. Ich befürchte, es wird zumindest kein ortsansässiger so schnell zuschlagen. In der Größenordnung gibt es auch nicht viele Ansprechpartner.

    Und wieder verweis auf meinen Kommentar an anderer Stelle… hier könnte die Stadt Kleve und unsere Lokalpolitik doch jetzt mal zeigen, was Sie drauf hat.

    Was hat sich FPH die Hacken abgelaufen. Was wurden im Vorfeld doch Konzepte diskutiert mit viel viel Meinungen… Belüftungsschneisen, Stadtentwicklung neu denken, viel viel grün etc. pp. was so ein Investor doch bitte alles zu berücksichtigen hat bei der Bebauung dieses Filetstückes. Im Internetz soll man Ironie kennzeichnen, oder? Auf geht´s Jungs und Mädels quer durch die Fraktionen, jetzt dann Butter bei die Fische, eure GemeinnützigeWohnungsbauGesellschaft soll doch günstigen Wohnraum schaffen… lets go, hier könnt ihr richtig Gas geben und mit Fachwissen, Engagement und Meinung glänzen.

    Naja, Sarkasmus … äh ich meinte natürlich Spaß beiseite, dazu haben unsere Verwalter nicht den Mut. Vielleicht gut so, denn das ist ne komplizierte Kiste. Ich hätte da zwar so 1-2 Ideen, bspw. weiß ich von den Sitzungen zum Hallenbad, dass es speziell für die öffentliche Hand Fördermittel gibt wenn sie solche Altlastenflächen wiederaufbereitet etc. pp…. aber naja, nicht mein Job und es sind auch keine Ratschläge gewünscht bei den Herren. Und so sagt mir leider leider meine leidervolle Erfahrung, dass wir nichts von unseren Stadtoberen zu erwarten haben. Um nicht zu sagen gar nichts.

    Jedenfalls besteht öffentliches Interesse lieber @rd denn das Schlimmste für Kleve wäre wenn die Fläche an irgendeine externe Heuschrecke geht, die auf in 10 Jahren steigende Grundstückspreise spekuliert.
    Das Beste für Kleve wäre wenn sich Mom und vBebber, wie gegenüber bei Flora, erbarmen und das in die Hand nehmen. Ich befürchte aber, da ist zu viel Fachwissen und zu wenig Aufopferungswillen vorhanden.. falls doch spende ich das Denkmal für diese Tat, wäre dann verdient.

    Soweit meine Anmerkungen. Auch nur 67% Wissen und 33% Spekulation aber schonmal um Längen richtiger als der Artikel 😉

  3. 13

    “ Der Geschäftsmann wollte den Namen einer Gesellschaft in einem Kaufvertrag durch den einer anderen ersetzt wissen, und die Verwaltung sah darin zunächst keine Probleme, da beide Unternehmen grundsätzlich zum Verbund des Investors gehörten. “

    Nach der Logik braucht man den Vertragspartner nicht zu tauschen.

  4. 12

    @ 8 )

    Der Bürgersteig vor meinem Haus ist sauber. Sie meinen offensichtlich einen anderen Bürgersteig. Der grenzt aber nicht direkt an den Bürgersteig vor meinem Haus, sondern es ist noch ein Haus dazwischen. Für die Zustände dort wenden Sie sich bitte an die Stadt Kleve.

    Der Rest ist völlig faktenfreies Geschreibsel ohne jeglichen Nachweis für die erhobenen Vorwürfe.

  5. 11

    Lieber RD, beim nächsten Mal doch einfach mal ein bisschen besser prüfen, was man so in die Welt setzt. Weil: völliger Unsinn, sorry

  6. 10

    @8 der erste Absatz ist inhaltlich leider völlig falsch. Sie sind kein Stück besser als die Trolle, die Sie kritisieren. Von Wissen kann leider nicht die Rede sein

  7. 9

    @1 & 8

    ….“Wenn man sich die Kommentare zu allen FH betreffenden Artikeln durchliest, stellt man fest, dass hier mal wieder extrem viel Müll abgesondert wird und die wildesten Gerüchte und Szenarien erfunden werden“…

    Kann ich in diesem Thread zu den Kommentaren 1 & 8 nur bestätigen..

    Bleibt nur eine Frage, Mitarbeiter oder Gläubiger von FH?

  8. 8

    @7) ich habe Sie weder verleumdet und es entspricht alles den Tatsachen, was ich geschrieben habe und schreibe… und das mit Ihrem Bürgersteig war bildlich gemeint! Von Ihren reichlichen Kommentaren bekämen Sie in der Schule die Note 6 „Thema verfehlt“! Aber es scheint Sie ja nicht zu interessieren, unter Klarnamen am Thema vorbei zu schwadronieren. Die Gründe für die Insolvenzen liegen in veränderten Rahmenbedingungen plus ggf. zu hoher Risikobereitschaft und aber vor allem einem aktuellen, auslösenden Ereignis. Und das ist so niemandem zu gönnen und da braucht auch keiner dann phantasierende Forenschreiberlinge mit Hang zu Sagen und Mythen, die in Unkenntnis dann auch noch ihr vermeintliches Fachwissen kundtun, auch wenn dies mit der Sache null zu tun hat.

    Ich versuche es für Sie mal bildlich:

    Das Haus von Hans ist abgebrannt und Hans und Fritzchen sind dabei umgekommen. Eine Woche nach Abschluss der Brandermittlungen steht fest, dass ein kaputter Fahrradakku plus unglückliche Verkettungen ein tragisches Unglück waren.
    Sie aber stehen schon in der Nacht vor dem brennenden Haus „Hans hat bestimmt im Bett geraucht, Fritzchen hat getrunken und war bestimmt wieder depressiv und der zuständige Schornsteinfeger der ist unzuverlässig und es war bestimmt ein Kaminbrand“.
    Finden Sie sich in dieser Geschichte wieder? Nein? Sollten Sie aber!

  9. 7

    @ 1 )

    Das entspricht nicht den Tatsachen, was Sie dort schreiben. Verleumderische Kommentare demnächst bitte mit Klarnamen.

  10. 6

    Gefährliches Halbwissen, dieser Artikel. Es geht nicht um das Bettray – Gelände, sondern um ein angrenzendes Grundstück, welches für die Erschließung des Geländes benötigt wird. Und darüber hinaus reicht auch das nochmal nicht.

  11. 2

    Hmm- Rückabwicklung klingt zunächst mal gut. Aber was sagt das Konkursrecht dazu? Wem gehören die Grundstücke denn heute? Und kann es sein, dass die erworbenen Grundstücke als Vermögen in die Insolvenzmasse einfließen? Und warum tätigt die Stadt Grundstücksgeschäfte mit Dritten, ohne sich von deren Zahlungsfähigkeit zu überzeugen?

    Die Entscheidungen sind alle nicht öffentlicher Sitzung getroffen worden. Ich hoffe, dass die Fragen so beantwortet werden können, dass offensichtlich wird, dass der Stadt kein Vermögensschaden entstanden ist.

  12. 1

    Wenn man sich mit dem Gelände und der bisherigen Planung befasst, ist doch offensichtlich, dass es in dem Kaufvertrag mit der Stadt nur um ein untergeordnetes angrenzendes städtisches Grundstück geht und nicht um das große Areal.
    Ralf, ist das jetzt bewusste Stimmungsmache und weiter drauf treten?

    Wenn man sich die Kommentare zu allen FH betreffenden Artikeln durchliest, stellt man fest, dass hier mal wieder extrem viel Müll abgesondert wird und die wildesten Gerüchte und Szenarien erfunden werden. Was treibt diese Trolle hier um, so zu agieren? Kehrt doch einfach mal vor der eigenen Haustür statt sich hier zu blamieren und Sch…. zu verbreiten. Oder der neue dauerpostende Klarnamenfinanzprofi von der Heldstr macht mal den Bürgersteig vor seinem Büro sauber statt hier den ganzen Tag abzuhängen. Werbung für seinen Laden ist das hier alles sicher nicht!