Wohin am Wochenende? (14) Warum nicht mal in die Sporthalle und den VfL Merkur Kleve anfeuern?

rd | 07. April 2017, 16:19 | keine Kommentare
So sahen die Basketballer des VfL Merkur Kleve zu Saisonbeginn aus. Doch 17 Niederlagen haben ihre Spuren hinterlassen. Vor allem in der Seele. Ein Sieg am Samstagabend würde all diese Narben vergessen machen

So sahen die Basketballer des VfL Merkur Kleve zu Saisonbeginn aus. Doch 17 Niederlagen haben ihre Spuren hinterlassen. Vor allem in der Seele. Ein Sieg am Samstagabend würde all diese Narben vergessen machen

Wer immer sich den Terminplan der Basketball-Landesliga ausgedacht hat, hat damit ein Händchen fürs perfekte Drama bewiesen. Am letzten Spieltag der Saison treffen in der Sporthalle des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums der VfL Merkur Kleve und der TV Osterath aufeinander. Die Gastgeber stehen auf dem drittletzten Tabellenplatz, die Gäste auf dem vorletzten. Beide Mannschaften haben von den vorangegangenen 21 Spielen jeweils vier gewonnen und 17 verloren. Gewinnt Merkur, bleibt das Team auf dem drittletzten Tabellenplatz – und sichert sich damit den Klassenerhalt. Verliert Merkur, rutscht die Mannschaft auf den vorletzten Platz und steigt ab. Bessere Grundvoraussetzungen kann ein Drama nicht haben!

Für das Spiel, für das noch einige wenige Restkarten erhältlich sind, gelten erhöhte Sicherheitsbestimmungen. Zuschauer müssen Baseballschläger und Pfefferspraydosen am Eingang abgeben. Das gilt nicht für die Inhaber von Dauerkarten. Vor Spielbeginn stellt der Abiturjahrgang 2017 des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums die wichtigsten Basketballregeln pantomimisch dar. In der Halbzeitpause sorgen chilenische Panflötenspieler für authentisches Fußgängerzonenflair. Es werden Getränke ausgeschenkt (Glas Champagner: 18 €), zusätzlich verteilen Kommunionkinder während der Spielunterbrechungen kleine Bambusschalen voller Erdnussflips.

„Es ist das wichtigste Spiel meines… äh… Lebens“, sagt Trainer Ralf Daute. „Wir müssen 100 % Leistung zeigen, vielleicht sogar noch 10 oder 20 % mehr, oder heißt das dann Prozentpunkte?“ Glücklich ist er, dass fast alle Spieler „an Bord“ sind, obwohl gar keine Schiffsreise ansteht. „Das ist nur so eine Redewendung“, erklärt der wortgewandte Motivator.

Gerne gewährt der Coach auch einen Einblick in seine Taktik: Viel hänge im Spielverlauf davon ab, ob seine Spieler „den Korb treffen“. Der Korb, so nennen die Basketballer einen in 3,05 m Höhe montierten Metallring mit einem Durchmesser von 45 cm. Ziel des Spiels ist es, den Ball, der einen Durchmesser von rund 24,5 cm hat, mithilfe verschiedener Wurftechniken durch diesen Ring zu befördern (von oben nach unten). Wenn der Ball zentral trifft, sind bis zum Metallring zu allen Seiten hin gut 10 cm Abstand. „Das ist mehr als ich gedacht habe“, so Trainer Ralf Daute erstaunt.

Das Hinspiel gewann der VfL Merkur Kleve 105:77. Allerdings hat sich das Team aus Osterath danach noch verstärken können. Spielbeginn: Samstag, 18:15 Uhr.

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