XOX-Investor Tjaden reißt Geduldsfaden, will Stadt verklagen

rd | 10. Dezember 2014, 16:47 | 31 Kommentare
Ihm ist das Lachen vergangen: Udo Tjaden

Ihm ist das Lachen vergangen: Udo Tjaden

„In Kleve fragt man nicht: wie lautet der Antrag, sondern: wer hat ihn gestellt?“ (U. Tjaden)

Das Bild im Büro XOX-Investors Udo Tjaden zeigt ein Kleve, das es so nicht mehr gibt – ein Kleve von der Rampenbrücke aus gesehen. Die Überquerung der Bahnlinie nach Nimwegen wurde 2003 abgerissen. Von der Brücke aus bot sich eine prächtige Aussicht auf das andere Kleve – nicht auf das des Johann Moritz von Nassau, sondern auf das der Bensdorps und van den Berghs. Und der Maler, Manfred Knupp, hat, ohne dass er es damals ahnen konnte, mit diesem Bild auch den Kern eines schwelenden Konflikts erfasst, der nun zu eskalieren droht – Udo Tjaden ist mit seiner Geduld am Ende und erwägt eine Klage gegen die Stadt Kleve!

„Es ist schade, wenn man mit einer Klage weiterkommt als mit jahrelangen Gesprächen. Aber die Stadt Kleve ist sehr vergesslich, ihre eigenen Zusagen einzuhalten“, sagt Tjaden. Wenn Bürgermeister Theo Brauer kleveblog lesen würde, was er nicht tut, würde er spätestens jetzt im Erregungsmodus zum Telefonhörer greifen und irgendjemanden zusammenstauchen.

Doch die Beschwerde, die Tjaden vorträgt, ist in sich schlüssig, und sie wirft kein gutes Licht auf den Umgang der Stadt mit dem berechtigte Interesse eines Investors, dem in unmittelbarer Nähe der Innenstadt seit 1978 Immobilien auf einer Gesamtfläche von 50.000 Quadratmetern gehören.

Ihm gehört allerdings nicht alles, was auf dem Gemälde von Knupp zu sehen ist: Zum Immobilien-Imperium des aus Bremen stammenden Investors zählen die Gebäude der ehemaligen Kakaofabrik Bensdorps (links auf dem Bild) sowie die nördlichen davon gelegenen Hallen des Keksherstellers XOX.

Was in der rechten Hälfte zu sehen ist, sind die ehemaligen Union-Werke. Als Unilever die Produktionsstätte abstieß, sicherte sich der Klever Multiunternehmer Bernd Zevens den Besitz und versuchte sich eine Zeit lang in der Produktion von Margarine. Also links Tjaden, rechts Zevens.

Bekanntlich ging das Margarine-Unternehmen „Clever Stolz“ wenige Jahre später in Insolvenz, so dass die Produktion eingestellt wurde und eine große Industriebrache im Besitz der Zevens Grundbesitz übrig blieb. Auf dem Gelände wurde in den vergangenen Jahren reichlich abgerissen wurde, um Platz zu schaffen. Denn es gibt große Pläne…

Pläne hat auch Udo Tjaden, einen trägt er ständig in seinem Aktenkoffer mit sich. Der Entwurf sieht vor, in den riesigen, massiven Fabrikhallen Lichthöfe zu schaffen, so dass sie für vielerlei Nutzungsarten geeignet sind. Mit diesen Ideen beteiligte er sich an einem Projekt „Flächenpool.NRW“ der Bahnflächen-Entwicklungsgesellschaft (BEG).

Bei der Unterzeichnung der Vereinbarung im Jahre 2010 sagte Kämmerer Willibrod Haas: „Wir sehen deshalb in den Flächen ein großes Potenzial für die Zukunft. Wie das genau aussehen könnte, möchten wir mit den Eigentümern innerhalb des Projektes ausloten.“

In den Verträgen findet sich die Formulierung „bevorrechtigte Entwicklung“, die denen, die sich an dem Projekt beteiligen, zugesichert wird. Doch von einer „bevorrechtigten Entwicklung“ merkt Tjaden nichts – im Gegenteil. Während seine Immobilien planungstechnisch gewissermaßen auf Eis liegen, erstellte die Verwaltung für das Zevens-Areal bereits einen kompletten Bebauungsplan, obwohl der sich an dem ganzen Projekt überhaupt nicht beteiligt hatte.

„Wenn eine derart große Fläche wie das Union-Gelände mit einem Male entwickelt wird, hat das natürlich Auswirkungen auf den gesamten Wohnungsmarkt“, sagt Tjaden. „Sollte Herr Zevens den Bebaungsplan erhalten und sollten wir trotz unserer Teilnahme an dem BEG-Projekt leer ausgehen, werden wir erstmals in unserer Geschichte die Stadt auf Schadensersatz verklagen.“ In die Planungen hat Tjaden eigenen Angaben zufolge bisher rund 50.000 Euro investiert, hinzu kommen die jahrelangen Leerstände, die er in Kauf genommen habe.

Doch es geht nicht nur um Zevens. Aktuell beschäftigt sich die Verwaltung auch mit dem Plan eines Unternehmers aus Kevelaer, am Spoykanal Gebäude mit weiteren 150 Wohnungen zu errichten. Nur die Planungen für das Herzstück, das XOX-Gelände, so scheint es, kommen keinen Millimeter voran.

Zusätzliche Brisanz erhält der Konflikt dadurch, dass derzeit die Zugangsstraße zum XOX-Gelände abgesperrt ist – infolge von Kanalbauarbeiten, die sich noch weit bis ins Jahr 2015 hinziehen werden. Ausführendes Unternehmen ist die Firma mit dem roten Baggern, die Firma Loock – ein Unternehmen im Besitz von Bernd Zevens.

Tjaden zweifelt die Notwendigkeit dieser Baumaßnahme an und hat, gemeinsam mit einigen anderen Anwohnern, vor dem Verwaltungsgericht Duisburg gegen die Baumaßnahme und die Kostenverteilung geklagt. „Wo genau ist die Verbesserung?“, möchte er wissen.

Eigentlich hätte Udo Tjaden heute ein Gespräch beim Bürgermeister und der Verwaltungsspitze gehabt, doch dies sei wegen Terminschwierigkeiten kurzfristig abgesagt worden. „Vielleicht haben wir nicht genug Druck gemacht“, so Tjaden. Von seinem Vater habe er zwar gelernt, dass Immobilien mit Geduld zu tun haben – „aber er meinte ein bis zwei Jahre und nicht ein bis zwei Jahrzehnte“.

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31 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 31. rd

    @Manfred Knupp Weil ich ihn gebeten habe, sich davorzustellen.

     
  2. 30. Manfred Knupp

    hier wird ein von mir gemaltes Bild beschrieben und gezeigt, und ich weiß nicht genau warum Herr Tjaden sich mitten vor das Bild Stellt,……aber ich wuste genau warum ich es gemalt habe…

     
  3. 29. Lohengräm

    @25 Benno:
    Auch da hast Du mal wieder nicht vernünftig gelesen: Ich schrieb bewusst „aus der Region“. Und dass er 2m jenseits der Isar geboren wurde, ist fast Zufall. Er ist sicher eher mit Bayerischem „Nationalstolz“ aufgewachsen als mit Kölner Karneval…

    Der Niedriglohnsektor subventioniert nur Pseudounternehmer, die ohne die Aufstocker auf dem Markt eh nicht konkurenzfähig wären. Die Massnahme, Langzeitarbeitslose wieder in reguläre Beschäftigungsverhältnisse zu überführen, zeitigt nachweisbar keinen Erfolg. Ansonsten müsste der Niedriglohnsektor schrumpfen. Das Gegenteil ist bis zur Einführung des Mindestlohns der Fall. Leider.

     
  4. 28. Lohengräm

    @Benno

    einfach mal lesen was ich geschrieben hab. Ich habe nicht von NRW geschrieben, sondern von Preussen, und das trifft für Siemens ganz klar zu. Zwickau gehörte zwar zum Königreich Sachsen, gehörte aber mit Preussen zusammen zum Norddeutschen Bund, im weiteren Sinne wollte ich ausdrücken „nichtbayerisch“. Und weder Siemens noch Audi sind bayerischen Ursprungs.

    Einzig Nürnberg hat durch die von Siemens übernommenen Schuckertwerke einen „bayerischen Anteil“ am Unternehmen. (Erzähl aber mal nem Nürnberger, er wär Bayer…die Maulschelle würde man bis nach NRW hören… 🙂 )

    Sowohl Gründungs- als auch Hauptproduktionsstandort und Zentrale war aber bis 1945 Berlin. Und nicht München.

     
  5. 27. Benno

    Siemens: leider auch durch die Wirren des 2.Weltkrieg. Wikipedia hilft da ungemein weiter 🙂

     
  6. 26. Benno

    Bezüglich Audi: die Firma wurde in Zwickau gegründet und später nach Chemnitz verlegt. Durch die Teilung Deutschland wurde der ostdeutsche Teil enteignet und die Westdeutschen Zweigstellen wurden in Ingolstadt verwaltet. Neben Ingolstadt waren unter Anderem auch Hannover eine Zweigstelle, aber KEINE in NRW. Also bitte wieder abkühlen 🙂

     
  7. 25. Benno

    Na, in Geschichte wohl nicht aufgepasst 🙂 Klein Adolf war Oberösterreicher, kein Bajuwaren.

    Funktionierte der Link bezüglich der Subvention zum Niedriglohn nicht? Dieser Sektor gibt unter anderem Langzeitarbeitslosen die Möglichkeit wieder auf dem regulären Arbeitsmarkt Fluss zu fassen.

     
  8. 24. Fisch

    Meine persönlichen Eindrücke über die jetzigen Studenten, asiatischer Herkunft, sind, dass viele versuchen werden hier zu bleiben.
    Ein Punkt hierfür wäre………. die persönliche Freiheit in allen Richtungen!

    Für uns ist dies selbstverständlich…..für viele andere Menschen nicht……..
    Für diese Freiheit bin ich wirklich jeden Tag dankbar.

     
  9. 23. Lohengräm

    >“Vielleicht täusche ich mich da, aber das hier vermittelte Wissen wird später in Asien und Übersee umgesetzt und schafft dort Arbeitsplätze, aber leider nicht hier in der Region oder in Deutschland und Europa.“

    Da stört mich viel eher, dass die arroganten Bayern nach dem Krieg (den ein Typ vom Zaun gebrochen hat, der dort aus der Region kam) sich unter anderem zwei preussische Unternehmen (Siemens, Audi) unter den Nagel gerissen haben und nicht unerheblich von den dort nun arbeitenden und steuerzahlenen Ingenieuren profitiert, deren Studium sehr oft das Land NRW an den hiesigen technischen Universitäten finanziert hat.

     
  10. 22. Lohengräm

    >Ist aber nicht die große Mittelschicht, die sehr viel Steuern bezahlen durch die dann Sozialhilfe und den Niedriglohnsektor subventioniert?

    Wenn das so wäre, brächten wir keinen Niedriglohnsektor. Die Tatsache, dass wir einen haben, zeigt, dass dem nicht so ist.

    Wenn übherhaupt, werden im Niedriglohnsektor die sogenannten „Arbeitgeber“ und Pseudounternehmer subventioniert, nicht die, die bei sich diesen für ein Appel und ein Ei verdingen.

    Insbesondere die gehobene Mttelschicht (wir gehören ja vielleicht selber dazu… 🙂 ) entzieht sich durch Beitragsbemessungsgrenzen (=niedriger prozentualer Beitrag zu den Sozialversicherungen), eigene Rentenversicherungskammern mit besseren Konditionen (Anwälte, Ärtze), Einsatz von Steuerberatern, Wechsel in Privatkrankenversicherungen, oder oder indem gar nicht erst in die Sozialversicherungen eingezahlt wird (Beamte) eines Teils der sozialen Verantwortung.

    Eine Subvention eines möglichen Prekariats kann ich nicht erkennen. Auch die nun vermehrt eingehenden Selbstanzeigen bei den Finanzämtern dürften eher nicht aus diesen Bevölkerungsschichten kommen.

    Ich nehme auch nicht an, dass Hartz4-Empfänger mögliches Espartes in bewährter niederrheinchristlicher Tradition auf den Bahamas bunkern könnten….

    🙂

    In diesem Zusammenhang empfehle ich das Buch „Der Zweiklassenstaat“ von Karl Lauterbach. Gerne von den Privilegierten Gesellschaftsschichten beschimpft und verdammt, aber bisher noch von keinem mit sachlichen Gegenargumenten widerlegt.

     
  11. 21. Benno

    @ 20 Lohengräm: Ah, es kommt Licht ins Dunkel. Aber sind nicht nur die Neubaugebiete davon betroffen? Generell ist es doch so, dass in unserer Gegend es zwar schöne Natur, aber selten in direkter Nähe die passende Arbeit zu finden ist.

    Unsere Eltern hatten es da sehr viel einfacher (Union, XOX, an der Kalkarer Strasse die Chemiefirma etc.) Und die Jugend zog nun davon. Die Eltern bleiben hier und wohnen bis zum Tod oder Pflegefall in Ihrem Haus. Wenn diese dann sterben, entsteht auf natürliche Weise der Leerstand, nicht nur in Neubaugebieten. Aber ist es nicht überall so?

    Und da stellt sich die Frage, benötigen wir wirklich hier in Kleve noch mehr Wohnfläche?

    Zitat: Allerdings sind die sehr grossen, heute eben teilungenutzen Häuser auch Ausdruck einer westlichen Luxusgesellschaft der 80er Jahre, die wir langfristig, volkswirtschaflich betrachtet, uns eigentlich nie leisten konnten. Wir werden möglicherweise noch teuer dafür bezahlen.

    Bezahlen wir schon nicht dafür? Klimawandel, Globalisierung als aktuelles Beispiel.

    Das Beispiel der Hallenbäder und Kirchen hinkt gewaltig! Der Bedarf war in den 70er und 80 er Jahren. Ich kann mich noch daran erinnern, wie voll das Klever Hallenbad am Wochenende war. Heute spielt die Jungend lieber PC, selten sehe ich Kinder und Jugendliche draussen spielen. Gut, es sind vielleicht die geburtenschwachen Jahrgänge.

    Welche Kirchen wurden denn hier in den 70er Jahren hier gebaut? Keine mir bekannte, außer die in Materborn, die aber schon wieder der Vergangenheit angehört.

    Das Zitat von Volker Pispers schön und gut. Ist aber nicht die große Mittelschicht, die sehr viel Steuern bezahlen durch die dann Sozialhilfe und den Niedriglohnsektor subventioniert? Die Summe siehe hier: http://www.o-ton-arbeitsmarkt.de/o-ton-news/staat-subventioniert-niedriglohne-mit-87-milliarden-euro

    Nicht vergessen, es gibt immer zwei Seiten der Medaille 🙂

    Na ja, die FH in hier in Kleve. Generell dauert der ROI bei Bildungseinrichtungen immer lange. Aber am Beispiel hier: ich vermisse die Ausgewogenheit der Nationen. Vielleicht täusche ich mich da, aber das hier vermittelte Wissen wird später in Asien und Übersee umgesetzt und schafft dort Arbeitsplätze, aber leider nicht hier in der Region oder in Deutschland und Europa.

    Benno

     
  12. 20. Lohengräm

    @19 Benno:

    Mit den meisten Punkten haben Sie ja durchaus Recht. Ich wollte auch nicht behaupten dass meine Thesen schon zu 100% eingetroffen sind, aber es nähert sich eben an. Richtigen flächendeckenden Leerstand bzw. Ruinen gibt es in den Neubaugebieten (noch) nicht, aber eben die Unterbesetzung. Und das habe ich nicht von dem was „Leute erzählen“, sondern habe es aus erster Hand. Viele Häuser stehen eben gar nicht zum Verkauf, sind für die Bewohner aber trotzdem viel zu gross. Ist ja alles ok, gesellschafts- und infrastrukturpolitisch aber wenig sinnhaft.

    Ich wolte auch nicht behaupten, dass man damals weitsichtiger hätte planen und bescheidenener hätte bauen sollen, steht ja jedem frei. Jeder wie er kann und klein Geld hat.

    Allerdings sind die sehr grossen, heute eben teilungenutzen Häuser auch Ausdruck einer westlichen Luxusgesellschaft der 80er Jahre, die wir langfristig, volkswirtschaflich betrachtet, uns eigentlich nie leisten konnten. Wir werden möglicherweise noch teuer dafür bezahlen.

    Und es ist ja schon teuer dafür bezahlt worden. Damals von unseren unterbezahlten ikeamöbelproduzierenden Brüdern und Schwestern im Osten. Heute von den Leiharbeitern.

    Zitat Volker Pispers:“ Wer heutzutage sagt, wir brauchen einen Niedriglohnsektor, der sagt nichts anderes als: Wenn der Lebensstandard der Mittelschicht -mit Haus, Auto und Urlaub- aufrechterhalten werden soll, muss ein Drittel der Bevölkerung für Kost und Logis arbeiten.“

    Trauring, aber wahr. 🙂

    Aber es ist letzendlich das gleiche wie bei den Hallenbädern der 70er Jahre, den heute zu grossen Krichen, oder beim Bau einer FH in Kleve. Die Puste muss man erstmal haben, das alles über Jahrzehnte zu finanzieren. Ich glaubs nicht.

    Ich bin als Politiker nicht geeignet. In Kleve könnte ich auch nichts werden, da ich eine andere politische Richtung favorisiere als Autos, Betonköpfe und Klinkerwüsten.

     
  13. 19. Benno

    @ 16 Aber es kommt auch nicht darauf an, was Leute erzählen. Meistens sieht es in der Realität anders aus. Im Übrigen stehen im Havik DDH, die Häuser in den „Vögelwegen“ sind richtige EFH.

    Zudem wurden die Häuser zu einer Zeit gebaut, wo eine Familie aus 4 bis 5 Personen bestand. Sollten diese Ihr Haus so planen, dass Sie mit der Personenzahl auf 80qm zurecht kommen sollten?

    Leerstand kommt nur zu Stande, wenn die Preisvorstellung von Verkäufer oder Käufer utopisch sind.

    Zur Zeit sind kinderlose Ehepaare oder Kleinfamilien auf der Suche nach Eigentum, da braucht keiner ein Haus von 180qm Wfl. Aber die Geburtenrate stiegt wieder.

    Ausserdem kann durch den niedrigen Zins bedingt, fast jeder ein Haus kaufen. Wenn Sie sich auf Boris mal umschauen, sehen Sie, was Sie für das Grundstück bezahlen und was für das Haus. Wenn Sie dann 1 & 1 zusammenzählen können, wissen Sie warum die von Ihnen nicht nachvollziehbaren Leerstände entstehen.

    Und ich erinnere mich, dass Häuser dort zum Verkauf standen, schon wieder neue Besitzer haben.

    Der von Ihnen – „Ich weiss, dass ist besserwisserisch, aber ich habs schon als Jugendlicher Ende der 80er phrophezeit: Die Neubaugebiete in Kleve werden in 25 Jahren leerstehen“- Satz deutet darauf hin, dass Sie mit diesen Fähigkeiten gut in der Politik aufgehoben wären. Dann hätten wir keine Probleme mit der Rente, Umwelt, Finanzkrisen etc. Sie wären auch der ideale Bürgermeister für Kleve 🙂

    Benno

     
  14. 18. pd

    wie wahr wie wahr @ peter wanders

    diverses gäbe es da noch zu erzählen. Auch die Erfahrungen von Herrn tjaden kann ich nur bestätigen, gerade den teil der das erinnerungsvermögen an gemachte zusagen angeht. Bspw gab es gegenüber klever mittelständlern (ersetzt „investoren“ da bei der grün roten leserschaft sonst der tunnelblick einsetzt) mal die zusage in direkter nachbarschaft keine weiteren bau gebiete zu erschließen bis das gerade erschlossene wenigstens halbwegs „zu“ ist.

     
  15. 17. Lohengräm

    @12:

    Na also das was in manchen ‚Neubauvierteln‘ in Kleve steht, würde ich nun doch als individuell geplante EFH’s eines deutlich gehobenen Mittelstands bezeichnen. Klar es gibt auch Reihenhäuser und Doppelhaushälften (mit Brennholzverleih 🙂 ). Aber eben auch eine ganze Menge Edelklinker.

     
  16. 16. Lohengräm

    @14:
    Es kommt nicht drauf an, was man extern sieht, sondern was man intern weiss.

    🙂

     
  17. 15. Peter Wanders

    Wenn man als Klever einen mit den Mitarbeitern des Bau- und Planungsamtes zuvor abgestimmten Bauantrag für ein Haus mit vier Studentenwohnungen in weniger als 300 m Abstand zur Hochschule einreicht, bekommt man als Antwort aus dem Planungsamt:
    1) Wir fürchten eine Störung des gewachsenen Wohnumfeldes durch die Studenten.
    2) Wir ändern den Bebauungsplan so, dass nur eine Wohnung zulässig ist. (In der Nachbarschaft stehen aber eigentlich nur Häuser, die vom Ursprung her 4 Wohnungen hatten).
    3) Wir reduzieren die zulässige Firsthöhe von 9,50 m auf 8,00 m. (Alle Nachbargebäude haben eine Firsthöhe von 9,62 m)

    Dies ist alltägliche Willkür gegenüber Klever Investoren.
    Da staunt man Bauklötze, wenn man sieht, wie der Antrag eines auswärtigen Investors für 150 Wohnungen in fast direkter Nachbarschaft durchgewunken wird.

    Dies ist politischer Wille in Kleve. Beim Klever legen sich Verwaltung und Politik gerne quer.
    Dies sieht man in den Ausschusssitzungen und den Vorlagen an die Fraktionen.
    Vieles, was laut bestehendem Baurecht und Bebauungsplan genehmigungsfähig ist, wird in Kleve nicht genehmigt, sondern versucht man durch die Änderung des Bebauungsplanes zu verhindern.
    Es gibt dazu auch aktuelle Beispiele.

    Dagegen werden große auswärtige Investoren wie Sontowski und Konsorten durch die Klever Verwaltungsspitze hofiert.

     
  18. 14. Benno

    @ 4 Lohengräm: wann waren Sie das letzte Mal im Havik? So wie ich noch gestern gesehen habe, keine Leerstände mehr.

    Benno

     
  19. 13. rd

    @lalelu Der Kommentar war mir so zu spekulativ.

     
  20. 12. Fisch

    @11.

    Es handelt sich nicht um Luxus-EFHäuser……..nur um einfache Wohnungen……..ohne besonderen Komfort!

     
  21. 11. Lohengräm

    Ist auch die Frage, ob es so sinnig wäre, Studenten in Luxus-EFH’s -aber möglicherweise ohne Breitbandanschluss- weitab der FH einzuquartieren.

    Gibt sicherlich auch Hausbesitzer, die generell gar nicht vermieten oder verkaufen möchten. Wer sich’s leisten kann…

    Trotzdem vermute ich mal, ist rein wohnungsbautechnisch gesehen eine Reihe von EFH’s in Kleve „unterbesetzt“.

    In Wohlstandsgesellschaften wie unserer wird wahrscheinlich ohnehin zu viel Wohnraum und -energie pro Einwohner verbraucht.

     
  22. 10. Fisch

    @9.

    Die Probleme der wohnungssuchenden Studenten sind, dass die oft angebotenen Wohnungen ausdrücklich nicht an Studenten und nur an Menschen mit vorzuweisendem, langfristigem Arbeitsvertrag vergeben werden.

    Falls sich dann doch irgendwann eine Möglichkeit auf dem freien Wohnungsmarkt für Studenten ergibt, sind die Mieten einfach zu hoch und für Studenten, selbst als WG, nicht bezahlbar!

     
  23. 9. Beobachter

    Wenn im Havik „alles“ leer steht, warum gibt’s dann ein Wohnungsproblem für die Studenten???

     
  24. 8. Weltenbummler

    Die Bevorzugung von Zevens wird im nächsten Jahr sicherlich aufhören, wenn der Neffe von Erich Tönnissen Bürgermeister wird.

     
  25. 7. Otto

    @3 Udo,

    wieder ins Schwarze getroffen.

     
  26. 6. kleinendonk

    ich knips die Bauabschnitte jeden Tag – MOM

     
  27. 5. DeBeukelaer

    Tausche Verwaltungsspitze gegen drittklassigen Kleinkünstler.

    Angebote bitte an kleveblog, Stichwort „Strauchdiebe“.

     
  28. 4. Lohengräm

    @1
    Danke für den Link am Ende Deines Artikels, guter Artikel dort.

    Ich weiss, dass ist besserwisserisch, aber ich habs schon als Jugendlicher Ende der 80er phrophezeit: Die Neubaugebiete in Kleve werden in 25 Jahren leerstehen.

    Das gilt z.B. bereits jetzt für den Havik. Für 4-6köpfige Familien gebaute EFH’s sind verwaist weil die Kinder aus dem Haus sind und niemand nachkommt.

    Und junge Familien bauen sich angesichts des vorhandenen Baulands und der günstigen Preise lieber neue Häuser statt „alte“ zu kaufen.

     
  29. 3. kleinendonk

    Theo liest Kleveblog und noch viel mehr – Plottke hat im der Diskussion beschwichtigt – jetzt weiss ich auch wieso die euch noch Interwievs geben Olaf – Theo ihr versteht euch

     
  30. 2. otto

    Tjaden schlägt den einzig richtigen Weg ein. Wer sich in Kleve auf bestimmte Personen und deren Zusagen
    verlässt, der ist verlassen.

     
  31. 1. Max Knippert

    Angesichts der Prioritätenliste des Ratsbeschlusses vom 24.03.2010 zum Flächenpool NRW (Drucksache Nr. 150/IX),
    ist die Sicht von Herr Tjaden verständlich.

    1. Standort „XOX“ – Priorität 1
    2. Standort „Bensdorp“ – Priorität 1
    3. Standort „BEV Sportplatz“ – Priorität 2

    1. „BEV“, ehemaliger Sportplatz – Priorität 1
    2. „Post“, aktuelles Postgelände am Bahnhofsplatz – Priorität 1
    3. „VHS/ Alte Post“ – Priorität 1
    4. „Spedition“, Flutstraße – Prioriät 1
    5. „Pannier“, Ackerstraße – Priorität 2
    6. „Schmetz“ – Priorität 3
    7. „Margarine Union“ – Priorität 3

    (http://www.kleve.de/C1257CF60039C976/html/B6CAEF2802506075C1257D40002CD1D1?OpenDocument)

    Spannend ist auch die Entwicklung an der Stelle der jetzigen VHS und Lutherschule.
    Mann kann ja nicht überall Wohnungen und Verkaufsflächen bauen, zumal der Wohnungsmarkt jetzt schon gedeckt sein dürfte…

    Hier einige Gedanken dazu,
    http://kunst-acker.de/2014/11/09/kleve-schrumpft/#comments