Wohin am Wochenende? (25) Zum Markt, zur Burg und zur Stadthalle! Und in die Stadtbücherei…

rd | 09. Juni 2017, 15:29 | 2 Kommentare
In der 60-er Jahren, als diese Aufnahme entstand, war noch jeder Samstag „Tag des Marktes“

In der 60-er Jahren, als diese Aufnahme entstand, war noch jeder Samstag „Tag des Marktes“

(In den Kommentaren nun noch ein Hinweis auf der Pumpenfest der Freiwilligen Feuerwehr Kellen heute (Freitag) Abend) Aus der handverlesenen Auswahl unserer Rekreationspossibiliitäten ragt natürlich heraus: der „Tag des Marktes“! Die Händler halten wie üblich ihre Körnerbrötchen, Gänseeier und Rosensträuße bereit, doch zusätzlich haben sie, fast wie im Mittelalter, Gaukler und andere Unterhaltungskünstler einbestellt sowie weitere Gewerbetreibende, die beispielsweise Honig schleudern, Marmelade kochen oder Postkarten vergolden. Nur medizinische Versorgung, früher auch auf Märkten üblich, wird nicht angeboten.

Nils Roth, der gemeinsam mit Werner Wittenhorst diesen besonderen Markt-Tag organisierte, sagt: „Jeder Markthändler wird an diesem Tag seinen Stand mit einer besonderen zusätzlichen Aktion präsentieren. Weiter haben wir an diesem Tag verschiedene Vereine eingeladen, um ihre wunderbare ehrenamtliche Arbeit vorstellen zu können. Auch anderen Händlern und Kunsthandwerkern möchten wir an diesem Samstag die Gelegenheit geben sich auf dem Klever Wochenmarkt auszuprobieren – vielleicht mit dem Ziel, ein fester Bestandteil und eine Erweiterung für den Klever Wochenmarkt zu werden. Dieser ,Tag des Marktes‘ wird von Klever Künstlern begleitet und gerahmt! Wir wollen zeigen das der Wochenmarkt mehr ist als nur eine weitere Einkaufsmöglichkeit – sondern ein Platz des persönlichen Kontaktes, des Austausches, neueste Nachrichten werden mitgebracht und diskutiert, Kontakte und Pläne werden geschmiedet zwischen Brot, Käse und Erdbeeren. Auf dem Markt tobt einfach das wahre Leben!“

Tag des Marktes – am Samstag an der Linde!

Samstag, 19:30 Uhr: Summer Open Air (Innenhof der Schwanenburg)

Freunde der Unterhaltungsmusik sollten am Samstag zur Schwanenburg ziehen: Dort veranstaltet Tim Verfonderns Soundbox Entertainment das diesjährige Summer Open Air. Es treten auf: Phonic, One Trick Pony, 2nd Edition. Einlass ist ab 19:00 Uhr, Karten an der Abendkasse sind für 18 Euro zu haben.

Samstag, 20 Uhr: Chor der Klever Stimmen: Carmina Burana (Stadthalle)

Unter Federführung der Städtischen Singgemeinde wird aus Anlass des Stadtjubiläums am Samstag in der Stadthalle Carl Orffs Carmina Burana vom Chor der Klever Stimmen aufgeführt. Wie schon berichtet, darf auch ein gebratener Schwan über sein Schicksal berichten – als wenn der Komponist das Jubiläum der Stadt Kleve vorhergesehen hätte! Die Aufführung soll schon sehr ausverkauft sein, allerdings könnte an der Abendkasse vielleicht noch das eine oder andere Kärtchen liegen, wer weiß, vielleicht verträgt der eine oder andere Musenfreund diese grausigen Erzählungen nicht.

Samstag, 10 Uhr: Schätze im Regal (Stadtbücherei)

Jeder kennt das Gefühl, falls er mehr als nur Telefonbücher im Regal hat: Da ist doch dieses tolle Buch, vor x Jahren gekauft und nie gelesen, aber es müsste doch eigentlich ein Vermögen wert sein! Diese Schrifttype, irgendwas mit Antiqua vermutlich, von einem Schweizer Schriftsetzer im Ruhestand geschnitzt. Diese schönen Seitenzahlen, in fortlaufender Reihenfolge, auf jeder Seite – nur nicht bei Kapitelanfängen! Diese Bindung, dieser Rücken! Außerdem, dieser Autor hat nur ein einziges Buch veröffentlicht, und davon sind vielleicht 300, kann auch sein 400 verkauft worden. Der Rest – modernes Antiquariat! Kaputt gestempelt, „Mängelexemplar“. Nun gut, ein Eselsohr ist drin, auf Seite 20, weiter hat man’s nicht geschafft. Und auf der Rückseite diese Umrisse einer übergeschwappten Kaffeetasse. Aber sonst tadellos erhalten! Was könnte es wert sein? Könnte man, wenn man seine ganze Bibliothek verkauft, davon einen Unterschrank für den Flachbildschirm kaufen? Auf all diese Fragen gibt es eine Antwort – und zwar am Samstag Vormittag ab 10 Uhr in den Räumen der Stadtbücherei (Wasserstraße). Dort können die Menschen, die noch Bücher in nicht-elektronischer Form besitzen, deren Wert von Fachleuten schätzen lassen, bevor sie einen schweren Fehler bei eBay-Kleinanzeigen begehen. Der Termin – ein Muss für Bibliophile, die keinen Trennungsschmerz kennen.

Einen Kommentar schreiben





2 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 2. jean baptiste

    Ja, das waren noch Zeiten in den 60er. Ganz Kleve schien Samstags auf den Markt zu gehen, und das nicht, um ein Käffchen zu trinken, denn Restauration war damals strengstens verboten.
    Dafür gab es aber auch keine Supermärkte, also war die Hausfrau auf den Markt angewiesen.

     
  2. 1. gm

    Nicht zu vergessen : Das Pumpenfest der Feuerwehr “Löschzug Kellen” auf dem Platz vor dem Gerätehaus Jungferngraben
    heute am Freitag 9.6.17