Zimmer frei? Stadt sucht dringend Wohnraum

rd | 04. Dezember 2015, 12:38 | 8 Kommentare

Die Stadt Kleve sucht Wohnraum für Asylbewerber! Der bestehende Bedarf nach dezentralen Unterbringungsmöglichkeiten wird immer größer, daher bietet sich nun das Gebäudemanagement der Stadt Kleve als Mieter an. Jeder, der Wohnraum besitzt und vermieten möchte, wird hiermit gebeten sich bei beim Gebäudemanagement, Herrn Mutz, Telefon: 02821/84-300, thomas.mutz@kleve.de, zu melden. Zurzeit werden der Stadt Kleve 40 bis 50 Personen pro Woche zugewiesen. Die Stadt hat das Ziel,

durch eine dezentrale Unterbringung, den Menschen ein Leben inmitten der Gesellschaft zu ermöglichen, jedoch stößt sie nun an die Grenzen des machbaren. Es wird daher dringend weiterer Wohnraum gesucht.

Eine kurzfristige Unterstützung erhält die Stadt Kleve aktuell durch die GEWOGE Wohnungsgesellschaft mbH Kleve! Die GEWOGE beabsichtigt, im Bereich Sackstraße/Klombeckstraße zwölf Wohnungen zu sanieren. Diese Wohnungen sind aufgrund der anstehenden Kernsanierungsarbeiten (unter Umständen Abriss) bis spätestens zum Ende dieses Jahres nicht mehr bewohnt. Auf Bitten der Stadt konnte nun mit der GEWOGE vereinbart werden, dass die Sanierung/Abriss für zwei Jahre ausgesetzt wird. Somit besteht die Möglichkeit Asylbewerber für zwei Jahre unterzubringen.

Die ehemalige Grundschule Keeken, mit Ausnahme der Gymnastikhalle, kann ebenfalls zu Beginn des Jahres 2016 als Unterkunft genutzt werden. Die Aktivitäten der Sportvereine in der Gymnastikhalle sind hiervon nicht betroffen. Insgesamt können somit circa 100 Personen in den Wohnungen der GEWOGE und der Grundschule Keeken untergebracht werden. Es werden jedoch noch weitere Wohnungen in allen Größen, sowie Einfamlien-, Zweifamilien- oder Mehrfamilienhäuser gesucht! Die Stadt Kleve bittet dringend um Unterstützung!

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  1. 8. HP.Lecker

    Vlt. interessant für den Einen oder Anderen hier:

    http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/architekten-zur-fluechtlingsunterbringung-drei-wege-aus-der-wohnkrise-a-1065749.html

     
  2. 7. Peter Wanders

    In mehreren Bauausschusssitzungen habe ich erlebt, wie Herr Rauer Bauprojekte vorstellte.
    Diese Projekte umfassten in den meisten Fällen mehrere Wohnungen, 4 und mehr.
    Diese Projekte waren laut gültigem Bebauungsplan genehmigungsfähig.
    Die Architekten hatten dies z.B. mit Höhenabwicklungen dargelegt.
    Die Intention von Herrn Rauer war, dass er den Bau von Gebäuden mit mehreren kleinen Wohnungen verhindern wollte.
    Der Bauausschuss hat sich mehrfach dieser Intention angeschlossen.
    Man hat entweder entschieden ein Bebauungsplanänderungsverfahren einzuleiten oder Herrn Rauer beauftragt mit dem Grundstückseigentümer Gespräche darüber zu führen, weniger Wohnungen und kleiner zu bauen.
    Ich habe dies in Anbetracht der schnell wachsenden Studentenzahl in einer der Sitzungen kritisiert.
    Trotzdem folgte der Bauausschuss dem Vorschlag aus der Verwaltung eine kleinere Planung zu erzwingen.
    Ich hielt dies schon in Anbetracht des schnell wachsenden Wohnungsbedarfes für Studenten für einen Skandal.
    In Anbetracht der Flüchtlinge ist es dringend geboten, dass hier ein Umdenken innerhalb der Verwaltung und bei den Ratsvertretern stattfindet.
    Man denkt dort ín erster Linie in Einheiten eines Einfamilienhauses oder ganz groß in der Dimension von hunderten Wohnungen.
    Projekte von 3-6 Wohnungen versucht man regelmäßig zu verhindern. Immer mit dem Argument „Störung des gewachsenen Umfeldes“ oder „zu hoher Parkplatzbedarf“.
    In Kleve änderten kürzlich Verwaltung und Rat für ein Gebiet, in dem bisher jedes Grundstück 2-3 Wohnungen hat, den Bebauungsplan so, dass für künftige Projekte nur noch eine Wohnung zulässig ist. Bei einem genehmigungspflichtigen Umbau muss dann die Zahl der Wohnungen reduziert werden!
    In dem gleichen Gebiet durfte kurz zuvor aber noch ein Gebäude mit 4 Wohnungen errichtet werden.
    Solche Entscheidungen zur Einschränkung der Bau- und Nutzungsmöglichkeiten gehen völlig an der Realität anno 2015/2016 vorbei.
    Einsprüche gegen solche Festsetzungen im Bebauungsplan lehnen Verwaltung und Rat mit einem Satz ab:
    „Dem Einwand wird nicht gefolgt.“
    Herr Mutze hat die Aufgabe für die Stadt Kleve Wohnungen zu suchen.
    Er möge bitte Herrn Rauer und den Ratsmitgliedern erläutern, was ihr Handeln für die Wohnungssituation in Kleve bedeutet.

     
  3. 6. Der Laie

    @ 4 KlePeter
    In früheren Berichten hies es doch mal, das wegen des verspäteten Auszuges an der Nassauerstraße,der Nachmieter, das Landgericht Kleve schon mit den Hufen scharren würde.

     
  4. 5. Aus der Kolonie

    In diesem Land werden Pyromanen zu Brandschutzbeauftragte ernannt. Theo hat auch fleißig unterschrieben fangt bei denen an.

     
  5. 4. KlePeter

    Die VoBa hat doch gerade ein neues Gebäude bezogen. Was ist mit den freigewordenen Flächen?

     
  6. 3. Susurlapitschi

    Vereinzelte Kommunalpolitiker, Krimi-Autoren, Journalisten, Blogger und Hauer Forentrolle werden doch wohl noch das eine oder andere Gästezimmer frei haben, oder?

    Sonst werden unsere Verantwortlichen wohlmöglich noch so kreativ in der Grundgesetzauslegung wie unlängst in Berlin angedacht:
    http://www.bz-berlin.de/berlin/kolumne/plante-mueller-das-eindringen-in-privatwohnungen

     
  7. 2. Andreas Bulkens

    Ich darf kurz und leise auflachen?
    Vor ungefähr drei Jahren suchte eine junge Frau eine Unterkunft.
    Zugewiesen wurde ihr ein Zimmer in einem Gebäude an der Mozartstraße.
    Dieses Zimmer war zugemüllt und der Zugang ebenfalls durch Sperrmüll erschwert.
    Sanitäre Einrichtungen befanden sich im ungeheizten Keller, die Möglichkeit eine warme Mahlzeit zu bereiten war nicht gegeben.
    Fotos liegen mir vor.

    Jetzt sucht die Stadt Kleve aktiv nach möglichen Unterkünften für Flüchtlinge?

    Wie ich aus sicherer Quelle weiß, werden Menschen im Umfeld der Flüchtlingsunterkünfte, also Mitarbeiter der Sicherheitsdienstes oder des Caterings angesprochen mit der Bitte bei bestehender Möglichkeit Flüchtlinge privat zu beherbergen.

    Turnhalle BBS steht aktuell leer, seit mehr als einer Woche. Die dort eingesetzten 450,-€-Kräfte sind unentgeltlich auf Rufbereitschaft – kostet ja nix!

    Ohne Hetze oder Polemik: Solange wir keine einheitlichen europäischen und/oder innerdeutschen Standards haben wird es ein reichlich aufreibendes Geplänkel um die Menschen mit Schutzbedürfnis geben!

     
  8. 1. Markus van Appeldorn

    Eine Freundin von mir hat ihr aufgelassenes Elternhaus an das Gebäudemanagement vermietet. Mit 6 € pro Quadratmeter ein sicherer und zuverlässiger Mieter. Und Gott sei Dank zahlt die Stadt keine Mondpreise an Immobilien-Spekulanten.