Wohin am Wochenende? (13) Jetzt noch fetter!

rd | 01. April 2017, 14:03 | keine Kommentare
Eintritt frei

Kein Scherz:
Ab 1. April ist der Eintritt in den Schwanenturm frei

(Noch mehr Tipps!) Frühlingsgefühle können ausgelebt werden! Das Angebot ist so schillernd wie ein bunter Strauß Frühlingsblumen:

Freitag, 20:30 Uhr: Jazz (Casa Cleve)

Wenn ich nicht selbst arbeiten müsste, würde man mich heute Abend mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit im Casa Cleve (Tichelstr.) finden. Dorthin haben die Jazzfreunde das Raphael Klemm Sextet geholt, welches dem Verein zufolge „swingenden, frischen und unverstaubten Combo-Jazz, inspiriert vom Sound der Hardbop-Ära und dem swingin‘ Mainstream der 50-er und 60-erJahre“ aufführt. Ein Genuss, so darf vermutet werden.

Samstag, Sonntag, ganztägig: Schwanenburg (Schwanenburg)

Der Klever an sich sieht jeden Tag die Schwanenburg, aber wann genau war er zuletzt drin? Und gerade die Juristen, die in dem Gebäude zu Hause sind, wissen aufgrund einer alten Regel der Rechtsprechung: Dran ist nicht drin. Also, warum nicht reingehen in den Schwanenturm? Zumal es in der kompletten Saison (ab heute, 1. April) kostenlos möglich ist. In Anerkennung des großen ehrenamtlichen Einsatzes des Klevischen Vereins erstattet die Sparkasse Rhein-Maas dem Verein den Ausfall der entgangenen Eintrittsgelder. Schöne Geste! (Bis 31. Oktober)

Samstag, 20 Uhr: Spaß (Stadthalle)

Die rührigen Cinque-Kleinkünstler haben Christian Ehring in die Stadt und da in die Stadthalle geholt. Der Unterhaltungskünstler bringt in seinem Programm „Keine weiteren Fragen“ laut Cinque einen „aktuellen Lagebericht aus dem Komfortzonenrandgebiet“. Aus der Ankündigung: Reicht der Einkauf im Bioladen noch aus als moralischer Ablassbrief? Ist der Satz: „Ja, schlimm“ wirklich eine adäquate Reaktion auf die Katastrophen unserer Zeit? Und sollte man derartige Fragen überhaupt stellen, wo doch das Haus noch nicht abbezahlt und die Yogalehrer-Ausbildung noch nicht ganz abgeschlossen ist? Besser nicht. Sonst steht plötzlich der Zweifel da. Steht in der frisch renovierten Wohnküche, mixt sich einen Smoothie und will einfach nicht mehr gehen. (Tickets: 20 Euro)

Samstag, 21 Uhr: Schöne Linie (Culucu)

Nein, nicht das, was Graf Koks jetzt denkt, sondern… Jazz im Culucu: Pretty Line aus Mülheim gastieren in der Rinderner Gaststätte. Aus der Ankündigung: „In der Besetzung Bernhard Fuchs, Gitarre, Frauke Heitmann, Gesang, Dirk Sprotte, Bass und Rüdiger Stritzke, Schlagzeug, spielen sie, woran sie Freude haben. Und das merkt auch der Zuhörer. Der Spaß an der musikalischen Vergangenheit trieb sie zu den berühmten Swing-Klassikern von Ellington und Co. Die alten Songs spielen sie immer noch, aber auch Songs von den Red Hot Chili Peppers oder Little Feat sind in Repertoire von Pretty Line, die an diesem Abend von Thomas K. am Saxophon unterstützt werden. Das Besondere: Die Klassiker von Duke Ellington oder George Gershwin werden als Shuffle oder Funk- Version präsentiert und machen der Band und dem Publikum Spaß und Lust auf weitere Experimente. Und es besteht die Hoffnung, dass sie sich ein bisschen „gehen lassen“! (Das gilt für die Musiker und das Publikum.) Der Eintritt ist frei, wie immer geht der Hut rum.

Sonntag, ganztägig: Beuys (Moyland)

Gerade eben wurde der große Schamane als Werbeikone für Whisky in Japan wieder entdeckt, schon widmet sich auch das den Künstler verpflichtete Museum Schloss Moyland Joseph Beuys: „Beuys neu entdecken“ heißt eine neue Dauerpräsentation im Schlossgebäude. Darin lässt das Museum Beuys als Mensch, Künstler, Politiker und Visionär lebendig werden. Besucher können den Künstler aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln kennenlernen. Darüber hinaus zeigt eine thematische Sonderpräsentation Werke zum 1-Sekunden-Stück von Joseph Beuys.

Wochenendverlängerung: Dienstag, 20 Uhr: Bach & more (Stadthalle)

Fred Astaire und Ginger Rogers seien vom Tanzparkett an die Tasten gewechselt, schrieb die amerikanische Presse über einen Auftritt des Klavierduos Anderson & Roe. Und in der Tat tanzen die vier Hände von Elizabeth Joy Roe und Greg Anderson über die Klaviertastaturen, als wäre der Konzert- ein Ballsaal, und verpassen Repertoire von Bach bis Coldplay eine ungeahnte Tiefe und Leichtigkeit zugleich. Wie die beiden Pianisten gerade das traditionelle Klavierduo des 21. Jahrhunderts revolutionieren, davon kann man sich beim WDR-Kammerkonzert am 4. April, 20 Uhr, in der Klever Stadthalle überzeugen.

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